Kategorie: Quartierleben

  • Mobiler Recyclinghof vorerst doch bei der Schule Waidhalde

    Mobiler Recyclinghof vorerst doch bei der Schule Waidhalde

    Der Mobile Recyclinghof von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) ist ab Samstag, 6. Juni, bei der Schule Waidhalde stationiert. Dort können Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner kostenlos Sperrgut, Metall, Elektrogeräte sowie sogenanntes Grubengut wie Vasen oder Töpfe entsorgen.

    Zum Angebot gehört zudem ein Tauschplatz, an dem gut erhaltene Gegenstände abgegeben oder mitgenommen werden können. Auch wird eine Reparaturberatung angeboten: Fachpersonen geben Auskunft darüber, ob und wie beschädigte Gegenstände repariert werden können.

    Autos sind nicht zugelassen

    Wichtig ist, dass die Anlieferung ausschliesslich zu Fuss, mit dem Velo oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt. Autos sind laut ERZ nicht erlaubt. Vor Ort können Handwagen ausgeliehen werden. Die abgegebenen Gegenstände dürfen maximal 2,5 Meter lang und höchstens 40 Kilogramm schwer sein; Sofas dürfen maximal zwei Meter lang sein. Nicht angenommen werden Sonderabfälle, Papier, Karton und Glas.

    Die Schule Waidhalde bleibt laut ERZ bis Ende 2026 Standort des Mobilen Recyclinghofs. Gleichzeitig laufe, so die Informationen auf dem entsprechenden Flyer, die Suche nach einem zentraleren Standort. Eine kürzlich vom Quartierverein Wipkingen durchgeführte Umfrage ergab eine klare Präferenz für den Röschibachplatz als künftigen Standort.

    Die nächsten Termine bei der Schule Waidhalde finden an den Samstagen 6. Juni, 11. Juli und 19. September 2026 jeweils von 10 bis 14 Uhr statt.  

    Weitere Informationen sind unter stadt-zuerich.ch/mobiler-recyclinghof erhältlich.

  • Sommerfest mit Live-Musik im WipWest Huus

    Sommerfest mit Live-Musik im WipWest Huus

    Auch in diesem Sommer lädt das WipWest Huus zu einer Reihe von Gartenkonzerten ein. Von Juni bis Ende August finden jeweils einmal pro Monat an einem Sonntagnachmittag musikalische Veranstaltungen im Garten der Einrichtung statt. Den Auftakt macht am Sonntag, 14. Juni ab 15 Uhr ein Sommerfest mit Live-Musik.

    Zum Start der Konzertreihe treten das Acoustic-Pop-Duo LUFIA sowie das Johnny Iniguez Trio auf. Während LUFIA mit akustischen Popklängen aufwartet, bringt das Trio um Johnny Iniguez lateinamerikanische Rhythmen in den Garten des WipWest Huus.

    Bei schlechtem Wetter finden die Darbietungen drinnen im ehemaligen Pfarrhaus bei gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre statt. So oder so gibt es selbstgebackene Kuchen, salzige und süsse Crèpes und diverse Getränke.

    Katharina Busch kommt zu Besuch

    Am 5. Juli darf sich das Publikum auf die Singer und Songwriterin Katharina Busch freuen, am 30. August dann auf den Berner Mundartsänger Boris Bittel.

    WipWest Gartenkonzert

    Sonntag, 14. Juni, ab 15 Uhr
    Weitere Gartenkonzerte: 5. Juli, 30. August
    Zur Website 

  • Stadt Zürich stärkt die Nachbarschaftshilfen

    Stadt Zürich stärkt die Nachbarschaftshilfen

    Seit 1997 unterstützt die Stadt einzelne Nachbarschaftshilfen, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Ein Pilotprojekt von 2024 bis 2026 habe zudem gezeigt, dass ein einheitliches Finanzierungsmodell sinnvoll ist, es jedoch Anpassungen braucht, damit die Betriebe gesichert sind und der Bedarf an nachbarschaftlichen Dienstleistungen gedeckt ist.

    Ab 2027 wird auch ein Verein aus Witikon einbezogen – womit das Netzwerk gesamtstädtisch verfügbar ist. Die Nachbarschaftshilfen vermitteln freiwillig Engagierte, die unentgeltlich Menschen im Quartier unterstützen und dadurch Angehörige entlasten und den sozialen Zusammenhalt stärken. 2024 leisteten laut Medienmitteilung 991 Freiwillige rund 41’572 Stunden Hilfe.

    «Digi-Kafis»: Angebot langfristig verankern

    Zehn Nachbarschaftshilfen haben mit einer Startfinanzierung von «Google.org» sogenannte «Digi-Kafis» aufgebaut – niederschwellige Treffpunkte, an denen Hilfe im Umgang mit digitalen Geräten angeboten wird.

    2025 fanden 265 Digi‑Kafi‑Veranstaltungen statt, bei denen rund 880 Anfragen bearbeitet wurden. Mit der neuen Finanzierung können die «Digi‑Kafis» fest in den Quartieren verankert werden.

    Die Nachbarschaftshilfe Zeitgut

    Zum genannten Netzwerk gehört auch die Nachbarschaftshilfe Zeitgut Zürich Höngg-Wipkingen. Sie unterstützt Menschen im Kreis 10. Der Leitfaden sei, einander zu helfen in schönen aber auch schwierigen Zeiten, und für einander da zu sein.

    Gefragt ist die digitale Unterstützung: Um die Arbeit am Laptop, Handy und Tablet zu erleichtern, bietet Zeitgut dieses Angebot jeden ersten und dritten Samstag in Höngg oder jeden zweiten und vierten Samstag in Wipkingen an.

    Wichtiges Angebot

    Der Förderverein Nachbarschaftshilfe fungiert laut der Stadt als zentrale Dienstleistungsorganisation: Er organisiert Weiterbildungen, stellt IT‑ und Kommunikationsinfrastruktur bereit und koordiniert den jährlich im Mai stattfindenden internationalen «Tag der Nachbarschaft» (siehe Box unten).

    Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, für den Betrieb der 15 Nachbarschaftshilfe‑Vereinen und des Fördervereins Nachbarschaftshilfe für die Jahre 2027–2030 einen wiederkehrenden Beitrag von jährlich 880’600 Franken zu bewilligen. Der Beitrag wird jährlich an die Teuerung angepasst.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

    Tag der Nachbarschaft 2026

    Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

  • Wipkingen im Wandel der Zeit

    Wipkingen im Wandel der Zeit

    Stattreisen Zürich existiert seit 1991 als private Initiative engagierter Zürcherinnen und Zürcher, die Interessierte in ihrer Freizeit durch die Stadt führen. Der Verein bietet heute 38 verschiedene Rundgänge an – von thematischen Führungen zur Drogen- oder Migrationsgeschichte bis hin zu Quartierspaziergängen. Das Team besteht derzeit aus elf Personen, die mit viel Leidenschaft und Kompetenz recherchieren und ihr Wissen kundig vermitteln.

    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)
    Disco und Kino in Wipkingen (Foto: pen)

    Unterwegs mit Saro Pepe

    Einer von ihnen ist Saro Pepe. Er ist in den 1970er-Jahren in Wipkingen aufgewachsen, Präsident von Stattreisen Zürich und Archivar im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich.

    Am 18. Juli führt Pepe durch Wipkingen und spannt dabei den Bogen von der Geschichte bis in die Gegenwart des Quartiers. Ab den 1960er-Jahren wurde Wipkingen zunehmend vom Verkehr geprägt und belastet. Das Quartier begann sich dagegen zu wehren und entwickelte sich im neuen Jahrtausend zu einem der lebendigsten Zürcher Stadtteile.

    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)
    Der Wipkingerplatz um 1900 (Foto: pen)

    Der Rundgang

    Vom Bahnhof Letten über den Röschibachplatz bis zum Wipkingerplatz befinden sich heute zahlreiche zentrale Orte im Wandel. Der Rundgang spürt den Gründen für die «Auferstehung» Wipkingens nach und verbindet historische Hintergründe mit aktuellen Entwicklungen. Dabei zeigt Pepe auch ausgewählte historische Fotografien und gewährt spannende Einblicke in die Geschichte des Quartiers.

    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)
    Brunnen in Wipkingen (Foto: pen)

    Quer durch Wipkingen

    Samstag, 18. Juli, 10 Uhr
    Treffpunkt beim Kiosk am Bucheggplatz
    www.stattreisen.ch

  • WipWest Talk mit der Ting Community: Revolution mit Geld

    WipWest Talk mit der Ting Community: Revolution mit Geld

    Unbürokratisch, direkt und mit so wenig Bedingungen wie nötig unterstützt die 2020 gegründete Schweizer Ting Community aktive Menschen dabei, sinnhafte Ziele zu verfolgen.

    Und wie funktioniert das?

    Ting verteilt Geld um. Ting nutzt monatliche Beiträge, um ein gemeinsames Vermögen aufzubauen. Das Geld aus diesem Pot wird als grundlegende finanzielle Sicherheit in einem direkten Umlageverfahren (ähnlich der AHV) an andere Mitglieder ausgezahlt. Dies schafft die notwendige Zeit für Projekte, Bildung, Selbstwirksamkeit, Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit und stärkt das Vertrauen in die Gesellschaft. Die Community-Plattform bildet die Grundlage dafür.

    Positive Zukunftsprojekte

    Seit 2020 hat die Ting Community bisher 1,7 Millionen Franken an intrinsisch motivierte Menschen ausbezahlt, diese haben ihre zukunftsgerichteten Projekte erfolgreich und mit viel Freude umgesetzt. Was hinter der Idee von Ting steckt, und was die Ting-Gründer mit ihrer Community in der Gesellschaft bewirken möchten, erfahren Sie im WipWest Talk mit Silvan Groher und Nina Müller am 19. Mai.

    Eingesandt von Nina Müller

    Zeit: 18.30 Uhr: Apéro
    19 Uhr: Beginn Talk Nina Müller & Silvan Groher
    Ort: WipWestHuus grosser Gruppenraum
    Eintritt gratis, mit Anmeldung, da Platzzahl begrenzt: nina.mueller@reformiert-zuerich.ch

    Geld teilen als neues Wirtschaftssystem. – Interview mit Silvan Groher | Mach-dis-Ding.ch

  • Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

    Wipkingen feiert den Tag der Nachbarschaft

    Die Idee des Nachbarschaftstags stammt ursprünglich aus Paris. Dort wurde 1999 erstmals die «fête des voisins» durchgeführt. Ziel der Aktion war es, wie auf der Webseite des Nachbarschaftstags zu lesen ist, alle Formen der Solidarität unter Nachbarinnen und Nachbarn zu fördern und der Anonymität der Grossstadt entgegenzuwirken.

    Mit Erfolg: Aus Paris schwappte die Idee schnell auf ganz Frankreich und von dort aus auch auf weitere Länder in Europa über. Die Schweiz beteiligte sich erstmals 2004. Hier war es die Stadt Genf, die als erste den «European Neighbours’ Day» beging.

    Zürich folgte 2007 mit seinem ersten «Tag der Nachbarn». Seither wird er auch in der Limmatstadt alljährlich – mit einem Unterbruch während der Corona-Jahre – durchgeführt.

    Mitmachen ist erwünscht

    Was nun an der diesjährigen Ausgabe vom 29. Mai genau geschehen wird, ist sehr individuell und flexibel. Denn begangen wird der Tag durch unzählige kleine und grössere Aktionen innerhalb der einzelnen Nachbarschaften.

    Alle sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen und auf die Nachbarschaft zuzugehen – sei es durch eine Einladung zum Kaffee, einen gemeinsamen Grillplausch im Hinterhof oder ein gemütliches Treffen im Garten.

    Über das Kontaktformular des Fördervereins Nachbarschaftshilfe Zürich kann zu diesem Zweck eine «Tag-der-Nachbarn-Box» bestellt werden, die Einladungskarten, Flyer, Ballons und weitere Dinge beinhaltet.

    Wer alles auf dem Röschi dabei ist

    Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche öffentliche Anlässe- zum Beispiel in Wipkingen. Dort wird der Röschibachplatz in einen Festplatz verwandelt, mit einer Hüpfburg für die Kleinsten, Kinderschminken im Nordbrüggli, Livemusik mit Afro Jazz vor dem Kiosk und einer Vielzahl weiterer Aktionen. 

    Organisiert wird dieser Anlass von zahlreichen Akteuren aus dem Quartier und findet von 15 bis 19 Uhr statt – allerdings nur bei schönem Wetter.

    Mit an Bord sind das GZ Wipkingen, der Quartierverein Wipkingen, die Nachbarschaftshilfe Zeitgut, die Freie Kirche Wipkingen, die reformierte und die katholische Kirche, die offene Jugendarbeit, die Kinderkleiderbörse KiWi, der Wartsaal Wipkingen sowie das Restaurant Nordbrüggli, das Chez Nous, der Kiosk Röschibach, das Belmondo und das ViCafé.

    Tag der Nachbarn 2026
    Röschibachplatz
    Freitag, 29. Mai, 15–19 Uhr

  • Abfall am Letten: Video löst Diskussion aus

    Abfall am Letten: Video löst Diskussion aus

    Der Instagram- und TikTok-User «Dewinterthurer» alias Adrian Moucharfiech veröffentlichte kürzlich ein Video, das er am vergangenen Sonntag um 7.30 Uhr beim Joggen auf dem Kloster-Fahr-Weg aufgenommen hatte. Gegenüber «20 Minuten» erklärte er, ein derartiges Ausmass habe er dort noch nie erlebt: Der Weg sei über weite Strecken praktisch zugemüllt gewesen, zudem war der Boden voller Scherben.

    Wie zahlreiche Kommentare in den sozialen Medien vermuten lassen, könnte die enorme Abfallmenge auf das «Letten Opening 2026 – Saisonstart am Wasser» beim Lokal GUMP am Oberen Letten vom Vorabend zurückzuführen sein.

    Auf Nachfrage teilt die MAAG Music & Arts AG, die das Season Opening beim GUMP organisierte, mit, dass der Müll am Kloster-Fahr-Weg nicht allein von Gästen der Party stamme. Viele Personen hätten sich am Samstagabend am Oberen Letten aufgehalten, ohne die Veranstaltung besucht zu haben.

    Zudem wird festgehalten, dass gleichzeitig auch eine Veranstaltung beim Park Platz stattfand. Ausserdem seien laut Medienstelle zahlreiche Getränke und Flaschen privat mitgebracht und entsorgt worden, die nicht an der Party verkauft worden seien.

    Die Zuständigkeiten sind klar geregelt

    Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) bestätigte ebenfalls auf Anfrage, dass am Wochenende beim GUMP am Oberen Letten das «Letten Opening» stattgefunden habe. Der Anlass habe in Kombination mit dem freundlichen Wetter dazu geführt, dass sich viele Menschen vor Ort versammelt und offenbar ausgiebig gefeiert hätten.

    Die Veranstaltung sei angemeldet und die Zuständigkeiten seien klar geregelt gewesen, so ERZ: Innerhalb des Festperimeters sei der Veranstalter für Reinigung und Abfallentsorgung verantwortlich, auf öffentlichem Grund hingegen die Stadt.

    Der Letten sei gemäss ERZ auch ohne Eröffnungsfest ein sehr beliebter Treffpunkt. Wo Menschen zusammenkämen und feierten, bleibe leider oft Abfall liegen. Vergleichbare Situationen kenne man etwa vom Seebecken. Je häufiger sich grössere Menschenmengen im öffentlichen Raum treffen und feiern, desto häufiger werde ERZ auch mit ähnlichen Szenen konfrontiert.

    Hat das Littering zugenommen?

    Das Video von «Dewinterthurer» wirft auch die Frage auf, ob diese Art von Littering in der Stadt Zürich zugenommen hat. Laut ERZ seien die Abfallmengen in den vergangenen Jahren trotz Bevölkerungswachstums aber stabil geblieben. Grundlage dafür ist eine Statistik, die sowohl das Gewicht des in öffentlichen Abfallbehältern entsorgten Abfalls als auch die Menge an Schmutz und Littering erfasst.

    Wie ERZ weiter ausführt, seien jedoch nicht allein Menge und Gewicht entscheidend. So könne auf einer blühenden Frühlingswiese bereits eine einzige achtlos weggeworfene Plastikflasche störend wirken. Besonders ärgerlich seien zudem Zigarettenstummel. Und gerade Scherben – wie sie am Sonntagmorgen am Letten festgestellt wurden – stellen eine Gefahr dar.

    Eine Gemeinschaftsleistung

    ERZ hält weiter fest, dass der öffentliche Raum als Aufenthaltsort zunehmend an Bedeutung gewinne. Die Menschen hielten sich häufiger und länger draussen auf. Teilweise werde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert – Partygäste sowie Joggerinnen und Jogger gäben sich bei Sonnenaufgang quasi die Klinke in die Hand.

    Aus Sicht der Stadtreinigung sei es erfreulich, wenn die Bevölkerung den öffentlichen Raum nutze und gleichzeitig hohe Ansprüche an die Sauberkeit stelle. Denn, so ERZ: Eine saubere Stadt sei eine Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. Je weniger Littering anfalle, desto gründlicher könne die Stadtreinigung die 737 Kilometer Strassen, 1080 Kilometer Trottoirs und Fusswege sowie die 1,7 Millionen Quadratmeter Parkanlagen der Stadt Zürich reinigen. (dad)

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  • Wipkinger Playmobil-Welt lockte Kinder in Scharen an

    Wipkinger Playmobil-Welt lockte Kinder in Scharen an

    Jens Mackensen hatte alle Hände voll zu tun: Wochenlang haben er und seine Frau Helen auf die Luga hingearbeitet. Auf 300 Quadratmetern zeigten sie Helens Playmobil-Sammlung – und lockten damit Kinder in Scharen an. Aus zwei Containern voller Playmobil-Fundstücke zauberte das Wipkinger Ehepaar eine Welt, wie sie verspielter kaum sein könnte.

    Da stand die mittelalterliche Burg mit einem Heer aus Rittern, dort die Flotte mit Piratenschiffen, daneben ein Berg mit Seilbahn. Gleich daneben düste ein Zug vorbei – nein, mehrere Züge. Sie fahren vorbei am Zirkus Knie, an einem brennenden Haus und vielem mehr. Die Ausstellung in dieser Form war erstmals an der Luga zu sehen und zeigte rund 90 Prozent der Sammlung.


    Jens Mackensen vor der Sammlung seiner Frau Helen an der Luga. (Foto: dad)

    Tatsächlich durften die Kinder die ausgestellte Welt nicht anfassen. Doch Helen und Jens Mackensen dachten auch an den Spielspass: Sie boten eine eigene Ecke an, in der sich die Kinder mit Playmobil austoben konnten. So wurde die «Faszination Playmobil» mitten in der Luzerner Frühlingsmesse zu einer wahren Attraktion – ein direkter Import aus Wipkingen.


    Eine Flotte von Piratenschiffen. (Foto: dad)

    Ein Leben mit Playmobil

    Jens Mackensen erzählte der «Luga-Zytig», wie seine Leidenschaft in der DDR begann: Weil Playmobil dort kaum erhältlich war, bekam er erste Figuren von Verwandten aus Westdeutschland geschenkt. Gemeinsam mit seinem Grossvater baute er daraus eigene Ritterwelten. Nach der Wende wuchs die Sammlung stetig weiter.

    Später lernte er seine Frau Helen kennen, die ebenfalls zur begeisterten Sammlerin wurde. Nach dem Tod seines Grossvaters übernahm Helen die über Jahre gewachsene Sammlung. «Heute gehört sie ganz ihr – und ich bin sozusagen ihr Manager», sagt Jens mit einem Lächeln.

    Auch an ihrer Hochzeit spielten die kleinen Figuren eine besondere Rolle. Stolz präsentierte Jens der Zeitung zwei Playmobil-Figuren im Brautkleid und Hochzeitsanzug. «Das sind Helen und ich an unserem schönsten Tag.»

    Ein breites Publikum

    Zehn Tage lang wurde die Luzerner Allmend zum Treffpunkt für die ganze Zentralschweiz. «Die Luga zeigte sich einmal mehr lebendig, farbenfroh und authentisch», freut sich Messeleiterin Linda Gabriel laut Medienmitteilung. Über 120’000 Menschen liessen sich inspirieren, unterhalten, kauften ein und entdeckten Neues.

    Entsprechend positiv fällt auch Gabriels Bilanz aus: «Ich bin sehr zufrieden. Überall auf dem Gelände war eine tolle Stimmung spürbar, und wir hatten keine Zwischenfälle.» Auch das frühlingshafte Wetter trug zur guten Stimmung bei und lud zum Verweilen ein. «Die Kombination aus Marktplatz, Landwirtschaft, Unterhaltung und Gastronomie sowie das Zusammenspiel von Bewährtem und Neuem spricht ein breites Publikum an», erklärt Gabriel.

    Nach der Messe folgt der Verein


    Auch ein Berg mit Seilbahn wurde aufgestellt. (Foto: dad)

    Helen und Jens Mackensen waren gemeinsam mit Freunden täglich vor Ort und pendelten zwischen Luzern und Wipkingen. Mittlerweile ist die Playmobil-Welt wieder zurück im Kreis 10 – doch sie soll weiterhin genutzt werden. Mit dem Verein «Helens Playmobil Traum» gründeten die Mackensens eine Plattform für alle, die ihre Begeisterung für Playmobil teilen. Und vielleicht folgt schon bald die nächste Ausstellung.

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    Playmobil-Ausstellung an Pfingsten 2025
  • Glückwunsch, Schlorian: Illustrator aus dem Kreis 10 gewinnt Preis

    Glückwunsch, Schlorian: Illustrator aus dem Kreis 10 gewinnt Preis

    Was steht für unsere Gesellschaft auf dem Spiel, wenn ein Ende der Debatte droht? Eine Frage, die in der Ausstellung an der Badstrasse in Baden thematisiert wird. Dort ist noch bis 17. Mai eine kritisch-humorvolle Cartoon-Ausstellung zu sehen, organisiert von der Satire-Plattform «Bissfest».

    Insgesamt nahmen über 100 Cartoonistinnen und Cartoonisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz daran teil. Ihre insgesamt 190 Werke sind als bissige Beiträge zur Presse- und Meinungsfreiheit zu verstehen und werden im Grossformat auf mobilen Plakatwänden präsentiert.


    Haller sicherte sich den 3.Platz. (Foto: zvg.)

    Mit dabei ist auch der Höngger Illustrator Stefan Haller, den unsere Leserschaft als Schlorian, den Cartoonisten in der Grossauflage, kennt. Nun hat eine Jury von «Bissfest» drei Werke der Ausstellung ausgezeichnet und mit einem Preisgeld bedacht – Haller erreichte den dritten Platz.

    «Die hochentzündliche Spannung in diesem Cartoon war für die Jury beim Betrachten fast physisch spürbar: Schlorian zeigt in dieser Arbeit wunderbar plakativ, wie rasch wir uns aneinander reiben und wie leicht ein gefährlicher Funke entstehen kann», so die Jury.

    Denken und kommunizieren

    Hinter der Satire-Plattform steht der 2019 gegründete Badener Verein «SlamJamCartoon», der eine Plattformen für die Kunst des offenen Dialogs bieten will. Konkret: «Denken und Kommunizieren kulturell inszeniert, gesprochen, gesungen und gezeichnet», wie es auf der Website heisst. Die Ausstellung «Ende der Debatte?» begleitet das 500-Jahr-Jubiläum der Badener Disputation.