Kategorie: Kirchen

  • Katholische Kirche stärkt die interreligiöse Zusammenarbeit

    Katholische Kirche stärkt die interreligiöse Zusammenarbeit

    Laut einer Medienmitteilung hat das Parlament der Katholischen Kirche entschieden, den nicht anerkannten Religionsgemeinschaften für eine Übergangszeit bis und mit 2031 Gelder von maximal einer Million Franken jährlich zur Verfügung zu stellen. Über die Vergabe wird gemeinsam mit der Direktion für Justiz entschieden. Dies berichtet

    Seit Jahren pflegt die Katholische Kirche im Kanton Zürich nicht nur das ökumenische Miteinander mit der Reformierten Kirche, sondern auch die Zusammenarbeit und den Austausch auf interreligiöser Basis. Zu den erfolgreich eingeführten interreligiösen Projekten gehören die Seelsorgeangebote in Spitälern, Gefängnissen und den Bundesasylzentren, wo die Kirche mit dem Verband islamischer Organisationen Zürich (VIOZ) und dem Verband der orthodoxen Kirchen (VOK) schon lange zusammenarbeitet.

    Synode unterstützt die Anträge

    Die offizielle Bestätigung des Vergabeprozederes gilt für eine Übergangszeit von 2026 bis 2031, bis der Kanton Zürich entsprechende gesetzliche Grundlagen zur Finanzierung der nicht anerkannten Religionsgemeinschaften geschaffen haben sollte, wie die Medienmitteilung erklärt. Nach intensiver Debatte wurden die vorgesehenen Mittel aus dem Staatsbeitrag deutlich mit 62 Ja- zu 11 Nein-Stimmen und 12 Enthaltungen (VIOZ) und 77 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen (VOK) angenommen.

    Im Jahr 2026 unterstützt die Katholische Kirche im Kanton Zürich die VIOZ mit 786’237.50 Franken, den VOK mit 199’763 Franken. Alle Gelder fliessen ausschliesslich in Aufgaben der entsprechenden Religionsgemeinschaften, die nach gründlicher Prüfung durch Kanton und Kirchen im gesamtgesellschaftlichen Interesse sind (wie etwa Seelsorge in Spitälern und Gefängnissen). Kleinere Projekte einer buddhistischen Gemeinschaft sowie einem Verband von Freikirchen wurden bereits in Eigenkompetenz der Exekutive bewilligt.

    Stärkung des religiösen Friedens

    Regierungsrätin Jacqueline Fehr äusserte sich noch am Donnerstagabend: «Ich freue mich über den klaren Entscheid der Synode der katholischen Kirche im Kanton Zürich und danke allen, die sich dafür eingesetzt haben. Die Synode stärkt damit den religiösen Frieden und die interreligiöse Zusammenarbeit. Das ist ein wichtiges Zeichen in der aktuellen Zeit.»

    Auch Synodalratspräsident Raphael J.-P. Meyer begrüsst den getroffenen Entscheid: «Die Synode hat heute ein deutliches Signal gesetzt: Integration gelingt nicht durch Abgrenzung, sondern durch Zusammenarbeit. Mit der Unterstützung von VIOZ und VOK stärken wir die zentralen Ansprechpartner der muslimischen und der orthodoxen Gemeinschaften im Kanton Zürich. Der gewählte Weg ermöglicht eine Fortsetzung der bewährten interreligiösen Zusammenarbeit.»

    Laut Medienmitteilung spricht Muris Begovic, Präsident der VIOZ von einem historischen Schritt: «Heute hat die Synode der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich Geschichte geschrieben.» Mit dem Ja zur Unterstützung nicht-anerkannter Religionsgemeinschaften – darunter auch der VIOZ – sende die Synode ein starkes Zeichen für ein Miteinander auf Augenhöhe und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Kanton.

    Weiter hat die Synode ein neues Baubeitragsreglement verabschiedet, das Investitionen in ökologische Baumassnahmen besonders fördert. Neu wurde Madeline Kuster, Horgen, in die Geschäftsleitung der Synode gewählt als Ersatz für Massimo De Salvador.

    Quelle: Medienmitteilung Katholische Kirche Kanton Zürich

  • Diesen November: Kerzenziehen in der Kirche Letten

    Diesen November: Kerzenziehen in der Kirche Letten

    Ein Artikel von Benjamin Walser, Kirchenkreis sechs

    Auch in diesem Jahr findet das Kerzenziehen wieder in der Kirche Letten statt, in Kooperation mit dem GZ Schindlergut und der reformierten Kirchgemeinde Zürich, Kirchenkreis sechs. In einem grosszügigen Raum können in besinnlicher Atmosphäre Paraffin- und Bienenwachskerzen gezogen werden.

    Willkommen sind Klein und Gross: Im Liechtblick-Café kann man sich am Nachmittag mit Kaffee und Gebäck verköstigen, während an einem Abend das Kerzenziehen in stimmungsvoller Nachtkulisse, in Begleitung von Pianoklängen zu Prosecco
    genossen werden kann.

    Die Kerze und ihre Bedeutung

    Seit 40’000 Jahren erhellt uns das Licht eines Dochtes die Dunkelheit. Anfangs in steinernen Lampenschalen und seit mindestens 5000 Jahren als Kerzen. Binsen, Hanf oder Papyrus, einem Span gleich in Talg getaucht. Chinesen gossen Wachs in Papierrohre. Japaner und Inder nahmen Baumnüsse und Zimtbaum. In Europa waren es die Römer, welche die Kerzen in der heutigen Form entwickelten.

    Die Kirche schliesslich verlangte für ihren Bedarf reine Bienenwachskerzen und bereitete so den Weg für die heutige europäische Tradition.

    Sehnsucht nach dem Licht

    Parallel dazu dienten Kerzen schon immer auch einem kultischen Zweck. Die Furcht vor der Dunkelheit und dem Ungewissen, aber auch die Sehnsucht nach dem Licht, das den Weg weist. Sogar heute noch spielen Religion, Konfession oder auch die Abwesenheit derselben dafür keine Rolle.

    «Haze», «Deepa», «Shamea», «Kerze», «Candle» – in der Dunkelheit zünden wir sie an, um das Licht zu feiern.

    Im Geiste dessen freuen wir vom Kirchenkreis sechs und dem GZ Schindlergut uns darauf, in der Dunkelheit des Winters gemeinsam mit Gross und Klein wieder aus Wachs und Docht Lichter zu gestalten, die uns begleiten werden. Dazu wird ein kleines Programm stattfinden und ausserdem die den Raum schmückende Ausstellung «Kerze und Licht».

    Die Daten

    17. November bis 30. November
    Mittwoch/ Freitag, 14–17.30 Uhr
    Donnerstag, 16–19 Uhr
    Freitag, 21.11., 19–21 Uhr mit Cüpli und Pianoklängen
    Samstag/ Sonntag, 13–17 Uhr

    KOSTEN
    Je nach Gewicht, mindestens 4 Franken pro Kerze

    ANMELDUNG
    Nicht nötig

    VERANSTALTER
    Reformierte Kirchgemeinde Zürich, Kirchenkreis sechs
    GZ Schindlergut

    Website Kirchenkreis sechs  

     

  • Der beste Coworking-Space in Wipkingen

    Der beste Coworking-Space in Wipkingen

    Das WipWest Huus ist im alten Pfarrhaus Wipkingen zu Hause. Auch Konzerte, Yoga Kurse, Buchclubs und weiter Anlässe finden darin Platz. Aktuell steht der Coworking-Raum im Fokus: Wie auf der Website beschrieben, bietet das WipWest Huus ein inspirierendes Umfeld zum Arbeiten, sich mit anderen Menschen auszutauschen oder einfach zum Verweilen.

    Laut amazingzurich.com gehört das WipWest Huus zu den «Neun Besten Coworking Spaces in Zürich». Konkret: Üblicherweise liegen die Kosten zwischen 300 und 1200 Franken im Monat.

    Im Vergleich dazu ist das WipWest Huus ein regelrechtes Schnäppchen: Ein Tagespass kostet 10 Franken, ein Monatsabo ist für 40 Franken erhältlich. Neben den zehn Arbeitsplätzen im Coworking-Raum, können zwei geschlossene Zimmer für Meetings und Anrufe gebucht werden.

    Der Raum eigne sich nicht nur für konzentriertes Arbeiten, sondern auch für den Kontakt mit den Menschen vor Ort. Beispielsweise gibt es neu jeden Donnerstagvormittag ein ADHS-Coworking für erwachsene Frauen.

    Auch nimmt sich das kleine, gut vernetzte Team gerne Zeit für ein Gespräch, wie auf der Website betont wird: «Wir haben immer ein offenes Ohr und teilen gerne unsere Erfahrungen mit Lebensfragen, Spiritualität und sinnhaftem Unternehmertum mit dir.»

    Quellen: amazingzurich.com, wipwesthuus.ch

  • Herbst (des Lebens) – Zeit der Ernte?

    Herbst (des Lebens) – Zeit der Ernte?

    Was haben Sie in diesem Jahr geerntet oder ganz allgemein im Leben bis jetzt? Selbstverständlich kann nur ernten, wer vorher auch gesät respektive etwas getan hat.

    Worauf blicken Sie im Herbst (des Lebens) zurück? Auf Körbe voll praller Früchte oder auf viele blühende Beziehungen und/oder Leistungen, die bis heute anderen Lebewesen nützlich sind? Oder haben Sie den Eindruck, dass Sie nur gesät und kaum etwas geerntet haben?

    Fehlende Ernte kann traurig machen, aber eventuell auch zum Nachdenken bringen. Haben Sie sich eventuell selbst zu wenig Sorge getragen und sich immer um andere, anderes gekümmert, um Liebe/Aufmerksamkeit zu erhalten?

    Es ist nie zu spät, neue Prioritäten zu setzen

    Gerade deswegen ist mir der Kern des christlichen Glaubens so wichtig: Liebe Gott mit deinem ganzem Herzen …; deinen Mitmenschen wie dich selbst (z.B. Markusevangelium 12, 29-31). Es ist nie zu spät, (neue) Prioritäten zu setzen.

    In welche Beziehungen möchten Sie investieren für eine frohe Ernte? Oder was möchten Sie in Ihrem Leben noch gestalten und hinterlassen? Leider gibt es Menschen, die nur nehmen und praktisch nichts zurückgeben.

    Umso schmerzlicher ist es für Eltern, die viel Zeit und Mühe in die Erziehung ihrer Kinder gesteckt haben und später erfahren müssen, dass ihre Kinder kaum an sie denken bzw. Kontakt pflegen.

    Oft sind dabei Selbst- und Aussenwahrnehmung nicht deckungsgleich oder die Kinder sind in ein Umfeld geraten, wo andere Werte wichtig sind.

    Yvonne Meitner, Pfarrerin

  • In Wipkingen werden die Tiere gesegnet

    In Wipkingen werden die Tiere gesegnet

    Franz von Assisi hat zu den Vögeln gepredigt – so sagt es die Legende, und so steht es auf der Website der Wipkinger Pfarrei Guthirt. Er bewunderte demnach ihre Vielfalt und forderte sie auf, mit ihrem Gesang Gott zu loben. Die Vögel hörten still zu und flogen erst auf, als Franziskus sie gesegnet hatte.

    Die katholische Kirche Guthirt lädt ein, den eigenen Liebling mit Fell, Federn oder Schuppen am kommenden Samstag zur Tiersegnung mit in das Gotteshaus zu nehmen. Man werde im Gottesdienst (als Wortgottesfeier mit Kommunion) gemeinsam um Gottes Segen bitten, für die tierischen Freunde und für sich selbst.

    Bei trockenem Wetter findet die Feier auf dem Kirchplatz statt.

    Gottesdienst mit Tiersegnung zum Franziskus-Tag
    Samstag, 4. Oktober, 16.30–17.30 Uhr

    Quelle: Pfarrei Guthirt

  • Die 86 Stufen zum Dingdong-Drink

    Die 86 Stufen zum Dingdong-Drink

    Man tritt durch den Haupteingang an der Nordstrasse in die Vorhalle der Kirche Guthirt, und der Aufstieg beginnt: 86 Stufen weiter oben steht man in der Dingdong-Bar. Ein paar Bistrostühle stehen in einem hohen Raum aus Sichtbeton, eine kleine Theke. Auffällig ist das grün und golden herausgeputzte Räderwerk der Turmuhr, das mit den rohen Betonwänden kontrastiert.

    Dazu zwei freundliche Gesichter: Jeanne Decasper und Nicole Dietl öffnen von Mai bis Dezember jeden Monat für einen Samstagabend diese ganz spezielle Bar. Beide arbeiten ehrenamtlich. Sie haben Freude am Austausch mit den Menschen aus dem Quartier und sind einfach gerne Gastgeberinnen.

    Glocken bis 22 Uhr

    Hintergrundmusik erfüllt den Raum, gelegentlich ist hier auch Live-Ukulele-Musik zu hören. Und alle 15 Minuten ertönt, woher
    die Bar ihren Namen hat: Dann schlagen nämlich die Glocken gleich über der Bar – allerdings nur bis 22 Uhr, dann haben sie Pause bis zum frühen Morgen.

    Die eigentliche Attraktion der Bar aber befindet sich draussen: Zwei grosse Balkone laden ein zum Anstossen hoch über den Lichtern von Wipkingen. Lichterketten und Lämpchen auf den Tischen machen laue Sommerabende perfekt.

    Und was trinkt man da am besten? Jeanne Decasper empfiehlt den Dingdong-Drink, ein Gintonic mit Yuzu, mit erfrischendem Citrus-Geschmack. Zudem kann man in der Dingdong-Bar immer wieder neue Spezial-Biere entdecken. Spätestens jetzt ist der Fall klar: Diese 86 Stufen haben sich gelohnt!

    Die Dingdong-Bar

    Geöffnet dieses Jahr: 5. Juli, 30. August, 20. September, 25. Oktober, 15. November, 13. Dezember, jeweils Samstag, 19.30 bis 23 Uhr.
    Zusätzlicher Termin: Donnerstag, 6. November (Vernissage von «Kunst im Turm»).
    Übrigens: Die Bar kann man auch mieten. Infos beim Pfarramt oder unter guthirt.ch/kirchgemeinde/raummiete/kirche/dingdong-bar