Kategorie: Stadt

  • Fussball-WM: TV-Geräte in Gartenrestaurants erlaubt

    Fussball-WM: TV-Geräte in Gartenrestaurants erlaubt

    Vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 finden in Kanada, Mexiko und den USA die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2026 statt. Die Vorsteherin des Sicherheitsdepartements, Karin Rykart, erteilt für diesen Zeitraum eine Ausnahmebewilligung: In Gartenwirtschaften auf privatem Grund und in Boulevard-Cafés auf öffentlichem Grund können Fernsehgeräte zur Live-Übertragung ohne Bewilligung betrieben werden.

    Erlaubt sind Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale bis maximal drei Metern. Der Einsatz von Beamern und Verstärkeranlagen ist verboten. Die Fläche der Gastwirtschaftsbetriebe darf nicht vergrössert werden.

    Zusatzregelung am Wochenende und für Schweizer Spiele

    Erlaubt ist die Live-Übertragung aller Spiele der WM 2026 mit spätester Anspielzeit von 21 Uhr. Zusätzlich dürfen alle Spiele der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft und alle Freitags- und Samstagsspiele mit spätester Anspielzeit um 23 Uhr ausgestrahlt werden.

    Eine solche zusätzliche Regelung für späte Spiele wurde in einem als dringlich erklärten Postulat gefordert, das der Gemeinderat am Mittwoch, 27. Mai 2026, überwiesen hat. Die Fernsehgeräte müssen 15 Minuten nach Spielschluss ausgeschaltet werden.

    Die Lautstärke der Fernsehgeräte darf die Umgebung der Gastwirtschaftsbetriebe nicht übermässig belasten. Sollte es zu berechtigten Klagen kommen, kann in Einzelfällen der Betrieb der Fernsehgeräte im Freien mit Auflagen verbunden oder verboten werden.

    Die Rahmenbedingungen der Verfügung werden am Mittwoch, 3. Juni 2026, im Amtsblatt ausgeschrieben. 

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Gelungenes Jubiläum für «Abenteuer StadtNatur»

    Gelungenes Jubiläum für «Abenteuer StadtNatur»

    Vom 20. bis 25. Mai 2026 lud «Abenteuer StadtNatur» zum zehnten Mal dazu ein, die Zürcher Stadtnatur neu zu entdecken. In Parks, Gärten, Quartieren und zwischen Häuserzeilen wurde erlebbar, wie wertvoll urbane Lebensräume sind, und wie eng Menschen, Tiere und Pflanzen miteinander verbunden sind. Dies kommuniziert der Verbund in einer Medienmitteilung.

    Das Programm bot vielfältige Zugänge für alle Altersgruppen: geführte Spaziergänge zu Wildtieren wie Igeln, Biber oder Fledermäusen, kreative Workshops, Ausstellungen und Mitmachaktionen wie der Bau von Bienenhotels oder Einblicke in naturnahe Gärten. Auch aktuelle Themen wie Biodiversität, ökologische Vernetzung und nachhaltige Stadtentwicklung wurden praxisnah vermittelt.

    Unsichtbare Naturzusammenhänge erleben

    Grossen Anklang fanden laut Medienmitteilung insbesondere die Veranstaltungen, welche die oft unsichtbaren Zusammenhänge im städtischen Ökosystem erfahrbar machten. Am Beispiel des Igels zeigte sich, wie wichtig vernetzte Grünräume sind: Zäune, Mauern und Strassen können für ihn schnell zur Barriere werden. Das Festival sensibilisierte für solche Herausforderungen und zeigte konkrete Handlungsmöglichkeiten im Alltag auf.

    Monica Sanesi, Präsidentin des organisierenden Verbunds Lebensraum Zürich (VLZ), zog eine positive Bilanz: «Vor jeder Haustüre hat’s Natur. Unser Festival gibt ihr für einmal eine Stimme. So finden immer mehr Menschen Zugang zur Natur.» Das Jubiläum zeigte auch, dass sich «Abenteuer StadtNatur» in den vergangenen Jahren vom Geheimtipp zu einer festen Grösse für Naturvermittlung in Zürich entwickelt hat.

    Quelle: Medienmitteilung «Abenteuer StadtNatur»

    «Abenteuer StadtNatur»

    «Abenteuer StadtNatur» ist der Stadtzürcher Beitrag zum «Festival der Natur», das rund um
    den internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai stattfindet. Hinter dem Festival steht der
    Verbund Lebensraum Zürich (VLZ), ein Netzwerk aus Organisationen und engagierten
    Akteur:innen, die sich gemeinsam für mehr Biodiversität und Lebensqualität in der Stadt
    Zürich einsetzen. Das Festival wird unterstützt von Grün Stadt Zürich und mehreren
    Stiftungen.

  • Kunstpreis der Stadt Zürich geht an Erika Stucky

    Kunstpreis der Stadt Zürich geht an Erika Stucky

    Der Kunstpreis der Stadt Zürich geht im Jahr 2026 an Erika Stucky. Der Preis ist mit 50 000 Franken dotiert. Erika Stucky arbeitet national und international als Sängerin, Performerin, Komponistin und Akkordeonistin. Seit Beginn ihrer Karriere lebt Erika Stucky überwiegend im Grossraum Zürich, tourt aber seit Jahren auch erfolgreich in Deutschland und Österreich.

    Wo sie hinkommt, löst sie mit ihrer imposanten Stimme und beeindruckenden Bühnenpräsenz Begeisterung aus. Sie ist ein Urgestein der unverfrorenen Performance, eine Meisterin im Weiterführen und Brechen von Tradition sowie im Zusammenbringen von Menschen und Musik. Mit einer beispiellosen Unabhängigkeit und begnadeter Frechheit gegenüber dem Publikum, dem musikalischen Material und dessen Überlieferung, singt, tanzt und inszeniert sie sich.

    Erika Stuckys eigenständiges und konsequentes Arbeiten wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt beispielsweise 2014 einen Schweizer Musikpreis und 2020 den Grand Prix Musik. Der Zürcher Kunstpreis 2026 ist die konsequente und wichtige Bestätigung und Auszeichnung der Stadt, aus der sie die Kraft für ihr Schaffen schöpft und auf die sie mit ihren Produktionen, Zusammenarbeiten und Auftritten immer wieder zurückwirkt.

    Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste für Thierry Frochaux

    Die Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste – dotiert mit 20 000 Franken – verleiht die Stadt Zürich dem Kulturjournalisten Thierry Frochaux. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet Thierry Frochaux die Zürcher Kulturlandschaft mit wachem Blick, grosser Kenntnis und unabhängiger Haltung. Frochaux leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Sichtbarmachung des vielfältigen kulturellen Angebots in Zürich.


    Portrait von Thierry Frochaux. (Foto: zvg.)

    Sein Interesse gilt der gesamten Bandbreite von Theater, Tanz, Film und Musik – unabhängig von Bekanntheit, Budget oder öffentlicher Aufmerksamkeit. Jahr für Jahr besucht er eine beeindruckende Zahl von Produktionen und bleibt dabei stets nah an den Entwicklungen der lokalen Szene. Damit ist er zu einer unverzichtbaren Stimme des kulturellen Lebens geworden und in besonderer Weise auszeichnungswürdig, gerade in einer Zeit, in der die Kulturberichterstattung zunehmend unter Druck steht.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Eine Maturarbeit mit Tiefgang

  • Zürichs Hitliste der Babynamen hat mehrere Sieger

    Zürichs Hitliste der Babynamen hat mehrere Sieger

    2025 wurden in Zürich laut Medienmitteilung der Stadt Zürich 4535 Babys geboren, das sind 190 mehr als im Vorjahr. Gleich mehrere Namen lagen auf der Beliebtheitsskala ganz vorne: Bei den Mädchen führen Emma, Sofia und Sophia die Rangliste an, bei den Knaben Finn und Louis.

    Der Name Finn verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr den grössten Zuwachs. Bei den Mädchen ist Cleo Aufsteigerin des Jahres. Der beliebteste Anfangsbuchstabe bei den Mädchennamen ist erneut A, bei den Knaben L. 

    Emma seit Jahren unter den Favoriten

    Emma erlebt seit einigen Jahren ein Comeback. Der Name war schon früher populär und gilt heute wieder als klassisch statt altmodisch. Soziologin Katja Rost erklärt gegenüber dem «Blick», traditionelle Namen würden nach einigen Generationen wieder modern wirken.

    Wenn 2025 ein Name besonders auffällt, dann ist es Finn: Mit dem grössten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (+16) springt er an die Spitze. Auch Milo, Gabriel, Robin und Rio wurden deutlich häufiger vergeben Auch bei den Zweitnamen zeigt sich Bewegung: Rund 53 Prozent der Babys haben einen zweiten Vornamen, etwas mehr als im Vorjahr.

    Besonders häufig kommt dies bei kurzen Erstnamen vor. Auf Erstnamen mit nur drei Buchstaben folgt in 60,6 Prozent der Fälle ein Zweitname. Bei längeren Namen ist dies deutlich seltener.

  • 10 Jahre Festival «Abenteuer StadtNatur»

    10 Jahre Festival «Abenteuer StadtNatur»

    Vom 20. bis 25. Mai laden über 30 Organisationen, darunter der Natur- und Vogelschutzverein Höngg, in und um Zürich zu mehr als 50 Veranstaltungen ein. Unter dem diesjährigen Motto «vielfältig vernetzt» stehen die Beziehungen zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen im Fokus. Man wird erleben, wie eng diese miteinander verbunden sind und welche Rolle wir selbst im städtischen Ökosystem spielen.

    Das Programm bietet für alle Altersgruppen vielfältige Zugänge zur Stadtnatur: von geführten Spaziergängen zu Wildtieren wie Igeln, Füchsen oder Fledermäusen über kreative Workshops und Ausstellungen bis hin zu Mitmachaktionen wie dem Bau von Bienenhotels oder Naturgarteneinblicken. Auch aktuelle Themen wie Biodiversität, ökologische Vernetzung und nachhaltige Stadtentwicklung werden praxisnah vermittelt.

    Unsichtbare Zusammenhänge

    Ein zentrales Anliegen des Festivals ist, die oft unsichtbaren Zusammenhänge im urbanen Raum sichtbar zu machen. So zeigt sich etwa am Beispiel des Igels, wie wichtig vernetzte Grünräume sind. Zäune, Mauern und versiegelte Flächen können für ihn schnell zur unüberwindbaren Barriere werden. Das Festival sensibilisiert für solche Herausforderungen und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten im Alltag auf.

    Zum Jubiläum präsentiert sich «Abenteuer StadtNatur» zudem in einem neuen Erscheinungsbild: Website und Programmheft wurden überarbeitet und laden dazu ein, die Natur vor der eigenen Haustür mit frischem Blick zu entdecken.

    Das Netzwerk

    Hinter dem Festival steht der Verbund Lebensraum Zürich (VLZ), ein Netzwerk aus Organisationen und engagierten Akteur:innen, die sich gemeinsam für mehr Biodiversität und Lebensqualität in der Stadt Zürich einsetzen. Das mehrtägige Festival wird unterstützt von Grün Stadt Zürich und von mehreren Stiftungen.

    Der Natur- und Vogelschutzverein Höngg mitten im Abenteuer

    Wo sich der NVV Höngg überall engagiert

  • Wie sollen sich die Zürcher Friedhöfe entwickeln?

    Wie sollen sich die Zürcher Friedhöfe entwickeln?

    Die Bestattungskultur in der Stadt Zürich verändert sich, wie die Stadt mitteilt. Klassische Grabformen werden zunehmend durch Gemeinschaftsgräber und alternative Bestattungsformen abgelöst. Gleichzeitig entstehen auf den Friedhöfen vermehrt freie Flächen.

    Friedhöfe bleiben laut der Stadt Orte der Bestattung, des Gedenkens und der Trauer. Zugleich sind sie Teil der städtischen Grün- und Freiraumstruktur und erfüllen wichtige ökologische und soziale Funktionen.

    Die unterschiedlichen Anforderungen an diese Orte können zu Nutzungskonflikten führen, die künftig einheitlicher und vorausschauender angegangen werden sollen.

    Die neue Strategie

    Um die langfristige Entwicklung und Nutzung der 19 städtischen Friedhöfe zu definieren, erarbeitet die Stadt aktuell die übergeordnete Strategie «Zukunft Zürcher Friedhöfe». Die Strategie definiert die Leitlinien für die zukünftige Entwicklung und Nutzung der städtischen Friedhöfe.

    Auf dieser Grundlage werden in einem nächsten Schritt konkrete Massnahmen für die verschiedenen Standorte erarbeitet. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und abhängig von Art und Umfang der jeweiligen Massnahmen.

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    Die letzte Ruhe nach Wunsch

    Mitwirkung vor Ort und Online

    Bei der Erarbeitung der Strategie legt die Stadt Zürich grossen Wert auf den Einbezug der Bevölkerung sowie relevanter Anspruchsgruppen.

    Über die Mitwirkungsplattform der Stadt Zürich kann die Bevölkerung ab Oktober Hinweise und Empfehlungen einbringen. Ergänzend dazu finden auf den Pilotfriedhöfen Sihlfeld, Nordheim und Witikon Veranstaltungen statt, die einen direkten Austausch zu konkreten Fragestellungen ermöglichen.

  • Erwachsene sollen im Arbeitsmarkt gefördert werden

    Erwachsene sollen im Arbeitsmarkt gefördert werden

    Die Arbeitsmarktfähigkeit von Erwachsenen mit geringen oder ungeeigneten Qualifikationen ist besonders gefährdet. Sie sind häufig von Jobverlust betroffen und ihre Chancen auf einen Wiedereintritt nach einem Stellenverlust sind beschränkt, wie die Stadt Zürich mitteilt.

    Gleichzeitig nehmen diese Personengruppen seltener an beruflichen Weiterbildungen teil, obwohl sie davon besonders stark profitieren würden. Besser qualifiziert können sie ihr Risiko für und die Dauer von Arbeitslosigkeit verringern und ihre Chancen auf einen höheren Lohn steigern.

    Die Stadt Zürich fördert deshalb gezielt die Arbeitsmarktfähigkeit von Einwohnenden mit geringen oder ungeeigneten Qualifikationen. So richtet sie zum Beispiel seit Anfang 2023 Arbeitsmarktstipendien für die Finanzierung beruflicher Weiterbildungen aus.

    Ausschreibung «Arbeitsmarktfähigkeit» für Projekte und Programme

    Ab 2027 werden auch Projekte und Programme zur Förderung der Arbeitsmarktfähigkeit finanziert, wie aus der Medienmitteilung hervorgeht. Mit der öffentlichen Ausschreibung «Arbeitsmarktfähigkeit» lädt die Stadt Zürich private Trägerschaften wie Bildungsanbieter, Vereine und Unternehmen ein, vom 16. Juni bis 15. September 2026 Ideen einzureichen, mit denen Personen mit geringer Arbeitsmarktfähigkeit ihre Chancen am Arbeitsmarkt langfristig verbessern können.

    Gesucht sind Projekte und Programme, welche mit innovativen Ansätzen Weiterbildungsbarrieren senken, Grundkompetenzen stärken oder den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Wichtig für die Förderung von Projekten und Programmen ist ihr Innovations- sowie Modellcharakter.

    Mittel der Sonderrechnung

    Für die Finanzierung solcher Projekte und Programme werden die Mittel der Sonderrechnung zur Förderung der Arbeitsmarktfähigkeit eingesetzt. Die vorhandenen finanziellen Mittel sind auf rund 3 Millionen Franken beschränkt und dürfen nur entsprechend ihrem vorgegebenen Verwendungszweck verwendet werden.

    Im Rahmen der geplanten Vergaberunde werden daher Projekte und Programme finanziell unterstützt, die den Zweckbestimmungen entsprechen, sich an die definierten Zielgruppen richten und die vorgegebenen Förderziele verfolgen.

    Quelle: Medienmitteilung der Stadt Zürich

  • Weiterhin Zuschüsse für die AHV mit Zusatzleistungen

    Weiterhin Zuschüsse für die AHV mit Zusatzleistungen

    In der Verordnung über die Erprobung von Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüssen für AHV-Rentnerinnen und -rentner mit Zusatzleistungen ist die Erprobung von Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüssen bis zum 31. Dezember 2026 festgehalten.

    Mit der einer Motion wurde der Stadtrat zudem beauftragt, dem Gemeinderat eine kommunale Rechtsgrundlage vorzulegen, welche die Einrichtung von subjektorientierten Subventionsbeiträgen für Menschen aus der Stadt Zürich vorsieht, die aufgrund eines Pflege- oder Betreuungsbedarfs in einer stationären Institution leben.

    Entstanden aus der Altersstrategie 2035

    Mit der Altersstrategie 2035 hat der Stadtrat im Frühling 2020 die Stossrichtungen zur Weiterentwicklung des städtischen Angebots für die ältere Bevölkerung definiert und zu den einzelnen Handlungsfeldern der Altersstrategie konkrete Massnahmen beschlossen. Die daraus entstandene Verordnung ist seit dem 1. Januar 2024 in Kraft und gilt befristet bis 31. Dezember 2026. Wie aus der Medienmitteilung der Stadt Zürich hervor geht, hat die Stadt im Jahr 2025 den Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüssen mit Zusatzleistungen (BZZL) im Umfang von 252 551 Franken ausgerichtet.

    Evaluation stellt gute Noten aus

    Die Ausrichtung der BZZL wurde durch die Berner Fachhochschule evaluiert. Sie kam zum Schluss, dass die Stadt Zürich mit den BZZL beste Voraussetzungen für eine zukunftsgerichtete Strategie einer guten Betreuung im Alter geschaffen hat – auch für finanziell benachteiligte Menschen im Rentenalter.

    Übernahme der befristeten Betreuungs- und Hilfsmittelzuschüsse für AHV-Rentner:innen mit Zusatzleistungen

    In der neuen Legislaturperiode ist vorgesehen, die Verordnung über den Vollzug des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und die Gewährung von Gemeindezuschüssen und die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen zu revidieren. Eine Verlängerung der aktuellen Befristung ist bis zum 31. Dezember 2028 erforderlich.

    Gleichzeitige Prüfung subjektorientierter Beiträge für Menschen in einer stationären Institution

    Die Motion GR Nr. 2023/534 soll im selben Rahmen geprüft werden. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat daher, die Bearbeitungsfrist um zwölf Monate zu verlängern.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Armut im Alter

  • Nutzung der Notschlafstellen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen

    Nutzung der Notschlafstellen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen

    Am 1. Dezember 2025 hat die Stadt Zürich neben der Notschlafstelle in Wipkingen an der Rosengartenstrasse einen zweiten Standort für Frauen eröffnet. Damit konnte laut einer Medienmitteilung die Kapazität in den Notschlafstellen von 52 auf 70 Plätze erhöht werden.

    Die Zahlen zeigen die Notwendigkeit dieses Schritts: Im Schnitt haben in den vergangenen fünf Wintermonaten 57 Menschen in den städtischen Notschlafstellen übernachtet.

    Die Kapazität vor der Erweiterung wurde in 80 Prozent der Nächte überschritten. Die meistbesuchte Nacht war der 19. Januar 2026 mit 71 Personen, die am wenigsten besuchte der 15. November 2025 mit 41 Personen. Über 90 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf Stadtzürcher und Stadtzürcherinnen.

    Im Vergleich zum Winter 2024/25 haben mit gut 400 Menschen rund 10 Prozent mehr Personen die Notschlafstelle genutzt. Die meisten Menschen nutzen die Notschlafstelle nach wie vor nur für ein paar Nächte.

    Zwischen November und März wurden zudem 55 von Wohnungs- oder Obdachlosigkeit bedrohte oder betroffene Familien in der Notunterkunft für Familien untergebracht.

    Notschlafstelle für Frauen soll weitergeführt werden

    Aufgrund der gestiegenen Zahlen soll der zusätzliche Standort an der Gerechtigkeitsgasse bis zur Sanierung der Liegenschaft, voraussichtlich im Frühjahr 2027, als Notschlafstelle für Frauen beibehalten werden. Der zusätzliche Standort mit 18 Plätzen wurde seit Dezember durchschnittlich von 12 Frauen und weiblich gelesenen Personen genutzt.

    Draussen unterwegs für Menschen ohne Obdach

    Die Teams von sip züri haben diesen Winter an 228 von obdachlosen Menschen genutzten Schlafplätzen rund 385 Mal Menschen angetroffen und dabei 235 Beratungen durchgeführt. Dies sind deutlich mehr aufgesuchte Schlafplätze und mehr Beratungen als im Vorjahr.

    Vergangenen Winter war es an 76 Nächten so kalt, dass Kältepatrouillen von sip züri bis 2 Uhr morgens für Menschen am Rand im Einsatz waren. Durch Beratungsgespräche konnte sip züri Menschen im öffentlichen Raum dazu motivieren, ein Notübernachtungsangebot aufzusuchen.

    26 Mal wurden Personen mit ungenügender Ausrüstung für eine Übernachtung im Freien angetroffen. Der Beizug eines Notarztdienstes aufgrund von Selbstgefährdung, zum Beispiel durch übermässigen Substanzkonsum, Suizidalität oder schlechte Ausrüstung war fünfzehn Mal nötig.

    Im Winter rund 200 obdachlose Personen in Zürich

    Seit 2024 erhebt sip züri gemeinsam mit dem Sozialwerk Pfarrer Sieber jeweils zwei Mal jährlich (Januar und Juli) mittels der Methode der Stichtagszählung die Anzahl der obdachlosen Personen in der Stadt Zürich. Gezählt werden dabei die Menschen im öffentlichen Raum und in den städtischen und privaten Einrichtungen für diese Zielgruppe.

    Gemäss den bislang durchgeführten Zählungen halten sich im Winter durchschnittlich etwa 200 obdachlose Personen in der Stadt Zürich auf. Drei Viertel von ihnen nutzen entsprechende soziale Einrichtungen. Im Sommer sind es im Schnitt 125 obdachlose Personen.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Ein Bett auf Zeit

  • «Gewalt macht dich nicht zum Mann. Zuhören schon»

    «Gewalt macht dich nicht zum Mann. Zuhören schon»

    Häusliche, sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt sind in der Schweiz nach wie vor weit verbreitet. In der Stadt Zürich rückt die Stadtpolizei gemäss Medienmitteilung im Durchschnitt sechsmal täglich wegen häuslicher Gewalt aus. Gewalt beginnt aber nicht erst mit körperlichen Übergriffen. Sie beginnt dort, wo Kontrolle, Abwertung und Einschüchterung normalisiert werden und als «männlich» gelten.

    Mit der neuen Kampagne «Gewalt mach dich nicht zum Mann. Zuhören schon» rückt die Stadt Zürich den Zusammenhang zwischen Männlichkeiten und Gewalt ins Zentrum der Gewaltprävention. Die Kampagne zeigt: Dominanz, Abwertung oder Schläge sind keine Zeichen von Männlichkeit, sondern Ausdruck von Gewalt.

    Der Slogan «Gewalt macht dich nicht zum Mann» widerspricht der Erzählung, Aggression oder Kontrolle seien Beweise für Stärke oder Männlichkeit. Der Slogan fordert zur Reflexion auf, indem ihm bewusst positive Werte gegenübergestellt werden wie Respekt, Mitgefühl, Geduld, Zuhören, Vertrauen oder Fürsorge. 


    Auch Simone Brander ist auf einem Plakat zu sehen. (Foto: Stadt Zürich)

    Bevölkerung zum Mitmachen aufgerufen

    Ein zentrales Element der Kampagne ist die aktive Beteiligung der Bevölkerung. Alle Menschen sind eingeladen, über Social Media oder die Kampagnenwebseite, ihr eigenes Bild als Statement gegen Gewalt zu veröffentlichen. So entsteht ein kollektives Gegenbild zu gewalttätiger Männlichkeit – getragen von der Bevölkerung. Zudem finden sich auf der Webseite Beratungs-, Unterstützungs- und Präventionsangebote – von Opferhilfe bis zu Beratungen für Tatpersonen. 

    Die aktuelle Kampagne knüpft an eine lange städtische Auseinandersetzung mit Männergewalt an. Bereits 1995 lancierte der Stadtrat mit «Männergewalt macht keine Männer» eine Pionierkampagne. Sie rückte häusliche Gewalt erstmals konsequent aus dem privaten in den öffentlichen und politischen Raum.

    Daraus entstanden konkrete Massnahmen: der Ausbau von Beratungsangeboten, polizeiliche Schulungen und erste Gewaltschutzstrukturen.

    Quelle: Medienmitteiling Stadt Zürich