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  • Gedanken auf der Hohenklingenallee

    Gedanken auf der Hohenklingenallee

    Mein Name lautet Erzsébet Amalia Katalin Maria Mladonyiczki. Aber man kennt mich als Elisabeth Promonti. Erraten Sie meine Nationalität? Polnisch? Oder vielleicht italienisch? Nein, ich bin Ungarin und meine Geburtsstadt Budapest ist zweigeteilt von der Donau: links die flache Ebene namens Pest, rechts das hügelige Buda.

    Dort im Süden lag einmal ein Weinhügel, dessen Rebstöcke der Reblaus zum Opfer fielen. Aber der Hügel blieb und sein Name ist Promontor – heute Budafok-Tétény. Dort bin ich aufgewachsen, im Schatten von Mandel- und Aprikosenbäumen.

    Mütterlicherseits stamme ich aus der Familie des Unternehmers Sándor Hollo aus Südungarn. Er besass Weingüter und zog wegen der Heirat nach Leva, heute Levice, in die Slowakei. Sein Schwiegersohn war der Ingenieur Eugen Csorba, mein Grossvater.

    Er führte das Werk von Hollo weiter, baute für die Stadt ein Elektrizitäts- und ein Wasserkraftwerk, die beide bis heute in Betrieb sind. Bei meinem kürzlichen Besuch dort stellte ich fest, dass mein Grossvater bis heute als Wohltäter wahrgenommen wird, da er viel in die Stadtentwicklung investierte.

    Meine Mutter war die ungarische Malerin Katalin Csorba, und die schönen Künste spielten bei uns eine grosse Rolle. Ich erhielt ab meinem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht. Nach dem Abitur studierte ich auf Empfehlung meines Mentors, Professor Dénes Bartha, Chorleitung und Schulmusik an der Franz-Liszt-Musikhochschule und schloss 1965 mit Diplom ab. Gleichzeitig liess ich mich privat im Sologesang von Zoltán Zavodszky unterrichten und lernte das Orgelspiel beim Franziskaner Organisten Ferenc Gergely.

    Ein neuer Name

    Im Herbst 1965 begab ich mich auf eine Reise nach Salzburg und sang am Mozarteum Salzburg vor. Mit Erfolg: Ich wurde in die Opernklasse – geleitet von KS Viorica Ursuleac, die erste «Arabella» von Richard Strauss – aufgenommen und erhielt ein Rotary-Stipendium. Das hatte jedoch Konsequenzen: Da dieses Vorsingen nicht über das Ministerium lief, konnte ich nicht mehr nach Ungarn zurückkehren. Das fiel mir sehr schwer, doch ich hatte ein klares Ziel vor Augen: Ich wollte auf die Bühne.

    Damals in Salzburg erhielt ich nach einem Konzert folgende Kritik: «Die Sängerin mit der schönen Stimme, aber mit dem unaussprechlichen Namen.» Nach reichlichen Überlegungen wählte ich den Namen Promonti – in Anlehnung an den Weinhügel Promontor, meiner Heimat.


    Elisabeth Promonti in jungen Jahren. (Foto: zvg)

    Zwei Jahre später schloss ich meine Bühnenausbildung mit Auszeichnung ab und wurde beim Stadttheater Bielefeld engagiert. Dort debütierte ich als «Aida», sogar in der italienischen Originalsprache. Wenig später sprang ich mit dieser Rolle auch in Bremen ein. Es folgten weitere Rollen: Elsa in «Lohengrin», Pamina und Erste Dame in «Die Zauberflöte», Frau Fluth in «Die lustigen Weiber von Windsor» und viele andere.

    Und so führte mich mein Weg im Jahr 1970 auch nach Zürich. Ich meldete mich beim Internationalen Opernstudio des Opernhauses Zürich, mit dem Ziel, den Wechsel ins Mezzofach zu vollbringen. Meine Stimme umfasste drei Oktaven, und besonders interessierte mich die szenische Rollengestaltung im tiefen Stimmbereich. Unterstützt wurde ich dabei vom Generalmusikdirektor und Dirigenten Ferdinand Leitner sowie von Maestro Nello Santi.

    Ein Zuhause in Höngg

    Das Engagement liess mir Raum für Privates: Ich heiratete und 1973 wurde mein Sohn Michael geboren. Unser Zuhause wurde Höngg. Ich erinnere mich an die gemeinsamen Spaziergänge auf der Hohenklingenallee. Aber das Leben hielt Veränderungen bereit: Meine Ehe ging auseinander, 1975 folgte die Scheidung.

    Im selben Jahr wechselte auch die Direktion am Opernhaus Zürich. Ein Vertragsangebot lehnte ich ab, da mir mit keiner der angebotenen Rollen künstlerische Perspektiven zugesichert wurden und ich mit dem aufkommenden Regietheater nicht übereinstimmte.

    Ich konzentrierte mich auf die Pädagogik und wechselte nach Luzern an die Kantonsschule. Mit dem Pianisten Gilbert de Greeve gab ich Liederabende in vielen Ländern von Europa, in den USA und in Kanada. Später gründete ich das Schweizerische Kodály Institut, basierend auf dem Konzept des ungarischen Komponisten Zoltán Kodály.

    Unsere Ehrenpräsidenten waren Yehudi Menuhin und Sándor Veress. Ich schrieb nach diesem Konzept auch ein Lehrbuch, das auf deutschsprachigen Volksliedern beruhte. Wegen fehlender finanzieller Unterstützung musste das Institut nach zehn Jahren seine Arbeit einstellen.

    Engagement mit meinem Sohn

    Auch das Leben meines Sohnes Michael Sauser prägte meinen Weg. Er studierte Jura an der Universität Zürich, das er 1998 erfolgreich mit Lic. iur. abschloss. Seine sonstigen Interessen galten dem Reisen, dem Gesang und dem Fussball. Dadurch lernte er die Nationalhymnen der Welt kennen. Zudem hatte er Kontakt mit dem damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch.

    1998 trat er im Olympischen Museum Lausanne mit einem «Hymnen-Marathon» auf, bei dem er alle Nationalhymnen der Welt auswendig und in Originalsprache vortrug. Dafür erhielt er die Anerkennung eines Guinness-Rekords. Später nahm er fünf Alben mit sämtlichen Nationalhymnen in Originalsprache auf. Es folgten Auftritte in Fernsehsendungen wie «Wetten, dass..?» in Frankfurt, wo Michael zum Wettkönig gewählt wurde.


    Aus dem privaten Fotoalbum: Michael Sauser und seine Mutter Elisabeth Promonti nach einem Liederabend in Budapest. (Foto: zvg)

    In den 1990er-Jahren gründeten mein Sohn, der sieben Sprachen fliessend beherrschte, und ich das Concorde Opera Management. Unser Ziel war es, jungen Sängerinnen und Sängern sowie Dirigenten den Einstieg in das anspruchsvolle Berufsleben zu ermöglichen und wir standen im Kontakt zu grossen und kleinen Bühnen weltweit. Wir hatten noch vieles vor und waren ein gutes Team.

    Doch das Schicksal schlug erbarmungslos zu: Michael starb im Jahr 2016 mit nur 42 Jahren an den Folgen eines Unfalls in Berlin. Nach seinem Tod kam ich wieder nach Zürich, und das Schicksal führte mich nach Höngg zurück. Seither widme ich mich dank meines Orgelstudiums und meiner noch gut funktionierenden Stimme mehrheitlich der Kirchenmusik; dem Singen sowie dem Orgel- und Klavierspiel.

    Neben diesen Engagements bin ich viel auf Reisen, aber ich spaziere immer wieder die Hohenklingenallee entlang. Dabei denke ich an das, was war: an meine Familie und ihre lange Geschichte, an meine Gesangskarriere, an die vielen jungen Talente, auf die ich traf, und ganz besonders an Michael, den ich im Herzen immer bei mir trage. Aber ich geniesse auch das Hier und Jetzt und freue mich auf das, was noch kommen könnte.

    Aufgezeichnet von Daniel Diriwächter

  • Wenn Frauengesundheit ignoriert wird

    Wenn Frauengesundheit ignoriert wird

    Frauen werden in der Medizin bis heute übersehen, falsch behandelt oder zu spät diagnostiziert – mit teils lebensgefährlichen Folgen. Wie einer Medienmitteilung der Frauenzentrale Zürich zu entnehmen ist, lanciert die Frauenzentrale deshalb die landesweite Sensibilisierungskampagne «FeMedizid», um auf den strukturellen Sexismus in Forschung und Gesundheitsversorgung aufmerksam zu machen.

    Unter dem Claim «Sexismus ist überall. In der Medizin ist er tödlic», fordert die Kampagne mehr Wissen, Forschung und Sichtbarkeit für Frauengesundheit und Frauenforschung in der Schweiz. Die Kampagne, die am 20. Oktober 2025 lanciert wurde, fördert das Bewusstsein für den gefährlichen Gender Data Gap in der Medizin.

    Ein blinder Fleck mit fatalen Folgen

    Bis heute basiert ein Grossteil der medizinischen Forschung auf männlichen Körpern, wie in der Medienmitteilung erklärt wird: Das Risiko, einen Herzinfarkt falsch zu diagnostizieren, ist bei Frauen um 50 Prozent höher als bei Männern. Der Frauenanteil in Studien zur Lungenkrebsforschung beträgt lediglich 39 Prozent. In frühen klinischen Studien sind Frauen deutlich unterrepräsentiert.

    Diese systematische Vernachlässigung wird in der Fachwelt als Gender Data Gap bezeichnet – ein Mangel an medizinischem Wissen über weibliche Körper, der weltweit zu Fehldiagnosen, Übermedikation oder lebensbedrohlichen Behandlungsfehlern führt.

    Mit der Kampagne ruft die Frauenzentrale Zürich Politik, Forschung und Gesellschaft dazu auf, Frauengesundheit als zentrales Zukunftsthema zu begreifen. «Wenn medizinisches Wissen über Frauen fehlt, hat das Konsequenzen. Sexismus ist überall und in der Medizin ist er tödlich. Wir wollen das sichtbar machen, Wissen vermitteln und Frauen stärken», sagt Olivia Frei, Geschäftsleiterin der Frauenzentrale Zürich.

    Kampagnenstart mit Kurzfilm

    Herzstück der Kampagne ist der Kurzfilm «Das Wartezimmer», der symbolisch zeigt, wie Frauen in der Medizin ausgeschlossen werden. Ein Arzt ruft in einer scheinbar normalen Praxis nach und nach alle Studienteilnehmenden hinaus – bis am Ende nur noch Männer im Wartezimmer sitzen. Die eindringliche Szene macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: Eine Medizin, die vorgibt, für alle zu gelten, aber zu oft nur für einen Teil der Bevölkerung funktioniert.

    Die Kampagne wird die Frauenzentrale Zürich gemäss Medienmitteilung über mehrere Jahre hinweg begleiten. Neben dem Film sind monatliche Blogartikel, Expertinneninterviews, Social Media Beiträge mit Fakten und Zahlen sowie eine informative Landingpage mit Quellen und Hintergrundwissen geplant.

    Auf der Website werden konkrete Massnahmen aufgelistet, die aufgeklärte Patientinnen ergreifen können, um ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Neben dem Erfahrungsaustausch untereinander ist es wichtig, Fragen zu stellen, wenn Symptome abgetan werden oder Diagnosen unklar bleiben. Besonders bei komplexen oder langwierigen Beschwerden wird empfohlen, Zweitmeinungen einzuholen. Die Dokumentation von Symptomen kann helfen, Muster sichtbar zu machen. Nicht zuletzt lohnt es sich, Frauenspezifische Expertise zu suchen und Ärzt:innen oder Fachstellen zu wählen, die Gendermedizin bewusst einbeziehen.

    Quelle: Medienmitteilung Frauenzentrale Zürich

    Über die Frauenzentrale Zürich

    Die Frauenzentrale Zürich setzt sich seit über 100 Jahren für die Rechte, die Sichtbarkeit und die Selbstbestimmung von Frauen ein. Sie vernetzt, informiert und engagiert sich politisch für Gleichstellung – mit Projekten in den Bereichen Arbeit, Familie, Finanzen, Gewaltprävention und Gesundheit.

    Mehr Informationen unter: www.frauenzentrale-zh.ch/gendermedizin

  • Kanton Zürich führt an allen Mittelschulen das Kurzgymnasium ein

    Kanton Zürich führt an allen Mittelschulen das Kurzgymnasium ein

    Im Kanton Zürich können Schülerinnen und Schüler die gymnasiale Maturität entweder über das sechsjährige Langgymnasium oder das vierjährige Kurzgymnasium erlangen. Von derzeit 21 kantonalen Gymnasien führen die Kantonsschulen Rämibühl Literargymnasium (KRL), Rämibühl Realgymnasium (KRR), Hohe Promenade (KHP) sowie die Kantonsschule Rychenberg Winterthur (KRW) ausschliesslich ein Langgymnasium. Das schreibt der Regierungsrat des Kantons Zürich in einer Medienmitteilung.

    Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarschule haben zu diesen Schulen keinen Zugang. Zwei weitere Langgymnasien, die Kantonsschule Freudenberg und die Kantonsschule Wiedikon, stehen Sekundarschülerinnen und -schülern nur für bestimmte Profile offen.

    Alle Mittelschulen führen künftig ein Kurzgymnasium

    An den Schulen, die bereits ein Kurzgymnasium anbieten, sind die Klassen grösser als an reinen Langgymnasien. Aufgrund begrenzter Schulraumkapazitäten, insbesondere in der Stadt Zürich, ist die Zuteilung von Schülerinnen und Schülern ans Kurzgymnasium in den vergangenen Jahren zudem komplexer geworden.

    Im Rahmen der Arbeiten zur Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität hat die Schulleiterkonferenz Zürcher Mittelschulen angestossen, die Öffnung der reinen Langgymnasien für Sekundarschülerinnen und -schüler zu prüfen. Abklärungen und Umfragen des Mittelschul- und Berufsbildungsamts ergaben, dass eine Mehrheit der Gymnasien diese Öffnung begrüsst.

    Kurzgymnasium für das gesamte Fächerangebot

    Auf Entscheid des Bildungsrates wird den genannten Schulen per Schuljahr 2029/30 ein Kurzgymnasium für das gesamte Fächerangebot zugeteilt. Künftig sollen sich die Schülerinnen und Schüler unabhängig davon, ob sie das Untergymnasium oder die Sekundarschule besucht haben, für das gesamte Angebot aller gymnasialen Mittelschulen anmelden können.
    Mit der Massnahme zielt der Bildungsrat darauf ab, die Schülerinnen und Schüler besser auf den verfügbaren Schulraum zu verteilen.

    Quelle: Kanton Zürich

  • Goldene Herbsttage im Neumarkt Altstetten

    Goldene Herbsttage im Neumarkt Altstetten

    Herbstzeit ist Kürbiszeit: Am Samstag ab 10 Uhr beginnt die grosse Kürbis-Metzgete. Ein Riesenkürbis wird live zerlegt, und die Besucherinnen und Besucher können sich ein Stück davon mit nach Hause nehmen. Wer das genaue Gewicht des XXL-Kürbisses errät, hat zudem die Chance auf attraktive Preise.

    Buntes Programm für Gross und Klein

    Am Freitag von 14 bis 17 Uhr bringt das Kinderschminken Glitzer und Farbe ins Center. Samstags von 10 bis 18 Uhr lädt die herbstliche Kreativ-Werkstatt zum Kürbisse-Verzieren ein. Musikalische Stimmung verbreitet der Musikverein Harmonie Altstetten am Samstag von 11 bis 12 Uhr mit einem stimmungsvollen Konzert.

    Und beim «Einkaufswagen-Derby» kommt die ganze Familie in Fahrt: Wer schafft es als Erster ins Ziel? Auch Maskottchen Murpfi ist dabei: Am Samstag von 14 bis 16 Uhr verbreitet er gute Laune und sorgt für strahlende Kinderaugen.

    Herbstliche Rabatte

    Viele Geschäfte im Neumarkt locken mit Preisnachlässen von 10 bis 20 Prozent. Ob Migros, Denner, Tchibo, Import Parfumerie oder Molino: Am Herbstfest warten attraktive Angebote auf die Besucherinnen und Besucher.

    Neumarkt Altstetten, Altstetterstrasse 145, 8048 Zürich, neumarktaltstetten.ch

  • Zeitumstellung: Vorsicht Wild!

    Zeitumstellung: Vorsicht Wild!

    Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere sind nicht darauf vorbereitet, dass sich unsere Rushhour plötzlich um eine Stunde verschiebt, schreibt die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) in einer Medienmitteilung. Doch am Sonntag, 26. Oktober, erfolgt die Umstellung auf die Winterzeit und die Uhr wird von 3 Uhr um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt.

    Insbesondere am Abend ist dann erhöhte Vorsicht geboten, wenn die Stosszeiten des Berufsverkehrs wieder plötzlich auf die Dämmerung fallen. Jene Zeit, in der sich laut SUST heimische Wildtiere aufgrund von den im Sommer abgegrasten Flächen neue Futterplätze suchen müssen und sich auf erweiterte Nahrungssuche begeben.

    Achtsam sein

    Auch bringt die Jahreszeit mit Nebel und Regenwetter zusätzlich erschwerende Sichtverhältnisse mit sich. Alles Gefahren, die jedes Jahr zu einem Anstieg an Wildunfällen führen, wie die SUST schreibt.

    «Seien Sie deshalb in der Nähe von Wäldern und Feldern äusserst achtsam und drosseln Sie die Geschwindigkeit», rät Tierschützerin Susy Utzinger. «Tauchen Tiere am Strassenrand auf: Stark abbremsen und das Fernlicht ausschalten. Und denken Sie daran: Wenn ein Tier die Strasse überquert, folgen meist noch weitere.» 

    Quelle: Medienmitteilung SUST

  • Stille Not im Alter

    Stille Not im Alter

    Aus dem Altersmonitor von Pro Senectute Schweiz geht hervor, dass rund 37 Prozent der über 85-Jährigen in der Schweiz an Einsamkeit leiden. Laut einer Medienmitteilung von Pro Senectute Kanton Zürich zeigt die Untersuchung: Hochaltrige sind deutlich häufiger von Einsamkeit betroffen als jüngere Senior*innen.

    Besonders im fortgeschrittenen Alter hat Einsamkeit gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit. Einsame ältere Menschen leiden häufiger unter Bluthochdruck und Depressionen. Sie bewegen sich weniger, stehen unter erhöhtem Stress und erkranken öfter an Demenz. Zudem verstärkt Einsamkeit bestehende Leiden und verkürzt die Lebenserwartung. Gemäss Medienmitteilung sind auch im Kanton Zürich Tausende ältere Menschen davon betroffen.

    Verwandter Artikel

    Im Rahmen der Serie «Wertvolle Jahre» setzte sich die «Höngger Zeitung» mit dem Thema auseinander: Was bedeutet Einsamkeit für den Menschen? Was lässt sich dagegen unternehmen? Darin wird eine Liste von Anlaufstellen in Zürich aufgeführt.

    Hier lesen: Einsamkeit im Alter

    Engagement gegen Einsamkeit

    Seit über 100 Jahren setzt sich Pro Senectute Kanton Zürich als private, gemeinnützige Stiftung für das Wohl älterer Menschen ein. Dazu gehört die Begleitung älterer Menschen im Alltag – mit dem Ziel, dass sie möglichst lange selbstbestimmt in ihrem Zuhause leben können. Die Stiftung steht Senior*innen zur Seite, wenn sie Hilfe am dringendsten benötigen: sei es durch persönliche Beratung, praktische Unterstützung oder soziale Angebote.

    Pro Senectute Kanton Zürich setzt konkret auf niederschwellige Angebote wie Besuchsdienste, administrative und finanzielle Hilfen und kostenlose Beratungen bei Fragen zu Lebensgestaltung und Wohnsituation. Zudem fördert die Stiftung soziale Kontakte und Beziehungen und bietet sinnstiftende und bewegungsfördernde Aktivitäten an. Mit 280 Mitarbeitenden und rund 2’800 freiwillig Engagierten ist dies die bedeutendste Fachorganisation in den Bereichen Alter, Altern und Generationenbeziehungen.

    Damit Pro Senectute Kanton Zürich älteren Menschen und ihren Bezugspersonen in den sieben Dienstleistungscentern sowie Fach- und Beratungsstellen im Kanton Zürich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, ist die Stiftung auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Unter dem Motto «Wir sind da, wenn Einsamkeit die einzige Gesellschaft ist» sammelt Pro Senectute Kanton Zürich auch dieses Jahr Spenden.
     
    Quelle: Medienmitteilung Pro Senectute Kanton Zürich

  • Die OpenSundays öffnen wieder

    Die OpenSundays öffnen wieder

    Die neue Saison der OpenSundays steht an: ab Ende Oktober 2025 bis Ende März 2026 bieten zehn städtische Sporthallen erneut ein aktives Sonntagsprogramm für Primarschulkinder. Keiner der Standorte befindet sich in Wipkingen, jedoch gibt es drei in der Nähe: Die Turnhalle am Wasser in Höngg, das Schulhaus Schütze im Kreis 5 und die Sporthalle Scherr im Kreis 6.

    Wie eine Medienmitteilung von IdéeSport berichtet, finden die OpenSunday-Projekte bei den teilnehmenden Kindern grossen Anklang: Im Durchschnitt profitieren an jedem Standort über 30 Kinder pro Nachmittag von den Angeboten.

    Inklusive Bewegung für alle

    Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Alle Standorte sind bewusst inklusiv gestaltet. Die Hallenteams, bestehend aus engagierten Jugendlichen und erfahrenen Projektleitenden, sind geschult und bestens vorbereitet, um Kinder mit und ohne Behinderungen zu begleiten. Sie sorgen für ein abwechslungsreiches Programm mit Spielen, Bewegungslandschaften und Teamaktivitäten. Der Spass steht laut Medienmitteilung dabei immer im Vordergrund, frei von Leistungsdruck. Kinder mit ganz unterschiedlichen Stärken können miteinander spielen, sich austauschen und die Aktivitäten gemeinsam erleben.

    Im Rahmen des CoachProgramms engagieren sich Jugendliche als Coachs im OpenSunday. Das CoachProgramm bietet ihnen ein wertvolles Lernfeld für erste Arbeitserfahrungen. Sie gestalten die Bewegungsangebote, übernehmen Verantwortung und lernen, im Team mitzuwirken. Dadurch stärken sie ihr Selbstvertrauen und entwickeln sowohl persönliche als auch fachliche Kompetenzen.

    Mädchenförderung: Sportheldinnen 2026

    Aufgrund des grossen Erfolges im vergangenen Jahr findet auch 2026 wieder ein Sportheldinnen-Event statt. Im Rahmen des «Monats der Sportheldinnen» besuchen erneut Sportlerinnen die zehn Projektstandorte von IdéeSport und treten direkt mit den Kindern in Kontakt. Unterstützt wird der Event vom Programm «Atleta» des Sportamts der Stadt Zürich. Ziel ist es, insbesondere die Mädchen zu ermutigen, ihre Leidenschaft für Bewegung und Sport zu entdecken und weiterzuentwickeln.

    Die Stiftung IdéeSport realisiert seit 1999 diverse Programme, darunter MidnightSports, OpenSunday, MiniMove, PeerPower, ActiveWeek und das CoachProgramm. Damit fördert sie die Lebenskompetenzen der Teilnehmenden und der Coachs, stärkt den Zusammenhalt und überwindet kulturelle und soziale Hindernisse.

    IdéeSport verzeichnet jährlich an 187 Projektstandorten in 21 Kantonen rund 172’000 Besuche von Kindern und Jugendlichen. Vor Ort sind über 330 Projektleitende für die Durchführung zuständig und über 2‘600 jugendliche Coachs stehen im Einsatz.

    Quelle: Medienmitteilung IdéeSport

    OpenSunday

    Offene Sporthalle während der Wintermonate für alle Primarschulkinder. Kostenlos, ohne Anmeldung und inklusive Zvieri.

    Wann: Jeden Sonntag, von 13.30 bis 16.30 Uhr, vom 26. Oktober 2025 bis 29. März 2026. (Keine Veranstaltung während der Weihnachts- und Sportferien.)

    Wo: Diverse Standorte in der Stadt Zürich, Übersicht und weitere Infos auf www.ideesport.ch

    Mitnehmen: Sportkleidung, Hallenschuhe und Telefonnummer der Eltern.

  • Apropos Gen Z

    Apropos Gen Z

    Neulich, da war ich einmal wieder spazieren. Nicht ganz alleine, sondern, wie so oft, mit ein paar Hunden. Das gehört zu meinen Hobbys. Und tut Körper und Geist gut. An diesem Nachmittag hatte ich zwei Hunde dabei, einen grossen und einen ziemlich kleinen, und war mit ihnen auf einem Feldweg unterwegs. Die beiden Vierbeiner trotteten ohne Leine neben mir her, weit und breit war keine Menschenseele zu sehen, wir genossen die Dreisamkeit. Ich hing meinen Gedanken nach, die Vierbeiner verfolgten im Feld eine Erfolg versprechende Mäusefährte.

    Da überholte mich von hinten unverhofft ein «Elektrotöff». Der Fahrer war ein Jugendlicher, vielleicht 17 Jahre alt. Er fuhr laut- und grusslos an uns vorbei, rollte gut hundert Meter den Weg weiter und hielt plötzlich unvermittelt an. Der Teenie stieg von seinem Roller, steckte sich eine Zigarette an und blickte in unsere Richtung. Oh Mann, was soll denn das? Was will der Typ wohl, fragte ich mich. Muss der ausgerechnet hier anhalten? Fühlt sich wohl besonders cool, führte ich, die Augen innerlich verdrehend, meinen gedanklichen Monolog.

    Ich erwog kurz, meine Route kurzfristig abzuändern und einfach umzukehren, verwarf diese Idee jedoch schnell wieder. Das hätte albern ausgesehen. Ausserdem war ich mir ehrlich gesagt auch nicht ganz sicher, ob die Hunde mein Kommando so schnell befolgt hätten, dass ich mich nicht durch wiederholtes Rufen vor dem Jüngling blamiert hätte. Und diese Blösse wollte ich mir auf keinen Fall geben.

    Wir liefen also weiter auf ihn zu, in der Hoffnung, unbehelligt passieren zu können. Doch kaum waren wir auf seiner Höhe, räusperte er sich und sprach mich an. Oh nein, jetzt kommts, dachte ich mir. Entweder macht der Typ jetzt einen doofen Witz oder er sucht die Konfrontation. Ich gab mir also alle Mühe, möglichst viel Coolness und Selbstvertrauen auszustrahlen.

    Aber meine Sorge war völlig unbegründet: «Was ist denn der Grosse für eine Rasse?», fragte der Junge. «Ein grosser Schweizer Sennenhund», antwortete ich ihm, leicht verwundert, dass er sich für so etwas überhaupt interessierte. Noch mehr erstaunte mich seine nächste Aussage: «Oh, wie schön. Hunde heilen einfach die Seele.» Ich traute meinen Ohren kaum. So ein poetischer Satz aus dem Mund eines Teenagers. «Hunde lassen einen nie allein», fuhr er fort. «Sie sind einfach immer für einen da. Mein Bruder hat auch einen. Und der hat mir schon in ganz vielen Situationen geholfen.»

    Sprachs, lächelte mich an, grüsste höflich und rollte geräuschlos davon. Ich war zugegebenermassen etwas perplex. Der sonderbare Halbwüchsige hatte vollkommen recht: Hunde heilen tatsächlich die Seele. Manchmal nur schon durch die unerwarteten und wertvollen Begegnungen, die sie einem ermöglichen.

  • Mehr Sicherheit beim Wipkingerplatz

    Mehr Sicherheit beim Wipkingerplatz

    Von Oliver Fini 

    Mit der neuen Signalisation/Markierung soll die Sicherheit in der stark frequentierten Zone beim Wipkingerplatz direkt vor dem Coop für den Langsamverkehr deutlich verbessert werden. Die Massnahme wurde vom Quartierverein Wipkingen in enger Zusammenarbeit mit der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich entwickelt.

    Hintergrund ist die derzeitige Situation, bei der sich Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende, E-Bike-Nutzende und E-Roller Fahrende die Fläche teilen – was immer wieder zu unübersichtlichen und teilweise gefährlichen Situationen führt. Mit der neuen Signalisation/Markierung wird künftig eine bessere Führung des Verkehrs geschaffen, sodass alle Verkehrsteilnehmenden sicherer unterwegs sind.

    Quelle: Quartierverein Wipkingen

  • Der beste Coworking-Space in Wipkingen

    Der beste Coworking-Space in Wipkingen

    Das WipWest Huus ist im alten Pfarrhaus Wipkingen zu Hause. Auch Konzerte, Yoga Kurse, Buchclubs und weiter Anlässe finden darin Platz. Aktuell steht der Coworking-Raum im Fokus: Wie auf der Website beschrieben, bietet das WipWest Huus ein inspirierendes Umfeld zum Arbeiten, sich mit anderen Menschen auszutauschen oder einfach zum Verweilen.

    Laut amazingzurich.com gehört das WipWest Huus zu den «Neun Besten Coworking Spaces in Zürich». Konkret: Üblicherweise liegen die Kosten zwischen 300 und 1200 Franken im Monat.

    Im Vergleich dazu ist das WipWest Huus ein regelrechtes Schnäppchen: Ein Tagespass kostet 10 Franken, ein Monatsabo ist für 40 Franken erhältlich. Neben den zehn Arbeitsplätzen im Coworking-Raum, können zwei geschlossene Zimmer für Meetings und Anrufe gebucht werden.

    Der Raum eigne sich nicht nur für konzentriertes Arbeiten, sondern auch für den Kontakt mit den Menschen vor Ort. Beispielsweise gibt es neu jeden Donnerstagvormittag ein ADHS-Coworking für erwachsene Frauen.

    Auch nimmt sich das kleine, gut vernetzte Team gerne Zeit für ein Gespräch, wie auf der Website betont wird: «Wir haben immer ein offenes Ohr und teilen gerne unsere Erfahrungen mit Lebensfragen, Spiritualität und sinnhaftem Unternehmertum mit dir.»

    Quellen: amazingzurich.com, wipwesthuus.ch