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  • Stadtspital Zürich Waid – spezialisierte Grundmedizin und universitäre Altersmedizin

    Stadtspital Zürich Waid – spezialisierte Grundmedizin und universitäre Altersmedizin

    Emilija Mihajlovic ist 24 Jahre alt und wurde wegen einer Blinddarmentzündung im Stadtspital Zürich Waid behandelt. Der 64-jährige Alessandro Schlumpf suchte aufgrund von Atemnot Hilfe im Wipkinger Spital. Und der 84-jährige Benedikt Herger wurde nach einem Oberschenkelhalsbruch als Notfall eingeliefert.

    Alle drei Personen schildern in Videos des Stadtspitals Zürich ihre Erfahrungen im Waid. Sie alle wurden am selben Ort umfassend medizinisch versorgt. Es sind Szenen, die zeigen, wie im Stadtspital Zürich Waid die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit funktioniert.

    Medizin für jedes Alter

    Am Standort Waid hat die Altersmedizin eine lange Tradition. Seit über 40 Jahren verfügt das Waid über eine Klinik für Altersmedizin, die in der Zwischenzeit universitär ist, das heisst mit einem integrierten Lehrstuhl der Universität Zürich. Neben der Altersmedizin bietet das Stadtspital Zürich Waid aber auch ein breites Angebot in der stationären und ambulanten Grundversorgung. Dazu gehören eine rund um die Uhr verfügbare Grund- und Notfallversorgung, aber auch spezialisierte Fachbereiche wie Innere Medizin und Chirurgie.

    Vor drei Jahren wurde das Programm Waid gestartet. Eines der Ziele ist, die Altersmedizin auf dem Campus Waid mit einer Geriatrischen Rehabilitation (GerReha) zu erweitern. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachbereichen wurde ausgebaut und vertieft.

    So kann die geriatrische Akutrehabilitation heute bereits im Zentrum für Alterstraumatologie beginnen. Die Patientinnen profitieren damit vom ersten Aufenthaltstag an und am gleichen Standort von einem umfassenden Therapieangebot.

    Parallel dazu wurde die Altersmedizin ausgebaut: Die Zahl der Betten stieg von 48 auf 59, der Patientenfluss zwischen dem Triemli und dem Waid wurde optimiert, und die Präsenz der Ärzteschaft für Altersmedizin in der Notfallstation wurde verstärkt.

    Weitere Massnahmen

    Das Programm hat auch Veränderungen bei der Infrastruktur verlangt: Büros und Untersuchungszimmer wurden verdichtet, um Platz für die geplante geriatrische Rehabilitation auf dem Campus Waid zu schaffen. Diese entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen der universitären Klinik für Altersmedizin, dem Lehrstuhl für Geriatrie und Altersforschung und den Gesundheitszentren für das Alter (GFA).

    Weiter wurden für die Onkologie neue Räumlichkeiten eingerichtet und die Untersuchungszimmer des Departements Innere Medizin wurden saniert. In Planung sind noch der Ausbau der Notfallstation mit vier zusätzlichen Kojen für ältere Patientinnen und die Sanierung der Patientenzimmer in der Altersmedizin.

    Von diesen Veränderungen profitieren nicht nur die Patientinnen, auch die Mitarbeitenden können Nutzen daraus ziehen. «Wir haben aktuell weniger Probleme, neues Pflegepersonal zu finden», sagt Gabriela Stocker, die das «Programm Waid» leitet. Dem Waid haftete lange das Etikett der Altersmedizin an, sagt sie. Heute hingegen sei in Fachkreisen bekannt, dass es im Waid neben der universitären Altersmedizin auch verschiedene andere Disziplinen mit attraktiven Arbeitsangeboten gibt. «Wir bieten eine Medizin für jedes Alter», betont sie.

    Zu erwähnen ist auch, dass das «Programm Stärkung Pflege» des Stadtspitals wesentlich zur Verbesserung der Personalrekrutierungen beigetragen hat. Auf dem Campus Waid gibt es weiter eine integrierte Versorgungskette, die es landesweit nur an wenigen Orten gibt.

    Neben der universitären Klinik für Altersmedizin besteht eine spezielle Spital- und Klinikstruktur mit einer engen Verzahnung zur Austritts- und Übergangspflege mit dem nahen Gesundheitszentrum für das Alter Käferberg.

    In den sozialen Medien

    In den Sozialen Medien Ein wichtiger Schritt ist die Kommunikation. Die drei eingangs erwähnten Personen wurden gezielt angefragt, ob sie ihre Erlebnisse im Stadtspital Zürich Waid öffentlich weitergeben möchten. «Es sind ehemalige Patientinnen, die wir für die Aufnahmen gewinnen konnten, und sie sagten mit Begeisterung zu», so Kathrin Bolliger, Projektleiterin Marketing und Kommunikation im Stadtspital.

    Die Videos bilden den Kern der laufenden Kampagne in den sozialen Medien. «Wir wollen vermitteln, wie Menschen unterschiedlichen Alters am gleichen Ort die bestmögliche interdisziplinäre Betreuung erhalten.»

    Die kurzen Filme sind auf Facebook, Instagram, LinkedIn, YouTube und TikTok zu sehen. Sie machen deutlich, wie eng die Fachbereiche untereinander zusammenarbeiten, und sie vermitteln die Botschaft wohl authentischer als jede Broschüre. «Wichtig ist, dass dabei immer klar bleibt: Alle Massnahmen rund um das Programm Waid dienen nur einem Ziel – dem Wohl der Patient*innen», sagt Bolliger.

  • Die älteste Nutzpflanze wächst im Rütihof

    Die älteste Nutzpflanze wächst im Rütihof

    Wenn Roger Urs Bottlang von Hanf zu sprechen beginnt, gerät er ins Schwärmen. Der «Höngger» trifft ihn im Rütihof auf einem Feld – einem Hanffeld notabene. Hier baut Grün Stadt Zürich in Kooperation mit der Firma Harmonius GmbH in diesem Sommer Nutzhanf an. Eine ideale Gelegenheit, um sich über die Vorzüge dieser Pflanze auszutauschen. Und da hat Bottlang so einiges zu erzählen. Denn Hanf, so wird schnell klar, ist ein Multitalent.


    Das Hanffeld beim Rütihof. (Foto: das)

    Zunächst mal ist die Pflanze sehr vielseitig verwendbar – als Nahrungsmittel, als Faser für die Produktion von Textilien – und sogar Mercedes und Porsche profitieren davon. Sie verarbeiten Fasern und Hanfschäben zu Türverkleidungen und Armaturenisolationen. Sogar wer mit seinem Körpergewicht unzufrieden ist, kann zu Hanf greifen: Mit dem regelmässigen Konsum von einigen Esslöffeln Hanfsamen vor jeder Mahlzeit, so Bottlang, könne man einfacher sein Traumgewicht erreichen. Selbst Tiere profitieren vom Hanfkonsum – zum Beispiel in Form einer Wurmkur.

    Die Menschen erkannten den Nutzen dieser Pflanze bereits sehr früh: «Hanf oder Sativa, wie er auf Lateinisch heisst, ist die älteste Kulturpflanze der Welt», erklärt Bottlang. «Schon vor 12 000 Jahren dienten Hanfsamen den Menschen als Nahrungsmittel. Und mit den Fasern wurden Seile und Kleider gefertigt.» Auch in Pyramidengräbern wurden bereits kleine Beutel mit Hanfsamen gefunden, die sogar noch keimfähig waren. Und Cleopatra badete in Hanföl für eine schöne und junge Haut.

    Lange Zeit verboten

    Heute ist Hanf ein absolutes Nischenprodukt. Nach Angaben des Bundesamts für Landwirtschaft wurden 2023 schweizweit 112 Hektaren Hanf angebaut. Eine verschwindend geringe Menge, vergleicht man sie etwa mit Weizen: Hiervon werden pro Jahr zwischen 70- und 80 000 Hektaren in der Schweiz produziert.

    Das liege unter anderem daran, so Bottlang, dass der Anbau der Pflanze lange Zeit verboten war. Ab den 1920er-Jahren begann zuerst in den USA die Politik, Hanfanbau zu verbieten. Und das primär nicht etwa wegen der berauschenden Wirkung des Marihuanas, so erzählt Bottlang, sondern eher wegen der Konkurrenz zu synthetischen Fasern. Hanf als Droge habe lediglich als Vorwand gedient, um den Anbau zu stoppen.

    Auch in der Schweiz wurde der Anbau von Hanf verboten. Erst gegen die Jahrtausendwende wurden die Gesetze wieder gelockert und die Produktion von Hanf wurde wieder erleichtert – sofern sich der THC-Gehalt in einem Wert von unter einem Prozent bewegt.

    Hanfsamen als Nahrungsmittel

    Nun wächst in diesem Sommer also auch im Rütihof Hanf. Angebaut wird der Hanf hier für die menschliche Ernährung. Vier Hektar gross ist das Feld, Ende Mai wurde der Hanf angepflanzt, bald ist er reif, dann werden die Samen geerntet. Der Ertrag liege in der Regel bei 300 bis 1000 Kilogramm Samen pro Hektar, erklärt Bottlang. Pflanzung, Pflege und Ernte erfolgen durch Grün Stadt Zürich, die Samen gehen dann zu Bottlang. Geerntet wird mit einem Drescher. Danach geht es schnell zum Trocknen und Reinigen, sonst verschimmeln sie in kürzester Zeit. Dann werden sie gelagert und bei Bedarf geschält.

    Ein tofu-ähnliches Medaillon, das etwa für eine Bolognese oder ein Zürcher Geschnetzeltes verwendet werden kann, ist das jüngste Produkt, das aus dem hiesigen Hanf entsteht. Bottlang verkauft zudem auch rohe Hanfsamen, kaltgepresstes Hanfnussöl, hochwertiges Protein und zahlreiche weitere Produkte. Seine Mission ist es, die Pflanze wieder bekannter zu machen – als nachhaltiges und regionales, vielseitig verwendbares landwirtschaftliches Produkt.

    Hanf – drei Nutzungen

    Ernährung: enthält praktisch kein THC, reich an Eiweiss, Omega-Fettsäuren und Mineralstoffen. Grundlage für Samen, Öl und pflanzliche Proteine.

    Medizin: spezielle Sorten mit höheren Gehalten an THC (psychoaktiv) oder CBD (nicht berauschend, therapeutisch wirksam).

    Industrie: liefert Fasern und Holz für über 1000 Anwendungen – von Textilien und Baustoffen bis zu Papier und Bioplastik.

  • Verkehrsbeschränkung Hardturmrampe

    Verkehrsbeschränkung Hardturmrampe

    Der Autoverkehr wird via Rosengartenstrasse, Wipkingerplatz, Wipkingerbrücke, Escher-Wyss-Platz und Hardturmstrasse umgeleitet.

    Die Umleitung für Lastwagen und Cars erfolgt über die Hardbrücke, Rampe Hardplatz, Hohlstrasse und Duttweilerbrücke.

    Der Grund für die Verkehrsbehinderungen sind Gleisbauarbeiten.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Finger weg von unseren Quartierfesten

    Finger weg von unseren Quartierfesten

    Bezahlter Inhalt

    Zürich ist besser im Verbieten als im Festen. Die Stadt will internationale Strahlkraft – und schafft es nicht, ein eigenes Volksfest zu stemmen. Das Zürifäscht 2026 fällt aus, wegen der vielen Auflagen haben sich die bisherigen Organisatoren zurückgezogen.

    Die Stadt weiss alles besser

    Erst jetzt, über zwei Jahre nach der letzten Durchführung, beauftragt stattdessen die Stadt zwei Agenturen damit, ein Konzept für ein neues Stadtfest mit dezentralen Festplätzen aus dem Boden zu stampfen. Klingt partizipativ, die Stadt macht ja sonst für alles und jedes Echogruppen und Mitwirkungsverfahren. In Wahrheit wird hier aber von oben herab orchestriert, und das in Konkurrenz zu bestehenden Volksfesten wie der Schwamendinger Chilbi, die bestens funktionieren.

    Die Stadt torpediert Eigeninitiative

    Bleiben wir beispielhaft bei der Schwamendinger Chilbi: Seit über 50 Jahren organisieren lokale Parteien, Vereine, Firmen und Private dieses Volksfest sehr erfolgreich. Aktuell kämpft man dort mit einer Petition gegen neue städtische Auflagen und Gebühren, die Eigeninitiative ersticken. Muss die Stadt wirklich an Freiwilligenarbeit verdienen? Depot für Mehrweggeschirr ist das eine, aber Depot für Pet-Flaschen bei den Weltmeistern im Pet-Sammeln? Konkret standen Pet-Container überall auf dem Festgelände zum Entsorgen herum. Das ist Schikane und unnötiger Mehraufwand für die Veranstalter. Besonders wenn man bedenkt, wie viel Verpackung in der Stadt permanent nur schon bei der Verpflegung über Mittag im Freien anfällt – und von der Stadt im Rahmen ihres Auftrags entsorgt wird.

    Die Stadt hat die Wahl

    Während die Politik also Verbotskultur pflegt, bleibt die Frage: Warum klappt die Street Parade – eine der grössten Partys der Welt – jedes Jahr, während ein Zürifäscht angeblich an Sicherheitsbedenken scheitert? Offenbar liegt der Unterschied nicht im Können, sondern im Wollen.

    Fazit: Wer das Feiern den Agenturen überlässt, bekommt keine Feste, sondern Projekte. Wer Volksnähe will, muss den Leuten auch etwas zutrauen und sie nicht im Regulierungswahn ersticken. Zürich hat die Wahl.

    Nicole Barandun-Gross
    Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
    gewerbezuerich.ch

  • Nachruf auf die Telecab 2000

    Nachruf auf die Telecab 2000

    Von Lukas Erdin

    Diesen Sommer wurden im Quartier die beiden letzten Exemplare der Telecab 2000 von der Bildfläche entfernt: eine am Röschibachplatz, die andere an der Rotbuchstrasse. Damit ist eine Ära beendet, die streng genommen nie richtig angefangen hat.

    1995 entwarf der Architekt Hans Ulrich Imesch diesen leuchtenden Glaszylinder, halb Ufo-Landeplatz, halb futuristische Minibar. Wer die Tür schloss, wurde mit Musik berieselt und konnte sich für einen kurzen Moment fühlen, als sei Zürich doch noch auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.

    Schon damals war klar, dass Handys das Geschäftsmodell der öffentlichen Telefonie verdrängen würden. Und trotzdem liess man sie bauen, in einer Dreiecksbeziehung zwischen Stadt, Telecom und APG, welche die Kabinen als Werbesäulen brauchte. Stadtbildpflege, Technik, Reklame: public private partnership at its finest.

    Doch wie das so ist: Verträge laufen aus, die Zukunft von gestern wird zum Abbruch von heute. Die Stadt Zürich verlängerte den Vertrag mit der APG nicht. So verschwinden die Designperlen nun nach und nach, mit schwerem Gerät und leichter Handbewegung.

    «Mach was aus mir!»

    Dabei war die Telecab 2000 mehr als nur ein Rohr fürs Münztelefon. Sie war eine hochwertig produzierte, langlebige Glas-Symphonie, ein Stück urbane Science-Fiction. Ein Objekt, das schrie: «Mach was aus mir!»

    Ob als Mini-Galerie, Musikbox, Gesprächsraum, als Heimat-Hologramm verstorbener Lokalgrössen, als Karaoke-Kapsel für Mutige oder irgendwann als Wartezimmer fürs Beamen. Stattdessen schreit heute nur noch der Presslufthammer.

    Wir nehmen Abschied von der Telecab 2000. Sie hat nie so recht ihren Platz gefunden, war ihrer Zeit voraus und gleichzeitig überflüssig. Genau darin lag ihr Zauber. Wipkingen bleibt zurück, ein wenig ärmer und vielleicht bald mit einer neuen Standard-Werbetafel am Röschibachplatz.

    Ein Artikel vom Quartierverein Wipkingen

  • Freundliche Eindringlinge auf acht Beinen

    Freundliche Eindringlinge auf acht Beinen

    Die Situation ist wohlbekannt: Man sitzt gemütlich auf dem Sofa, lässt den Blick in die Ferne schweifen, oder besser: zur Zimmerdecke. Und schlagartig ist es vorbei mit der gemütlichen Ruhe. Denn dort oben in der Ecke lauert sie: Die Hausspinne! Am langen Faden baumelnd hat sie sich bislang unbemerkt in der guten Stube häuslich eingerichtet.  

    In der Regel folgt auf eine solche Entdeckung hektisches Treiben, das sich entweder direkt in einer Flucht oder aber in der Gegenwehr manifestiert. Mit Gläsern, Papier oder gar mit Staubsaugern wird dem Tier dann zu Leibe gerückt. Und erst, wenn der ungebetene Gast vor die Tür gesetzt wurde, kann in den eigenen vier Wänden wieder Ruhe einkehren.
     
    Jetzt im Herbst häufen sich diese vermeintlich verhängnisvollen Begegnungen. Denn nicht nur die Menschen, auch die Spinnen begeben sich bei kühleren Temperaturen vermehrt in die Innenräume der Häuser.

    Schlimmer als ein Wespenstich sind die Spinnenbisse nicht

    Doch woher stammt die Abneigung gegenüber den Spinnen? Wissenschaftlich ist dies noch nicht ganz geklärt, aber das Unbehagen ist weit verbreitet. Bei manchen steigert sich das Unbehagen gar zu einer ausgewachsenen Phobie, der sogenannten Arachnophobie.

    Es gibt verschiedene Erklärungsansätze für die Spinnenangst. Sie könnte einerseits, so ist es etwa einer Medienmitteilung des Zürcher Zoos zu entnehmen, evolutionär bedingt sein. Weil es durchaus einige Spinnen gibt, die für den Menschen gefährlich werden können.

    Mit der heutigen Realität hat diese Befürchtung aber zumindest hierzulande nichts mehr zu tun. Denn in unseren Gefilden finden sich keine gefährlichen Giftspinnen. Zwar können die hier ansässigen Nosferatu-, Dornfinger- und auch die Kreuzspinnen durchaus zubeissen, so stark, dass es Schmerzen verursacht. Aber schlimmer als ein Wespenstich sind die Spinnenbisse nicht.

    Von Generation zu Generation weitergegeben

    Vielleicht sind es aber auch die zahlreichen und oft ziemlich behaarten Beine, die uns Zweibeinern suspekt vorkommen. Und diese ungewohnte Form der Fortbewegung. Lässt man das Tier auch nur eine Sekunde aus den Augen, so die Befürchtung, hat es sich schon abgeseilt und ist seinem Opfer in die Haare gekrochen.

    Oder noch schlimmer: Es beobachtet die Menschen von seiner erhöhten Position mit seinen zahlreichen Augen in Seelenruhe so lange, bis diese sich zum Schlafe niederlegen. Nur um sich dann direkt auf deren Gesichter abzuseilen.  Wer soll da noch ruhig schlafen können?

    Mit Sicherheit spielt auch die gesellschaftliche Prägung, die wir schon als Kleinkinder von unseren Eltern mit in die Wiege gelegt bekommen, eine grosse Rolle. Die kreischende Panik, die einer Studie zufolge mehr als die Hälfte aller Frauen und rund zwanzig Prozent der Männer beim Anblick einer Spinne befällt, bleibt mit Sicherheit auch dem Nachwuchs nicht verborgen.

    Aufräumen oder Kastanien auslegen

    Wer nun in seiner Wohnung mit einer Spinne konfrontiert ist, hat im Grunde genommen drei Möglichkeiten, sich zu verhalten: Aushalten und hoffen, dass sich der Achtbeiner in Bälde verkrümelt. Oder einsammeln und entfernen und für die Zukunft vorsorgen. Und drittens: sich mit dem faszinierenden Tier anfreunden.

    Für die Variante «Einsammeln» muss übrigens nicht zwangsläufig auf das klassische Hilfsmittel «Glas und Papier» zurückgegriffen werden. Im Internet sind zahlreiche «Spinnenfänger» käuflich erwerblich, mit deren Unterstützung die Spinnen kontaktlos eingesammelt und behutsam ins Freie befördert werden können.

    Es empfiehlt sich, so die Botschaft an sehr ängstliche Menschen, danach dafür zu sorgen, dass die Tiere nicht gleich wieder den Rückweg in die Wohnung antreten. Etwa durch verbesserte Dichtungen an Fernstern oder Türen oder aber durch die Installation eines Fliegengitters.

    Helfen soll gemäss einem Artikel in «20 Minuten» auch, die Wohnung auf Vordermann zu bringen und staubige Ecken zu entfernen. Denn Sauberkeit, so der Tenor, behage den Spinnentieren weniger.

    Aber auch Pfefferminzöl, Essig oder Kastanien im Fensterrahmen – versprüht oder ausgelegt – seien hilfreich, weil Spinnen diese Gerüche nicht ausstehen können. Allerdings, so besagter Artikel, ist Pfefferminzöl für Haustiere giftig, es sollte daher nur in Wohnungen angewendet werden, in denen keine Vierbeiner zuhause sind.

    Die Spinne, meine neue Freundin?

    Die Königsvariante des Umgangs mit den Achtbeinern ist aber sicher die Letztere: der Versuch einer freundschaftlichen Beziehung. Denn die Tiere verfügen über äusserst faszinierende Fähigkeiten.

    Zum Beispiel in Bezug auf die Netze, welche einige (aber nicht alle) Arten produzieren. In unglaublicher Geschwindigkeit weben etwa Radnetzspinnen sowie die Gartenkreuzspinne architektonische Gebilde, die um ein Vielfaches grösser sind als sie selber. Und enorm stabil: Spinnenseide, so berichtet der Zoo Zürich in erwähnter Medienmitteilung, ist fünfmal belastbarer als ein Stahlseil gleicher Dicke.

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    Gesponnene Architektur

     

    Ein netter Zug der Spinnentiere ist auch, dass sie sich zwar unaufgefordert Zutritt zur Wohnung verschaffen, im Gegenzug dafür aber auch einiges für deren Bewohnende leisten: Wo Spinnen leben, finden sich deutlich weniger Stechmücken oder Fliegen. Ein Charakterzug, der nicht nur hilfreich für die Menschen ist, sondern auch für das Ökosystem von grosser Bedeutung ist.

    Insgesamt, so die Schätzung zweier Wissenschaftler in der Zeitschrift «Science of Nature», verzehren Spinnen weltweit jährlich zwischen 400 und 500 Millionen Tonnen Beute und leisten so einen entscheidenden Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht.

    Vielleicht kann beim Aufbau einer freundschaftlichen Beziehung auch der Besuch im Zoo Zürich unterstützend sein. Denn in der neuen Spinnenhöhle im Insektenwald können sich die Tiere frei bewegen, ohne trennende Scheibe. Damit können sich geneigte Personen nicht nur auf neutralem Terrain mit dem Anblick von Spinnen vertraut machen, sondern vielleicht gleich auch noch in einer Art «Konfrontations-Strategie» etwaige vorhandene Ängste abbauen.

  • Mutmasslicher Täter von Tramattacke festgenommen

    Mutmasslicher Täter von Tramattacke festgenommen

    Am Sonntagabend veröffentlichten verschiedene Medien einen Vorfall mit einer Frau, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag Opfer eines tätlichen Angriffs in einem Tram an der VBZ-Haltestelle Frankental geworden war. Weiter wurde erwähnt, dass die Frau die Stadtpolizei alarmiert hatte, diese aber aufgrund eines Kapazitätsengpasses nicht vor Ort ausrücken konnte. 

    Das Opfer war in der Zwischenzeit bei der Stadtpolizei und hat eine Anzeige erstattet. Der mutmassliche Täter, ein 28-jähriger Syrier, konnte am Montagabend, 15. September 2025, festgenommen werden. Weshalb die Stadtpolizei Zürich keine Einsatzmittel an die genannte Örtlichkeit schicken konnte, wurde in der Zwischenzeit abgeklärt.

    Deshalb konnte die Stadtpolizei keine Patrouille senden

    Aufgrund der Tatsache, dass sämtliche Patrouillen der Stadtpolizei zum genannten Zeitpunkt mit dem Grosseinsatz im Bereich Kasernenareal (Besetzungsversuch durch linke Aktivist*innen mit massiver Gewaltausübung gegenüber den Einsatzkräften), dem Knabenschiessen sowie weiteren schwerwiegenden Vorfällen (drei Verkehrsunfälle mit verletzten Personen) im Einsatz standen, konnte zur genannten Örtlichkeit keine Patrouille entsendet werden.

    Die Stadtpolizei bedauert laut Medienmitteilung, dass man der Frau in jenem Moment nicht unmittelbar helfen konnte. An Wochenenden kann es aufgrund einer Häufung von Einsätzen zeitweise vorkommen, dass der Einsatzzentrale vorübergehend keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, was zur Folge hat, dass teilweise nicht ausgerückt werden kann.

    Einen Appell gegen Gewalt an Frauen

    In einem Video, das in den sozialen Medien verbreitet wurde, ist die Frau verletzt zu sehen, während Fahrgäste den mutmasslichen Angreifer am Boden festhalten. Zunächst kritisierte die Betroffene, die Polizei sei trotz Notruf nicht ausgerückt. Später betonte sie gegenüber dem «Blick», es gehe ihr nicht um Vorwürfe gegen die Polizei, sondern um einen Appell gegen Gewalt an Frauen.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich / «Tages-Anzeiger»

  • Neuer Chefarzt Pneumologie am Stadtspital Zürich

    Neuer Chefarzt Pneumologie am Stadtspital Zürich

    Wie einer Medienmitteilung der Stadt zu entnehmen ist, wurde ein neuer Leiter Pneumologie gewählt: KD Dr. med. Urs Bürgi übernimmt auf den 1. April 2026 als neuer Chefarzt die Nachfolge von KD Dr. med. Irène Laube. Irène Laube wird nach mehr als 25 Jahren Tätigkeit im Stadtspital Zürich, davon 13 Jahre als Leiterin Pneumologie, pensioniert.

    KD Dr. med. Urs Bürgi ist aktuell als Chefarzt Pneumologie am Luzerner Kantonsspital tätig. Neben ausgewiesener fundierter Kompetenz in Pneumologie verfügt der neue Chefarzt über Spezialisierungen in der Schlafmedizin sowie bei Brustfell-Erkrankungen.

    Die Abteilung für Pneumologie ist ein zentraler Bestandteil des Departements Innere Medizin am Stadtspital Zürich. Die Pneumologie deckt die umfassende Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Patient*innen mit Lungenkrankheiten ab.

    Erfahrener und breit aufgestellter neuer Leiter Pneumologie

    Der 48-jährige Urs Bürgi ist ein fachlich sehr breit aufgestellter Pneumologe, wie in der Medienmitteilung nachzulesen ist. Nach seiner Facharztausbildung und Kaderarzttätigkeit am Universitätsspital Zürich wechselte er 2017 ans Luzerner Kantonsspital (LUKS), wo er seit mehreren Jahren die Pneumologie als Chefarzt leitet. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Aussenstandorten des LUKS hat Urs Bürgi mit dem Aufbau entsprechender Fachboards koordiniert. Zusammen mit den Kolleg*innen der Thoraxchirurgie hat er 2024 erfolgreich das Lungenzentrum am LUKS eröffnet.

    Als Spezialgebiet bringt Urs Bürgi den Fähigkeitsausweis für Schlafmedizin und eine besondere Expertise bei Erkrankungen des Brustfells (Pleura) mit. Im Auswahlverfahren hat Urs Bürgi als erfahrene Fachperson und integrative Persönlichkeit mit einer zukunftsorientierten Vision für die Pneumologie im Stadtspital Zürich überzeugt.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Provisorische Wertstoffsammelstelle an der Nordstrasse

    Provisorische Wertstoffsammelstelle an der Nordstrasse

    Nach der für viele überraschenden Aufhebung der Sammelstelle an der Rousseaustrasse vor einer Woche kommt das ERZ der Quartierbevölkerung nun entgegen. Die fehlende Vorankündigung hatte für Unmut gesorgt, da viele Anwohnende auf weiter entfernte Standorte ausweichen mussten.

    Wie der Quartierverein Wipkingen nun mitteilt, schafft die Stadt nun Abhilfe mit einer provisorischen Sammelstelle an der Nordstrasse 205 – wenn auch nicht ohne Nebeneffekt: Zwei Parkplätze der blauen Zone fallen durch diese Lösung weg. Dennoch: Der Quartierverein Wipkingen bedankt sich bei ERZ für die schnelle Lösung, wie er auf Anfrage mitteilt.

    Bis Ende Mai 2026 bleibe die Übergangslösung in Betrieb. Parallel entstehen an der Rousseaustrasse Unterflurcontainer, die künftig für eine saubere, leisere und optisch unauffällige Sammlung sorgen sollen.

  • Stadtspital Zürich stärkt Führungsstruktur

    Stadtspital Zürich stärkt Führungsstruktur

    Das Stadtspital Zürich richtet seine Führungsstruktur neu aus, wie es in einer Medienmitteilung heisst: Die Spitalleitung wird ab 1. Januar 2026 aus 12 statt bisher 13 Mitgliedern bestehen. «Mit der neuen Führungsstruktur schaffen wir noch klarere Verantwortlichkeiten und stärken die bereichsübergreifende Zusammenarbeit – ein zentraler Erfolgsfaktor für die Gesundheitsversorgung der Zukunft», sagt Spitaldirektor Marc Widmer.

    Auch Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements, zeigt sich erfreut über die klare Ausrichtung: «Mit der neuen Führungsstruktur stellen wir sicher, dass das Stadtspital Zürich auch in Zukunft eine erstklassige medizinische und pflegerische Versorgung für die Menschen in Zürich und in der ganzen Region bietet.»

    Zwei kleinere Departemente werden aufgelöst

    Im Zuge der Neuorganisation werden zwei bisher eigenständige, kleinere medizinische Departemente aufgelöst. Ihre Kliniken, Institute und Abteilungen werden in die drei bestehenden medizinischen Departemente Innere Medizin, Chirurgie und Medizinische Plattformen integriert. Darüber hinaus wird das Integrale Kapazitätsmanagement (IKM) neu als eigene Stabsfunktion in der Spitalleitung verankert.

    Kontinuität sowie neue Impulse

    Das Departement Innere Medizin wird nach dem Weggang von Prof. Dr. med. Lars C. Huber interimistisch von KD Dr. med. Elisabeth Weber und Céline Hollfelder in Co-Leitung geführt. Die Leitung des Departements Chirurgie übernimmt der bisherige Leiter, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Markus Weber, neu gemeinsam mit Anna Scrowther.

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    «Frauen machen vieles anders»

    Die neu geschaffene Stabsfunktion Integrales Kapazitätsmanagement (IKM) wird von Maximilian Bäge übernommen. Er wird die spitalweiten Prozesse zur Planung, Steuerung und Optimierung von Kapazitäten künftig direkt in der Spitalleitung vertreten – ein wichtiger Schritt für eine zukunftsgerichtete Ressourcensteuerung.

    Moderne Führungsmodelle fördern Zusammenarbeit

    Die Umstrukturierung betrifft die Organisation auf der obersten Führungsebene. Sie erfolgt unter Berücksichtigung bevorstehender Pensionierungen innerhalb der derzeitigen Spitalleitung. Die strukturelle Verschlankung ist somit ein vorausschauender Schritt in der Personal- und Nachfolgeplanung.

    Mit der Einführung von Co-Leitungen wird die fachliche und strategische Verantwortung bewusst geteilt – medizinische und betriebswirtschaftliche Perspektiven ergänzen sich auf Augenhöhe. Dies ermöglicht eine geteilte Führungsverantwortung und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

    Bewährtes medizinisches Angebot bleibt unverändert

    Patient*innen können sich weiterhin auf eine umfassende, qualitativ erstklassige Versorgung und Betreuung verlassen. Auch das bewährte Leistungsangebot der Kliniken steht wie gewohnt in vollem Umfang zur Verfügung. Mit der neuen Struktur werden die medizinischen Departemente künftig noch klarer nach fachlicher Ausrichtung gebündelt.

    Damit schafft das Stadtspital Zürich beste Voraussetzungen, um Synergien gezielt zu nutzen, Verantwortlichkeiten transparenter zu gestalten und interdisziplinäre Entscheidungsprozesse zu stärken.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich