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  • Der Holzwurm von Höngg

    Der Holzwurm von Höngg

    Claudio Bolliger ist gebürtiger Höngger, absolvierte seine Lehre bei der Jos. Berchtold AG und wagte vor 25 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit. Seither hat er sich mit viel Herzblut und Durchhaltewillen ein festes Standbein geschaffen. Zusammen mit seiner Frau Conny, die er an einer Berufsmesse kennengelernt hat, führt er die Schreinerei Holzwurm, die nun das 25-Jahr-Jubiläum feiert. Jetzt blickt er zurück auf ein Vierteljahrhundert, auf die Veränderungen im Handwerk und darauf, warum er trotz aller Anstrengungen nie bereut hat, sein «eigenes Ding» durchgezogen zu haben.

    Noch immer ein Einmannbetrieb

    Claudio Bolliger ist – was das Handwerk betrifft – auch nach 25 Jahren noch ein Einmannbetrieb. Wenn viel Arbeit ansteht, helfen Kollegen aus. Die Büroarbeit erledigt seit je seine Frau Conny. «Sie ist die ruhige Seele im Hintergrund», sagt er. Sein Alltag besteht vor allem aus Service- und Reparaturarbeiten für Verwaltungen und Privatkunden.

    Mit seinem roten Transporter ist er täglich unterwegs, die kleine Werkstatt in Oberhasli nutzt er nur für grössere Arbeiten. «Neuanfertigungen gibt es kaum noch, die Nachfrage liegt klar bei Reparaturen», erzählt er.

    Ganz ohne Herausforderungen geht es nicht: 2024 sei ein schwieriges Jahr gewesen, die Auftragslage sei deutlich eingebrochen. «Das haben viele Kollegen so erlebt, es wurde einfach weniger investiert.» Inzwischen laufe es wieder besser. In besonderer Erinnerung ist ihm die Zeit der Pandemie geblieben: «Die Leute waren viel zu Hause und hatten Zeit, Termine liessen sich viel einfacher koordinieren als heute.»

    Auch die Digitalisierung hält Einzug: Aufträge landen heute über QR-Codes und Portale direkt beim Handwerker. «Die Administration wird dadurch komplizierter, man verbringt schnell sieben, acht Minuten mehr pro Auftrag nur fürs Eintragen.»

    Sie sagen ihm Würmli

    Und wie kam der Name «Holzwurm 2000» zustande? «Mein Vater arbeitete damals in einer Werbeagentur. Ein Lehrling schlug vor, einen Holzwurm auf den Hobel zu setzen – das gefiel uns, und so entstand der Name. Früher nannte man mich schon Holzwurm, heute sagen mir gute Freunde einfach Würmli.»

    Privat freut sich Bolliger über zwei Enkelkinder. In acht Jahren möchte er in Pension gehen – «aber sicher nicht von einem Tag auf den anderen», betont er. Ein bisschen weiterarbeiten werde er bestimmt. Und das Highlight seiner Arbeit? «Das Schönste ist, wenn der Kunde zufrieden ist.»

    Holzwurm2000 Claudio Bolliger

    Schreinerservice
    8049 Zürich
    Tel.nr.: 044 341 90 48
    E-Mail: info@holzwurm2000.ch

    Website: holzwurm2000.ch 

  • «Skandalöse Prioritätensetzung des Stadtrates»

    «Skandalöse Prioritätensetzung des Stadtrates»

    Im Gebiet um den Hauptbahnhof treffen die vielfältigen Mobilitätsbedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung und die Anforderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung aufeinander, wie die Stadt letzte Woche mitteilte. Mit dem sogenannten Weissbuch «Stadtraum Hauptbahnhof 2050» zeigt die Stadt auf, wie das Zentrum von Zürich für die künftigen Anforderungen vorbereitet werden soll.

    Der Schlüssel liege in der Organisation des Verkehrs. Um das künftige Verkehrsaufkommen vor dem Hintergrund des Klimaziels Netto-Null bis 2040 bewältigen zu können, wird dem ÖV sowie dem Velo- und Fussverkehr im besagten Weissbuch Priorität eingeräumt.

    Der Hauptbahnhof und die Parkhäuser bleiben für den motorisierten Individualverkehr erreichbar und die Feinerschliessung für Anlieferung, Taxis, Vorfahrten (Kiss & Ride), Schutz & Rettung usw. gewährleistet. Die Planungen sehen vor, den stadtquerenden motorisierten Individualverkehr weitgehend auf die Autobahn zu verlagern und den städtischen Binnenverkehr zu kanalisieren.

    Die Kritik der IG Westangente Plus

    Das Vorhaben stösst auf Kritik bei der IG Westangente Plus, die in einer Medienmitteulung mit dem Titel «Skandalöse Prioritätensetzung des Stadtrates» schreibt: «Ein Teil des verdrängten Innenstadtverkehrs soll nun gemäss Weissbuch HB/Central auf der Buchegg- und Rosengartenstrasse kanalisiert werden.»

    Gleichzeitig zeigt sich die IG enttäuscht: «Obwohl eine breit abgestützte dringliche Motion des Gemeinderats 2020 einen Dialogprozess zur Erarbeitung von Entlastungsmassnahmen im Hinblick auf die 2028 vorgesehene Eröffnung der ausgebauten Nordumfahrung verlangte, liegt heute praktisch nichts vor», so der Wortlaut in der Medienmitteilung.

    Der Bericht des Stadtrates zeige vielmehr auf, dass der verlangte Dialogprozess erst jetzt gestartet werden solle, zeitlich und inhaltlich mit offenem Ausgang.

    Die IG erinnert daran, dass die Buchegg- und Rosengartenstrasse 40 Jahre nach Inkrafttreten von USG und LSV immer noch nicht lärmsaniert sei. Verantwortlich dafür sei die Stadt Zürich.

    Weiter seien die Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte (IGW) an der Westtangente massiv. Tausende von Anwohnende seien davon betroffen. Die Lebensqualität sei entlang der ganzen Achse und deren Umfeld massiv eingeschränkt.

    Eine Sanierung der Westtangente sei ferner nur möglich mit einer Massnahmenkombination (Verkehrsverlagerung, Verlangsamung, lärmarme Beläge, Umgestaltung).

    Keine Verdrängung des Verkehrs auf die Westangente

    Für die IG Westtangente Plus ist die Prioritätensetzung des Stadtrates ein Skandal, wie sie schreibt: Während der Abbau der gesundheitsgefährdenden Belastungen entlang der dicht bewohnten Westtangente trotz gesetzlicher Fristen und deren Umgestaltung auf die lange Bank geschoben werde, geniesse die Aufwertung des Innenstadtbereichs HB/Central so hohe Priorität, dass dafür sogar die zusätzliche Belastung der Westtangente in Kauf genommen werde.

    Die IG lehnt daher den Dialogprozess zur Westtangente im vorgesehenen Rahmen ab. Als erste Priorität fordert sie die Erarbeitung und Auflage von kapazitätsbeschränkenden Bauprojekten entlang der Westtangente.

    Zum Zweiten solle der Dialogprozess zeitlich limitiert werden. Zum Dritten sei die Masterplanung HB/Central so anzupassen, dass keine Verdrängung des Verkehrs auf die Westtangente stattfindet.

  • Abschied nehmen – eine Kampagne von Kinderkrebs Schweiz

    Abschied nehmen – eine Kampagne von Kinderkrebs Schweiz

    Am 1. September 2025 startete die neue Sensibilisierungskampagne «Abschied nehmen» von Kinderkrebs Schweiz. Wie der Medienmitteilung zu entnehmen ist, fällt der Start bewusst in den «Goldenen September», den weltweiten Aktionsmonat zu Kinderkrebs.

    In der Schweiz erkranken jedes Jahr rund 350 Kinder und Jugendliche an Krebs. Während die meisten von ihnen geheilt werden können, überlebt jedes fünfte Kind die Krankheit nicht. Familien sind dadurch nicht nur mit dem Verlust konfrontiert, sondern oft auch mit der Erfahrung sozialer Isolation. Menschen aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz schweigen oder ziehen sich zurück, weil sie nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen.

    Betroffene Eltern erzählen: «Wir haben Angst, dass unsere Tochter in Vergessenheit gerät, wenn niemand mehr über sie spricht. Darum schätzen wir es, von ihr erzählen zu können, auch wenn es manchmal sehr schmerzhaft ist.» Diese Worte zeigen, wie wichtig ein offenes Umfeld ist, das Trauer nicht ausklammert, sondern Raum für Begegnungen und Gespräche schafft.

    Familien stärken – der Trauer Raum geben

    Offene Gespräche, kleine Gesten der Anteilnahme, gemeinsame Erinnerungen und Rituale können gemäss Medienmitteilung dazu beitragen, die Trauer Schritt für Schritt in das neue Leben zu integrieren. Ein Umfeld, das zuhört, konkrete Unterstützung bietet und nicht wegschaut, kann dabei helfen.

    «Aus Erfahrung wissen wir, dass neben den professionellen Angeboten und einem tragenden sozialen Umfeld auch der Austausch unter betroffenen Eltern eine wichtige Rolle spielt, etwa in Trauergruppen, wie sie unsere Mitgliedsorganisationen anbieten.», so Elena Guarnaccia, CEO von Kinderkrebs Schweiz. «Einen weiteren wichtigen Beitrag leistet zudem die neue digitale Infoplattform von Kinderkrebs Schweiz. Sie bietet Orientierung, Unterstützung und wertvolle Hinweise rund um das Leben mit und nach Kinderkrebs.»

    Die neue Infoplattform

    www.kinderkrebs-infoplattform.ch

    Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister

    Für Familien bedeutet der Verlust eines Kindes einen tiefen Einschnitt, der ihr Leben für immer verändert. Die Trauer ist oft schon während der Krankheit spürbar, wenn Hoffnungen schwinden und die Endlichkeit greifbarer wird. «Jede Familie, jeder Abschied ist verschieden. Trauer verläuft nicht graduell, sie verschwindet nicht eines Tages, aber sie verändert sich im Laufe der Zeit», so Dr. med. Kathrin Hauri, Leitende Ärztin für Pädiatrische Palliative Care am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB).

    Wie die Medienmitteilung erklärt, beginnt die Palliativbetreuung von Kindern und Jugendlichen nicht erst in der letzten Lebensphase, sondern kann bereits frühzeitig in den Behandlungsverlauf integriert werden. Sie schenkt Sicherheit, lindert Ängste und eröffnet Möglichkeiten, die verbleibende Zeit bewusst zu gestalten. Im Zentrum stehen dabei stets die Lebensqualität und die Begleitung der ganzen Familie – Eltern wie Geschwister – bis zum Tod des Kindes und darüber hinaus.

    Quelle: Medienmitteilung Kinderkrebs Schweiz

    10 Jahre Kinderkrebs Schweiz

    Kinderkrebs Schweiz setzt sich seit 2015 gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen dafür ein, die Situation krebskranker Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien nachhaltig zu verbessern. Als Dachverband engagieren sie sich für eine optimale Betreuung, bessere rechtliche Rahmenbedingungen, sowie Sensibilisierung. Im Bereich der Selbsthilfe und Nachsorge haben sie zudem die schweizweit einzige Anlaufstelle für ehemalige Kinderkrebspatienten ins Leben gerufen, die Überlebende berät und unterstützt.

  • Die letzte Tanzhaus-Saison mit Catja Loepfe

    Die letzte Tanzhaus-Saison mit Catja Loepfe

    Die neue Spielzeit im Tanzhaus in Wipkingen hat begonnen. Es ist die letzte Saison unter der Leitung von Catja Loepfe, die das Tanzhaus seit 2014 prägt. Ab der Saison 2026/2027 werden Lisa Letnansky und Guillaume Guilherme die Leitung übernehmen (der «Wipkinger» berichtete).

    Dass sich diese Spielzeit laut Medienmitteilung vom Tanzhaus den «drängenden Fragen zur Zukunft unserer Welt widmet», zeigt sich auch im Ausblick auf das Jubiläum. Das Tanzhaus wird 30 Jahre alt – Dies wird einerseits mit dem Festival «MovingTowardsZero» im Juni 2026 gefeiert, das Kunst, Aktivismus und gemeinschaftliches Erleben zu einem utopischen Raum der Transformation vereint, wie auf der Website nachzulesen ist.


    Emilia Roig. (Foto: Mohamed Badarne)

    Andererseits eröffnet die gleichnamige Diskursreihe MovingTowardsZero #8 bis #1 bereits ab September 2025 einen Denk- und Begegnungsraum. In monatlichen Inputs mit internationalen Expert:innen zu Themen wie ökologischer Körperpraxis, dekolonialer Ökologie, Intersektionalität oder ethischer Berührung werden Brücken zwischen Theorie und Praxis geschlagen. Die Inputs sind öffentlich zugänglich, nach der Durchführung werden die Inhalte jeweils online auf der Tanzhaus-Website abrufbar sein.

    Das erste dieser Gespräche findet Ende September statt. Darin spricht die Politikerin und Menschenrechtsaktivistin Mandy Abou Shoak mit der französischen Autorin und Aktivistin Emilia Roig über systemischen Wandel, persönliche Verantwortung und radikale Hoffnung.

    Ein Ausblick auf das Programm

    Am ersten Septemberwochenende gibt es im Tanzhaus eine Performance im Rahmen des Breakdance-Festivals «Breakthrough» zu sehen. Zudem gibt es zwei kostenlose Sharings, bei denen Künstler*innen Einblicke in ihre Prozesse geben: Malika Fankha mit dem Stück «No Place Like Home» und das choreografische Duo Rykena/Jüngst mit seinem Werk «Stripping Bolero».


    «De-Domestication» mit und von Soya the Cow und Uhura Bqueer. (Foto: Tarcisio Gabriel)

    Vom 24. bis 27. September wird «De-Domestication» gezeigt, eine Ko-Produktion mit dem Tanzhaus. Soya the Cow und Uhura Bqueer haben diese Queere Drag-Performance über globale Krisen gemeinsam erarbeitet: Eine Drag-Kuh aus den Alpen und ein Panther aus dem Amazonas treffen auf eine Welt im Ungleichgewicht. Die multimediale Performance verbindet Themen wie Monokulturen, Rinderzucht, koloniale Gewalt und Ökozid – poetisch, politisch und provokant.

    Am 26. September liest Emilia Roig aus ihrem Werk Lieben sowie einige Passagen aus dem neuen Buch LIEBER SOHN oder So rettest du die Welt, welches diesen Oktober erscheinen wird. Moderiert wird der Abend von Tanzhaus-Kompliz:in Daniel Hellmann aka Soya the Cow.


    «making a sullen roar» vom Schweizer Kollektiv dance me to the end und dem Choreografen Fabrice Mazliahdas. (Foto: Ralf Buron)

    In der ersten Hälfte Oktober bringt das Schweizer Kollektiv dance me to the end gemeinsam mit Choreograf Fabrice Mazliahdas «making a sullen roar» auf die Tanzhaus-Bühne. Das Stück erforscht Emotionen jenseits konventioneller Erzählweisen. Acht Tänzer:innen zwischen 60 und 70 Jahren verbinden individuelle Bewegungssprachen mit kollektiven Aushandlungen und lassen ein vielschichtiges Netz aus Klang, Bild und Assoziation entstehen. In einem Labor lädt das Kollektiv Ende Oktober professionelle und nicht-professionelle Tänzer*innen jeden Alters ein, an einer offenen Erkundung ihrer kreativen Prozesse teilzunehmen.


    «Flüstertüten» von Yasmine Hugonnet. (Foto: Lechat)

    Am 22. Oktober lassen bei «Flüstertüten» von Yasmine Hugonnet drei Performer:innen in einer magischen Kieferhöhle Tanz und Bauchrednerei verschmelzen. Stimmen wandern zwischen Körpern, verwandeln Hände und Füsse in Resonanzräume und öffnen eine imaginäre Landschaft zwischen Mythos, Sprache und Gegenwart. Das Stück ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
     
    Der November wird mit einer Verbindung von Postmodern Dance und Voguing eingeläutet: Mit «Judson Church Is Ringing in Harlem (Made-to-Measure)» schafft Trajal Harrell ein Werk für drei Tänzer, das den Minimalismus des Judson Dance Theaters mit der Extravaganz der Harlemer Ballroom-Szene zusammenführt. Improvisation, Jazz, Funk und Rhythm-and-Blues verschmelzen mit postmodernem Tanzvokabular und eröffnen neue ästhetische wie soziale Perspektiven.

    Quelle: www.tanzhaus-zuerich.ch

  • «malreden» ist für den «Swiss Diversity Award 2025» nominiert

    «malreden» ist für den «Swiss Diversity Award 2025» nominiert

    Der Verein Silbernetz Schweiz ermöglicht ein telefonisches Gesprächsangebot für ältere Menschen. Laut einer Medienmitteilung von «malreden» wurde dieses Angebot für den «Swiss Diversity Award 2025» nominiert.

    Diversität bedeutet, Unterschiede sichtbar zu machen und als Bereicherung in unserer Gesellschaft zu verstehen. Der bewusste Umgang mit dieser Vielfalt trägt zu sozialem Zusammenhalt und gleichberechtigter Teilhabe bei. Bei «malreden» wird Diversität seit Anbeginn grossgeschrieben.

    Dass das telefonische Gesprächsangebot für den renommierten «Swiss Diversity Award 2025» in der Kategorie «Age» nominiert ist, würdigt dieses Engagement für gelebte Vielfalt in der Schweizer Gesellschaft.

    Brücken zwischen Generationen und Lebenswelten

    «malreden» richtet sich an ältere Menschen, die sich Austausch und ein offenes Ohr wünschen. Es ist kostenlos, anonym, vertraulich und für alle zugänglich – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Hintergrund.

    Auch die Freiwilligen, die sich als Gesprächspartner*innen engagieren, spiegeln die Vielfalt der Gesellschaft wider. Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Lebenswegen bringen ihre persönlichen Erfahrungen ein und schaffen dadurch einen wertvollen Dialog.

    Verwandter Artikel

    Einsamkeit im Alter

    So baut «malreden» Brücken zwischen Generationen, Lebenswelten und fördert soziale Teilhabe im Alter. «Bei uns zählt nicht, wer man ist oder woher man kommt – entscheidend ist die Offenheit für ein Gespräch», sagt die Co-Geschäftsleiterin Eve Bino von malreden.

    Das Telefonangebot von «malreden» steht schweizweit auf Deutsch zur Verfügung. Dazu gehört das Alltagstelefon, ein Gesprächstandem und die Infovermittlung zu weiteren passenden Angeboten von Fachstellen oder Organisationen. Alle Anrufe auf die Nummer 0800 890 890 sind kostenlos, anonym und vertraulich.

    Unterstützt und finanziert wird das Telefonangebot von der Gesundheitsförderung Schweiz, diversen namhaften Stiftungen, durch die öffentliche Hand und Spendengelder.

    Der Award

    Der Award des Vereins Swiss Diversity zeichnet seit 2019 jährlich Persönlichkeiten, Organisationen und Projekte aus, die sich besonders für Vielfalt und Inklusion engagieren. Der diesjährige «Swiss Diversity Award» wird am 6. September 2025 im Kursaal Bern verliehen.

    Quelle: Medienmitteilung malreden

  • Gesundheit für alle – auch ohne Krankenversicherung

    Gesundheit für alle – auch ohne Krankenversicherung

    Mit einem Pilotprojekt verbessert die Stadt Zürich die medizinische Grundversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung. Wie einer Medienmitteilung der Stadt Zürich zu entnehmen ist, läuft die Umsetzung seit 2023 in einem geregelten Versorgungsprozess unter der Leitung der Städtischen Gesundheitsdienste, nun wurde das Projekt vom Stadtrat bis Juni 2026 verlängert.

    Das Ziel des Projekts ist es, eine medizinische Grundversorgung für nichtkrankenversicherte Menschen mit Lebensmittelpunkt in der Stadt Zürich sicherzustellen. Gemäss Schätzungen leben in der Stadt Zürich 11 000 bis 14 000 Menschen ohne Krankenversicherung, deren Einkommensverhältnisse meist unter dem Existenzminimum liegen, davon rund 10 000 Sans Papiers.

    Medizinische Leistungserbringung im Netzwerk

    Im Pilotprojekt wurden laut Medienmitteilung bewährte Strukturen gestärkt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert und ungedeckte Behandlungskosten von ausgewählten Leistungserbringenden finanziert. So wurde ein strukturierter Versorgungsprozess innerhalb eines definierten Netzwerks etabliert.

    Die Zuständigkeit für medizinische Erstbehandlungen liegt beim Ambulatorium Kanonengasse des Stadtärztlichen Dienstes, der Medizinischen Anlaufstelle Meditrina des SRK Kanton Zürich und für Notfälle beim Stadtspital Zürich. Diese Stellen überweisen bei Bedarf die Patient*innen an ausgewählte Drittstellen für spezialisierte Weiterbehandlungen.

    Ab der zweiten medizinischen Konsultation wird in einer Sozialberatung geprüft, ob eine Krankenversicherung abgeschlossen werden kann. Bei anstehenden teuren Behandlungen wird ein solcher Abschluss nachdrücklich angestrebt. Dadurch wurden klare Zuständigkeiten, strukturierte Abläufe und Transparenz bei der Kostenübernahme geschaffen.

    Während der Pilotphase wurden folgende drei Massnahmen für eine gesicherte medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung getestet und evaluiert: Zunächst den Aufbau eines strukturierten Versorgungsnetzwerks mit klaren Zugangskriterien, Zuständigkeiten und Behandlungsabläufen. Dann die Finanzierung der ungedeckten medizinischen Behandlungskosten der beteiligten Leistungserbringenden und die Information der Betroffenen zu medizinischen Angeboten.

    Versorgungslücken schliessen – teure Folgekosten vermeiden

    Gemäss Medienmitteilung zeigen die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt und die Evaluation, dass sich das erprobte Angebot positiv auf die Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Krankenversicherung auswirkt. Die Erstanlaufstellen für Betroffene können eine qualitativ gute und kostengünstige Behandlung sicherstellen und insbesondere bei chronischen Erkrankungen eine einfache medizinische Grundversorgung gewährleisten. So können kostenintensive Folgeschäden vermieden oder reduziert werden.

    Aus diesen Gründen beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat, das im Pilotprojekt entwickelte Angebot in einen Regelbetrieb zu überführen. Um die im Pilotprojekt festgestellten Versorgungslücken zu schliessen, soll das medizinische Netzwerk im zu verstetigenden Modell ab Juli 2026 um folgende Leistungserbringende erweitert werden: Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (für stationäre Kriseninterventionen), Universitätsspital Zürich (für stationäre spezialisierte Eingriffe), Fachspital Sune-Egge der Stiftung Sozialwerke Pfarrer Sieber (Übergangspflege bei Vulnerablen mit Abhängigkeitserkrankungen) und Checkpoint Verein SeGZ (medizinische Erstbehandlungsstelle für männliche und trans-Sexworker). Für die Weiterführung des Angebots werden neue wiederkehrende Ausgaben von jährlich 1,9 Millionen Franken beantragt.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Züri rännt auch dieses Jahr

    Züri rännt auch dieses Jahr

    Züri rännt – nicht gegen die Uhr, sondern «als persönliche Challenge auf der schönsten Runde entlang der Limmat!» – So kündigt sich der diesjährige Erlebnis- und Trainingslauf am Sonntag, 31. August, auf der Website von «Züri rännt» an.

    Der Lauf beginnt beim Wipkingerpark. Die Distanz sowie das Tempo können die Teilnehmenden jeweils selbst bestimmen.

    Zwischen 2 und 42 Kilometer

    Auf der Route befinden sich insgesamt elf Brücken und Treppen, so kann die Runde ganz individuell gewählt werden. «Züri rännt» sorgt für ein Gepäckdepot, die Streckenmarkierung und Getränke.

    Mit einer inspirierenden Stimmung möchten die Organisierenden den Teilnehmenden zu einem persönlichen Erfolgserlebnis verhelfen. Dazu gehören frische Früchte aus Zürich als Finisher-Belohnung.

    Neben den jährlichen Veranstaltungen bietet «Züri rännt» regelmässige Laufgruppen und engagiert sich beispielsweise mit Plogging, dem Sammeln von «Littering» beim Joggen. Alle Angebote sind kostenlos zugänglich.

    Quelle: www.zueriraennt.ch

    Sonntag, 31. August
    8.30 Uhr ab Wipkingerpark Zürich
    Züri rännt 2 – 42 km
    bei jedem Wetter 

  • Mittelweg statt Sackgasse

    Mittelweg statt Sackgasse

    Bezahlter Inhalt

    Der Sommer hält an, während die Schulferien zu Ende sind. Es war nass und kühl oder sonnig und heiss – wenig Mittelmass. Manche sagen, während der Sommerferien sei es in der Stadt am schönsten, weil viele Einheimische verreisen: mehr Platz, weniger Stress für Daheimgebliebene.

    Sommerferien ist, wenn der Verkehr fliesst

    Ferienstimmung auch auf den Strassen. Für flüssiges Fortkommen ohne Staus ist es nicht etwa nötig, das Verkehrsaufkommen um geschätzt die Hälfte zu reduzieren. Das kantonale Tiefbauamt hat gezählt: 15 Prozent weniger Fahrzeuge und der Verkehr läuft. Da ist es schon erstaunlich, welche Handstände die Stadt Zürich wegen des motorisierten Individualverkehrs vollführt und das nicht nur im Delirium der Sommerhitze.

    Aber eben, der soll ja ganz verschwinden. Etwas reduzieren, und es läuft: ein Park and Ride an einigen Ecken der Stadt? Ein Stadttunnel? Mehr Lebensqualität unter Beibehaltung der Mobilität würde auch etwas höhere Ausgaben rechtfertigen, oder? Solche Studien sind halt nicht im Trend …

    Gäste und Gäste in Zürich

    Während Einheimische verreisen, boomt Zürich bei Touristen. Im Niederdorf ist gerade abends viel los. Wie zwei Asiatinnen am Hirschenplatz ein Cordon bleu genossen, während sie mit der Gabel im Caquelon rührten, war wirklich härzig. Sie übernachten hier, essen hier, kaufen ein, bringen Wertschöpfung nach Zürich, kurbeln die Wirtschaft an.

    Anders sieht es aus, wenn Stadtzürcher sich in einer ihrer Badis erfrischen wollen. Wie in Walters Wimmelbuch sieht’s auf dem Floss im See aus, Tüechli an Tüechli an Land. Statt immer alles gratis für alle machen zu wollen, sollten sich Auswärtige angemessen an den Betriebskosten beteiligen. Das würde die Bevölkerungs- (und Verkehrs-!)ströme lenken und das Portemonnaie aller Zürcher Steuerzahlenden entlasten.

    Ich mag der Streetparade den Erfolg gönnen. So wie es in der Innenstadt aber danach aussieht und Tage später noch übel riecht, geht nicht. Dem Zürifäscht machte die Stadt mit immer neuen Auflagen den Garaus, und hier? Ein Mittelweg wäre gut. Aber mit Mittelwegen bzw. Kompromissen tut sich Zürich schwer.

    Nicole Barandun-Gross
    Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
    gewerbezuerich.ch

  • «Wie ein Puzzle mit der Schwerkraft»

    «Wie ein Puzzle mit der Schwerkraft»

    Geboren und aufgewachsen bin ich fernab von Höngg, genauer gesagt in Winnipeg, Kanada. Dort habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht und nach dem Schulabschluss eine Ausbildung im Bereich «Adventure Tourism» absolviert. Zu meinen Jobs im Bereich des Abenteuertourismus gehörte unter anderem die Durchführung von Hundeschlittentouren mit Touristen. Zusatzgeld habe ich ausserdem dadurch verdient, dass ich Wohnungen gestrichen habe. Schon damals war die Musik ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben – zunächst als Hobby, dann aber auch als Nebenjob. Ich habe Schlagzeug gespielt und unterrichtet und immer wieder kleinere Musikevents und Jamsessions organisiert.

    Ohne Ausbildung geht nichts

    Im Jahr 2009 bin ich meiner Reiseliebe in die Schweiz gefolgt und habe eine Familie gegründet. Beruflich hatte ich eigentlich geplant, auch hier als Touristenguide oder Maler tätig zu werden, doch schnell merkte ich, dass ohne die passende Ausbildung nur wenig möglich ist. Deswegen habe ich zunächst einen Aushilfsjob in einer Möbelfabrik angenommen, bis mir eine Freundin eine Anstellung in einer Informatikfirma vermittelt hat. Ich hatte zwar wenig Ahnung davon, doch mit Learning by Doing bin ich ziemlich gut über die Runden gekommen. So gut, dass ich auch heute hauptberuflich in diesem Bereich tätig bin, mittlerweile bei der Helvetas.

    Gleichzeitig aber habe ich mich immer auch intensiv um meine Projekte gekümmert. Das erste davon startete ich, weil ich merkte, wie schwierig es ist, in Zürich neue Kontakte zu knüpfen. Also setzte ich mich mit einer Djembé an den See, begann zu musizieren und fragte alle, die mit einem Instrument vorbeikamen, ob sie Lust auf eine Jamsession hätten. Das funktionierte super – und daraus ist ein Projekt entstanden, das bis heute Bestand hat: der «Zurich Sun Jam». Aus der Facebook-Gruppe mit mir als einzigem Mitglied ist mittlerweile eine Community mit rund 3000 Teilnehmenden geworden.

    Nach Corona kam mir gemeinsam mit einem Bekannten eine neue Idee: «Drum and Dance Zurich». Während des Lockdowns hatten wir uns regelmässig in einem Proberaum getroffen, um zu jammen. Diese Musik und die Leidenschaft dahinter wollten wir nun, nach dem Ende des Lockdowns, raustragen in die Welt, um möglichst alle daran teilhaben zu lassen. Also begannen wir einfach damit, auf dem Sechseläutenplatz zu trommeln.

    Auch daraus ist eine grössere Bewegung geworden, eine Art «Guerilla Dance Event». Wir treffen uns alle ein, zwei Monate, auf dem Sechseläutenplatz oder auch mal auf dem Üetliberg, um gemeinsam zu musizieren und zu tanzen. Es ist berührend zu sehen, wie die Musik jeden mitreisst, ob jung oder alt, im Anzug oder eher alternativ. Auch die Leute, die eigentlich gar nicht tanzen wollen oder denken, dass sie es nicht können, werden von den Rhythmen mitgerissen und müssen sich einfach bewegen.


    Es sieht fast unmöglich aus – und steht doch: Greg Jagassar beim Balancieren am Zürichsee. (Foto: zvg)

    Ein «Hippiekram»?

    Zu meiner jüngsten Leidenschaft bin ich rein zufällig gekommen. Ich war damals mit meiner Familie in den Ferien, als meine Partnerin einen Wettbewerb startete: Wer es schaffte, mehr Steine aufeinanderzustapeln, durfte sich vom anderen das Mittagessen servieren lassen. Ich nahm die Herausforderung an, gewann den Wettbewerb – und war zu meiner eigenen Überraschung augenblicklich süchtig nach dieser Tätigkeit. Wenn ich früher mal Leuten begegnet bin, die Rock Balancing gemacht haben, hatte ich eigentlich kein grosses Verständnis dafür, sondern dachte mir vielmehr: «Was ist denn das für ein Hippiekram?»

    Doch als ich selbst anfing, Steine aufzuschichten, merkte ich, wie stark mich diese Tätigkeit in ihren Bann zog. Steine zu balancieren, das ist wie ein Puzzle mit der Schwerkraft. Jeder Stein muss an drei Punkten mit dem darunterliegenden verbunden sein, dann steht das Gebilde, auch wenn es noch so abenteuerlich aussieht. Das ist eine sehr vergängliche Kunst: Sobald ich einen Turm fertiggestellt habe, zerstöre ich ihn wieder.

    Mittlerweile kann ich sagen, dass mir dieses Hobby mehr gibt als die Musik. Denn Balancieren, das bedeutet für mich «peace, calmness and presence», das findet man in der Musik nicht immer. Um die Steine ins Gleichgewicht zu bringen, muss man sich voll fokussieren, für einmal das ewig rotierende Gehirn abschalten. Das ist wie ein meditativer Zustand. Ich kann bis zu acht Stunden an einem Kunstwerk arbeiten. Manchmal aber geht es gar nicht – dann merke ich, dass ich mit meinen Gedanken mal wieder ganz woanders bin. Anfangs war es schwierig für mich, den Kopf auszuschalten, mittlerweile bin ich ziemlich geübt darin. Mir hilft tiefes Durchatmen, so lange, bis der Kopf Ruhe gibt.

    Wettkampf in Schottland

    Hauptsächlich mache ich das Steinbalancieren für mich selber, doch es gibt sogar Wettbewerbe in dieser Disziplin. In diesem Sommer hatte ich die einmalige Gelegenheit, die Schweiz bei «European Land Art Festival & Stone Stacking Championships» im schottischen Dunbar zu vertreten. Da sind Kunstschaffende aus ganz Europa in verschiedenen Disziplinen gegeneinander angetreten – so ging es etwa um das Bauen des grössten Turms, das Balancieren unter Zeitdruck oder auch besonders kunstvolle Skulpturen.

    Zum Sieg hat es leider nicht ganz gereicht, da war auch ein wenig Pech mit ihm Spiel. Aber der Event war eine enorm bereichernde Erfahrung für mich. Es war wunderbar, Gleichgesinnte zu treffen und sich inspirieren lassen zu können.

    Aufgezeichnet von Dagmar Schräder

  • Alte Medikamente richtig entsorgen  

    Alte Medikamente richtig entsorgen  

    Viele Haushalte lagern Medikamente, die längst abgelaufen oder nicht mehr in Gebrauch sind, wie die Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich in einer Medienmitteilung schreibt. Und weiter: Wer solche Arzneimittel aufbewahrt, riskiert eine ungewollte Einnahmen durch Kinder oder Haustiere und gefährdet somit die Sicherheit im Alltag.

    Die Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich rät deshalb, die Hausapotheke regelmässig zu kontrollieren und verfallene Präparate konsequent zu entsorgen.

    Schwerwiegende Folgen für die Umwelt

    Eine unsachgemässe Entsorgung im Haushaltsabfall oder gar in der Kanalisation kann zudem schwerwiegende Folgen für die Umwelt haben. Rückstände von Medikamenten belasten Gewässer und Böden und gelangen so in den natürlichen Kreislauf.

    Die sichere Lösung: Medikamente können in Apotheken, Drogerien oder Arztpraxen abgegeben werden. Dort erfolgt die fachgerechte Entsorgung – teilweise gegen eine geringe Gebühr.

    Pflege der Hausapotheke

    Auch bei der Pflege einer Hausapotheke empfehle es sich, fachlichen Rat einzuholen. Neben verschriebenen Präparaten gehören Grundausstattung wie Schmerz- und Erkältungsmittel, Allergiemedikamente, Desinfektionsmittel, Pflaster, Verbandsmaterial, Schere und Fieberthermometer dazu.

    Wichtig ist, alle Medikamente in Originalpackung samt Packungsbeilage und Dosierhilfe aufzubewahren. Nur so ist eine richtige Anwendung gewährleistet.

    Gesundheitsfachleute raten, die Hausapotheke mindestens einmal jährlich zu überprüfen, abgelaufene Medikamente auszusortieren und verschriebene Präparate nach abgeschlossener Behandlung zurückzugeben. Wer verfallene Notfallmedikamente ersetzt, sorgt dafür, dass im Ernstfall die richtige Hilfe griffbereit ist – und erhöht damit die Sicherheit im eigenen Haushalt.

    Quelle: Medienmitteilung Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich