Kategorie: Vereine

  • Legendärer 10:0-Kantersieg des SV Höngg

    Legendärer 10:0-Kantersieg des SV Höngg

    Vor dem Anpfiff gegen BC Albisrieden am Samstag, 22. Oktober, stand zunächst das neue Mannschaftsfoto auf dem Programm – in den frisch gesponserten Trikots von Grisoni Engineering und K2plus Energieberatung. Kaum war das erledigt, ging es auch schon los: Bereits in der sechsten Minute brachte Philipp Leimgruber, genannt Gümpi, die Höngger mit einem sehenswerten Treffer in Führung.

    Zur Pause stand es 4:0 und der Torhunger war noch lange nicht gestillt. Bis zur 70. und letzten Minute rollte Angriff um Angriff auf das Tor der Gäste. Den Schlusspunkt setzte erneut Gümpi, der eine präzise Flanke von links nutzte und den Ball herrlich ins linke obere Eck versenkte – das 10:0-Endresultat. Mit insgesamt vier Toren war Gümpi der überragende Mann des Spiels, gefolgt von Stefan Berger (drei Treffer) sowie Gabriele Mattera, Nader Zein und Erich Bättig mit je einem Tor.

    Kaum Torchancen für Albisrieden

    Doch bei aller Euphorie über die zehn Treffer darf man die andere Seite des Resultats nicht vergessen: zu null! Denn auch Goalie Ryshit «Agi» Ramici, die Abwehr und das Mittelfeld leisteten hervorragende Arbeit. Es ist nicht so, dass Albisrieden keine gefährlichen Stürmer hätte, doch diesmal gelang es der Verteidigung, sämtliche Angriffe frühzeitig zu unterbinden und kaum nennenswerte Torchancen zuzulassen. Alles in allem war dieser Kantersieg eine grosse Genugtuung.

    In den vergangenen Jahren hatte man gegen Albisrieden immer wieder knapp und unglücklich verloren. Mit diesem eindrucksvollen Resultat haben die Höngger zwar die Tabellenspitze noch nicht ganz erreicht, aber sie sind auf bestem Weg Richtung Meistertitel 2025/­2026.

    Eingesandt von Thomas Lang

  • «Zürich lernt» ist gerettet

    «Zürich lernt» ist gerettet

    Vor rund sechs Wochen sah es noch düster aus für «Zürich lernt». Dem Trägerverein Quartier macht Schule fehlten laut einem Newsletter 25 000 Franken, um das Lern- und Wissensfestival fortzusetzen. Bis Ende Oktober musste klar sein, ob der Verein den Durchgang 2026 finanziell planen könne.

    Jetzt darf aufgeatmet werden: Dank vieler kleiner und grösserer Beiträge sowie einer «megamässig grossen Spende» sei das Ziel erreicht, teilte der Verein mit. Die nächste Festivalwoche findet vom 14. bis 20. September 2026 statt.

    Höngg lernt

    Auch in Höngg sorgte das für Begeisterung: Im Quartier werden jeweils mehrere Angebote durchgeführt. Federführend ist das GZ Höngg. Insgesamt wurden im vergangenen September stadtweit über 2600 Lektionen gebucht.

    Der Trägerverein darf sich zudem doppelt freuen: Bei den Züri Awards 2025 ist «Zürich lernt» in der Kategorie «Freiwilliges Engagement» zum vierten Mal nominiert. Die Preisverleihung findet am 1. Dezember statt.

  • Eine starke Gemeinschaft

    Eine starke Gemeinschaft

    Vom 11. bis 15. August fand das diesjährige Junioren-Trainingslager des Sportvereins Höngg (SVH) statt. Wie schon in den Vorjahren führte die Reise ins wunderschöne Lenk im Simmental – einem Ort, der mit seiner eindrucksvollen Bergkulisse und seinen idealen Sportanlagen den perfekten Rahmen für eine intensive Trainingswoche bot.

    Mit dabei waren 17 Junioren aus verschiedenen Mannschaften des Vereins – von den C- bis zu den E-Junioren – begleitet von engagierten Trainern – Simon Fellner als Lagerleiter, seine Frau Irene Fellner, Aziz Tair und David Hunziker –, die gemeinsam fünf Tage lang hart arbeiteten, viel lernten und als Team zusammenwuchsen.

    Im Zentrum stand natürlich der Fussball: Zwei intensive Trainingseinheiten pro Tag bildeten das sportliche Gerüst der Woche. Die Schwerpunkte lagen auf Technik, Koordination, Spielverständnis und Taktik. Unter besten Bedingungen wurde konzentriert gearbeitet. Trotz hoher Temperaturen oder vereinzeltem Regen zeigten die Jungs grossen Einsatz und Begeisterung auf dem Platz.

    Zusammenspiel und Verhalten

    Besonderer Wert wurde auf das Zusammenspiel und das Verhalten als Mannschaft gelegt. In Spielformen, Übungen zur Kommunikation und taktischen Sequenzen wurde klar: Fussball ist Teamsport – und nur gemeinsam kann man erfolgreich sein. Die Fortschritte, die in dieser kurzen Zeit gemacht wurden, waren deutlich sichtbar.

    Das Trainerteam, das bereits zum neunten Mal das Trainingslager in Lenk geleitet hat, war beeindruckt: Über die Jahre haben sie schon viel erlebt – von Sturm und Regen bis zu Hitzetagen, von Verletzungspech über Pizzaservice bis zu Grippewellen und Übelkeit, doch dieses Jahr lief alles wie am Schnürchen. Der Einsatzwille, die Disziplin und der Teamgeist der Jungs waren auf und neben dem Platz spürbar – und machten das Lager zu einem ganz besonderen Erlebnis.

    Echter Teamgeist

    Zur Erholung und zum Ausgleich kam auch der Spass nicht zu kurz. Ein gemeinsamer Ausflug ins Lenker Erlebnisbad sorgte für Abkühlung und gute Laune. In der Unterkunft – eine gemütlichen Gruppenunterkunft mit viel Platz – wurde gespielt, gelacht, gegessen und sich ausgeruht. Die Atmosphäre war jederzeit freundschaftlich, respektvoll und geprägt von echtem Teamgeist.

    Für alle war die Woche in Lenk ein voller Erfolg – sportlich wie menschlich. Die Junioren kehrten nicht nur fitter und spielerisch weiterentwickelt zurück, sondern auch als enger zusammengewachsene Gruppe. Das Trainerteam zeigte sich mit dem Verlauf des Lagers sehr zufrieden: Die gesteckten Ziele wurden erreicht, individuelle Fortschritte waren klar erkennbar, und die Basis für eine erfolgreiche Saison wurde gelegt.

    Ein grosser Dank geht an alle, die dieses Lager möglich gemacht haben. Ebenso verdienen die Jungs ein grosses Lob – für ihren Einsatz, ihre Disziplin und ihren Teamspirit. Dieses Trainingslager wird allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben – und die Vorfreude auf nächstes Jahr ist bereits jetzt spürbar.

    Lagerverantwortliche gesucht

    Weil das langjährige Leitungsteam im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung steht, sucht der Sportverein Höngg schon jetzt neue Lagerverantwortliche. Interessierte können sich unverbindlich beim SV Höngg melden (www.svhoengg.ch), dabei werden die bisherigen Trainer der neuen Leitung unterstützend zu Seite stehen.

    Eingesandt von Simon Fellner

  • Das Ziel: 1000 Mitglieder!

    Das Ziel: 1000 Mitglieder!

    Mit leichter Verspätung begann die 88. Generalversammlung des Quartiervereins Höngg (QV) am Montag, 2. Juni. Präsident Alexander Jäger stellte erfreut fest, dass trotz der Woche vor Pfingsten zahlreiche Mitglieder den Weg in den grossen Saal des Tertianums Residenz Im Brühl fanden. Traditionsgemäss eröffnet ein kurzes Referat die Versammlung.

    Dieses Jahr stellten Barbara Comiotto und Danielle Lalive d‘Epinay den Bereich ETH Campus Community Relations vor, die zentrale Anlaufstelle für Anliegen aus der Nachbarschaft rund um die ETH-Standorte. Sie seien häufig «im Doppelpack» unterwegs, nicht nur auf dem Hönggerberg, sondern überall dort, wo die ETH ein Zuhause hat. Ihr Zauberwort heisse Vernetzung: zunächst innerhalb der ETH, dann in Koordinationsgruppen, ergänzt durch Mitgliedschaften wie jene im Quartierverein Höngg.

    Persönliche Beziehungen seien ebenso wichtig wie eine gute Medienarbeit. «Kommen Sie zu uns, wenn Sie ein Anliegen zur ETH haben», forderte Barbara Comiotto die Anwesenden auf. Als Werner Bader, Leiter des Bänkli-Teams im Verschönerungsverein Höngg, den Abfall bei den roten Sitzgelegenheiten rund um die ETH Hönggerberg ansprach, bestätigten die ETH-Vertreterinnen, dass sie dafür die Ansprechpersonen sind.

    Subventionen der Stadt

    Im Anschluss eröffnete Alexander Jäger den offiziellen Teil der Generalversammlung und begrüsste die Gäste: Beni Weder vom Quartierverein Wipkingen und Esther Leibundgut vom Quartierverein Altstetten sowie Vorstandsmitglied der Quartierkonferenz Zürich waren vor Ort, und die Gemeinderäte Johann Widmer (SVP), Ronny Siev (GLP) und Andreas Egli (FDP), der zugleich Vorstandsmitglied des QV Höngg ist. 90 Stimmberechtigte waren anwesend, die Traktanden wurden zügig behandelt und gaben informative Einblicke in die Arbeit des QV sowie der Vereine Wümmetfäscht, KulturBox Höngg und Weinweg Höngg, die alle auf ein erfolgreiches Jahr zurückblickten.

    Ein wiederkehrendes Thema waren die städtischen Subventionen und die damit verbundenen neuen Anforderungen. Einige Vereine – so auch der QV Höngg – seien auf diese Beiträge angewiesen, sagte Jäger. Konkret: Die Stadt wolle neue Anforderungen wie Kollektivunterschriften, externe Revisionen und individuelle Vereinbarungen einführen, da es in der Vergangenheit im Quartierverein Witikon zu Veruntreuungen kam. Nur so werde sie weiterhin Gelder sprechen. «Wir möchten unnötigen Mehraufwand vermeiden», so Jäger. Gewisse Anforderungen der Stadt könne man jedoch nachvollziehen und habe man auch sofort eingeführt, wie die Kollektivunterschrift.

    Schliesslich zu den Zahlen: Der QV Höngg zählt aktuell 907 Mitglieder. Einst der grösste seiner Art in Zürich, liege man heute im oberen Mittelfeld der städtischen Quartiervereine. Der QV Wipkingen, so Beni Weder, zähle aktuell 926 Mitglieder. Die Spitze halte derzeit wohl der QV Wiedikon mit über 1100 Mitgliedern. Jäger zeigte sich zuversichtlich: «Wir haben ein Ziel und wollen wieder 1000 Mitglieder zählen.»

    Die Jahresrechnung wurde von Tanja Ramah präsentiert, die souverän durch die Tabellen führte. Der QV Höngg kann sich über einen Gewinn von rund 1600 Franken freuen. Für das kommende Vereinsjahr ist jedoch ein Verlust von rund 5000 Franken budgetiert. Grund ist die geplante Erneuerung der Weihnachtsbaumbeleuchtung in Höngg. Rechnung und Budget wurden angenommen, und die Decharge wurde erteilt.

    Neue Gesichter und eine Ehre

    Gegen Ende der Versammlung wurden die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder Béatrice Meier und Enrique Zbinden mit viel Applaus verabschiedet. Alexander Jäger dankte ihnen herzlich für ihr Engagement. Danach stellten sich Violaine Stehli, Frederic Martin und Stefan Gamper zur Wahl. Alle drei wurden einstimmig in den Vorstand gewählt.

    Die Überraschung folgte zum Schluss: Ueli Stahel wurde für seine langjährigen Verdienste im QV-Vorstand, unter anderem als Präsident, sowie insbesondere für sein Engagement für das Wümmetfäscht als Ehrenmitglied vorgeschlagen. Eigentlich ist diese Ehre nur Mitgliedern mit 20 Jahren Vorstandstätigkeit vorbehalten – Stahel bringt es auf 19 –, doch sei seine Leistung mehr als ehrenswert. Unter grossem Applaus nahm er die Wahl an. Nicole Kraft, Co-Präsidentin des Wümmetfäschts, überreichte ihm das Präsent und sagte gerührt: «Wir verdanken dir so viel.» Stahel betonte, dass seine Leistungen nur durch die Vernetzung und Unterstützung vieler Menschen möglich gewesen seien. «Ich danke Ihnen allen», sagte das neue Ehrenmitglied.

    Er nutzte auch die Gunst der Stunde, um auf die Mühlehalde aufmerksam zu machen, dessen Saal für die Gemeinschaft von grossem Wert sei. Er schlug vor, dass sich ein Zusammenschluss der Höngger Vereine statt eines externen Trägers um den Saal kümmern könnte. Vielleicht wäre dies finanziell machbar und auch für die Stadt eine gute Lösung. «Es wäre schön, wenn die Mühlehalde wieder in Höngger Hand ist», so Stahel. Damit endete der offizielle Teil der 88. Generalversammlung und der Apéro wurde eröffnet.

  • «Höngg spielt chic!»

    «Höngg spielt chic!»

    Für die 80 aktiven Mitglieder der «Hönggermusik» gibt es vier Jahreszeiten. Allerdings nicht die klassischen, sondern die vier Konzertphasen, die das Vereinsjahr prägen. Aktuell läuft die Sommerkonzertphase. Gemeinsam wird ein unterhaltendes Programm erarbeitet, das in der ersten Juliwoche mehrfach in der City aufgeführt wird: «Hercules», «How To Train Your Dragon», «Get Lucky» oder «Far and Away» sind ein paar der weit herum bekannten Titel.

    Neue Konzertanzüge

    Parallel dazu plant der Musikverein die Erneuerung seiner Konzertanzüge. Diese «Uniformen» sind 15 Jahre im Einsatz und in die Jahre gekommen. Ganz nach dem Motto «Damit wir so gut aussehen, wie wir klingen!» sollen deshalb bis Frühling 2026 alle Musizierenden neu eingekleidet werden, damit das Corps weiterhin mit einer einheitlichen Optik überzeugen kann.

    Für die Anzüge wurde wieder ein ähnlicher, anthrazitfarbener Stoff gewählt, wobei der Schnitt etwas modernisiert wird. Unterscheiden werden sich die Accessoires, das Geheimnis um den neuen Farbton wird am Konzert im Frühling 2026 gelüftet. Für die Beschaffung der neuen Konzertanzüge sind rund 90 000 Franken nötig. Deshalb hat der Verein die Sammelaktion «Höngg spielt chic» lanciert. Weitere Informationen dazu sind auf der Website des Orchesters zu finden.

    Sommerkonzerte

    Dienstag, 1. Juli, 19.30 Uhr, Füsslistrasse/St. Annahof
    Donnerstag, 3. Juli, 19.30 Uhr, Hirschenplatz
    Freitag, 4. Juli, 19.30 Uhr,
    St. Peterhofstatt

  • Ein Verein für den Burrischopf

    Ein Verein für den Burrischopf

    Im Dezember 2023 begann der Quartierverein Wipkingen, Ideen für die voraussichtlich dreijährige Zwischennutzung des 700 Quadratmeter grossen Burrischopfs zu sammeln (der «Wipkinger» berichtete).

    Es kamen viele Vorschläge aus dem Quartier zusammen und am 16. Mai wurde der Verein «Zwischennutzung Burrischopf» gegründet. Dieser schliesst mit dem Gebäudeeigentümer, dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), einen Gebrauchsleihvertrag über die nächsten Jahre ab.

    Wie der Quartierverein Wipkingen auf seiner Website mitteilt, gibt er dem neuen Verein eine Starthilfe von 1000 Franken. Nun legt der Verein los. Das mit einem Vorstand, der aus fünf Leuten besteht: Eva Rottmann, Serge Bertschy, Jonas Schuler, Roland Rüegsegger und Tobias Maier.

    Somit können bald zahlreiche Ideen für die Zwischennutzung umgesetzt werden: Pétanque, Tischtennis, Klettern, Skaten und viel Raum für Kunst sind geplant.

    Quelle: Quartierverein Wipkingen

  • Arbeit für Menschen mit Behinderungen

    Arbeit für Menschen mit Behinderungen

    Der Verein AuftragArbeit.ch, mit Sitz in Höngg, lancierte eine Online-Plattform, auf der über 20 Zürcher Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ihre Dienstleistungen anbieten: Vom Hemdenbügeln, Wäschewaschen, über Blumenpflanzen bis zum Versenden von Massenpost. Insgesamt sind über 60 Dienstleistungen auf der Plattform vertreten. Ziel ist es, den Menschen mit einer Behinderung eine Arbeit zu verschaffen.

    Für die Menschen in den Werkstätten sind die Arbeitseinsätze eine wichtige Stütze. Unter den üblichen Arbeitsbedingungen könnten sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, wie der Verein AuftragArbeit.ch mitteilt. Mit der neuen Plattform sollen auch möglichst abwechslungsreiche Aufträge erzielt werden.

  • Im Einsatz für Otto & Co.

    Im Einsatz für Otto & Co.

    Der «Wipkihof», der zum GZ Wipkingen gehörige Bauernhof, ist neben dem Kafi Tintenfisch fast so etwas wie das Herzstück des Gemeinschaftszentrums. Nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene besuchen den Hof und statten den Minischweinen, den Hühnern, Ziegen und Meerschweinchen einen Besuch ab.

    Doch wer selber Tiere besitzt, weiss, wie viel Arbeit und Zeit hinter dem Betrieb eines solchen Hofes steckt, und zwar täglich und auch am Wochenende. Ein grosser Teil dieser Arbeit wird in Wipkingen von Freiwilligen übernommen. Wie organisiert das GZ diese Arbeit?

    Manuela Zehender ist neben Terri Obrist im GZ Wipkingen im Fachbereich Bildung/Tier tätig. Gemeinsam führen sie den «Wipkihof». Im Gespräch mit Dagmar Schräder gibt Manuela Zehender einen Einblick in den Hofalltag.

    Manuela, wer kümmert sich auf dem «Wipkihof» um die Tiere?
    Manuela Zehender: Das Team des «Wipkihofs» besteht neben Terri Obrist und mir vor allem aus rund 32 Freiwilligen. Dazu kommen wenige Mitarbeitende in sozialen Einsatzplätzen und saisonalen Arbeitsplätzen. Während Terri die Gesamtverantwortung über das Wohlbefinden der Tiere trägt, bin ich verantwortlich für die Freiwilligenkoordination. Das heisst, ich manage die Einsätze derjenigen, die hier in ehrenamtlicher Arbeit Tag für Tag dafür sorgen, dass die Tiere ihr Futter erhalten, beschäftigt werden und die Ställe ausgemistet werden.

    Wie muss man sich das vorstellen, wie habt ihr euch da organisiert?
    Die täglichen Einsätze sind aufgeteilt in eine Morgen- und eine Abendschicht. Unter der Woche sind jeweils Teams mit bis zu zwei bis drei Leuten im Einsatz. Die Teams haben ihre fixen Tage und kommen wöchentlich einmal zum Einsatz.

    Und was gehört konkret alles zu den Aufgaben, die erledigt werden müssen?
    Die Aufgaben sind recht umfangreich, pro Schicht rechnen wir mit einem Arbeitsaufwand von mindestens zweieinhalb Stunden. Denn es gibt einiges zu tun: Morgens muss zunächst Gemüse abgeholt werden, das wir gratis als Tierfutter erhalten. Anschliessend müssen alle Tiere gefüttert und getränkt werden. Die Ställe werden nach einem fixen Turnus ausgemistet, auch der Hof muss gewischt werden. Und wer dann noch Zeit und Lust hat, kann als Sahnetüpfelchen noch ein wenig mit den Geissen trainieren oder die Schweine auf einen kleinen Spaziergang im Park mitnehmen. Am Freitagnachmittag, wenn wir den «Offenen Stall» anbieten und die Besucherinnen vorbeikommen können, ist ebenfalls ein Team von Freiwilligen vor Ort und unterstützt den Betrieb. Da gibt es einiges zu tun: Letzte Woche waren 124 Personen hier.

    Das klingt anspruchsvoll. Was sind das für Leute, die sich bei euch engagieren?
    Wir haben die unterschiedlichsten Menschen in unserem Team, das ist sehr spannend und schön zu sehen. Von der Studentin über Berufstätige oder IV-Bezügerinnen bis hin zum Rentner ist alles dabei. Wir haben auch Familien, die etwa am Wochenende alle zusammen vorbeikommen, um die Tiere zu versorgen. Und einige sind bereits seit sieben oder acht Jahren mit dabei.

    Wie werden neue Leute in ihre Aufgaben eingeführt?
    Mittlerweile haben wir unser Aufnahmeverfahren professionalisiert, es handelt sich schliesslich um sehr verantwortungsvolle Aufgaben. Deshalb führe ich mit den Neuinteressierten ein Erstgespräch. Dabei kommen wichtige Anforderungen zur Sprache, wie ausreichende Deutschkenntnisse, guter Zugang zu den Tieren, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit oder auch Wetterfestigkeit. Ich gebe einen Überblick über die Tätigkeiten, die ausgeführt werden müssen. Für die Morgen- und Abendämter gibt es jeweils eine Checkliste mit den zu erledigenden Aufgaben, an denen sich die Teams orientieren können. Mir ist es zudem sehr wichtig, dass sich die Freiwilligen mindestens für ein Jahr verpflichten, hier mitzuhelfen. Das klingt nach einer langen Zeit und mag auch abschrecken – es macht jedoch Sinn, wenn man mit Tieren arbeitet. Denn es dauert eine Weile, bis man die Abläufe im «Wipkihof» kennt, die Tiere richtig kennengelernt hat und auch weiss, welche Vorlieben und Eigenschaften sie haben. Und nur dann ist es möglich, eine Beziehung aufzubauen.

    Freiwilligenarbeit klingt auch ein wenig nach Unverbindlichkeit. Wie wird bei euch sichergestellt, dass die Arbeit auch wirklich verrichtet wird?
    Die Teams müssen ja sehr selbstständig funktionieren. Wir haben einen eigenen Chat, in dem wir alles miteinander besprechen und auch Dienste getauscht werden können, falls mal jemand verhindert ist. Natürlich sind wir als GZ-Mitarbeiterinnen im Notfall zur Stelle, falls ein Dienst mal nicht abgedeckt werden kann. Das ist aber in den zwei Jahren, in denen ich jetzt hier beschäftigt bin, erst ein einziges Mal passiert. Die Absprachen unter den Freiwilligen klappen tatsächlich hervorragend, da bin ich sehr stolz auf mein Team. Wir sind übrigens in der Stadt das einzige GZ, das die Betreuung praktisch ausschliesslich von Freiwilligen durchführen lässt.

    Gibt es auch Dinge, die für dich besonders herausfordernd sind?
    Es ist schon intensiv, ein Team von 32 Freiwilligen zu koordinieren, das ist fast schon Personalmanagement (lacht). Aus Zeitgründen ist es nicht möglich, alle Teams regelmässig zu treffen. Ich habe es so eingerichtet, dass ich mir für jedes Team mindestens einmal jährlich besonders Zeit nehme. Auch die Kommunikation ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe: Weil ja alle Informationen über den Chat laufen, ist es manchmal schwierig, das richtige Mass zu finden – die Engagierten mit Nachrichten nicht zu überfrachten, aber trotzdem alles Wichtige zu kommunizieren und auch auf die Chat-Hygiene zu achten.

    Die Freiwilligen machen die Arbeit, weil es ihnen persönlich wichtig ist. Gibt es dennoch vonseiten des Zentrums so etwas wie eine Entschädigung oder Belohnung für ihren Einsatz?
    Die grösste Belohnung ist sicher der persönliche Zugang zu den Tieren. Dann haben sie während ihres Einsatzes Anspruch auf einen Kaffee und einen Snack als kleine Entschädigung. Daneben findet einmal jährlich unser grosses Engagiertenfest statt, zu dem alle Freiwilligen eingeladen werden. Schliesslich haben wir Teamabende eingeführt, an denen wir uns gemeinsam mit betrieblichen Themen beschäftigen, wie z.B. mit der Tiergesundheit. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich kennenzulernen, eigene Ideen einzubringen und sich über die Arbeit auszutauschen. Und wir bieten von Zeit zu Zeit Weiterbildungskurse an, die für die Arbeit auf dem Hof hilfreich sind. Vor Kurzem hatten wir beispielsweise Besuch von einer Hundetrainerin, die uns Tipps gegeben hat, wie wir uns mit den Ziegen im Umgang mit Hunden zu verhalten haben. Schliesslich: Falls jemand für einen Job eine Bestätigung über sein Engagement hier benötigt, geben wir dies natürlich gerne.

    Zu guter Letzt – wo findet man so viele Leute, die sich so intensiv engagieren wollen?
    Wir inserieren regelmässig bei benevol Schweiz, der Vermittlungsplattform für Freiwilligenarbeit, und platzieren immer einen Aushang draussen beim «Wipkihof», in dem wir nach Freiwilligen suchen. Auch via Website kann man sich melden. Ich muss sagen, seit Corona haben die Anfragen von Menschen, die sich engagieren wollen, deutlich nachgelassen. Glücklicherweise konnten wir bis jetzt immer alle Dienste abdecken – es ist jedoch jede*r herzlich willkommen, die oder der mit zu unserem Team gehören möchte. Die Arbeit mit Tieren ist bereichernd und für alle ein tolles Erlebnis.

    Eingesandt vom Gemeinschaftszentrum Wipkingen

  • Ein Verein mit Herz

    Ein Verein mit Herz

    Jubel herrscht auf dem Hardhof, Gross und Klein haben mitgefiebert und angefeuert die letzten 75 Minuten – es hat sich gelohnt, die D-Juniorinnen haben den Match gegen «FC Blue Stars Zürich Frauen 1968» mit 7:1 gewonnen und wurden Gruppensieger in ihrer Kategorie. Ein schönes Erfolgserlebnis für das Team und den SC Wipkingen (SCW).

    Der Fussballverein ist mit voller Motivation und Elan unterwegs. Er hat sich neu aufgestellt und ist mit frisch gewählten Vorstandsmitgliedern in die neue Saison gestartet. Neben der sportlichen Ambition stehen für den 1919 gegründeten Verein und seine über 450 Mitglieder vor allem soziale Aspekte im Vordergrund.

    Zum einen möchte der Verein vor allem Kindern und jungen Erwachsenen eine Möglichkeit geben, Mannschaftssport zu betreiben, Freundschaften aufzubauen und bei Vereinsanlässen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Zum anderen möchte er ebenso dem Quartier verbunden bleiben.

    Starke Beziehung zum Quartier

    «Wir fühlen uns hier sehr verankert mit unserer langen Geschichte und möchten auch in Zukunft gerne mit dem Quartier zusammenarbeiten», betont Sven Guggenheim, seit Anfang 2023 offizieller Co-Vize-Präsident, zusammen mit Ralph Schiess. So sei es selbstverständlich, dass Vereinsanlässe in Wipkinger Einrichtungen durchgeführt werden, die Generalversammlung im Herbst beispielsweise im örtlichen Altersheim, der Neujahrsapéro und die Vorstandssitzungen im lokalen Gastrobetrieb. «Aus dem Quartier, für das Quartier eben», wie es Sven Guggenheim auf den Punkt bringt.

    Steigende Mitgliederzahlen

    Die Beliebtheit des Fussballvereins hat sich herumgesprochen: So steigen die Mitgliederzahlen kontinuierlich, insbesondere bei den jungen Quartierbewohnerinnen: Waren es vor gut 20 Jahren erst 17 lizenzierte Spieler, zählt der Verein heute 335 Spielerinnen mit einer Lizenz in insgesamt 20 Teams, 15 davon im Nachwuchs, und über 30 Trainerinnen, die meisten davon sind aus den eigenen Reihen rekrutiert worden – was viel wert ist, beklagen doch viele Fussballvereine schon seit Längerem einen akuten Trainermangel.

    Bei allem Wachstum herrsche nach wie vor eine sehr familiäre Stimmung, wie von den Mitgliedern zu hören ist. «Unsere Philosophie ist ‹Über Spass und Zusammenhalt kommt der Erfolg›, und wir möchten mit Herz und ohne Starallüren daherkommen», so Sven Guggenheim. Inzwischen gibt es sogar Wartelisten für gewisse Positionen und bei den jüngeren Juniorinnen.

    «Es gibt aber auf jeden Fall Mannschaften, wo es noch Platz hat und wir nehmen immer wieder Kinder auf, man kann sich jederzeit bewerben. Wipkinger*innen werden grundsätzlich bevorzugt», sagt der Co-Vize-Präsident. Für die kommende Saison werden noch Leibchen-Sponsoren gesucht. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich direkt beim SCW melden.

  • Mehr als nur eine Sitzgelegenheit

    Mehr als nur eine Sitzgelegenheit

    «Ich finde die Stühle cool und sehr bequem», so der zehnjährige Yusuf, der statt an der Bushaltestelle einfach in einem der «Fliegenden Stühle» unterhalb der Station Lägernstrasse auf den 32er-Bus wartet. So wie er nehmen jeden Tag immer wieder Passantnnen Platz auf den vier neuen Liegestühlen. Doch was hat es eigentlich auf sich mit dem merkwürdigen Konstrukt aus Stoff, Holz und Metall?

    «Die Stühle sollen mehr als nur eine Sitzgelegenheit sein, sie sollen den öffentlichen Raum aufwerten, zum Innehalten einladen und neue Begegnungen ermöglichen», erläutert Stefanie Pfändler vom Verein Cala den Gedanken dahinter. Das Projekt ist aus der «Quartieridee Wipkingen» entstanden: Hier im Quartier testete die Stadt Zürich in den Jahren 2020 und 2021 eine Art «partizipatives Budget» auf Quartierebene, das später auf die ganze Stadt ausgeweitet wurde.

    Alle Wipkinger*innen konnten dazumal eine Idee eingeben, über die nach einer Machbarkeitsüberprüfung anschliessend im Quartier abgestimmt wurde. Das Stuhlprojekt war eine der Ideen, die das Rennen machte und mit 10 000 Franken umgesetzt werden konnte. Zu den «Fliegenden Stühlen» gehört noch eine zweite Sitzkonstruktion, die allerdings anders daherkommt: An der Ecke Lehen- und Wunderlistrasse steht ein Holzkomplex, der als eine Art Tribüne gestaltet ist, die als Pflanzentopf, Bücherschrank oder Sitzplatz genutzt werden kann.

    Ein offenes Ohr für Kritik

    Doch kommen die neuen Sitzgelegenheiten bei allen an? Schliesslich war am Standort Lägernstrasse zwischenzeitlich ein Schild zu lesen mit der Aufschrift «Wir wollen unser Bänkli zurück!». Tatsächlich hätten ältere Anwohner moniert, dass sie aus den tiefliegenden Stühlen nicht wieder aufstehen könnten.

    «Das hatten wir gar nicht bedacht, ein klassischer Fehler, wenn man nur durch die eigene Brille guckt», räumt Stefanie Pfändler ein. Sie hätte sich darum gekümmert, dass wieder eine Bank aufgestellt wird.

    Mit vereinten Kräften

    Das Projekt am zweiten Standort dagegen scheint gemäss befragten Anwohnern sofort gut angenommen worden zu sein. «Es hat sich zu einem regelrechten Treffpunkt entwickelt, die Leute pflegen die Pflanzen, treffen sich zum Apéro und fühlen sich verantwortlich, dass der Platz schön bleibt», betont Stefanie Pfändler.

    Während die «Tribüne» von einem befreundeten Architekten in Freiwilligenarbeit gebaut wurde, wurden die «Liegestühle» von ETH-Studierenden entworfen. «Das Projekt zeigt, wie viele Ressourcen auf Quartierebene mobilisiert werden können», so Stefanie Pfändler.

    Die Holzverarbeitung durfte der Verein in der Werkstatt des GZ Buchegg machen, gelagert und zusammengeschraubt wurden die Teile in der Kirche Wipkingen, die vom Klimastreik genutzt wird. Auch spontan kamen Leute aus dem Quartier beim Bau zu Hilfe. «Es ist schön zu sehen, wie sich ein Quartier ganz unkompliziert vernetzen kann und regelrechte Quartierpower zustande kam», sagt Stefanie Pfändler.

    Wenn die Wipkinger*innen möchten, können sie die Treffpunkte für die nächsten drei Jahre auch für Anlässe nutzen – so lange ist das Projekt angelegt. Der Verein Cala kümmert sich um die Bewilligung. Denkbar sind beispielsweise ein kleines Konzert, ein Kinderflohmarkt oder ein Quartier-Apéro. Für den Transport der Utensilien stellt der Verein ein E-Lastenvelo zur Verfügung.