Kategorie: Vereine

  • Zurück in die Zukunft mit dem «PfiLa»

    Zurück in die Zukunft mit dem «PfiLa»

    Alle Teilnehmenden trafen sich am Samstag beim Landesmuseum und machten sich anschliessend auf den Weg zum malerischen Ägerisee, denn dort sollte das diesjährige «PfiLa» stattfinden. Endlich angekommen, trafen sie auf die Leiterinnen und «Marty» aus «Zurück in die Zukunft» trafen. Jene Rolle, mit der einst Michael J. Fox weltbekannt wurde.

    Gemeinsam begab sich die Gruppe auf eine Zeitreise in das Jahr 1985. Dort mussten Sie den berühmten Erfinder «Doc» aufzusuchen, um mit seiner Hilfe die Zeitmaschine zu verbessern. Beim Antrieb der Zeitmaschine setzte die Gruppe Asharah statt auf die riskante Uranenergie auf eine ökologischere und sicherere Alternative: die Zitronenbatterie. Mit diesem innovativen Ansatz gelang es ihnen schlussendlich, in die Zukunft zurückzureisen.

    Ohne Heringe in die Gegenwart

    Um auch die jüngste Gegenwart zu beschreiben: Das «PfiLa» fand bei strahlendem Wetter statt. Obwohl die Zelte ohne Heringe für die Befestigung am Campingplatz ankamen, wusste sich die Gruppe bestens zu helfen und schnitzte sich kurzerhand die eigenen Heringe. So überstand sie die Nacht trotz der spätabendlichen Stimmen im Zelt und konnte erholt in den zweiten Tag starten.

    Eines der Highlights war bestimmt das «Zeitreisen», bei welchem die Teilnehmenden mit «Doc’s» umgebautem Motorboot über den See düsten. Das Motto verpflichtete zudem, immer wieder in die faszinierende Welt der 1980er-Jahre einzutauchen. So experimentierte die Gruppe mit Cola und Mentos, sie testete, ob ein Seifenmotor besser als Antrieb für das Boot geeignet ist, oder erlernte Pioniertechniken, um sich auf die Zukunft vorzubereiten: Schliesslich möchten alle das begehrte Knotenabzeichen erlangen.

    Am Ende vom «PfiLa» verabschiedeten sich «Doc» und «Marty» schweren Herzens von der Gruppe Asharah, um ihre Geschichte in einer anderen Zeit fortzusetzen. Gemeinsam machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg, bereit für ein neues Abenteuer in der Zukunft.

    Eingesandt von Fiona Ammann

  • Zwei neue Quartiertreffpunkte für Wipkingen

    Zwei neue Quartiertreffpunkte für Wipkingen

    Es sind Orte, wo heute nichts ist. Leere Flächen, Zwischenräume, Asphalt. An der Ecke Lehen- und Wunderlistrasse war bisher nicht viel mehr zu sehen als ein überbreites Trottoir, vielleicht ein kleiner Platz – eine grosse Asphaltfläche, an der man achtlos vorbeiging.

    Dasselbe Bild bietet sich an der Ecke Lägern- und Wibichstrasse. Hier steht immerhin ein Brunnen und bis vor kurzem auch eine alte Sitzbank. Doch auch hier verweilte man nicht – man ging vorbei. Der Verein CALA will den beiden vergessenen Plätzen in Wipkingen Leben einhauchen, wie er in einer Medienmitteilung schreibt.

    Er hat hier zwei Treffpunkte gebaut, die mehr als nur Sitzgelegenheiten sein wollen: sie sollen den öffentlichen Raum aufwerten, zum Innehalten einladen und neue Begegnungen ermöglichen.

    «Partizipatives Budget» auf Quartierebene

    Das Projekt ist aus der «Quartieridee Wipkingen» entstanden. In Zürich-Wipkingen testete die Stadt Zürich in den Jahren 2020 und 2021 eine Art «partizipatives Budget» auf Quartierebene, das später auf die ganze Stadt ausgeweitet wurde. Es konnten Ideen eingegeben werden, über die anschliessend im Quartier abgestimmt wurde. 40’000 Franken wurden so verteilt.

    Das Projekt des Vereins Cala war eines der Siegerprojekte. «In Wipkingen gibt es neben dem Röschibachplatz und dem Raum Letten kaum öffentliche Treffpunkte», sagt Stefanie Pfändler vom Verein Cala. «Wir wollten besonders in den ruhigeren Wohngegenden solche Orte schaffen.»

    Fliegestühle und eine Tribüne

    Beide Treffpunkte sehen ganz unterschiedlich aus. An der Lägernstrasse wurden vier «Liegestühle» gebaut – ein Design von Architekturstudenten der ETH. Die Studenten haben das Projekt entworfen und zusammen mit dem Verein Cala selber gebaut. «Das Projekt zeigt, wie viele Ressourcen auf Quartierebene mobilisiert werden können», freut sich Pfändler.

    Die Holzverarbeitung durfte der Verein in der Werkstatt des GZ Bucheggplatz machen, gelagert und zusammengeschraubt wurden die Teile in der Kirche Wipkingen, die vom Klimastreik genutzt wird – und spontan kamen Leute aus dem Quartier beim Bau zu Hilfe. Die Fliegestühle werden bereits rege genutzt. «Jedes Mal, wenn ich dort vorbeifahre, sitzen Leute in den Stühlen. Es ist toll, dass der Ort so schnell angenommen wurde», sagt Pfändler.

    Der zweite Standort an der Lehenstrasse wird vom Architekt Lorenz Bachmann in Freiwilligenarbeit gebaut. Dort entsteht eine Tribüne, die als Pflanzentopf, Bücherschrank oder Sitzplatz genutzt werden kann. Die Tribüne wurde in enger Zusammenarbeit mit den direkten Anwohnern entwickelt, die nun auch beim Bau mithelfen. Die Tribüne wird erst am Tag der Einweihung fertiggestellt. «Wir sind gespannt, ob dieser Standort auch so gut funktionieren wird, wie der erste», sagt Pfändler.

    Die Eröffnung findet am Mittwoch, 17. Mai, statt. Von 16 bis 18 Uhr wird die Tribüne an der Lehenstrasse eingeweiht, von 18.15 bis 20 Uhr werden die Fliegestühle offiziell eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und sind gebeten, eigene Gläser oder Becher mitzubringen.

    Quelle: Verein Cala

  • Die Sammelaktion geht weiter

    Die Sammelaktion geht weiter

    Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist die Solidarität mit der dortigen Bevölkerung gross. Die vor einem Jahr gegründete Ukraine Support Group leistet Hilfe vor Ort. Sie ist eine sechsköpfige Gruppe mit meist polnischen Wurzeln, darunter auch die Hönggerin Katarzyna Lanfranconi. Sie veranstalten Sammelaktionen, um Produkte und Lebensmittel in das Krisengebiet zu bringen. Diese Hilfe richtet sich besonders an Frauen mit Kindern, ältere Paare, Kinder aus Waisenhäusern und Soldaten.

    «Wir sammeln Sachen, die wirklich gebraucht werden. Unsere Kontakte in der Ukraine informieren uns laufend über die Situation», sagt Lanfranconi. Und weiter: «Im vergangenen Jahr haben wir viele gute Beziehungen und Freundschaften in der Ukraine aufgebaut. Wir wissen, dass unsere Hilfe ankommt.»

    In der Tat: Bislang wurden Hunderte von Kartons in rund 50 Lieferungen nach Polen und in die Ukraine geliefert. In Polen werden die Hilfsgüter zu Flüchtlingsunterstützungszentren gebracht. In der Ukraine werden die Waren an sogenannte Verteilpunkte in Lviv, Kiev oder Zhytomyr geliefert. Von diesen Ortschaften aus werden sie mit Privattransporten an Soldaten und Bedürftige verteilt. Lanfranconi weiss, dass viele Menschen im Krisengebiet verharren. Sie wollen ihr Haus, ihre Heimat nicht verlassen.

    Produkte für ein Feldspital

    Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich mit den Jahreszeiten oder der Situation. Waren es im Winter etwa Einweggrills, sind es aktuell Medikamente und Erste-Hilfe-Produkte, die benötigt werden. Beispielsweise rezeptfreie Schmerzmittel, Krücken oder alte Rollstühle (siehe Box).

    «Unsere Freunde in der Ukraine liefern diese an ein im Bau befindliches Feldspital bei der Stadt Kramatorsk, für das wir gerade eine Waschmaschine besorgen konnten», sagt Lanfranconi. Der Siegeswille bei den Kriegsbetroffenen sei weiterhin ungebrochen. «Wir hören, dass die Menschen für ihr Land kämpfen wollen. Und sie sind nach wie vor entsetzt, dass sich dieser Krieg überhaupt ereignet hat», sagt Lanfranconi.

    Nächste Sammelaktion

    Samstag, 13. Mai, von 10 bis 14 Uhr
    Mit Kuchenverkauf.
    Pfarreizentrum Heilig Geist, Limmattalstrasse 146, 8049 Zürich
    Weitere Informationen: www.ukrainesupportgroup.ch

    Gesammelt werden:

    Thermosflaschen, Thermoskannen, Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge, Einweggrills, Taschenlampen mit Batterien, Batterien, Elektroheizung, Schlafsäcke etc.
    Dosen (Fleisch, Fisch, Ravioli etc.), Pasta, Reis, schwarze Schokolade, Nüsse, Proteinriegel, Baby-Nahrung.
    Schmerzmittel, fiebersenkende Medikamente, antivirale Mittel, wie z.B. Neocitran, Paracetamol, Ibuprofen (rezeptfrei), Verbandmaterial, Elastische Binde, Desinfektionsmittel, Wundversorgung, Krücken, Rollstuhle.
    Binden, Tampons, Zahnbürsten/Paste, Seife, Duschgel, Shampoo, Conditioner, Deodorants, Windeln, Feuchttücher, Pflegeprodukte etc.
    Unterhosen, Unterleibchen, Socken

  • Frauenpower SCW

    Frauenpower SCW

    Fussball nur ein Männersport? Bei weitem nicht. Der SC Wipkingen hat im Frauenfussball eine enorme Entwicklung durchgemacht, und eine grosse Bandbreite an Juniorinnen ist aktiv dabei. Lotta Köppel ist eine A-Juniorin des SCW und weiss viel über den Frauenfussball in Wipkingen. «Die Wipkinger Juniorinnen gibt es seit 2009, damals kamen wir vom Verein Zürich Nord, und Urs Honauer gründete mit uns die erste Mädchenmannschaft von Wipkingen.» Auch Celia Honauer, die Tochter von Urs Honauer spielt bei den A-Juniorinnen. «Bei Zürich Nord war die Organisation des Vereins sehr schlecht und wir haben uns nicht wirklich wohl gefühlt. Als sich dann diese Gelegenheit eröffnete, um in Wipkingen unser eigenes Juniorinnenteam zu haben, fiel uns Juniorinnen, die in Wipkingen lebten, die Entscheidung leicht und wir gingen von Zürich Nord weg. Gestartet hatten wir damals als D-Juniorinnen. In der Schule machten wir bei unseren Freundinnen Werbung dafür, dass sie ebenfalls mit dem Fussball bei Wipkingen beginnen sollten». Seit 2009 ist sehr viel passiert. Von den A-Juniorinnen bis zum E sind mittlerweile alle Juniorinnenstufen vorhanden. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich, denn bei weitem nicht alle Quartiervereine ‒ besonders kleine Vereine wie Wipkingen ‒ sind im Frauenfussball in allen Stufen vorhanden, geschweige denn, dass sie überhaupt ein Frauenfussballteam haben. Der SC Wipkingen ist in diesem Bereich ein Paradebeispiel der Fussballförderung für Frauen. Der Sport ist sehr populär geworden bei den Mädchen und Frauen von Wipkingen. Auffällig ist dabei der rasante Zuwachs: Innert weniger Jahre wurden in allen Altersstufen genug fussballbegeisterte Mädchen gefunden. Es wirkt, als hätte die Entstehung einer ersten Juniorinnenmannschaft eine Sogwirkung erzielt, die eine Frauenfussballwelle durch Wipkingen gehen liess.
    Auch die Grösse der Teams habe sich in dieser Zeit stark verändert, sagt Lotta: «Die Anzahl Spielerinnen hat sich massiv erhöht. Am grössten ist der Zuwachs definitiv bei den jüngeren Mannschaften. Eine Weile wurden diese richtig überrannt mit neuen Spielerinnen, da auch Freundinnen von Freundinnen von Freundinnen usw. den Weg zum SCW gefunden haben».

    Von neun auf elf ist nicht ohne

    Doch nicht immer war der Ansturm so stark, und es gab auch schwierigere Zeiten. Celia sagt, dass vor allem beim Wechsel von den B- zu den A-Juniorinnen grosse Probleme entstanden. «Während man im B noch mit neun Spielerinnen spielte, sind es im A bereits elf. Zeitweise hatten die A-Juniorinnen dadurch sogar zu wenig Spielerinnen, um an ein Spiel zu gehen und waren deshalb stark mit den B-Juniorinnen verbunden, von denen sie dann zusätzliche Spielerinnen mitnahmen, um überhaupt eine vollständige Mannschaft auf den Platz zu stellen.» Für Celia war dies eine sehr fussballintensive Phase. «In dieser Zeit hatte ich fast immer am Samstag ein Spiel mit den B-Juniorinnen und zusätzlich am Sonntag noch eines mit den A-Juniorinnen, was manchmal schon ein bisschen zeitaufwendig werden konnte.» Doch im letzten Jahr hat sich die Situation entschärft. Viele neue Spielerinnen sind den A-Juniorinnen beigetreten. Teilweise sind es solche, die zwar noch nie richtig gespielt haben, aber sich dennoch dazu entschieden haben, den Fussball als Hobby aufzunehmen. Längst nicht alle sind aus Wipkingen. «Diejenigen, die schon lange dabei sind, wohnen schon in Wipkingen und Umgebung, aber wir haben auch junge Frauen, die aus dem Seefeld, Wollishofen, Uetikon am See oder sogar von Frauenfeld (!) fürs Training auf den Hardhof anreisen», sagt Lotta.

    Gähnende Leere oberhalb des A-Teams

    Doch wie steht es um das aktive Frauenteam von Wipkingen? Fehlanzeige. Bevor 2009 die erste Mädchenmannschaft von Wipkingen entstand, gab es nur die Frauenmannschaft – mittlerweile wurde diese aber aufgelöst. Es gab grosse Differenzen zwischen den Spielerinnen, und die Chemie im Team stimmte überhaupt nicht. Es ging so weit, dass die Mannschaft sich in einem richtigen Streit verfing. Immer mehr spaltete sich das Team, und als Trainer Pascal Brosi nach Altstetten wechselte, zogen viele mit ihm oder verliessen das Team. Über den A-Juniorinnen von Lotta und Celia herrscht momentan also gähnende Leere.
    Celia sieht darin ein Problem. Natürlich wäre es ein grosser Vorteil, auf der Basis einer erfahrenen Damenmannschaft aufbauen zu können. Ausserdem sagt Celia, dass das ehemalige Damenteam in der 3. Liga gespielt hat, da diese nun aber nicht mehr existiert, müsse das neue Frauenteam der A-Juniorinnen in der 4. Liga starten. Dennoch sind die A-Juniorinnen zuversichtlich. Momentan haben sie ein Kader von 28 Spielerinnen. Das Team harmoniert sehr gut und das Ziel ist natürlich, aus diesen Spielerinnen eine neue, aktive Damenmannschaft zu bilden. Dann wird es wohl eine Durchmischung geben: Die A-Juniorinnen mit weniger Erfahrung bleiben im A und bilden mit den aufsteigenden B-Juniorinnen das neue A-Team, während der Rest der Mannschaft dann die neue Damenmannschaft bildet. Wie bereits erwähnt sind in den jüngeren Jahrgängen mehr als genug Nachwuchsjuniorinnen vorhanden und deshalb wird man bestimmt noch einiges hören vom Frauenfussball beim Sport Club Wipkingen.

  • Einblick in das Herz eines Fussballvereins

    An dieser Stelle soll kein Spiel von Verein XY gegen den SCW beschrieben werden. Vielmehr soll allen Trainerinnen und Trainern des SC Wipkingens sowie auch denjenigen der sportlichen Gegner Dank ausgesprochen werden. Ja, eigentlich sind die Trainerinnen und Trainer der anderen Teams die Verbündeten des SCW, denn ohne ihre Arbeit gäbe es gar keine Spiele. Ohne ihre engagierte und zeitaufwändige Leistung würde kein Kind auf dem Platz stehen und leidenschaftlich für das eigene Team rennen – auch nicht für den SC Wipkingen.
    Die Kinder, von den kleinsten bis hin zu den grössten, lernen, dass es nur im Kollektiv funktioniert. Nur eine verschworene Truppe wird zu einem guten Team. Unterschiedlichste Kulturen und soziale Schichten spielen zusammen für den Erfolg. Trainerinnen und Trainer haben eine hohe Verantwortung und können unglaublich viel bewirken – gerade in Aspekten, die weit über den Fussball hinaus gehen.
    Das Trainer-Team verrichtet für ein Trinkgeld einen grossen Dienst für jedes Quartier, welches einen Fussballverein führt. Leider gibt es einen Mangel an gewillten und geeigneten Personen, was die Arbeit der Vereine nicht einfacher macht. Jeder Club kämpft um Trainerinnen und Trainer. Jeder Verein kämpft um Menschen, die im ehrenamtlichen Bereich aktiv mitwirken – dies ist in einer Stadt wie Zürich nicht einfach, denn zu sehr ist man hier von der Arbeitswelt geprägt, und so stellen sich viele die Fragen: Wie sieht meine Zeitplanung aus? Was ist der «return on investment»? Ja, diesen «return» gibt es tatsächlich – es ist jener zu wissen, dass man die Verantwortung in der Gesellschaft wahrnimmt und ihr etwas zurück gibt. Dies ist leider überhaupt nicht mehr selbstverständlich. Zu sehr ist man im Röhrenblick der «Karriere» gefangen und betrachtet freiwilliges Engagement in einem Verein eher bremsend.
    Daher dieser öffentliche Dank an die Trainerinnen und Trainer des SV Höngg, des FC Blue Stars, des FC Industrie Turicum, des US Avellino Zurich, des BC Albisrieden, des FC Altstetten, an alle Trainer-Teams überhaupt und natürlich an jenes des SC Wipkingen: Danke allen, dass sie Woche für Woche auf dem Platz sind und sich für tausende fussballspielende Kinder und Jugendliche einsetzen! So gewinnen für einmal alle Teams und zwar gleichzeitig.

    Eingesandt von Nico Gutmann, Kommunikation SC Wipkingen

  • Sommergedanken am Münsterplatz

    Sommergedanken am Münsterplatz

    So wandle ich denn über den neuen Münsterplatz und muss zugeben: Er ist wirklich schön geworden. Wir vom Gewerbe waren zwar kritisch, denn Parkplätze sind die besten Umsatz-Generatoren, und davon gibt es auf diesem «zurückhaltend gestalteten Freiraum» (Wording aus stadt-zuerich.ch) keinen einzigen. So hoffe ich als Gewerbeverbandspräsidentin, dass die Velofahrer hier ebenso fleissig einkaufen wie die Autofahrer. Oder werden hier dereinst nur noch Cybercafés und Money Change neben einem Kirchendenkmal stehen? Der Mensch geht gerne davon aus, dass das Gute sowieso so bleibt, wie es ist, und das Schlechte sich problemlos abschaffen lässt. Dass wir in Zürich etwas anderes sein könnten als reich, ist schon länger nicht mehr auf dem Kompass. Aber vielleicht muss man dem, was gut und wichtig ist, auch Sorge tragen, damit es nicht verschwindet.
    In diese Gedanken versunken blicke ich auf die «durchgängige Pflästerung aus Naturstein ohne Trottoirs» und male mir die ersten unfreundlichen Begegnungen zwischen Fussgängern und Velofahrern aus, denn den letzteren gehören die Stadt und ihre Plätze. Noch präsentiert sich der neue Münsterhof etwas leblos. Zukünftig soll er jedoch für Grossanlässe zur Verfügung stehen und zum «Flanieren und Verweilen» einladen. Flanieren dürfte gehen, mit dem Verweilen ist es schon schwieriger, weil die «Sitzelemente» (volkstümlich Bänke genannt) keine Rückenlehne haben. Vielleicht spürt man insgeheim doch, dass wir uns nicht zu bequem zurücklehnen sollten? Übrigens: Wirklich entspannen lässt es sich in den Schweizer Bergen… ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!

    Nicole Barandun, Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich

  • Wipkingen gewinnt das Freundschaftsderby

    Wipkingen gewinnt das Freundschaftsderby

    Eines vorweg: Wer mal wieder Lust hat, so richtig mit Leidenschaft gespielten Fussball zu sehen, schnell vorgetragen, ohne taktisches Geplänkel und simulierte Verletzungen, der sollte sich einen Match der E-Juniorinnen anschauen gehen, denn kaum war der Match angepfiffen, ging es beidseits engagiert zur Sache. Schnell war sichtbar, dass beide Mannschaften in der Winterpause fleissig trainiert hatten, auch wenn der Rudeltrieb immer wieder obsiegte und sich alle zwölf Feldspielerinnen um den Ball scharten.
    Nach einem ersten Abtasten setzten die Hönggerinnen in der zehnten Minute nach einem Corner mit einem satten Schuss an die Latte des Wipkinger Kastens ein erstes Ausrufezeichen, doch der Ball prallte nur wembley-mässig in den Bereich der Torlinie hinunter.
    Gleich im Gegenzug vertändelten die Wipkingerinnen einen Ball im gegnerischen Strafraum und schon wogte das Spiel wieder in die andere Richtung. Höngg machte Druck und liess Wipkingen nicht ins Spiel kommen, die wenigen Konter wurden von den auch körperlich mit grossem Einsatz spielenden Hönggerinnen abgeblockt. Erst nach einem Corner flog der Ball erstmals gefährlich nahe am Höngger Tor vorbei. Doch Höngg blieb am Drücker, auch weil den Wipkingerinnen in den wenigen Abschlussversuchen die Entschlossenheit fehlte.
    Höngg dagegen liess die Gäste kaum aus der eigenen Platzhälfte und dann, in der 20. Minute, nach einem schlecht getretenen und sogleich abgefangenen Abstoss flankte die linke Höngger Flügelspielerin zur Mitte und der Ball musste nur noch zum 1:0 versenkt werden.
    Keine fünf Minuten später, nach einem Sturmlauf fast über den ganzen Platz, doppelte Höngg gar zum 2:0 nach.
    Jetzt endlich, nachdem man regelmässig an den selbstsicher auftretenden Höngger Verteidigerinnen gescheitert war, wurde Wipkingen hartnäckiger und erzielte prompt den in dieser Schlussphase der ersten Halbzeit doch verdienten Anschlusstreffer, ja es drängte nun sogar auf den Ausgleich und die Gastgeberinnen retteten ihre Führung nur knapp in die Pause.

    In der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt

    Dort hielt Trainer Tugay Usta seinen niedergeschlagenen Wipkingerinnen einen engagierten Vortrag über Kampfwille und Strategie. Seine Motivationsrede schien zu wirken, denn in der zweiten halben Stunde war seine Truppe nicht wiederzuerkennen. Nun war es Höngg, das kaum mehr aus der eigenen Platzhälfte kam. Das Spiel wurde nun vermehrt über grössere Räume verteilt, Steilpässe erreichten ihr Ziel und speziell über den rechten Flügel erfolgte ein gefährlicher Angriff dem nächsten. Der Ausgleichstreffer in der 40. Minute war die logische Konsequenz. Nun war bei Höngg die Luft draussen: Das Mittelfeld zerfiel förmlich und die Verteidigung wurde immer wieder überlaufen. Die wenigen Angriffe der Hönggerinnen endeten meistens in brandgefährlichen Kontern, und ein solcher führte in der 50. Minute zum 2:3-Führungstreffer für Wipkingen. Keine drei Minuten später kam es für die Wipkinger Girls noch besser: Ausnahmsweise über den linken Flügel gelang ein herrlicher Pass auf die völlig freistehende Mittelstürmerin, die den Ball ohne lange zu fackeln an der sonst guten, aber hier chancenlosen Höngger Keeperin vorbei zum 2:4-Schlusstand in die Maschen hängte.
    Gross war der Jubel auf Wipkinger Seite nach dem Abpfiff. Ein mitgereister Vater schüttete als Siegprämie eine Tüte Schokoriegel auf den Kunstrasen, Trainer Tugay strahlte und seine E-Juniorinnen taten es ihm gleich. Sie hatten sich in der zweiten Spielhälfte selbst bewiesen, dass sie auch einen in der ersten Halbzeit übermächtig scheinenden Gegner durch spielöffnenden Kampf- und Teamgeist zu bezwingen vermochten.

    Für Höngg bietet sich am Samstag, 2. April, um 15 Uhr, dann in der neuen Meisterschaftssaison, auf dem Hardhof die Chance auf eine Revanche.

  • Nachbarschaftshilfe Wipkingen sucht Freiwillige

    Die Nachbarschaftshilfe Wipkingen ist ein gemeinnütziger, konfessionell und politisch unabhängiger Verein, der sich über Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert. Er ergänzt bestehende Organisationen und vermittelt Hilfeleistungen, die von keiner anderen Institution abgedeckt sind. Um dies zu gewährleisten, sucht der Verein Freiwillige, die ab und zu oder regelmässig etwas Zeit und Freude an einem sozialen Einsatz haben. Zum Beispiel, jemanden zum Arzt oder Coiffeur zu begleiten, bei Besorgungen, Einkäufen oder im Umgang mit Ämtern zu unterstützen, Gespräche zu führen, vorzulesen, Tiere zu betreuen, die Wohnung zu hüten, Pflanzen zu giessen oder einfach einen Besuch abzustatten. Das Engagement beschränkt sich auf maximal zwei Stunden pro Woche. Den Freiwilligen ihrerseits wird eine Einführung, Weiterbildung, Erfahrungsaustausch und Begleitung geboten. Wer ist interessiert zu helfen?

    Die Einsätze werden von Martina Zobrist, Vermittlerin, koordiniert:
    Büro: Rosengartenstrasse 1a (Postterrasse), Dienstag 10 bis 11 Uhr und Freitag 14 bis 15 Uhr. Telefon 044 272 68 80 (ausserhalb der Bürozeit Telefonbeantworter). Mail: wipkingen@nachbarschaftshilfe.ch, weitere Infos unter www.nachbarschaftshilfe.ch
    Der Verein freut sich über Freiwillige, Hilfesuchende, Passivmitglieder und Spender.