Kategorie: Kultur

  • Kunst aus Höngg – mitten in Paris

    Kunst aus Höngg – mitten in Paris

    Vor rund einem Monat erreichte die Redaktion der «Höngger Zeitung» eine Einladung. Absender war die Galerie Andres Thalmann an der Rue du Faubourg Saint-Honoré in Paris, unweit des Place de la Concorde, im 8. Arrondissement. Sie zeigt neue Arbeiten der Künstlerin Barbara Ellmerer, die in Höngg lebt; die Vernissage fand bereits Mitte März statt. Wir, die Lokalredaktion, schafften es leider nicht in die Stadt an der Seine, wurden aber neugierig.

    «Vibrations des plantes» nennt sich die Ausstellung, also das Vibrieren der Pflanzen. Das kommt nicht von ungefähr, widmet sich die Künstlerin doch mit grosser Leidenschaft der Flora: Exotische Pflanzen oder Bäume, deren Wachsen sie auch am Höngger Berg beobachtet. In ihren Werken geht sie über das Auge des Betrachters hinaus und lässt das Innenleben der Pflanzen nach aussen treten.

    So schreibt die Galerie Andres Thalmann in der Einladung: «Ellmerers Pinselführung transformiert Schwingungen, Ströme und Verdichtungen in Schichten vibrierender Farben.»

    In der Welt zuhause


    Die Höngger Künstlerin Barbara Ellmerer. (Foto: Carina Andres Thalmann)

    Ellmerer ist inzwischen wieder zurück in Zürich. Hier arbeitet sie in ihrem Atelier in der ehemaligen Seidenfabrik und lebt weiter oben am Hönggerberg. Mit der Galerie Andres Thalmann mit Sitz in Zürich und Paris arbeitet sie schon länger zusammen; als Künstlerin böten sich ihr so viele Möglichkeiten. «Mir gefällt das internationale Programm der Galerie sowie deren Beteiligung an Kunstmessen in Mexiko, Deutschland und Frankreich», wie sie dem «Höngger» auf Nachfrage erklärt.

    Sie stellt ihre Arbeiten in der ganzen Welt vor. Ihre Werke waren unter anderem im Lalit Kala Akademi Museum in New Delhi (Indien), in der Casa Museo Mariátegui in Lima (Peru), auf der Chiang Mai Social Installation (CMSI) auf Einladung des Goethe-Instituts Bangkok (Thailand), im Musée d’art et d’histoire in Neuchâtel sowie im Kunsthaus Biel Centre d’art Bienne zu sehen – um nur einige zu nennen, wie es in der Einladung heisst.

    Die Ausstellung

    Ellmerer, die ursprünglich in Meiringen aufgewachsen ist, präsentiert ihre Kunst also von der Schweiz aus rund um den Globus. «In der aktuellen Ausstellung zeige ich meine wuchernden Pflanzenstücke, mal fast unsichtbar fein, mal farbig fluoreszierend, dabei immer das Innenleben, die Kräfte der Pflanze aufspürend», sagt sie.

    Sie folge dabei der bekannten Biologin Lynn Margulis auf ihre Weise in oft grossformatigen Malereien. In den aktuellen Werken bestimmen Pflanzen als gleichberechtigte Partnerinnen das Farbgeschehen, das in feinen Vernetzungen, sacht getönten Schichten, die Bilder bewegen lässt.


    Barbara Ellmerer, Vibrations 2026, Tusche auf Papier auf Aluminium. (Foto: Gerold Hänggi)

    Dem «Höngger» erklärt Ellmerer, dass sie durch ihre Arbeit die Symbiose zwischen Pflanzen, Pilzen und Bäumen durchaus als Allegorie auf die Menschen und ihre Handlungen sehe. Statt im ständigen Kampf verbunden zu sein, sollten wir lernen, die Symbiose zu leben. «Biologie ist die Lehre des Lebens», sagt sie – und widerspricht damit im gewissen Sinne Darwin («Survival of the Fittest»). Nicht Konkurrenz, sondern Zusammenarbeit sichere das Überleben der Menschheit.

    Nun lädt die Künstlerin ein, sich in diese «vibrierenden Bildfelder hineinzubegeben und Malerei als Prozess von Umbruch und Transformation zu erfahren», wie die Galerie schreibt. Einige Bilder in Ölfarben, die nun nahe dem Élysée-Palast zu sehen sind, habe sie bereits vor einiger Zeit fertiggestellt, so Ellmerer, während weitere Werke, mit Kalligraphie-Tusche gemalt, für «Vibrations des plantes» geschaffen wurden.

    Höngg ist der Lebensmittelpunkt

    Auch wenn Ellmerer mit ihrer Kunst um die Welt reist, ist Höngg ihr Lebensmittelpunkt. «Ich habe hier das Wasser der Limmat und den Nebel auf dem Hönggerberg», sagt sie. Es sei die hiesige Natur, die sie immer wieder anrege und zum Arbeiten motiviere. Aber auch das Internationale: «Die ETH auf dem Hönggerberg verleiht Impulse für die Umgebung, das finde ich spannend», sagt Ellmerer.

    Bald wird sie aber wieder nach Paris reisen; ihre Bilder sind dort noch bis am 23. Mai zu sehen. Am 6. Mai ist sie dort zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

  • «Und dann kam Netflix»

    «Und dann kam Netflix»

    Maxwell Mare aus Höngg hat den Sprung in eine internationale Produktion geschafft. In der deutschen Serie «Kacken an der Havel», die Ende Februar auf Netflix angelaufen ist, spielt der 19-Jährige den Schweizer Köbi. Im Zentrum steht der Rapper Toni, der in sein Heimatdorf Kacken zurückkehren muss und dort mit einem völlig neuen Leben konfrontiert wird. Für Mare ist die Rolle ein wichtiger Meilenstein. Hier erzählt er, wie es dazu kam.

    Maxwell, du bist in Höngg gross geworden und hier immer noch zu Hause. Was bedeutet dir der Ort?

    Maxwell Mare: Ich bin hier aufgewachsen und kenne nichts anderes. Ich liebe Höngg, es ist sehr friedlich und gut angeschlossen. Besonders mag ich die Werdinsel

    Wie bist du zur Schauspielerei gekommen?

    Ich mache das, seit ich klein bin. Schauspielerei war für mich immer etwas Natürliches und hat einfach Spass gemacht. Ich bin ein offener Mensch und gerne unter Leuten. Obwohl meine Eltern nichts mit der Schauspielerei am Hut haben, haben sie mich immer unterstützt. Neben dem Schauspielunterricht bin ich auch anderweitig aktiv, etwa im Tischtennisclub Höngg, und kreativ tätig.

    Was war dein erster grösster Schauspielerfolg?

    Mein erster Kinofilm war «Rider Jack» im Jahr 2014. Ich habe die junge Version der Hauptrolle gespielt. Die erste grosse Rolle folgte in «Papa Moll». Ich habe mich beim Casting angemeldet und die Rolle des «Fritzli» bekommen. Ich machte Freudensprünge.

    Wie waren die Dreharbeiten von Papa Moll?

    Ich hatte den Spass meines Lebens. Die drei Monate am Dreh vergingen sehr schnell, weil ich so in meinem Element war. Mit der Schule war es gut vereinbar und sie haben mich unterstützt.

    Wie ging es dann weiter mit der Filmkarriere?

    Nach «Papa Moll» wurde es etwas ruhiger und ich habe mich auf die Sekundarschule konzentriert. Den Theaterunterricht habe ich aber immer weitergeführt. Meine Lehrerin ist Isabella Schmid, die im Film die Mutter Moll gespielt hat. Daneben hatte ich kleinere Theaterprojekte und spielte bei der SRF-Komödie «Amen Saleikum» mit. In dieser Zeit habe ich mich auch persönlich weiterentwickelt und wusste: Ich möchte mit der Schauspielerei fortfahren.

    Und wie kam es zu Netflix?

    Genau, dann kam Netflix! Das war eine ziemlich grosse Sache. Mein Theaterverein BellAcademia hat mich für ein E-Casting für die deutsche Netflix-Serie «Kacken an der Havel» vorgeschlagen. Zunächst hörte ich lange nichts. Doch plötzlich hiess es, ich solle nach Berlin kommen. Ich flog zum ersten Mal allein und hatte ein Reading. Mir war erst nicht klar, ob ich die Rolle tatsächlich bekommen hatte. Für das Team vor Ort offenbar schon, sie haben es nur nicht direkt ausgesprochen.

    Der Trailer der Serie «Kacken an der Harvel».

    War das mit der Lehre vereinbar?

    Ich habe im Sommer 2023 meine Lehre als Stickerei-Entwerfer begonnen. Ich wollte ein Jahr später den Betrieb wechseln und war gerade auf der Suche. Genau zu diesem Zeitpunkt kam die Einladung für «Kacken an der Havel» und der Dreh startete kurz darauf. Dafür konnte ich meine Ferientage einsetzen. Für die Berufsschule an der Schweizerischen Textilfachschule in Zürich und Winterthur bin ich mittwochs hin- und hergependelt. Insgesamt hatte ich rund 20 Drehtage.

    Stickerei-Entwerfer ist ein eher ungewöhnlicher Beruf.

    Ja, das ist tatsächlich ziemlich «nischig». In meinem Jahrgang bin ich der einzige Lernende. Ich designe bei der acundis AG Stoffe und Stickereien für Lingerie sowie Haute Couture und Prêt-à-porter. Mich fasziniert die Liebe zum Detail und der Weg vom Entwurf zum fertigen Produkt. Ich zeichne auch sehr gerne und habe vor der Lehre einen künstlerischen Vorkurs gemacht.

    Zurück zu Netflix, welche Rolle spielst du in der Serie?

    «Kacken an der Harvel» spielt in einem kleinen, fiktiven und ziemlich schrägen Dorf in Berlin-Brandenburg. Im Zentrum steht der Rapper Toni, der eigentlich berühmt werden möchte. Ich selbst spiele den Schweizer Jungen Köbi, der mit seinem Vater in das Dorf zieht. Ich bin da ein Exot, weil das Kaff ziemlich von der restlichen Welt abgeschottet ist. Ich mische mich etwas in das Geschehen vor Ort ein. Meine Rolle Köbi ist sehr aufgestellt und warmherzig, teils verwirrt und ein bisschen naiv.

    Inwiefern kannst du dich mit Köbi identifizieren?

    Uns verbindet vor allem die Herkunft aus der Schweiz und der Wunsch, für andere das Beste zu wollen. Ansonsten sind wir unterschiedlich: Er ist deutlich introvertierter als ich. Ich musste mich deshalb intensiv in die Rolle hineinversetzen, habe ihn aber sehr ins Herz geschlossen.


    Maxwell in seiner Rolle als Schweizer «Köbi». (Foto: zvg.)

    Wie war es für dich auf dem internationalen Set?

    Das war ein riesiges Erlebnis. Viele haben wegen meines guten Hochdeutschs gar nicht gemerkt, dass ich aus der Schweiz komme. Ich musste am Set ständig zwischen Schweizerdeutsch und Hochdeutsch wechseln, weil meine Rolle ausschliesslich Schweizerdeutsch spricht. Ich traf dabei auf Veronica Ferres und Jördis Triebel. Am meisten freute ich mich über die Begegnung mit dem Rapper und Schauspieler Fatoni alias Anton Schneider. Seine Musik kannte ich bereits. Mein Schweizerdeutsch brachte ihn in einer Szene zum Lachen und steckte das ganze Set an.

    Woran arbeitest du als Nächstes?

    Aktuell habe ich noch kein neues Projekt. Im Sommer schliesse ich meine Lehre ab, danach möchte ich mich stärker auf die Schauspielerei konzentrieren und aktiv nach Castings suchen. Mein Traum wäre wieder eine Rolle im Ausland. Ich könnte mir auch vorstellen, mit einem Agenten zusammenzuarbeiten.

    Vielen Dank für das Interview!

  • Die Zürcher Freizeit-Bühne unterstützt «Denk an mich»

    Die Zürcher Freizeit-Bühne unterstützt «Denk an mich»

    Im März spielte die Zürcher Freizeit-Bühne (ZFB) nach zweijähriger Pause wieder im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg. Gezeigt wurde die Komödie «Rekordverdächtig» (wir berichteten). Neben drei erfolgreichen Abendaufführungen gab es auch eine Benefizaufführung am Sonntagnachmittag.

    Begünstigt wurde – wie bereits in den Jahren zuvor – die Stiftung «Denk an mich». Ende März konnten die Einnahmen aus dieser Aufführung an den stellvertretenden Geschäftsführer und Leiter Fundraising, Patrick Huber, übergeben werden. Stolze 2300 Franken kamen zusammen.

    Die Präsidentin der ZFB, Vreni Jenni, sowie Heinz Jenni, Ehrenpräsident und Aktuar, überreichten den symbolischen Check persönlich in der Geschäftsstelle. Die Freude darüber sei «riesengross» gewesen, wie Jenni dem «Höngger» mitteilt.

    Die Stiftung «Denk an mich» unterstützt mit diesen Mitteln Ferien und Freizeitaktivitäten von Menschen mit Behinderungen. Als Solidaritätsstiftung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) setzt sie sich seit über 50 Jahren für die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein.

    Die ZFB, 1893 als Dramatischer Verein Höngg gegründet, blickt ihrerseits auf eine lange Tradition von Benefizvorstellungen zurück. Das jüngste Stück «Rekordverdächtig» wurde zudem auch zweimal in Wollishofen aufgeführt.

    Verwandter Artikel

    Dramen und Drama bei der ZFB

  • Verlosung: «Herbstfeuer»

    Verlosung: «Herbstfeuer»

    Ausgangspunkt des Films «Herbstfeuer» ist der Brand des Grandhotels Waldhaus in Vulpera im Jahr 1989. Das kulturell bedeutende Haus der Belle Époque zog über Jahrzehnte internationale Gäste aus Kunst, Adel und Politik an.

    Das Ereignis bleibt bis heute ungeklärt und sorgt immer wieder für mediale Aufmerksamkeit, zuletzt auch über die Landesgrenzen hinaus im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der vom Fotografen Lois Hechenblaikner wiederentdeckten Gästekarteien im Buch «Keine Ostergrüsse mehr».

    Im Zentrum des Films steht der letzte Hoteldirektor, der Jahrzehnte nach dem Brand gemeinsam mit einem pensionierten Polizeichef der Kantonspolizei Graubünden den Fall erneut aufrollt – und dabei selbst ins Visier der eigenen Ermittlungen gerät.

    Entlarvung der Illusion

    Der Film des Hönggers Roman Vital zeigt, wie persönliche und kollektive Narrative, Schuldzuweisungen und Gerüchte das Leben prägen und wie schwer es ist, zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektiver Wahrheit zu unterscheiden. Dadurch entsteht aus einem historischen Brandfall eine universelle Geschichte über den Umgang mit Vergangenheit und Wahrheit.

    Trailer Herbstfeuer Turaco Filmproduktion

    Der Film entlarvt die Illusion, dass letztere einfach zu haben ist und dass Vergangenheit eindimensional zu erzählen wäre. Dabei fordert er das Publikum auf, die eigenen Wahrnehmungen und Sichtweisen zu hinterfragen.

    Kino in Höngg

    Vital zeigt «Herbstfeuer» als mobiles Pop-up-Kino im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg. Es bedeute ihm sehr viel, den Film in seiner (Wahl)Heimat zu zeigen, wie er der «Höngger»-Redaktion mitteilt. Im Zwinglisaal sind an einem Tag vier Vorstellungen geplant.


    Der Filmemacher Roman Vital lebt in Höngg. (Foto: dad)

    Mitmachen & gewinnen

    Wir verlosen 4 × 2 Karten für jeweils eine der vier Aufführungen am Mittwoch, 29. April (siehe Box). Wer Karten gewinnen möchte, sendet bis am Mittwoch, 22. April, eine E-Mail an mitmachen@hoengger.ch. Bitte den Absender mit Telefonnummer und den Betreff «Herbstfeuer» sowie die gewünschte Uhrzeit der Vorstellung angeben.

    Mit der Teilnahme wird Ihre E-Mail-Adresse automatisch im Newsletter-Verteiler unserer Zeitung aufgenommen. Viel Glück!

    Herbstfeuer: Vorführungen in Höngg

    Mittwoch, 29. April,
    10.15, 13.30, 16.15 und 18 Uhr
    Zwinglisaal, ref. Kirchgemeindehaus Höngg
    Ackersteinstrasse 190

    In Anwesenheit von Roman Vital
    Karten: eventfrog.ch/kinohoengg

  • Miriam Veya gewann den Zürcher Krimipreis  

    Miriam Veya gewann den Zürcher Krimipreis  

    Wie der Website des Zürcher Krimipreises zu entnehmen ist, konnte die Zürcher Autorin Miriam Veya die Jury überzeugen. Ihr Krimi «Schatten über der Villa Patumbah», erschienen beim Zytglogge-Verlag, gewann den mit 2000 Franken dotierten Preis für die Jahre 2024/2025. Die Auszeichnung wird in Zusammenarbeit mit dem Quartierverein Wipkingen und dem Gemeinschaftszentrum Wipkingen vergeben.

    Veya hat laut Verlag an der Schule für Angewandte Linguistik (SAL) die Lehrgänge Publizistik und Literarisches Schreiben absolviert und an der Universität Freiburg Englische Linguistik und Literaturwissenschaft studiert. Nach ihrem Debütroman «Tod im Cabaret Voltaire» (2023) folgt nun mit «Schatten über Patumbah » der zweite Fall der Privatdetektivin Josephine Wyss.

    Feierliche Preisverleihung im Sphères

    In der Buchbar Sphères fand am 25. März eine feierliche Preisverleihung statt. Das Publikum habe einen spannenden Abend voller literarischer Abgründe genossen, wie es auf der Website des Krimipreises heisst. Durch den Abend führte der Moderator Marco Caduff und Inge Mathis las aus allen drei nominierten Werken vor. Nominiert waren weiter «Und mittendrin die Limmat» von Kiara Kern sowie «Hagenholz» von Esther Rein.

    Und darum geht es in dem Krimi

    Zürich, im März 1920: Josephine Wyss, seit Kurzem offiziell als Privatdetektivin tätig, schlägt sich mehr schlecht als recht mit kleinen Aufträgen durch. Durch Zufall erfährt sie von einem Mord in einem noblen Zürcher Herrenhaus: In der Villa Patumbah, einst mit Geld aus den Tabakplantagen auf Sumatra erbaut und seit einigen Jahren als Altersheim geführt, wird ein Bewohner erwürgt in seinem Zimmer aufgefunden. Die Tatumstände deuten darauf hin, dass der Mord etwas mit der Geschichte des extravaganten Hauses zu tun hat …

    Quelle: Zürcher Krimipreis / Zytglogge-Verlag

    «Schatten über der Villa Patumbah»

    Zytglogge Verlag, Bern
    Seitenanzahl: 280
    Format: 21 x 13.2 cm
    Gebundene Ausgabe
    ISBN: 978-3-7296-5152-4

  • Wasser mit allen Sinnen erleben

    Wasser mit allen Sinnen erleben

    Die Ausstellung «Urban Waters» der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) findet bis 12. April direkt an der Limmat beim GZ Wipkingen statt. Insgesamt 39 Installationen laden dazu ein, Wasser neu zu entdecken. Ergänzt wird die Ausstellung an den Wochenenden durch ein vielfältiges Programm mit Workshops und Veranstaltungen für Gross und Klein.

    Initiiert wurde das Projekt im Jahr 2024 durch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL), das die ZHdK beauftragte, Erlebnisse zum Thema Wasser zu entwickeln. Ziel war es, Umweltfragen über künstlerische Perspektiven erfahrbar zu machen. Für die künstlerische Leiterin Juliana Schneider liegt darin die besondere Stärke der Ausstellung: «In der Ausstellung gibt es keine Fakten, Nummern und Graphen – unsere künstlerische Perspektive macht den Zugang emotionaler und sinnlicher.»


    Juliana Schneider, die künstlerische Leitung von «Urban Waters». (Foto: zvg.)

    Sinnliche Installationen

    So zum Beispiel beim «OCTOTON», einer mehrheitlich aus Recyclingmaterialien entstandenen Tintenfischinstallation. Aus den Alutentakeln erklingen Wassergeräusche. Die Installation «I’m Happy When It Rains» hingegen funktioniert nur bei Regen: in verschiedenen Behältern dem Klang und Rhythmus fallender Regentropfen lauschen. Die Sensoren der Installation «My Rainbow» werden erst mit dem Sonnenlicht aktiviert. Feine Wasserdüsen formen einen Wasserwürfel und machen das Phänomen der Spektralfarben durch Lichtbrechung erfahrbar.

    Die ausgestellten Arbeiten stammen von Studierenden, Mitarbeitenden und Alumni der ZHdK. Insgesamt wurden 65 Projekte eingereicht, aus denen eine Jury eine Auswahl anhand verschiedener Kriterien traf. «Wir wollten ein vielfältiges Programm zusammenstellen, das unterschiedliche Zugänge ermöglicht und ein breites Publikum anspricht. Gleichzeitig musste die Umsetzbarkeit gewährleistet sein», erklärt Schneider.

    Die Ausstellung verfolgt ein klares Ziel: Besuchende sollen Wasser bewusster wahrnehmen und mit einem neuen Blick darauf nach Hause gehen. «Sie sollen motiviert werden, achtsam mit Wasser umzugehen», so Schneider. Bereits diskutiert wird über eine Fortführung der Ausstellung im kommenden Jahr.

    Das Programm

    «Urban Waters» präsentiert noch bis 12. April im GZ Wipkingen Performances, Workshops, Lesungen, Konzerte und Kunstinstallationen an der Limmat unter freiem Himmel. Das öffentliche Kunstfestival inspiriert zum Nachdenken und Erleben der ökologischen, sozialen und kulturellen Bedeutung des Wassers. 

    Zum vollständigen Programm