Blog

  • Legendärer 10:0-Kantersieg des SV Höngg

    Legendärer 10:0-Kantersieg des SV Höngg

    Vor dem Anpfiff gegen BC Albisrieden am Samstag, 22. Oktober, stand zunächst das neue Mannschaftsfoto auf dem Programm – in den frisch gesponserten Trikots von Grisoni Engineering und K2plus Energieberatung. Kaum war das erledigt, ging es auch schon los: Bereits in der sechsten Minute brachte Philipp Leimgruber, genannt Gümpi, die Höngger mit einem sehenswerten Treffer in Führung.

    Zur Pause stand es 4:0 und der Torhunger war noch lange nicht gestillt. Bis zur 70. und letzten Minute rollte Angriff um Angriff auf das Tor der Gäste. Den Schlusspunkt setzte erneut Gümpi, der eine präzise Flanke von links nutzte und den Ball herrlich ins linke obere Eck versenkte – das 10:0-Endresultat. Mit insgesamt vier Toren war Gümpi der überragende Mann des Spiels, gefolgt von Stefan Berger (drei Treffer) sowie Gabriele Mattera, Nader Zein und Erich Bättig mit je einem Tor.

    Kaum Torchancen für Albisrieden

    Doch bei aller Euphorie über die zehn Treffer darf man die andere Seite des Resultats nicht vergessen: zu null! Denn auch Goalie Ryshit «Agi» Ramici, die Abwehr und das Mittelfeld leisteten hervorragende Arbeit. Es ist nicht so, dass Albisrieden keine gefährlichen Stürmer hätte, doch diesmal gelang es der Verteidigung, sämtliche Angriffe frühzeitig zu unterbinden und kaum nennenswerte Torchancen zuzulassen. Alles in allem war dieser Kantersieg eine grosse Genugtuung.

    In den vergangenen Jahren hatte man gegen Albisrieden immer wieder knapp und unglücklich verloren. Mit diesem eindrucksvollen Resultat haben die Höngger zwar die Tabellenspitze noch nicht ganz erreicht, aber sie sind auf bestem Weg Richtung Meistertitel 2025/­2026.

    Eingesandt von Thomas Lang

  • «Zürich lernt» ist gerettet

    «Zürich lernt» ist gerettet

    Vor rund sechs Wochen sah es noch düster aus für «Zürich lernt». Dem Trägerverein Quartier macht Schule fehlten laut einem Newsletter 25 000 Franken, um das Lern- und Wissensfestival fortzusetzen. Bis Ende Oktober musste klar sein, ob der Verein den Durchgang 2026 finanziell planen könne.

    Jetzt darf aufgeatmet werden: Dank vieler kleiner und grösserer Beiträge sowie einer «megamässig grossen Spende» sei das Ziel erreicht, teilte der Verein mit. Die nächste Festivalwoche findet vom 14. bis 20. September 2026 statt.

    Höngg lernt

    Auch in Höngg sorgte das für Begeisterung: Im Quartier werden jeweils mehrere Angebote durchgeführt. Federführend ist das GZ Höngg. Insgesamt wurden im vergangenen September stadtweit über 2600 Lektionen gebucht.

    Der Trägerverein darf sich zudem doppelt freuen: Bei den Züri Awards 2025 ist «Zürich lernt» in der Kategorie «Freiwilliges Engagement» zum vierten Mal nominiert. Die Preisverleihung findet am 1. Dezember statt.

  • Prostatakrebs: die häufigste Krebsdiagnose in der Schweiz

    Prostatakrebs: die häufigste Krebsdiagnose in der Schweiz

    Viele Männer wissen wenig über Prostatakrebs oder sprechen nicht darüber. Das Tabu ist gross, obwohl die Erkrankung weit verbreitet ist. Laut einer Medienmitteilung der Krebsliga macht Prostatakrebs mit jährlich rund 7800 Neuerkrankungen fast einen Drittel aller Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr aus. Die Hälfte der Betroffenen erkrankt nach dem 70. Lebensjahr. Jedes Jahr sterben hierzulande 1400 Männer an Prostatakrebs.

    Früherkennung bleibt ein individueller Entscheid

    Trotz der hohen Fallzahlen gibt es in der Schweiz keine Früherkennungsprogramme zu Prostatakrebs. Derzeit laufen allerdings mehrere Pilotprojekte, die dazu beitragen sollen, mehr wissenschaftliche Evidenz für die Einführung solcher Programme zu finden. Männer mit einem erhöhten Risiko (z.B. bei familiärer Vorbelastung) sollten das Gespräch mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt suchen, um abzuwägen, ob eine Früherkennungsuntersuchung angebracht ist.

    Tabus brechen und der Einsamkeit entgehen

    Nebenwirkungen von Therapien wie Inkontinenz oder Impotenz können das Leben der Betroffenen massiv verändern. Auch Gefühle von Scham, Angst oder der Rückzug aus Partnerschaften sind keine Seltenheit. «Nicht über Krebs und die Folgen zu sprechen, das macht einsam», sagt Marcus, der kurz vor seiner Pensionierung die Diagnose erhielt. Er spricht über Krebs, Inkontinenz und Impotenz wie andere über das Wetter. Und er wünschte sich, andere Betroffene wären offener.

    Kostenlose Information und Beratung

    Auch Hilfe annehmen fällt vielen Betroffenen schwer, wie die Medienmitteilung erklärt. Die Krebsliga bietet in den regionalen Krebsligen niederschwellige und kostenlose Beratung für Betroffene und ihre Angehörigen. Wer lieber schreibt statt redet, kann sich schriftlich und anonym via E-Mail oder Chat an die Fachpersonen von KrebsInfo wenden. Und auf der Peerplattform können sich Betroffene in einem sicheren Rahmen mit Gleichgesinnten austauschen.

    Aktivitäten im November

    Die Krebsliga will im November das Tabu zu Prostatakrebs brechen und Wissen zugänglich machen. Sie ruft alle Männer dazu auf, sich über Prostatakrebs, Risiken und Symptome zu informieren. Patienten und Angehörige sollen nicht zögern, Unterstützung anzunehmen – niemand muss diese Krankheit allein bewältigen. Im Rahmen des Prostatakrebsmonats organisieren die regionalen und kantonalen Krebsligen verschiedene Veranstaltungen und Aktionen: www.krebsliga.ch/agenda.

    Quelle: Medienmitteilung Krebsliga Schweiz

  • Verkauf von Markenkleidung zugunsten der Ukraine

    Verkauf von Markenkleidung zugunsten der Ukraine

    Angeboten wird neue Markenkleidung für Damen und Herren, teilweise mit kleinen Mängeln. Der Preis beträgt CHF 10.– pro Stück, Wintermäntel, -jacken sowie einzelne Paare Stiefel oder Stiefeletten werden für CHF 49.– angeboten.

    Die Aktion beginnt am Freitag, 14. November, und dauert bis am Freitag, 19. Dezember. Verkauft werden die Kleider jeweils Freitagnachmittag von 13 bis 17 Uhr, und samstags von 13 bis 16 Uhr.

    Veranstalter sind neben dem Kirchenkreis zehn und dem WipWest Huus auch Tatjana Chynko (Humanitäre Hilfe Ukraine) sowie Yvonne Meitner (Pfarrerin).

    Quelle: WipWest Huus / Kirchenkreis zehn

  • Autismus bewegt die Schweiz

    Autismus bewegt die Schweiz

    Die Organisation autismus schweiz wird 50 Jahre alt, wie einer Medienmitteilung der Organisation zu entnehmen ist. Das ungenutzte Potenzial autistischer Menschen in der Arbeitswelt, lange Wartezeiten für Diagnosen, fehlende Unterstützung im Alltag und der Fachkräftemangel sind Themen von nationaler Bedeutung. Der 3. Nationale Autismus-Kongress stellt diese Fragen daher ins Zentrum und bringt die wichtigsten Stimmen zusammen – Betroffene, Fachpersonen, Institutionen und internationale Expert:innen.

    Die Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider eröffnet den zweitägigen Anlass an dem insgesamt rund 1’000 Teilnehmende erwartet werden. Auf dem Programm stehen sechs Keynotes und 20 Fachreferate, die alle Lebensphasen autistischer Menschen beleuchten. Der Kongress bietet eine Plattform für Austausch, Debatte und konkrete Lösungsansätze.

    autismus schweiz – 50 Jahre Engagement für Sichtbarkeit und Teilhabe

    Seit einem halben Jahrhundert setzt sich autismus schweiz für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen im Autismus-Spektrum und deren Familien ein. Was als Elterninitiative begann, ist heute eine landesweit aktive Fachorganisation, die Betroffene unterstützt und die Sensibilisierung der Gesellschaft vorantreibt.

    In der Schweiz leben gemäss Medienmitteilung schätzungsweise bis zu 250’000 Menschen im Autismus-Spektrum. Dies bedeutet, dass jährlich geschätzt rund 2000 Kinder mit Autismus geboren werden. Das Thema findet zunehmend Beachtung in der Öffentlichkeit und den Medien, was vermehrt Diagnosen bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen nach sich zieht. Das Wissen über Autismus und das Verständnis für die Herausforderungen von Menschen im Spektrum müssen in vielen Bereichen noch weiterwachsen. Übergänge in eine andere Lebensphase sind speziell heraufordernd.

    «Wir sind stolz auf 50 Jahre intensiver Arbeit und kontinuierlichen Einsatz für die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Autismus. Doch es bleibt viel zu tun, um Autismus sichtbarer zu machen», sagt Regula Buehler, Geschäftsleiterin von autismus schweiz. Im Jubiläumsjahr setzt sich autismus schweiz deshalb das Ziel, das Sonnenblumenband (Sunflower Lanyard) schweizweit bekannt zu machen – ein international anerkanntes Symbol, das Menschen mit unsichtbaren Behinderungen hilft, ihre Bedürfnisse sichtbar zu machen.

    Geschäftsstelle in Höngg

    2013 hat autismus schweiz den Schritt zur Professionalisierung vollzogen und die Geschäftsstelle in Zürich Höngg geschaffen, wie auf der Website nachzulesen ist. Seitdem wachsen sowohl die Mitgliederzahl als auch die Anzahl der Mitarbeitenden stetig und in grossem Masse. Heute ist autismus schweiz ein schweizweit breit vernetzter Verein, welcher sich für Fachpersonen, Menschen im Autismus-Spektrum und ihr Umfeld engagiert. Die drei regionalen Autismus-Organisationen arbeiten seit 2024 näher zusammen, autismus schweiz ist der Verhandlungspartner des BSV (Bundesamtes für Sozialversicherungen) für die Leistungsverträge aller drei Landesregionen.

    Quelle: Medienmitteilung und Website Autismus Schweiz

  • Symptome einer Midlife-Crisis, Teil 1

    Symptome einer Midlife-Crisis, Teil 1

    Ich glaube, jetzt hat sie auch mich erwischt. Plötzlich und hinterrücks hat sie mich gepackt und ich muss nun gucken, wie ich mit ihr klarkomme. Sie hat ihre Chance gewittert, als sie erkannte, dass dieser doofe runde Geburtstag mit der Fünf vorne dran nicht nur in meinem Bekanntenkreis langsam überhandnimmt, sondern auch bei mir unweigerlich immer näher rückt. Da hat sie eiskalt zugeschlagen, die Midlife-Crisis.

    Ich muss sagen, sie ist vielleicht noch nicht ganz so dramatisch ausgeprägt wie bei anderen Leidensgenossen. Immerhin habe ich mir noch kein Segelboot gekauft oder mit dem Motorradführerschein begonnen. Allerdings habe ich tatsächlich schon mal über einen Camperbus nachgedacht – für die Zeit, wenn keines der Kinder mehr mit mir Ferien machen möchte. Und ich fahre E-Bike seit diesem Jahr, übrigens mit grosser Begeisterung.

    Doch das sind nur Randerscheinungen. Deutlicher äussert sich die Krise darin, dass ich angefangen habe zu zählen. Nicht Geld, sondern Jahre. Auf einmal ist mir mein Alter ständig bewusst, das hat mich früher nie gekümmert. Und stets stelle ich bei Gesprächen mit Anderen Altersvergleiche an und denke darüber nach, was sie bis jetzt mit ihrem Leben angefangen haben, wie alt ihre Kinder sind und solchen Kram. Und ich bin immer ganz erleichtert zu erkennen, dass andere auch älter werden. Oder wenn ich feststelle, dass die Stars meiner Jugend – wer hätte das gedacht – auch gar nicht mehr so taufrisch sind. George Clooney ist schon 64!

    Aber jetzt ganz im Ernst: Das ist doch gar nicht möglich, dass ich schon soo alt bin? Ich fühl mich doch unheimlich jung und sehe knapp aus wie dreissig – oder etwa nicht? Meine Kinder würden mich auslachen, wenn ich ihnen diese Frage stellen würde. Jemand, der schon zu Zeiten der analogen Wählscheiben-Telefonie gelebt hat, ist in Tat und Wahrheit steinalt. Und ausserdem sind die Kinder selber schon fast in dem Alter, in dem ich mich gefühlt gerade befinde. Es muss also wahr sein.

    Und wieder muss ich zählen: Wie alt war ich schon wieder, als mein ältester Sohn geboren wurde? Und wie weit entfernt fühlt sich die Zeit an? Kommt mir vor, als sei es gestern gewesen, dabei ist es schon mehr als zwanzig Jahre her. Wenn ich jetzt in Gedanken gleich weit in die Zukunft gehe, wie alt werde ich dann sein? Werden sich die nächsten zwanzig Jahre ähnlich lang oder kurz anfühlen wie die letzten und sind also tatsächlich mit einem Wimpernschlag vorbei?

    Und als wäre die Rechnerei nicht schon ärgerlich genug, hat auch der Algorithmus der sozialen Netzwerke meine Schwäche erkannt. Immer öfter erhalte ich diskret Werbevideos für Fitness ab 50 eingespielt. Oder für Verjüngungskuren. Das allein ist noch nicht besorgniserregend. Aber ich habe mich tatsächlich dabei ertappt, wie ich verdächtig lange einem gutaussehenden und leicht angegrauten Typen dabei zugesehen habe, wie er asiatisches Pilates angepriesen hat. Damit erhält frau in den 50ern den Körper einer Zwanzigjährigen zurück. Garantiert. Bis jetzt habe ich das Angebot noch nicht angeklickt. Aber wer weiss, wozu mich diese Krise noch treibt.

  • «Himbeermilch»: Wipkinger Fotograf ist mit neuer Ausstellung am Start

    «Himbeermilch»: Wipkinger Fotograf ist mit neuer Ausstellung am Start

    «Himbeermilch» ist das erste Gemeinschaftsprojekt zwischen der Autorin Alba Polo und dem Fotografen Marco Vannotti: Sie verbinden Text und Bild künstlerisch miteinander, wobei der Text stets als Ausgangspunkt für die Visualisierung dient.

    In der Ausstellung in der Galerie 111 werden fünf Kurzgeschichten von Alba Polo fotografisch illustriert, sodass Geschichten und Bilder in einen Dialog treten. Entstanden ist eine Inszenierung für Auge, Ohr und Gemüt.

    «Uns hat die Idee gereizt, Literatur nicht nur lesbar, sondern sichtbar zu machen und der Sprache somit eine zusätzliche Dimension zu verleihen», sagt Marco Vannotti.

    Die Autorin Alba Polo ergänzt: «Meine Mikroerzählungen sind sehr dicht. Die fotografische Umsetzung macht den Leserinnen und Lesern auf spielerische Weise einen Vorschlag, wie sie die Erzählungen betrachten können.»

    Programm

    Vernissage: Donnerstag, 30. Oktober, 18 Uhr
    Lesung: Samstag, 1. November, 18 Uhr
    Überraschung: Dienstag, 4. November, 18 Uhr

    Öffnungszeiten:
    Donnerstag, 30. Oktober: 18 bis 22 Uhr
    Freitag, 31. Oktober: 16 bis 20 Uhr
    Samstag, 1. November: 14 bis 18 Uhr
    Sonntag, 2. November: 12 bis 16 Uhr
    Montag, 3. November: 16 bis 20 Uhr

    Während der Öffnungszeiten ist mindestens einer der beiden Künstler anwesend und freut sich auf den Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern.

    Ort: Galerie111, Zweierstrasse 111, 8003 Zürich
    Weitere Informationen: www.marcovannotti.ch

  • Diesen November: Kerzenziehen in der Kirche Letten

    Diesen November: Kerzenziehen in der Kirche Letten

    Ein Artikel von Benjamin Walser, Kirchenkreis sechs

    Auch in diesem Jahr findet das Kerzenziehen wieder in der Kirche Letten statt, in Kooperation mit dem GZ Schindlergut und der reformierten Kirchgemeinde Zürich, Kirchenkreis sechs. In einem grosszügigen Raum können in besinnlicher Atmosphäre Paraffin- und Bienenwachskerzen gezogen werden.

    Willkommen sind Klein und Gross: Im Liechtblick-Café kann man sich am Nachmittag mit Kaffee und Gebäck verköstigen, während an einem Abend das Kerzenziehen in stimmungsvoller Nachtkulisse, in Begleitung von Pianoklängen zu Prosecco
    genossen werden kann.

    Die Kerze und ihre Bedeutung

    Seit 40’000 Jahren erhellt uns das Licht eines Dochtes die Dunkelheit. Anfangs in steinernen Lampenschalen und seit mindestens 5000 Jahren als Kerzen. Binsen, Hanf oder Papyrus, einem Span gleich in Talg getaucht. Chinesen gossen Wachs in Papierrohre. Japaner und Inder nahmen Baumnüsse und Zimtbaum. In Europa waren es die Römer, welche die Kerzen in der heutigen Form entwickelten.

    Die Kirche schliesslich verlangte für ihren Bedarf reine Bienenwachskerzen und bereitete so den Weg für die heutige europäische Tradition.

    Sehnsucht nach dem Licht

    Parallel dazu dienten Kerzen schon immer auch einem kultischen Zweck. Die Furcht vor der Dunkelheit und dem Ungewissen, aber auch die Sehnsucht nach dem Licht, das den Weg weist. Sogar heute noch spielen Religion, Konfession oder auch die Abwesenheit derselben dafür keine Rolle.

    «Haze», «Deepa», «Shamea», «Kerze», «Candle» – in der Dunkelheit zünden wir sie an, um das Licht zu feiern.

    Im Geiste dessen freuen wir vom Kirchenkreis sechs und dem GZ Schindlergut uns darauf, in der Dunkelheit des Winters gemeinsam mit Gross und Klein wieder aus Wachs und Docht Lichter zu gestalten, die uns begleiten werden. Dazu wird ein kleines Programm stattfinden und ausserdem die den Raum schmückende Ausstellung «Kerze und Licht».

    Die Daten

    17. November bis 30. November
    Mittwoch/ Freitag, 14–17.30 Uhr
    Donnerstag, 16–19 Uhr
    Freitag, 21.11., 19–21 Uhr mit Cüpli und Pianoklängen
    Samstag/ Sonntag, 13–17 Uhr

    KOSTEN
    Je nach Gewicht, mindestens 4 Franken pro Kerze

    ANMELDUNG
    Nicht nötig

    VERANSTALTER
    Reformierte Kirchgemeinde Zürich, Kirchenkreis sechs
    GZ Schindlergut

    Website Kirchenkreis sechs  

     

  • 80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit

    80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit

    Am 30. Oktober wird schweizweit der Tag der betreuenden Angehörigen begangen. Wie in einer Medienmitteilung des Entlastungsdienstes Kanton Zürich betont wird, verdient die Realität betreuender Angehöriger mehr Anerkennung und Unterstützung.

    80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit – 3,7 Milliarden Franken pro Jahr

    Betreuende Angehörige leisten jährlich rund 80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit – Laut Medienmitteilung entspricht dies einem Gegenwert von 3,7 Milliarden Franken. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) engagieren sich schätzungsweise 600’000 Personen in der Schweiz regelmässig in der Betreuung und Pflege von Angehörigen. Ohne ihr Engagement würden Familien, Nachbarschaften und unser Sozialsystem nicht funktionieren.

    Doch ihre Arbeit bleibt oft unsichtbar und wird zu wenig unterstützt – trotz eines grundsätzlich gut ausgebauten Sozial- und Gesundheitssystems. Vor allem in der alltäglichen Betreuung, z. B. in der Unterstützung im Haushalt, bei Einkäufen oder Begleitungen, bestehen gravierende Lücken.

    Vier Podcast-Folgen – vier Stimmen – vier Realitäten

    Die Medienmitteilung rückt den Podcast «Das kleine Glück schätzen» in den Fokus: Darin berichten betreuende Angehörige aus dem Kanton Zürich eindrücklich von ihren Erfahrungen. Sara Satir erzählt in der ersten Folge von den Herausforderungen bei der Betreuung ihres mittlerweile erwachsenen Sohnes, der mit einer Autismus-Spektrum-Störung lebt.

    Ihre Aussage «Die Liebe hat mich an meine Grenzen gebracht» steht sinnbildlich für viele Betroffene. Der Schritt, sich Hilfe zu holen, kam spät – aber er war entscheidend. Ihr Appell: Hilfe annehmen ist kein Zeichen von Schwäche.

    Ernst Zankl, 78, betreut seine an Alzheimer erkrankte Frau zu Hause. Sein Bericht zeigt den emotional belastenden und langwierigen Abschied von einem geliebten Menschen, der sich verändert – und die Einsamkeit in der Fürsorge.

    Marah Rikli, berufstätige Mutter einer Tochter mit Entwicklungsstörung, schildert in der dritten Folge, wie Schuldgefühle, Überlastung und finanzielle Sorgen die Selbstsorge erschweren – und wie wichtig soziale Netzwerke und Entlastung sind.

    Sarah Ferjani, junge Studentin und sogenannte Young Carer, spricht über die grosse Verantwortung, die sie für ihren demenzkranken Vater übernimmt. Ihre Ausbildung, Freizeit und Jugend stehen hintan – und oft weiss das Umfeld kaum von ihrer Belastung.

    Was alle vereint: eine stille Aufgabe mit grossen Folgen. Ob jung oder alt, Partner:in oder Kind – die Situationen sind verschieden, die Herausforderungen ähneln sich. Der Podcast ist ein Beitrag zu mehr Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Anerkennung für Care-Arbeit.

    In der Medienmitteilung wird zudem bentont, wie wichtig finanzierbare, niederschwellige Entlastungsangebote sind, die auch bei nicht-pflegerischer Betreuung greifen. Dringend benötigt serien auch Information und Beratung, damit Betroffene den Zugang zu Hilfe finden, sowie politische Lösungen, die unbezahlte Betreuungsarbeit absichern und stärken.

    Die Podcastreihe «Das kleine Glück schätzen» wurde produziert von Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich und den sechs Non-Profit-Organisationen Entlastungsdienst Kanton Zürich, Pro Senectute Kanton Zürich, Alzheimer Zürich, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Zürich, Spitex Verband Kanton Zürich und Pro Infirmis Kanton Zürich.

    Quelle: Medienmitteilung Entlastungsdienst Kanton Zürich

  • Zürich: Stadt der Baustellen – und der verpassten Chancen

    Zürich: Stadt der Baustellen – und der verpassten Chancen

    Bezahlter Inhalt

    In Zürich funkeln bald wieder die Lichter, die Bahnhofstrasse wird zur weihnachtlichen Flaniermeile, Weihnachtsmärkte laden zum Verweilen ein. Einheimische und Touristen bummeln, bringen Umsatz in die Läden und beleben die Innenstadt. Es könnte eine wirtschaftlich starke Zeit sein. Doch ausgerechnet dann, wenn Zürich glänzen könnte, packt die Stadtverwaltung den Presslufthammer aus: Am Bahnhofquai entsteht pünktlich zur Adventszeit eine Grossbaustelle für die Tramhalte-stellensanierung. Bauzeit: ein Jahr. Wer denkt sich so etwas aus?

    Timing? Katastrophal.

    Natürlich, Bauen und Sanieren ist nötig. Was fehlt, ist Koordination und Augenmass. Da drängt sich der Eindruck auf, dass vieles fixer ginge, wenn man nur wollte. Die Sanierung Bürkliplatz zeigt: Erst nach öffentlicher Kritik kam plötzlich Schwung in die Sache. Nun trifft es die Quartiere Höngg, Grünau und ganz Zürich-Nord: Ab Dezember wird ihre Tramanbindung an die Bahnhofstrasse gekappt. Start ausgerechnet dann, wenn der Detailhandel seine wichtigste Zeit hat.

    Glanz? Das war einmal.

    Die Bahnhofstrasse gleicht heute einem Flickenteppich aus Baustellen, eingerüsteten Häusern und leeren Ladenlokalen. Selbst der Globus scheint (auf hohem Niveau natürlich) im Dauer-Sale-Modus gefangen. Verkehrsfreiheit soll die neue Heilslehre sein. Hauptsache autofrei, egal, ob die Kundschaft noch hinkommt. Kein Wunder, wehrt man sich an der Löwenstrasse dagegen, dass diese zur nächsten «stillen Zone» verkommt. Wer arbeitet, liefert, einkauft, braucht Erreichbarkeit, keine Ideologie.

    Weltoffenheit? Schön wär’s.

    Pragmatisch zum Schluss: Zürich sollte endlich die Sonntagsöffnungszeiten liberalisieren. Viele wollen einkaufen und viele arbeiten gerne am Sonntag – Studierende, Familien, die auf Zusatzeinkommen angewiesen sind. Nicht zu vergessen: der Sonntagszuschlag. Kann es sein, dass auch jene, welche mit missionarischem Eifer gegen Sonntagsverkäufe kämpfen, am Weihnachtsmarkt auch am Sonntag unter Schalmeienklängen genüsslich einen Glühwein schlürfen? Selbstverständlich serviert von Menschen, die an diesem Tag arbeiten. Doppelmoral mit Zimtduft.

    Nicole Barandun-Gross
    Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
    gewerbezuerich.ch