Kategorie: Kultur

  • Wildi Blaatere treten am Wartaufest auf

    Wildi Blaatere treten am Wartaufest auf

    Der Sommer in Höngg wird dieses Jahr früh eingeläutet: Vom 29. bis 31. Mai steigt das Wartaufest. Einer der Höhepunkte findet am Samstag, 30. Mai, um 11 Uhr statt: Dann steht die Band Wildi Blaatere auf der Bühne. Wo im letzten Jahr Andrew Bond ein grosses Kinderpublikum begeisterte, spielen diesmal Töme Haldimann, Sibylle Aeberli, Bice Aeberli und Fidel Aeberli.

    Letzterer – Neffe von Sibylle und Sohn von Bice – ist das jüngste Mitglied, lebt in Höngg, spielt Gitarre und Schlagzeug – und singt auch. «Wir machen Musik für Kinder und Erwachsene», sagt er beim Besuch in der «Höngger»-Redaktion. In der Tat: Songs mit Titeln wie «Piratetanz» oder «Pizza» animieren zum Mitsingen und sind verspielt, zugleich aber frech und rockig produziert.

    Wie alles begann


    Gitarrist, Schlagzeuger und Sänger Fidel Aeberli. (Foto: dad)

    Die Wildi Blaatere sind noch eine relativ junge Band. Sie entstand vor rund drei Jahren aus der Kinderkultband Schtärneföifi. Bereits Fidel Aeberlis Vater Boni Koller war Teil der Formation, die ab den 1990er-Jahren in der ganzen Schweiz für Furore sorgte. Als sich Schtärneföifi auflösten, beschlossen Sibylle Aeberli und Töme Haldimann, mit der Kindermusik weiterzumachen und gründeten zunächst mit Bice Aeberli die Wildi Blaatere.

    Fidel Aeberli half anfangs als Schlagzeuger aus. «Sie haben mich dann gefragt, ob ich nicht als Gitarrist und Sänger fest einsteigen will – und ich hatte Lust, es zu probieren», erzählt er. Mittlerweile schreibt er auch Songs für die Band, die heute über ein eigenes Repertoire verfügt – ergänzt durch beliebte Stücke aus der «Schtärneföifi»-Zeit.

    Ein ehrliches Publikum

    Fidel Aeberli, der als Sozialpädagoge arbeitet, findet Inspiration im Alltag mit seinen beiden Kindern. «Neben der Musik und meinem Beruf bin ich drei Tage pro Woche als Hausmann tätig, ich verbringe daher viel Zeit mit meinen Kindern», sagt er. Musik war für ihn immer eine grosse Leidenschaft, die er mit den Wildi Blaatere nun wieder verstärkt ausleben kann.
    «Kinder sind ein ehrliches und emotionales Publikum», so Aeberli.

    Deshalb gehe es bei den Konzerten nicht nur um die Musik, sondern ebenso um Unterhaltung und Interaktion. «Die Kinder wollen antworten, mitmachen und mittanzen.» Entsprechend enthalten die Auftritte auch viele theatralische Elemente. Kinder dürfen auch einmal auf die Bühne oder die Bandmitglieder mischen sich unter das Publikum.

    Albumtaufe am Wartaufest

    Die Wildi Blaatere geben nicht nur Konzerte, sondern haben kürzlich auch ihr erstes Album aufgenommen. Die Taufe der neuen Scheibe, die ausschliesslich digital erhältlich ist, findet am Wartaufest statt. Zu hören sind die neun Songs bereits ab dem 8. Mai auf gängigen Plattformen. «Die Aufnahmen fanden in meinem Musikkeller statt – das Album ist also quasi ein Höngger Produkt», sagt Fidel Aeberli lachend.

    Für ihn, der bereits mit anderen Formationen Alben veröffentlicht hat, ist das Debüt der Wildi Blaatere dennoch etwas Besonderes: «Es ist das erste Mal, dass ich eine Produktion mit Kindermusik veröffentliche.» Der Wunsch der Band ist klar: Die Lieder sollen ein Publikum finden – und Jung und Alt gleichermassen Freude bereiten.

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    Gestatten: Bond, Andrew Bond

    Das Wartaufest 2026

    Vom 29. bis 31. Mai
    Platz vor der Remise Wartau, Limmattalstrasse 260
    Vorverkauf Wildi Blaatere: Eventfrog
    Weitere Informationen: wartau.info

  • Kunstpreis der Stadt Zürich geht an Erika Stucky

    Kunstpreis der Stadt Zürich geht an Erika Stucky

    Der Kunstpreis der Stadt Zürich geht im Jahr 2026 an Erika Stucky. Der Preis ist mit 50 000 Franken dotiert. Erika Stucky arbeitet national und international als Sängerin, Performerin, Komponistin und Akkordeonistin. Seit Beginn ihrer Karriere lebt Erika Stucky überwiegend im Grossraum Zürich, tourt aber seit Jahren auch erfolgreich in Deutschland und Österreich.

    Wo sie hinkommt, löst sie mit ihrer imposanten Stimme und beeindruckenden Bühnenpräsenz Begeisterung aus. Sie ist ein Urgestein der unverfrorenen Performance, eine Meisterin im Weiterführen und Brechen von Tradition sowie im Zusammenbringen von Menschen und Musik. Mit einer beispiellosen Unabhängigkeit und begnadeter Frechheit gegenüber dem Publikum, dem musikalischen Material und dessen Überlieferung, singt, tanzt und inszeniert sie sich.

    Erika Stuckys eigenständiges und konsequentes Arbeiten wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt beispielsweise 2014 einen Schweizer Musikpreis und 2020 den Grand Prix Musik. Der Zürcher Kunstpreis 2026 ist die konsequente und wichtige Bestätigung und Auszeichnung der Stadt, aus der sie die Kraft für ihr Schaffen schöpft und auf die sie mit ihren Produktionen, Zusammenarbeiten und Auftritten immer wieder zurückwirkt.

    Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste für Thierry Frochaux

    Die Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste – dotiert mit 20 000 Franken – verleiht die Stadt Zürich dem Kulturjournalisten Thierry Frochaux. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet Thierry Frochaux die Zürcher Kulturlandschaft mit wachem Blick, grosser Kenntnis und unabhängiger Haltung. Frochaux leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Sichtbarmachung des vielfältigen kulturellen Angebots in Zürich.


    Portrait von Thierry Frochaux. (Foto: zvg.)

    Sein Interesse gilt der gesamten Bandbreite von Theater, Tanz, Film und Musik – unabhängig von Bekanntheit, Budget oder öffentlicher Aufmerksamkeit. Jahr für Jahr besucht er eine beeindruckende Zahl von Produktionen und bleibt dabei stets nah an den Entwicklungen der lokalen Szene. Damit ist er zu einer unverzichtbaren Stimme des kulturellen Lebens geworden und in besonderer Weise auszeichnungswürdig, gerade in einer Zeit, in der die Kulturberichterstattung zunehmend unter Druck steht.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

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    Eine Maturarbeit mit Tiefgang

  • Nach 55 Jahren Kunst bleibt die Sehnsucht nach Harmonie

    Nach 55 Jahren Kunst bleibt die Sehnsucht nach Harmonie

    Eigentlich war es Zufall, dass Jürg Treichler überhaupt mit dem Malen begann. Der damalige Primarlehrer kritzelte während einer Sitzung vor sich hin. Ein Kollege schaute die Zeichnung an und kaufte sie ihm gleich ab. Kurz darauf malte Treichler eine Winterlandschaft und zeigte sie seinem Vater. Dieser hielt das Bild zuerst für ein Werk des bekannten Thurgauer Malers Adolf Dietrich.

    Vom Malen leben wollte und konnte Treichler nie. Neben seiner Arbeit als Lehrer und später bei einer Suchtpräventionsstelle reduzierte er sein Pensum bewusst, damit genügend Zeit fürs Zeichnen und Malen blieb. Sein Atelier befindet sich mitten in seiner Wohnung in Wipkingen. Lange arbeitete er dort vor allem mit Gouachefarben. «Ölfarben riechen in der Wohnung doch etwas intensiv», schmunzelt er.


    Treichler posiert vor seinem Lieblingsbild. Es zeigt eine Szene aus Hamburg und hing lange in seinem Wohnzimmer. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Die wohl letzte Vernissage

    Nun könnte die Ausstellung in der Kronengalerie an der Froschaugasse 3 seine letzte sein. Bereits zum dritten Mal stellt er dort aus. Gemeinsam mit dem Galeristen und weiteren Helfenden richtete er die Ausstellung ein. Dafür stand Treichler schon frühmorgens um fünf Uhr auf. «Ich merke, so eine Ausstellung ist ein grosser Stress», sagt der 83-Jährige und lacht. Altersbedingt werde es wohl die letzte Vernissage bleiben.


    Bereits zum dritten Mal stellt Jürg Treichler seine Werke in der Kronengalerie aus. (Foto: Jasmine Osterwalder)

    Der Titel der Ausstellung kommt nicht von ungefähr. «Noch bleibt die Sehn-Sucht nach Harmonie» sei auch ein Blick auf die heutige Weltlage. «Ich will das Gute bewahren. Es wäre schön, wenn es so bleibt», sagt Treichler. Das Malen helfe ihm, den Alltag zu verarbeiten. Gleichzeitig spricht er von seiner «Sucht» nach dem Malen. Kaum sei ein Bild fertig, beginne im Kopf schon das nächste.

    Wipkingen als Inspirationsquelle

    Inspiration findet Treichler immer wieder direkt vor der Haustüre. Das Wipkinger Viadukt oder das frühere Milchhüsli hat er schon mehrfach festgehalten. Auch an der Limmat oder im Zürcher Niederdörfli entdeckt er laufend neue Sujets. «Ich probiere Dinge festzuhalten, die es irgendwann nicht mehr gibt», erzählt er und nennt als Beispiel den früheren Saftladen im Niederdörfli.

    Doch nicht nur Zürich findet Platz auf seinen Bildern. Auch verschiedene Städte oder die Provence tauchen immer wieder auf. Ein Bild aus Hamburg liegt ihm besonders am Herzen, auch weil seine Frau aus Bremen stammt. Lange Zeit hing das Werk im eigenen Wohnzimmer.

    Der Stil wurde mit den Jahren schwungvoller

    Treichler malt Menschen, Landschaften und Alltagsszenen. Über die Jahre wurde sein Stil immer freier und schwungvoller. Besonders geprägt habe ihn der Zürcher Künstler Henri Schmid, dem er sich in einem Männer-Zeichenclub anschloss. Auch mit Tusche experimentierte Treichler viel in seinen Notizbüchern. «Früher hätte ich vieles zuerst mit Bleistift vorgezeichnet und wieder radiert», sagt er. Heute arbeite er direkter und spontaner. Sein Stil wurde von seinem Freund scherzhaft als «präexpressionistischer Treichler-Impressionismus» beschrieben.

    Ein treuer Bewunderer

    Dass Treichlers Bilder die Menschen berühren, zeigte auch die gut besuchte Vernissage. So viele Leute habe er nicht erwartet, sagte Treichler gerührt. An der Vernissage sprach Beat Thöny, ein Freund Treichlers Malerei. Aufgefallen seien ihm Treichlers Bilder zweier unterschiedlichen Ansichten der Spiegelgasse vor etwa 20 Jahren in einem Schaufenster. Weil er sich damals nicht entscheiden konnte, erwarb er kurzerhand beide.: «Ich wollte damals kein Werk von ihm kaufen, sondern zwei.» Mittlerweile besitzt er mehrere Bilder des Wipkinger Künstlers.

  • Hönggerin feiert Kinostart mit «Unter Pflanzen»

    Hönggerin feiert Kinostart mit «Unter Pflanzen»

    Von Pia Soldan

    Es war ein Interview mit Autorin und Biologin Florianne Koechlin, das die studierte Dokumentar- und Experimentalfilmerin Antshi von Moos sofort für das Thema der Biokommunikation einnahm. «Im 20. Jahrhundert ist die Mauer zwischen Mensch und Tier löchrig geworden», sagte Koechlin im März 2018 gegenüber der «Emma». «Jetzt gerät die Mauer zwischen Mensch und Pflanzen ins Wanken.»

    Sehr zur Freude von Antshi von Moos. Entspannt sitzt die 40-Jährige auf einer Waldlichtung auf dem Hönggerberg und schildert ein Beispiel für die Kommunikation zwischen Pflanzen und Schlupfwespen. Ihre Augen leuchten, als sie erklärt, der Baum erkenne am Speichel die Art der seine Blätter anknabbernden Raupe.

    Entsprechend kombiniere er seine Duftstoffe in der jeweils passenden Dosis – «wie bei einem Parfüm», um exakt die Schlupfwespe anzulocken, die ihn vor dem Gefressenwerden retten kann. Er kreiert den Duft mit der Nachricht: «Hilfe, ich werde angefressen!»

    Die Schlupfwespe befällt die Raupe und legt ihre Eier im Raupenkörper ab, sodass die Schlupfwespenlarven das Tier allmählich von innen her verspeisen. Gleichzeitig «spricht» der Baum mit seinen Nachbarn: «Achtung, es kommt Gefahr!»

    Poetisch und wissenschaftlich

    Mit dem Menschen hingegen kommunizieren die Pflanzen nicht auf diese direkte Weise. Aber Antshi von Moss fasziniert es, «dass wir immer umgeben sind von dieser Kommunikation». Auch von der wohltuenden Wirkung der Duftstoffe auf den Menschen ist die leidenschaftliche Gärtnerin überzeugt. Seit der Zufall sie nach Höngg führte, schätzt sie es daher, so nahe am Wald zu leben.

    Im Jahr 2021 bewarb sich Antshi von Moos mit einem Konzept für einen Dokumentarfilm an der Zürcher Hochschule der Künste (ZhdK), der das Zusammenspiel zwischen Mensch, Insekt und Pflanze auf ebenso poetische und philosophische wie naturwissenschaftliche Weise in den Blick nehmen sollte. Von den ersten Ideen an erarbeitete sie sich auf dem Toni-Areal den gesamten Produktionsprozess eines Dokumentarfilms.

    Während der Produktion nahm Antshi von Moos Kontakt zu Florianne Koechlin auf. Über die Biologin, die acht Bücher über Pflanzenkommunikation vorzuweisen hat, sagt die Regisseurin: «Sie stellt im Film die grossen Fragen: Was bedeutet es für uns als Gesellschaft, wenn wir lernen, dass Pflanzen lebende Organismen sind?»


    Szene aus dem Film «Unter Pflanzen». (Foto: Vinca Film)

    Für ihren Film wählte Antshi von Moos Personen aus, die tagtäglich mit Pflanzen arbeiten. Auf diese Weise kam ein feines Geflecht aus Perspektiven zustande. Neben Florianne Koechlin holte die Filmerin auch Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger vor die Kamera. In seinem Permakulturgarten hebt das künstlerische Duo die Grenzen zwischen Mensch und Pflanze auf.

    Jörg Lenzlinger erklärt gar den Begriff der Natur als solchen für absurd, da dieser den Menschen als ausserhalb der Natur definiere, «als ob das zwei verschiedene Dinge sind. Aber so kann es ja gar nicht sein! Weil wir ja voll von diesem Leben sind und der sogenannten Natur gar nie entkommen können». An der Perspektive von Steiner und Lenzlinger schätzt Antshi von Moos unter anderem, dass sie einen humorvollen Blick auf diese Beziehung werfen, wie sie sagt.

    Empathie entwickeln

    Aus dem Experimentalfilm kommend bewegt sich die Regisseurin sicher in der Kunst. Auch ihre eigene künstlerische Perspektive lässt sie in «Unter Pflanzen» einfliessen: «Den poetisch-sinnlichen Zugang sieht man sicher in den Makroaufnahmen von den Pflanzen, Schnecken und Insekten.»

    Entstanden sind diese in Zusammenarbeit mit Pascal Kohler, der zuvor einen Film über Wildbienen gedreht hatte und Erfahrungen mitbrachte, die sich für Antshi von Moos‘ Projekt als äusserst wertvoll erwiesen. Die so entstandenen Aufnahmen stehen für sich, ohne Ergänzung durch einen Off-Text, widerstrebte es der Regisseurin aber, die Pflanzen ausschliesslich «top-down» zu betrachten, wie sie sagt.

    Stattdessen wollte sie «Empathie mit Pflanzen entwickeln, ohne sie zu vermenschlichen». Um diese Sequenzen hörbar zu machen, setzte sie hochsensitive im Boden versenkbare Mikrofone ein. «Man sieht nur die Pflanzen und man hört akustische Interpretationen dessen, was wir mit dem Mikrofon gehört haben.» Hierfür hat Pablo Jókay eine ganz spezielle Filmmusik entwickelt.

    Um das auf diese Weise Hör- und Sichtbare einzuordnen, wandte sich Antshi von Moos an eine «absolute Expertin und Pionierin». Prof. Dr. Consuelo de Moraes leitet an der ETH Zürich die Biocommunication Group. Bei ihr lernte die Regisseurin die Hintergründe der Duftstoffkommunikation kennen und erhielt Einblicke in die Forschung zum Florigen, einem Stoff, der Pflanzen zum Blühen bringen könnte.

    Der offizielle Trailer zum Film «Unter Pflanzen – Ein Perspektivenwechsel».

    Auf Inszenierungen verzichtete Antshi von Moos bei ihren Dreharbeiten im Labor: «Ich wollte den wissenschaftlichen Alltag zeigen.» Weisse Kittel etwa spielen in «Unter Pflanzen» keine Rolle. Hier an der Rämistrasse erfuhr sie zum ersten Mal von der Vielfalt der Forschung zum Thema. Wöchentlich, so sagte man ihr, erschienen Artikel zu den unterschiedlichsten Aspekten der Biokommunikation.

    Doch die Auseinandersetzung mit ihnen ende oft an den Hochschultüren und zwischen den Heftumschlägen. Für Antshi von Moos ist das Grund genug, mit «Unter Pflanzen» einen Beitrag zu leisten, das Wissen aus den Laboren in die Gesellschaft zu tragen.

    Der Filmstart

    Die Gelegenheit, etwas davon aufzuschnappen, gibt es am 20. Mai um 14.10 Uhr beim Special Screening mit Biologin und Autorin Florianne Koechlin und Antshi von Moos im Houdini an der Badenerstrasse 173. Wer sich ein wenig Praxis wünscht, kommt am 21. Mai um 18.30 Uhr ins Houdini, denn von dort aus bietet Yvonne Christ von Grün Stadt Zürich einen Rundgang zum Thema Siedlungsökologie an. Am 14. Mai kommt «Unter Pflanzen» in die Deutschschweizer Kinos. Mehr Infos gibt es unter vincafilm.ch oder unterpflanzen.ch

  • Regisseur Roman Vital brachte «Herbstfeuer» nach Höngg

    Regisseur Roman Vital brachte «Herbstfeuer» nach Höngg

    «Wenn die Leute nicht ins Kino können, muss halt das Kino zu ihnen», sagt Roman Vital. Tatsächlich begrüsst der Regisseur die Gäste im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg mit seinem Pop-up-Kino persönlich. Er zeigt dort seinen Dokumentarfilm «Herbstfeuer». Für Vital selbst ist es etwas Besonderes, sein Werk nun auch im eigenen Quartier zeigen zu können. «Ich fand es so schön, dass Nachbarn kommen. Durch das Flyer-Verteilen in die Briefkästen erlebte ich das Quartier wieder von einer neuen Seite.»

    Im Zentrum von «Herbstfeuer» steht der Brand des traditionsreichen Grandhotels Waldhaus Vulpera im Unterengadin im Jahr 1989. Das imposante Gebäude im Stil der Neorenaissance galt einst als Treffpunkt der internationalen Elite: Bundesräte, Schriftsteller, reiche Geschäftsleute und indische Prinzessinnen logierten dort. Der Brand verursachte einen Schaden von rund 30 Millionen Franken – die Ursache blieb ungeklärt.

    Herbstfeuer – Ein Film von Roman Vital

    Im Film begleitet Vital den damaligen Hoteldirektor Rolf Zollinger, der bis heute nicht von den Ereignissen loskommt. Jahrzehnte später rollt Zollinger gemeinsam mit einem pensionierten Ermittler den Fall nochmals auf. Er hatte die Hoffnung, endlich Antworten zu finden. Vital interessierte weniger der Kriminalfall selbst als die psychologische Dimension. «Es geht im Film um das Loslassen und darum, dass wir nie die ganze Wahrheit sehen können», erklärt der Regisseur.

    Persönliche Verbindung

    Der Film ist für Vital ein sehr persönliches Projekt. Der damalige Hoteldirektor Rolf Zollinger ist sein Götti. Lange hatte er kaum Kontakt zu ihm. Erst ein intensives Gespräch vor einigen Jahren änderte das. «Er erzählte mir die ganze Geschichte des Brandes in dreieinhalb Stunden», erinnert sich Vital. «Da wurde mir bewusst, dass seine Geschichte etwas Universelles hat.»

    Die Recherchen begannen bereits vor fünf Jahren. Vital führte zahlreiche Gespräche, sichtete Archivmaterial und traf die beteiligten Personen mehrfach. Besonders wichtig war ihm dabei, verschiedene Perspektiven einzubeziehen. «Wenn wir nur eine Perspektive haben, hängt man in einer Welt fest, in der man sich eine einseitige Geschichte konstruiert.»

    Der Film lebt stark vom Gegensatz seiner Hauptfiguren: «Ich habe einen emotionalen Hoteldirektor und einen faktenbasierten Kommissar. Das gibt per se schon eine gute Konstellation», sagt Vital. Immer wieder stellt der Film die Frage, wie Menschen mit Schicksalsschlägen umgehen und wie weit Wahrheit überhaupt eindeutig feststellbar ist. Dabei sei das Thema universell. «Der Film hat viele Andockpunkte zum eigenen Leben und löst Erinnerungen aus», sagt Vital. Gerade deshalb seien die Reaktionen des Publikums sehr unterschiedlich.

    Bewegende Reaktionen

    Viele Filmfans, die das Pop-up-Kino besuchten, verbanden persönliche Erinnerungen mit dem Hotel oder der Region. Heidi Bader aus Dielsdorf kam aus emotionalen Gründen an die Vorstellung. Ihr Mann war früher Wanderleiter im Hotel und die beiden wohnten damals oft selbst im «Vulpera». «Der Film war tiefgründig und gut», meint sie nach dem Film. Das offene Ende beschäftige sie aber noch.

    Auch Ines Bernasconi aus Uetikon-Waldegg erinnert sich an Ferien als Kind im «Vulpera»: «Bis zum Brand waren meine Eltern jedes Jahr dort. Wir sind alle Wege abgewandert.» Besonders geblieben seien ihr das grosse 1.-August-Buffet und das Feuerwerk. «Mir gefiel die Geschichte von Zollinger und zu sehen, dass es ihm heute gut geht. Ich hätte mir aber gewünscht, dass im Film noch mehr zur Brandursache herauskommt.» Gabrielle Guckelberger aus Höngg sieht die Länge des Films ambivalent: «Gewisse Szenen waren etwas lang. Aber das war wohl nötig, um Details auszubeineln.» Als Engadin-Fan habe sie den Film dennoch sehr spannend gefunden.


    Im reformierten Kirchgemeindehaus Höngg zeigte Roman Vital vier Vorstellungen seines Filmes. (Foto: jao)

    Neben dem Film selbst stiess auch das kleine Quartierkino von Vital auf viel Sympathie. Esther Hiltebrand und Margrit Castelmur schätzen das unkomplizierte Angebot in Höngg. «Das ist ganz herzig so. Es braucht eigentlich gar keinen grosser Saal dafür», sagt Castelmur. Und Hiltebrand ergänzt: «Es ist toll, dass wir nicht extra in die Stadt müssen.» Genau darum geht es Vital mit seinem Pop-up-Kino-Konzept: Filme dorthin zu bringen, wo klassische Kinos verschwunden sind oder kaum mehr stattfinden.

  • «Mamma Mia!»: Eine Hönggerin im Abba-Fieber

    «Mamma Mia!»: Eine Hönggerin im Abba-Fieber

    Mittlerweile dürfte die Geschichte des Musicals «Mamma Mia!» fast allen bekannt sein. Die originale Bühnenfassung mit den Abba-Hits sprengte Rekorde, und die Hollywood-Verfilmung mit Meryl Streep wurde zum Millionenseller. Dennoch eine kurze Erinnerung: Auf einer griechischen Insel betreibt Donna eine kleine Pension, während sich ihre Tochter auf die Hochzeit vorbereitet. Diese will unbedingt ihren bis anhin unbekannten Vater einladen – doch genau das wird zum «Problem». In einem Tagebuch ihrer Mutter findet Sophie Hinweise auf gleich drei mögliche Kandidaten. Kurzerhand lädt sie alle drei Männer ein. Das sorgt für reichlich Tumult – und für viel Musik und Tanz auf der sonst so friedlichen Insel.

    «Mamma Mia!» funktioniert weltweit: Das Musical wurde bereits in 16 Sprachen aufgeführt, darunter Deutsch, Schwedisch, Spanisch, Koreanisch, Französisch und Niederländisch. Warum also nicht auf Schweizerdeutsch? Eric Hättenschwiler und Dominik Flaschka (Dialoge) sowie Roman Riklin (Songtexte) gaben der Geschichte einen Mundartanstrich. Ab dem 7. Mai erobern nun Donna (Sandra Studer) und Sophie (Judith von Orelli) bis am 14. Juni die Maag-Halle – im gewohnten Setting und in vertrauter Sprache.


    Szene aus «Mamma Mia!». (Foto: René Tanner)

    Heimkehr auf die Musicalinsel

    Mit auf der Insel: die Hönggerin Maja Xhemaili-Luthiger. Für die diplomierte Bühnentänzerin und Musicaldarstellerin ist die Produktion so etwas wie ein Heimkommen, wie sie dem «Höngger» erzählt. Bereits vor acht Jahren stand sie bei den Thunerseespielen in «Mamma Mia!» auf der Bühne; ebenfalls unter der Regie von Dominik Flaschka.


    Lebt mit ihrer Familie in Höngg: Maja Xhemaili-Luthiger. (Foto: zvg)

    «Es ist ein grossartiges Stück, und das Ensemble ist besonders im ersten Teil gefordert», sagt Xhemaili-Luthiger. Ironischerweise hielt die Hönggerin früher nicht besonders viel von Abba-Songs. Mit dem Engagement änderte sich das jedoch. Im Hinblick auf die kommenden Shows sagt sie: «Ich nahm an, ich müsste die für meine Rolle erforderlichen Choreografien und Noten neu lernen. Doch mein Körper schien sich noch sehr gut an die Shows in Thun zu erinnern.»

    Einen besonderen Bezug hat sie inzwischen auch zu einem der Lieder: «Slipping Through My Fingers» erklingt im Musical, wenn Donna realisiert, wie schnell ihre Tochter erwachsen wurde. «Seit drei Jahren bin ich selbst Mutter eines Kindes. Deshalb kann ich mich in diesen Song sehr gut einfühlen», sagt Xhemaili-Luthiger.

    Plan B im Hinterkopf

    Ursprünglich wollte Xhemaili-Luthiger eine Ballerina werden und absolvierte die Grundausbildung u.a. an der Schule des Opernhaus Zürich. «Doch ich war zu klein für eine klassische Ballettkarriere», sagt sie. Deshalb entschied sie sich für eine Musicalausbildung an der Hamburg School of Entertainment und bildete sich später in New York und Zürich weiter.

    Mit Erfolg: Seither steht Xhemaili-Luthiger regelmässig auf der Bühne. 2017 war sie beispielsweise in der Operette «Das Land des Lächelns» am Opernhaus Zürich zu sehen sowie in «Tanz der Vampire» in Wien. In Emmen spielte sie in «Sister Act», und 2019 war sie Choreografin für «Jesus Christ Superstar». Zuletzt, im Jahr 2025, gehörte sie zum Cast von «Der Glöckner von Notre Dame» in Thun.

    «Ich hatte zunächst einen Plan B und bin ausgebildete Primarlehrerin. Das gab mir etwas Gelassenheit. Unterrichtet habe ich bislang jedoch wenig, da es mit dem Bühnenberuf vorwärts ging.» Ein Beruf, der die junge Mutter auch privat fordert. Da ihr Mann, Lavdrim Xhemaili, ebenfalls Darsteller ist (wir berichteten), sind die Arbeitszeiten der jungen Eltern unregelmässig – die Unterstützung der Familie sei daher unentbehrlich. «Bislang funktioniert das sehr gut. Wie es in ein paar Jahren aussieht, werden wir sehen», sagt Xhemaili-Luthiger. Sie hofft, dass Höngg auch künftig ihr Lebensmittelpunkt bleibt: «Wir leben enorm gerne hier im Quartier.»

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    Der fliegende Höngger

    Mamma Mia bei den Thunerseespiele
  • Höngger Illustrator gewinnt Preis bei Badener Ausstellung

    Höngger Illustrator gewinnt Preis bei Badener Ausstellung

    Was steht für unsere Gesellschaft auf dem Spiel, wenn ein Ende der Debatte droht? Eine Frage, die in der Ausstellung an der Badstrasse in Baden thematisiert wird. Dort ist noch bis 17. Mai eine kritisch-humorvolle Cartoon-Ausstellung zu sehen, organisiert von der Satire-Plattform «Bissfest».

    Insgesamt nahmen über 100 Cartoonistinnen und Cartoonisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz daran teil. Ihre insgesamt 190 Werke sind als bissige Beiträge zur Presse- und Meinungsfreiheit zu verstehen und werden im Grossformat auf mobilen Plakatwänden präsentiert.


    Haller sicherte sich den 3.Platz (Foto: zvg.)

    Mit dabei ist auch der Höngger Illustrator Stefan Haller, den unsere Leserschaft als Schlorian, den Cartoonisten in der Grossauflage, kennt. Nun hat eine Jury von «Bissfest» drei Werke der Ausstellung ausgezeichnet und mit einem Preisgeld bedacht – Haller erreichte den dritten Platz.

    «Die hochentzündliche Spannung in diesem Cartoon war für die Jury beim Betrachten fast physisch spürbar: Schlorian zeigt in dieser Arbeit wunderbar plakativ, wie rasch wir uns aneinander reiben und wie leicht ein gefährlicher Funke entstehen kann», so die Jury.

    Für 500 Jahre der Badener Disputation

    Hinter der Satire-Plattform steht der 2019 gegründete Badener Verein «SlamJamCartoon», der eine Plattform für die Kunst des offenen Dialogs bieten will. Konkret: «Denken und Kommunizieren kulturell inszeniert, gesprochen, gesungen und gezeichnet», wie es auf der Website heisst. Die Ausstellung «Ende der Debatte?» begleitet das 500-Jahr-Jubiläum der Badener Disputation.

  • Live in Höngg: Ein Trio sprengt die Genres

    Live in Höngg: Ein Trio sprengt die Genres

    Unkonventionell sind Rose & Doctor nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch in ihrer Zusammensetzung: Jina Rose und ihr Vater Mike Doctor musizieren seit über 15 Jahren miteinander. Mike Doctor tourte schon in den wilden 1960er-Jahren mit diversen Bands und war Teil des deutschen Ensembles im Musical «Hair». Er komponiert auch klassische Musik, doch im Herzen ist und bleibt er ein Rocker.

    Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm: Seine Tochter Jina Rose – in Höngg auch als ehemalige Mitarbeiterin dieser Zeitung bekannt – hat sich einen bunten Weg durch diverse Stile gebahnt und testet gerne die Grenzen ihrer Stimme aus. Rose & Doctor haben bereits viele Songs gemeinsam geschrieben und aufgenommen sowie Konzerte im In- und Ausland gegeben. Eine Zeit lang waren sie als Soul-Punk-Band mit Bass und Schlagzeug unterwegs. Aus dieser Ära stammt das Musikvideo «To My Lover», das bei mehreren internationalen Filmfestivals in die Auswahl kam.  

    «ROSE & DOCTOR – To My Lover»

    Alte Wege neu gehen  

    Als die Punkband auseinander ging, hiess es «Back to the roots»; zurück zu Gitarre und zum Gesang. Dass ein Duo so rockig sein kann, überrascht viele Leute. Durch Effekte entstehen zudem träumerische Klangteppiche, und mit verschiedenen Gitarren sowie seiner originellen Gitarrenstimmung kreiert Mike Doctor überraschende Klänge.

    Ganz neu ist nun Ricky Jamin am Keyboard mit am Start. So kommen einige Songs der EP «Beyond Safety», die Rose & Doctor 2018 in Prag aufgenommen haben, ganz neu zur Geltung. Das Trio tritt nun am Freitag, 8. Mai, das erste Mal in Höngg im «CaBaRe» auf. Das Publikum darf sich auf eingängige Melodien, spannende Harmonien und vielfältige Stimmungen freuen.

    Das Konzert

    Rose & Doctor
    Freitag, 8. Mai, 20 Uhr
    CaBaRe, Rütihofstrasse 40
    Eintritt frei, Kollekte

  • Tanzhaus feiert 30 Jahre mit Festival für nachhaltige Zukunft

    Tanzhaus feiert 30 Jahre mit Festival für nachhaltige Zukunft

    Seit 30 Jahren sind die Türen vom Tanzhaus Zürich in Wipkingen geöffnet: In drei Studios entstehen Bühnenproduktionen, oft in Koproduktion mit ausgewählten lokalen Kunstschaffenden. Daneben fungiert es als inspirierender Residenz- oder Trainingsort für zeitgenössischen Tanz und ebensolches Ballett. Das Tanzhaus Zürich bietet eine Auswahl an Kursen für Erwachsene und zeigt unter dem Label «Tanzhaus Young» auch Vorstellungen für ein junges Publikum.

    «MovingTowardsZero»

    Im Juni feiert das Tanzhaus Zürich sein 30-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass zu einem dreitägigen Jubiläumsfestival ein. Unter dem Titel «MovingTowardsZero» vereint das Programm vom 26. bis 28. Juni Kunst, Aktivismus und gemeinschaftliches Erleben. Geplant sind Workshops, Performances und Rituale, die neue Perspektiven auf ein nachhaltiges Zusammenleben eröffnen.

    Diskursreihe mit vielseitigen Persönlichkeiten

    Bereits im September eröffnete die gleichnamige Diskursreise «MovingTowardsZero» den Denk- und Begegnungsraum. Dabei gaben internationale Expertinnen und Experten monatliche, thematische Inputs, wie zu Zukunftsfragen, Nachhaltigkeit oder neuen Formen des Zusammenlebens. So fand beispielsweise ein Gespräch der Politikerin Mandy Abou Shoak mit der französischen Autorin Emilia Roig statt oder der deutsche Aktivist Tadzio Müller unterhielt sich mit Drag Kuh «Soya the Cow».

    Politikerin Mandy Abou Shoak im Gepräch mit der französischen Autorin Emilia Roig

    Legendäre KUNT-Party und «Happy Hype» im Programm

    Das Festivalprogramm ist vielseitig und wird laufend erweitert. Nach zehn Jahren kehrt Marc Streit, der Pionier der fluiden Zürcher Underground-Szene, zurück. Er will mit der Party KUNT Grenzen überschreiten, übertreiben und die Nacht zurückzuerobern. Ein weiteres Programm-Highlight ist der «Happy Hype», eine Tanzperformance, die Raum für Identitäten und Diversität schafft. Sie lädt das Publikum ein, durch Rufe oder Mittanzen teilzuhaben.

    Quelle: Tanzhaus Zürich

    Programmübersicht «MovingTowardsZero»

    Freitag, 26. Juni

    21:00–03:00 Uhr
    Party KUNT mit Marc Streit und Lukas Beyeler

    Samstag, 27. Juni

    14:00–15:15 Uhr
    Kollektiv dance me to the end
    Sharing Moving Stillness

    15:30–16:30 Uhr
    Kollektiv dance me to the end – Tina Mantel
    Slow Dance

    15:30–16:30 Uhr
    Kollektiv dance me to the end – Katharina Vogel
    Body Nature Mindfulness

    16:45–17:45 Uhr
    Jessica Huber und Constanza Pellicci
    A coral for lost voices

    17:50–19:00 Uhr
    Cosima Grand und Jessica Huber
    wiegen/liegen

    Sonntag, 28. Juni

    14:00–15:00 Uhr
    Martin Schick
    Circle Dance

    15:15–16:45 Uhr
    Dears
    Sensing Bodies Writing

    15:30–17:00 Uhr
    Charlotte Mathiessen und Tejus Menon
    Titel

    Mehr Informationen

  • «Aktuelle Betriebslage» im Wartsaal Wipkingen

    «Aktuelle Betriebslage» im Wartsaal Wipkingen

    Geplant ist eine eintägige Intervention im und um den Kunstraum im ehemaligen Bahnhofsgebäude in Wipkingen. Beteiligt sind ausgewählte Künstlerinnen und Künstler, die mit unterschiedlichen Medien und Formaten arbeiten, insbesondere mit Performance sowie partizipativen und interaktiven Installationen.

    Die Beiträge beziehen sich auf den Titel «Aktuelle Betriebslage». Der Begriff wird von den Beteiligten individuell ausgelegt und kann sowohl emotionale, krisenhafte oder widersprüchliche Zustände der Gegenwart benennen als auch als bewusst nüchterner oder gebrochener Ausdruck gelesen werden, wie es auf der Website des Wartsaals heisst.

    Eigenständige Entscheidungen

    Der kuratorische Ansatz sieht vor, dass die Künstlerinnen und Künstler eigenständig entscheiden, welche «Betriebslage» sie in ihren Arbeiten verhandeln. Dabei sind Sunny Pfalzer, CickinDunt, Regula Michell, Stirnimann – Stojanovic, Bettina Filacanavo, Stefanie Rübensaal und San Keller (siehe Box unten).

    Das Projekt im Wartsaal Wipkingen wird gemeinschaftlich geplant, kuratiert und organisiert von Stefanie Rübensaal und Bettina Filacanavo. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Gubler-Hablützel Stiftung sowie von Stadt Zürich Kultur.

    Der Wartsaal Wipkingen

    Der Wartsaal Wipkingen befindet sich im ehemaligen Bahnhofsgebäude in Wipkingen. Nachdem das dort ansässige Reisebüro Ende 2020 schliessen musste, wurden die Räume 2021 vom Verein Wartsaal Wipkingen übernommen und neu ausgerichtet.

    Seither wird der Wartsaal als nicht-kommerzieller Kultur- und Begegnungsraum betrieben. Ziel ist es, die historischen Bahnhofsräume für das Quartier zu erhalten und sie für unterschiedliche Nutzungen zugänglich zu machen.

    Der Ort versteht sich bewusst als niederschwelliger Treffpunkt: Menschen aus dem Quartier sollen sich hier unkompliziert begegnen, austauschen und eigene Projekte einbringen können.

    Im Wartsaal finden entsprechend vielfältige Aktivitäten statt – von Ausstellungen und Lesungen bis zu gemeinschaftlichen Formaten und Quartierinitiativen.

    Programm «Aktuelle Betriebslage» – Samstag, 9. Mai

    13:00
    Regula Michell – «Warten…?»
    Aktivierung einer fortlaufenden Installation

    13:30
    Stefanie Rübensaal – «how to be a healthy member of society?»
    Performance

    14:15
    Bettina Filacanavo – «Wer bleibt Mensch»
    Performance

    14:45
    Stirnimann–Stojanovic – «Less Bureaucracy, More Love Letters»
    Prozessuale Installation mit partizipativer Aktivation

    15:45
    CickinDunt – «S24urveillance connection»
    Recherche-Show

    16:30
    Regula Michell – Finale der Installation «Warten…?»

    17:00
    Sunny Pfalzer – «FEELING SEEN»
    Performance

    17:45
    San Keller – «Betriebsbericht»
    Mündliche Berichterstattung

    Ort: Wartsaal Wipkingen, Dammstrasse 54, 8037 Zürich
    Zeit: 13:00–18:30 Uhr 

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