Kategorie: Kirchen

  • Gedenken in Höngg an die Opfer von Crans-Montana

    Gedenken in Höngg an die Opfer von Crans-Montana

    In der Neujahrsnacht vom 1. Januar 2026 brach in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana während einer Silvesterfeier ein Brand aus. Dabei kamen 40, meist junge Menschen ums Leben. 116 weitere wurden verletzt, viele davon schwer.

    Für Freitag, den 9. Januar 2026, rief der Bund einen nationalen Trauertag aus. Um 14 Uhr wurde im ganzen Land eine Schweigeminute gehalten, und die Schweizer Kirchen läuteten ihre Glocken für fünf Minuten als Zeichen des Gedenkens.

    Ein Kreis in Höngg

    In Höngg bot die reformierte Kirche die Möglichkeit, auch Kerzen zum Gedenken zu entzünden. Pfarrer Beat Gossauer war anwesend. Zu Beginn der Schweigeminute bildeten die Anwesenden um die Kerzen einen Kreis. Nach dem Ende des Glockengeläuts standen die Teilnehmenden noch einen Moment schweigend da.

    Das Kondolenzbuch

    Die Anteilnahme ist gross und der Bund richtete ein Kondolenzbuch ein. Wer der Opfer gedenken und sein Mitgefühl zum Ausdruck bringen möchte, kann das dort tun. Der erste Eintrag stammt von Bundespräsident Guy Parmelin.

    Er schrieb unter anderem: «Viele der Opfer waren jung, voller Pläne, Hoffnungen und Träume. Ihr Leben sollte nicht durch ihr tragisches Ende definiert werden. Sie sollten für das geehrt werden, was sie waren: ein Versprechen, eine Kraft, ein Teil unserer gemeinsamen Zukunft.

  • Nationaler Trauertag: Gedenken an die Opfer von Crans-Montana

    Nationaler Trauertag: Gedenken an die Opfer von Crans-Montana

    Das furchtbare Brandunglück in Crans-Montana mache den Stadtrat tief betroffen, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Seine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freund*innen sowie allen Menschen, die seit der Silvesternacht für Betroffene im Einsatz stehen. Seit dem 2. Januar 2026 sind die Flaggen auf dem Stadthaus und an anderen prominenten Stellen in der Stadt Zürich auf Halbmast gesetzt.

    Die Schweigeminute

    Der Bund hat für diesen Freitag, 9. Januar 2026, für 14 Uhr eine schweizweite Schweigeminute angekündigt. Stadtpräsidentin Corine Mauch und weitere Mitglieder des Stadtrats treffen sich zu diesem Zeitpunkt zum gemeinsamen stillen Gedenken auf dem Münsterhof. Sie laden die Bevölkerung ein, sich ihnen anzuschliessen. Anschliessend, ab 14.15 Uhr, findet in der Fraumünster-Kirche ein Gedenkanlass mit verschiedenen Religionsvertretenden statt.

    Glockengeläute

    Die reformierte Kirche Zürich informiert auf ihrer Website, dass nach dem Stundenschlag um 14 Uhr die Kirchenglocken für fünf Minuten läuten. Das Glockengeläut werde demnach aus allen Schweizer Kirchen zu hören sein. Die Menschen seien laut der reformierten Kirche landesweit zum stillen Gebet, zum Gedenken an die Verstorbenen, zur Verbundenheit mit den Verletzten und ihren Angehörigen eingeladen. 

    Der Bischof Joseph Maria Bonnemain bat gemäss Website von Katholisch Stadt Zürich alle Pfarreien, am Freitag, 9. Januar, nach dem Stundenschlag 14 Uhr um ein fünfminütiges Glockengeläut. So auch die katholische Kirche Heilig Geist in Höngg.

    In der Höngger Kirche

    Die Kirchen würden als Raum für Gebet, Stille und Trauer zur Verfügung stehen, heisst es weiter. So auch in Höngg und Oberengstringen: Die beiden reformiertes Kirchen seien am Freitag, 14 Uhr, geöffnet. Man erhalte die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden. In Höngg wird der Pfarrer Beat Gossauer zur Zeit des Geläutes in der Kirche bereit sein für Gespräche.

    Auch die katholische Pfarrei Heilig Geist in Höngg wird gemäss Anfrage zur stillen Einkehr geöffnet sein, so, wie jeden Tag.

    Auch ein Zeichen des Dankes

    Der Trauertag und das Glockengeläute seien auch ein Zeichen des Dankes an alle, die mit unermüdlichem Einsatz dafür sorgen, dass die Krise bewältigt werden kann, wie die Kirche schreibt. Dies gilt insbesondere für die Rettungskräfte, die Menschen im medizinischen, psychologischen, seelsorglichen Dienst, aber auch die politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger.

    Quelle: Reformierte Kirche Zürich, Katholisch Stadt Zürich, Medienmitteilung Stadt Zürich

  • «Church with you»: Seelsorge für Angehörige und Direktbetroffene

    «Church with you»: Seelsorge für Angehörige und Direktbetroffene

    Eingesandt von Pfarrer Jörg Wanzek

    Die Situation rund um psychische Probleme hat in unserer Gesellschaft krisenhaften Charakter erreicht. Angehörige und Vertraute können dabei für Direktbetroffene eine grosse Hilfe sein. Über zwei Millionen Erwachsene sind aktuell in der Schweiz in dieser unterstützenden Rolle, die einen an die eigenen Grenzen bringen kann.

    Als Kirche sind wir mit unseren Treffpunkten und Angeboten eine tragende Gemeinschaft. Und die Seelsorge bietet einen vertrauensvollen Rahmen, in dem man sich öffnen kann. Das Seelsorgegeheimnis ist dabei sehr wertvoll. Einmal sagen können, wie es einem wirklich geht. Jemanden haben, der zuhört. Dazu sind Seelsorgende ausgebildet. Sie ersetzen keine psychiatrische oder psychologische Hilfe, können aber eine wichtige Stütze sein in schwierigen Situationen.

    Das Seelsorgeangebot «Church with you» richtet sich insbesondere an:

    • Angehörige und Vertraute von Menschen mit psychischen Krankheiten oder in Krisen.
    • Direktbetroffene, die zum Beispiel nach einem stationären Aufenthalt in der Psychiatrie im Alltag wieder Fuss fassen und dabei seelsorgerlich unterstützt werden möchten.
    • Engagierte, die sich für dieses Thema einsetzen wollen, die Expertise haben und die mitmachen wollen.

    Kontaktieren Sie mich! Ich freue mich auf ein Gespräch. Ich bin ausgebildeter Seelsorger mit Erfahrung in Angehörigen- und Psychiatrieseelsorge. Jeweils am Mittwochnachmittag (13–16 Uhr) bin ich als Seelsorger im Treffpunkt «Nordliecht» der Pro Mente Sana (Wehntalerstrasse 400).

    joerg.wanzek@reformiert-zuerich.ch, 044 250 66 90

    Weitere hilfreiche Angebote:

    Redaktionelle Beiträge von:

    Kirchenkreis sechs, Milchbuckstrasse 57, 8057 Zürich

    www.reformiert-zuerich.ch

  • «Päckli-Rekord» in Höngg    

    «Päckli-Rekord» in Höngg    

    Das ganze Jahr hindurch sammelt Daniela Hausherr, Sozialdiakonin im Bereich Familien und Generationen beim Kirchenkreis zehn, Inhalte für die «Aktion Weihnachtspäckli», die an notbedürftige Menschen gespendet werden.

    Die Aktion wird gemeinsam von vier Hilfswerken getragen – AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende), Christliche Ostmission, HMK (Hilfe für Menschen und Kirche) und Licht im Osten –, welche Sammlung, Transport und Verteilung der Päckli in Albanien, Bulgarien, Kosovo, Serbien, Moldawien, Rumänien, Estland, Belarus und Ukraine koordinieren.

    150 Pakete mehr


    All dies muss noch verpackt werden. (Foto: zvg)

    Meistens enthalten die Beschenkten Dinge des täglichen Bedarfs: Mehl, Zahnpasta oder warme Socken. Für die Kinder wurden ebenso Schreibwaren, Spielsachen und vieles mehr verpackt. Gerade diese scheinbaren Selbstverständlichkeiten machen vor Ort einen grossen Unterschied und zeigen, wie praktische, konkrete Hilfe aussieht.


    Auch die Verpackungen selber machen Freude. (Foto: zvg)

    Der Einsatz für benachteiligte Kinder und Erwachsene war auch dieses Jahr beeindruckend. Dank der engagierten Päcklimacherinnen und -macher konnte der Kirchenkreis zehn ganz 750 Pakete versenden. Das Ziel waren 600 Pakete.   

    Eingesandt von Anna Schwaller, Kirchenkreis zehn

  • Zimtsterne – Fasnachtschüechli – Schoggihasen

    Zimtsterne – Fasnachtschüechli – Schoggihasen

    Bestimmt ist es Ihnen auch schon aufgefallen, wie schnell jeweils die Laden-Auslagen im Jahreslauf wechseln. Fürs Marketing mag das Vorteile haben, doch setzt es in Köpfen und Herzen vermutlich da und dort Zeichen, die zu befragen sich lohnt.

    Einerseits bahnt das schon der Verwechslung den Weg, dass Einkauf und Konsum bestimmter Dinge für Feste und Zeiten im Jahreslauf unverzichtbar seien, ja deren Inhalt ausmache. Die tiefere Bedeutung geht so leicht vergessen und damit eine Gelegenheit zum Nachdenken über das Leben, das Zusammenleben und das, was unser Leben übersteigt.

    Andererseits gaukelt dieses Vorgehen vor, es gehe vor allem um perfekte Vorbereitung; danach verlören Feiertage ihre Bedeutung so schnell wie die Süssigkeiten, die rasch mit Rabattklebern versehen werden. Dabei dient doch der Aufwand vorher bestenfalls einer erfüllenden Erfahrung des Augenblicks, für den vor allem die Seele bereit sein muss.

    Gemeinschaft oder Spiritualität sollte dabei im Zentrum stehen. Dieses Kostbare soll noch lange leuchten, inspirieren, verbinden. Ich wünsche Ihnen wertvolle Stunden über die Feiertage als Vorzeichen und Stärkung fürs neue Jahr! Warum nicht mal in einer Kirche?

    Eingesandt von Samuel Zahn, Pfarrer


    Samuel Zahn, Pfarrer. (Foto: zvg)

    Redaktionelle Beiträge von:

    Kirchenkreis sechs, Milchbuckstrasse 57, 8057 Zürich
    www.reformiert-zuerich.ch

  • Wenn die Kirche neue Wege geht

    Wenn die Kirche neue Wege geht

    Vor einem halben Jahr habe ich bereits mit einigen Zeilen die virtuelle Kirche im Spiel «Minecraft» vorgestellt. Ein halbes Jahr später blicken wir auf mehrere erfolgreiche Anlässe zurück. Am Bucheggfest waren 80 Jugendliche auf unserem Bauserver zu Gast. Am «Refine», dem Treffen der Deutschschweizer reformierten Jugend in Oerlikon, Ende Oktober waren es sogar 500!

    An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die von Cansteinsche Bibelgesellschaft und deren «Minecraft»-Projekt, welches das Vorbild für das unsere war und ist. Sie haben 20 Helfende und einen Lieferwagen voll Material von Berlin nach Zürich gebracht und gemeinsam mit uns für ein unvergessliches Wochenende gesorgt.

    Mit neuem Elan

    Allerdings müssen wir auch umplanen. Kevin Hablützel, der mit mir das Projekt aufgebaut hat, hat seine Arbeitsstelle gewechselt. Auch ihm möchte ich von Herzen für seinen Einsatz danken. Wir werden die Festtage also nutzen, um im neuen Jahr mit gestärktem Elan weiterzugehen. Nicht nur in «Minecraft», sondern im digitalen Raum allgemein. Wer sich gerne auf dem Laufenden halten möchte:

    www.chilezh.wordpress.com

    Sowohl an den Adventssonntagen als auch im Januar finden Events statt und wir freuen uns über alle, die wir antreffen.

    Eingesandt von Benjamin Walser

    Redaktionelle Beiträge von:

    Kirchenkreis sechs, Milchbuckstrasse 57, 8057 Zürich

    www.reformiert-zuerich.ch

  • «Weihnachten stirbt nicht aus»

    «Weihnachten stirbt nicht aus»

    Der reformierte Kirchenchor singt an diesem Weihnachtsgottesdienst Teile aus dem «Oratorio de Noel» von Camille Saint-Saëns, einem der bedeutendsten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. In seinem Oratorium werden in lateinischer Sprache Texte aus dem Neuen und Alten Testament vertont.

    Ergänzt wird das Programm durch die berühmte Motette «Panis Angelicus» von César Franck, die in einer Fassung für Solo-Sopran und Chor erklingt. Die romantischen Kompositionen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schaffen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre, um die frohe Botschaft von Weihnachten zu übermitteln.

    Letzter Auftritt

    Neben dem Kirchenchor musizieren die Sopranistin Catriona Bühler, das Kammerorchester Aceras und die Organistin Tamar Midelashvili Good. Für Kantor Peter Aregger ist es der letzte Auftritt als Leiter des Kirchenchors: Nach 25 Jahren geht er in den vorzeitigen Ruhestand.

    Für die Texte und die Predigt zum Thema «Weihnachten stirbt nicht aus» sorgt Pfarrer Matthias Reuter. Zudem wir das Abendmahl mit Wein oder Traubensaft im Gemeinschaftskelch oder in Einzelbechern gefeiert.

    Weihnachtsgottesdienst

    Donnerstag, 25. Dezember,
    10 Uhr, reformierte Kirche Höngg

  • Zusammen in die Zukunft

    Zusammen in die Zukunft

    Schon im Vorfeld der «ZUsammenKUNFT» Guthirt konnte man mitwirken. Etwa indem man bei einer Gratiswurst, mit der sich die Kirchgemeinde bei all ihren Mitgliedern bedankte, einen Fragebogen in die bereitstehenden Urnen steckte oder diesen per Mail einreichte. Zahlreiche Vorschläge gingen ein. Diese wurden an der «ZUsammenKUNFT» gesichtet und gebündelt.

    Moderator Viktor Diethelm strukturierte die Themen und regte an, vor dem Umsetzen einzelner Projekte die Chancen und Gefahren von Bewahrung und Veränderung zu diskutieren: Wenn alles bleibt, wie es ist, ergibt das Sicherheit und Heimat für die bisher hier Tätigen. Doch fühlen sich Neue dann auch wohl? Umgekehrt besteht bei lauter Neuem die Gefahr, dass sich die Bisherigen abgehängt fühlen. Beides will niemand!

    Ein Ort für alle

    Hingegen war man sich einig: Wir stehen dazu, Kirche zu sein und katholisch zu sein. Bei uns gibt es einen Ort der Begegnung für alle. Und wir bieten ein Lebensplus, auch in Krisen. Vor diesem Hintergrund war viel Lust zu spüren, Neues und Altes zu verbinden. Es gingen Ideen ein aus den Bereichen Spiritualität, Liturgie, Soziales, Kurse, Musik und Geselliges.

    Da und dort sprang der Funke gleich über, und schnell waren die ersten Ideen realisiert: So laden die Organisten neu vor bestimmten Gottesdiensten ein, gemeinsam ein unbekanntes Lied einzuüben, um so die gesangliche Beteiligung zu erleichtern. Zudem treffen sich nun monatlich die Bücherfans vom neu gegründeten «Lesezeichen Guthirt». Gemeinsam wählen sie ein Buch aus und treffen sich nach der Lektüre zum lustvollen Austausch.

    Und am Sonntag, 14. Dezember, lädt die «Kirche kunterbunt» erstmals Gross und Klein zu einem vielfältigen, frechen Programm ein (siehe unten). Anderes ist noch in Planung. So will man insbesondere den Aussenraum mit Kirchplatz und Kirchenterrasse in Zukunft besser nutzen.

    Fortsetzung folgt! Denn abgeschlossen ist der Prozess nicht: In Guthirt will man am Ball bleiben und bereit sein für neue Wege.
    Informationen über den Prozess und bisherige Ergebnisse:
    www.guthirt.ch/ZUsammenKUNFT

    Redaktionelle Beiträge von:

    Pfarrei Guthirt
    Guthirtstrasse 3–7, 8037 Zürich

    Telefon 044 279 10 50
    Mail: info@guthirt.ch, www.guthirt.ch

  • «Ein Sakrileg»: katholisches Medium nimmt Wipkinger Pfarrei ins Visier

    In der Pfarrei Guthirt in Wipkingen fand am 4. Oktober eine Tiersegnung statt, wie sie in der katholischen Kirche rund um das Fest des heiligen Franz von Assisi vielerorts üblich ist. Auch der «Höngger Wipkinger» berichtete im Vorfeld über die Tiersegnung, die für viele Tierfreunde ein Bedürfnis ist.

    Wie dem Portal «swiss-cath.ch» zu entnehmen ist, wurde der Anlass kurzfristig um eine Eucharistiefeier mit Kommunion ergänzt. Dabei kam es zu einem Vorfall, der nun laut dem katholischen Medium nicht nur kirchenrechtliche Fragen aufwerfe, sondern auch als «Sakrileg» bezeichnet wird.

    Ein Missverständnis

    Wie die Pfarrei gegenüber dem katholischen Portal «swiss-cath.ch» bestätigte, wurden im Anschluss an den Gottesdienst Partikel einer konsekrierten Hostie an zwei Hunde verfüttert.

    Der verantwortliche Pfarrer Marcel von Holzen teilte mit, der Vorgang sei erst nachträglich bemerkt worden. Offenbar hatten einzelne Mitfeiernde Hostienreste weitergegeben, ohne sich der besonderen Bedeutung bewusst zu sein. In der katholischen Kirche stellen geweihte Hostien den Leib Christi dar und sind entsprechend «geschützt».

    Der Bischof sei gefordert

    Die Pfarrei hat den Vorfall nach eigenen Angaben intern erfasst und die kirchlichen Behörden informiert. Momentan laufen Abklärungen, ob ein formelles Verfahren notwendig ist. Gleichzeitig prüft die Leitung, wie künftig bei besonderen Feiern wie Tiersegnungen der Ablauf so gestaltet werden kann, dass Missverständnisse oder Unklarheiten vermieden werden.

    «swiss-cath.ch» geht in der Berichterstattung über den Vorfall hart mit der Wipkinger Pfarrei ins Gericht. So wird geschrieben, dass der Vorgang angeblich «anders verlaufen» sei, erläutert dies jedoch nicht weiter. Der Missbrauch einer konsekrierten Hostie sei ein «eigentliches Sakrileg», das laut dem kirchlichen Gesetzbuch auch ein «schwerwiegendes Delikt» sei.

    Und weiter: Nun sei Bischof Joseph Maria Bonnemain gefordert, dieser stehe wegen des «Schwergrades dieses Vorfalls» in der Pflicht.

  • «Ich sehe mich auch als Gastgeberin»

    «Ich sehe mich auch als Gastgeberin»

    Die Kirchenkreiskommissionen leiten strategisch das kirchliche Leben im Auftrag der Kirchenpflege der reformierten Kirche der Stadt Zürich. Im Gremium des Kirchenkreises zehn (Wipkingen, Höngg und Oberengstringen) sind derzeit sieben Personen vertreten, von denen vier im neuen Jahr nicht mehr antreten: Es sind dies Präsident David Brockhaus, Stefanie Bittmann, Anita Thomae und Christina Röcke. Nun werden Kandidierende für die Nachfolge und für eine Amtsdauer von vier Jahren gesucht. Weiterhin dabei bleiben Roland Aeschlimann, Harry Krarrer und Gudula Matzner. Letztere erzählt, welche Aufgaben in diesem Amt enthalten sind.

    Frau Matzner, welche Rolle spielt die Kirchenkreiskommission?

    Gudula Matzner: Im Gremium sind von Gemeindemitgliedern unseres Kirchenkreises gewählte Personen. Die Voraussetzung dafür ist die Zugehörigkeit zur reformierten Kirche. Weiter sind das Pfarramt, die Betriebsleitung und Mitarbeitende mit Delegierten vertreten. Ich sehe uns als Brücke zwischen der Kirchenpflege und den Gemeindemitgliedern. Wir alle haben ein zugeteiltes Ressort: Ressourcen, religionspädagogisches Gesamtkonzept und Jugend, Kirchenkreisentwicklung, Erwachsene, Bildung und Kultur, Gottesdienst, Spiritualität und Musik, Präsidium sowie Familie und Generationen, was meines ist. Unsere Aufgabe ist die Gemeindeentwicklung im Kirchenkreis zehn und damit auch in der reformierten Kirchgemeinde.

    Wie kamen Sie damals in die Kommission?

    Ich wurde von Pfarrerin Anne-Marie Müller angefragt, sie kannte mich bereits als Leiterin Beschäftigung und Aktivierung im Wohnzentrum Frankental. Etwas überrascht hat mich zunächst, dass das Engagement honoriert wird, das ist in meinem Heimatland Deutschland anders. Ungeachtet dessen war ich an der Aufgabe sehr interessiert. Ich bekomme hier die Möglichkeit, mich mit meinen Fähigkeiten und Ideen einzubringen, das macht mir Spass.

    Wie hoch ist der Zeitaufwand für ein solches Amt?

    Zunächst stehen zahlreiche Sitzungen und Besprechungen an, dazu kommen weitere Termine, wie etwa eine Pfarrwahl mit dem entsprechenden Rekrutierungsverfahren. Auch das Ausstellen von Zeugnissen für Pfarrpersonen, zusammen mit dem Präsidenten, kommt vor, wenn es mein Ressort betrifft. Entscheidungen treffen wir jedoch nie allein, sondern stets im Gremium. Zudem sind wir in die Organisation verschiedener Veranstaltungen eingebunden und bringen uns aktiv ein, etwa beim grossen Freiwilligen-Fest.

    Gibt es Aufgaben, die Sie besonders mögen?

    Es sind die Einsätze vor Ort, die mir viel geben, etwa der Kirchendienst. Wir heissen die Menschen im Gottesdienst willkommen, achten auf die Kollekte oder die Spielecke. Ich persönlich sehe mich dort auch als Gastgeberin. Ebenso im anschliessenden «Chilekafi»: Dort erlebe ich wertvolle Gespräche. Aber auch Dankbarkeit und Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Zudem halte ich unsere Präsenz für wichtig. Wir erhalten Informationen und beantworten Fragen.

    Welche Themen werden künftig die Kommission beschäftigen?

    Wichtig werden unsere Immobilien und deren Nutzung. Es gibt mittlerweile Vorgaben, wie die Gebäude ausgenutzt sein sollen. Beim Sonnegg ist das erfüllt, aber bei anderen nicht. Da gilt es, Lösungen zu suchen, die vielleicht nicht populär sind. Ein weiteres Thema, das aber auch in dieses einfliesst, ist der «Grüne Güggel». Dort bin ich als ausgebildete Umweltberaterin dabei. Das ist ein Umweltmanagementsystem, das kirchlichen Einrichtungen hilft, ihre Umweltauswirkungen zu erfassen und zu reduzieren. Die reformierte Kirchgemeinde Zürich will dies in den Kreisen umsetzen. Das hat oft tiefgreifende Einwirkungen.

    Wie steht es um das Thema Austritte?

    Wir fragen uns ganz gezielt: Was können wir machen, um jüngere Menschen und weitere Zielgruppen zu erreichen? Es gab am Visionstag, der sich den genannten Änderungen annahm, ein spannendes Feedback. Die Kirche solle nicht nur die religiöse Sicht behandeln, sondern auch weitere Weltbilder miteinbeziehen. Es gibt ja nicht nur eine Art der Spiritualität, sondern viele weitere. Jüngere Generationen, gerade die Familien, bringen Ideen ein, dabei stehen Naturerleben und gemeinsame Mahlzeiten oft im Vordergrund.

    Das Amt scheint sehr lebendig zu sein.

    Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir uns im Umbruch befinden. Aber ich fühle mich trotz dieser grossen Herausforderungen in meiner Aufgabe für den Kirchenkreis zehn sehr wohl. Ich hoffe, dass die neuen Mitglieder im Gremium dies auch so empfinden werden.

    Infoabend Kirchenkreiskommission

    Mittwoch, 10. Dezember, 19 Uhr
    Sonnegg Höngg

    Weitere Informationen:
    kk10.ch/veranstaltung/83036

    Hintergrund

    Die reformierte Kirche ist als Parlamentsgemeinde organisiert, mit einer siebenköpfigen Kirchenpflege als Exekutive und einem 45-köpfigen Kirchgemeindeparlament als Legislative. Die reformierte Kirche der Stadt Zürich ist in zehn Kirchenkreise gegliedert. Diese Kirchenkreise sind Organisationseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit. Jeder Kirchenkreis hat eine Kirchenkreiskommission, die der Kirchenpflege unterstellt ist. (Quelle: reformierte Kirche Zürich)