Kategorie: Kirchen

  • So war die Reise der Pfarrei Heilig Geist nach Südtirol

    So war die Reise der Pfarrei Heilig Geist nach Südtirol

    Voller Erwartung traten die 35 Mitreisenden am 28. April die Fahrt ins südliche Nachbarland an. Erster Höhepunkt der Reise war Schloss Ambras bei Innsbruck. Die Räume wirken bis heute fast unverändert, seit Erzherzog Ferdinand II. dort ab 1570 das «erste Museum der Welt» einrichten liess. In der «Heldenrüstkammer» und der «Kunst- und Wunderkammer» waren neben mancher Kuriosität auch kunstvolle Elfenbein- und Korallenschnitzereien zu bestaunen.

    Der nächste Tag war der Bischofsstadt Brixen und ihrer Umgebung gewidmet. Bei einer Führung durch das 1140 gegründete Kloster Neustift erhielt die Gruppe Einblick in die Geschichte der grössten Klosteranlage Südtirols. Während der Andacht in der Stiftskirche zeigte sich eindrücklich, wie harmonisch das romanische Langhaus und der gotische Chor seit der Barockisierung ineinander übergehen.


    Urban Troxler hat seine Impressionen der Pfarreise erneut als Zeichnungen festgehalten: Im Kloster Neustift in der Gemeinde Vahrn bei Brixen (Südtirol).

    Nach einer stärkenden Klosterjause blieb Zeit für eine Wanderung entlang des Eisacks oder für einen individuellen Rundgang durch die Altstadt von Brixen, deren enge Gassen am Abend von den Lichtinstallationen eines Kunstfestivals erleuchtet wurden.

    Auf den Spuren von Sisi

    Tags darauf standen Bozen und Schloss Runkelstein auf dem Programm. Die grosszügigen Lauben der Handelsstadt, der Waltherplatz und die aussergewöhnlich gut erhaltenen Fresken liessen erahnen, wie reich manche Händlerfamilien bereits im Mittelalter werden konnten. Ein weiterer Höhepunkt war der Aufenthalt in Meran. Die Gruppe bezog das traditionsreiche Grand Hotel «Bellevue» und besuchte die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, wo schon Kaiserin Sisi mehrmals zur Kur weilte.

    Je nach Kondition führte anschliessend eine längere oder kürzere Wanderung auf einem Waalweg zum Weingut Haidenhof. Dort sorgte eine Weinprobe mit grossartigem Blick über das Etschtal und die Bergwelt für beste Stimmung.


    Urban Troxler hat seine Impressionen der Pfarreise erneut als Zeichnungen festgehalten: Die Frauenkirche in Brixen.

    Auch die Geschichte Merans als Kurstadt wurde lebendig: Die Stadtführerin erklärte, dass die strahlend weisse Kurpromenade bereits Ende des 19. Jahrhunderts den Kurgästen die saubere, russfreie Luft des Kurorts vermitteln sollte – mit Erfolg bis heute. Ein Orgelkonzert in der St.-Nikolaus-Kirche, freie Zeit in Meran und ein gemeinsames Nachtessen im historischen «Rössl Bianco» rundeten den Aufenthalt stimmungsvoll ab.


    Urban Troxler hat seine Impressionen der Pfarreise erneut als Zeichnungen festgehalten: Der Schnatterpeck-Altar in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Lana (Südtirol).

    Auf der Rückreise besuchte die Gruppe die Kirche von Lana mit ihrem berühmten spätgotischen Schnatterpeck-Altar. Die vielen Eindrücke brachten den Teilnehmenden Leben und Glauben der Menschen Südtirols vom Mittelalter bis heute näher und boten zugleich Stoff für manch spannende Gespräche beim Nachtessen. Alle waren sich einig: Sie freuen sich auf die nächste Pfarreireise! Ein grosser Dank gilt Ruth und Adrian Stössel für das abwechslungsreiche Programm, die sorgfältige Organisation und den aufmerksamen Blick für die Bedürfnisse aller Mitreisenden.

    Eingesandt von Matthias Braun  

  • Auffahrtsgottesdienst mit dem reformierten Kirchenchor

    Auffahrtsgottesdienst mit dem reformierten Kirchenchor

    «Hier ist der Himmel auf Erden», sagen wir, wenn es uns gut geht. Auf der Erde aber geht es nicht immer himmlisch zu und es braucht manchmal viel Kraft, Vertrauen und Mut. Pfarrer Max Schäfer teilt am Auffahrtsgottesdienst seine Gedanken zur Auffahrt und er fragt: Wer blickt nicht gelegentlich Hilfe suchend gen Himmel? Denn seit seiner Rückkehr zu Gott, ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist.

    Gelobt sei Gott

    Der reformierte Kirchenchor, geleitet von Kantor Igor Marinkovic, umrahmt diesen Gottesdienst mit Werken dreier Komponisten: Er singt den «Psalm 47» von Heinrich Schütz, «Gelobt sei Gott» von Melchior Vulpius sowie «Ehre sei Gott» von Franz Schubert – Musik, welche die genannten Gedanken aufnimmt. Der Chor wird von der Organistin Tamar Midelashvili Good begleitet.

    Auffahrtsgottesdienst

    Donnerstag, 14. Mai, 10 Uhr
    Reformierte Kirche Höngg
    Mit Abendmahl

  • «Musik & Wort»: Eine Passion für zwei Tage

    «Musik & Wort»: Eine Passion für zwei Tage

    Ein Artikel von François G. Baer

    Eigentlich war Heinrich von Herzogenbergs (1843–1900) Komposition «Die Passion» mit ihren expressiven Chorpartien und die an Johann Sebastian Bach erinnernden Rezitative als «grosse Kiste» für Solisten, Gemeindechoräle – und neu – auch mit der Mitwirkung des Publikums gedacht.

    Das passte Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland gut zum neuerblühenden kirchlich-liturgischen Leben und zum Stilmix des Eklektizismus der Gründerzeit. So stehen sich in Herzogenbergs «Passion» ein grosses Streichorchester, vier Solisten, ein Chor, die Orgel und «die Gemeinde» gegenüber.

    Der neue Kantor und Chorleiter des reformierten Kirchenchores sowie Peter Areggers Nachfolger, Igor Marinkovic, verschlankte für «Musik und Wort zum Gründonnerstag» das Werk, indem er einzelne Teile neu zusammenfügte und die Choräle statt durch die Gemeinde durch einen Chor singen liess.

    Das Orchester

    Das Orchester wurde durch das neu gegründete Ad-hoc-Ensemble mit Victoria Lytvinenko (Violine 1), Andrea Octaviano Kogima (Violine 2), Remea Friedrich (Bratsche) und Sonja Marjanovic (Cello), ersetzt. Robert Schmid konnte glücklicherweise anstelle der erkrankten Tamar Midelashvili Good die Orgelpartitur übernehmen.

    Für die Gesangsrollen konnte Marinkovic den mexikanischen Tenor Salvador Villanueva Zuzuárregui, Mitglied des Internationalen Opernstudios, für die Rolle des Evangelisten sowie den amerikanischen Bariton Thomas Hughes als Jesus und Petrus gewinnen, der 2020 in Zürich sein Studium mit dem Master of Music in Concert Performance abschloss und nun mit seiner Frau Laura in Luzern lebt.

    Herzogenbergs «Passion» umfasst zwei Teile, Gründonnerstag und Karfreitag, und dauert über zweieinhalb Stunden. Mit seiner Auswahl kürzte sie Marinkovic auf eine Stunde, ergänzte sie mit gelesenen, karfreitäglichen Texten von Josef Eichendorff, Richard Koppin, Julius Sturm und der Bibel. Basis für das Libretto ist das Evangelium nach Johannes.

    Dramatischer Höhepunkt

    Herzogenberg kannte natürlich Bachs dramatische «Johannes-Passion», worin die Evangelisten kurze Erzählstücke haben, für barock-geschulte Ohren ungewöhnlich. Also komponierte Herzogenberg längere ariose Rezitative, basierend auf zwei Kirchenliedern und wertete dadurch die Rolle auf. Dramatischer Höhepunkt bei der Aufführung am Gründonnerstag war die Gerichtsverhandlung vor Pontius Pilatus. Bange singt der Chor «Herr, wohin sollen wir gehen?»

    In kanonischen Imitationen wechseln sich die klaren Stimmen mit der Melodie ab, kontrapunktisch dazu baut das Orchester in dunklen, schweren unheilschwangeren Akkorden die düstere Stimmung auf. Nicht aufgeregt wie bei Bach, sondern langsam und getragen, sodass der Chor als Klangkörper brillieren kann. Diese bildhafte Komposition mit dem sich langsam nähernden Unheil könnte Filmmusik sein.

    Eine Kantorei Höngg?

    Interessant ist die Idee, mit einem Ad-hoc-Ensemble aus professionellen Musikern, die an der renommierten Zürcher Hochschule der Künste studiert haben oder die in Höngg leben oder unterrichten, eine Auftrittsmöglichkeit zusammen mit Chor, aber auch Solisten in verschiedenen Besetzungen, zu bieten.

    Wenn damit ein Netz von Höngg-affinen Musikerinnen und Musikern wachsen kann, können alle Beteiligten – und wir als Publikum – nur gewinnen. Wenn schon so ein Momentum, so ist es dem 1933 gegründeten Kirchenchor erlaubt, sich nun «Kantorei Höngg» zu nennen.

    Seit einigen Jahren steht nicht mehr das Etikett «reformiert» im Vordergrund, und die Öffnung zu Projektgruppen ermöglicht es, auch grössere, respektive komplexere Werke einzustudieren und aufzuführen.

  • Reformierte Kirche: Res Peter wird neuer Kirchenpflegepräsident

    Reformierte Kirche: Res Peter wird neuer Kirchenpflegepräsident

    Bei der Gesamterneuerungswahl für die Behörden der grössten Kirchgemeinde der Schweiz bewarben sich laut Medienmitteilung fünfzehn Kandidierende um einen Sitz in der Kirchenpflege, darunter drei Bisherige und zwölf Neukandidierende.

    Gewählt wurden im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit Michael Braunschweig (bisher), Michael Hauser (bisher), Anna Katharina Hotz Semadeni (neu), Andreas «Res» Peter (bisher), Céline Germaine Reymond (neu) und Mona Schatzmann (neu). In der Wahl für das Präsidium setzte sich Res Peter gegen Mona Schatzmann durch.

    Neubesetzung der Legislative

    Gleichzeitig wurde die Legislative der Kirchgemeinde für die Amtsdauer 2026–2030 neu besetzt. Für das 45-köpfige Kirchgemeindeparlament kandidierten 45 Personen, davon 27 Bisherige. Einige Kandidierende traten gleichzeitig für die Kirchenpflege und das Kirchgemeindeparlament an.

    Die Parlamentswahl erfolgte in den sechs Wahlkreisen, die auch für die Wahlen des Kantonsrats auf Stadtgebiet gelten. Die Wahl der Kirchenpflege fand gesamtgemeindlich statt. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 13 Prozent.

    Zweiter Wahlgang am 14. Juni 2026

    Der zweite Wahlgang wird am 14. Juni die definitive Entscheidung über die zukünftige Zusammensetzung der Kirchenpflege bringen. Dann reicht das relative Mehr für den Einzug in das siebenköpfige Gremium.

    Auch wird voraussichtlich eine Nachwahl für das Kirchgemeindeparlament notwendig sein, weil einige der doppelt Kandidierenden sich für den Sitz in der Kirchenpflege entscheiden dürften. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder ab 16 Jahren.

    Quelle: Medienmitteilung reformierte Kirche Zürich

  • «Zeit zum Loslassen»

    «Zeit zum Loslassen»

    In Höngg war sie Seelsorgerin, Predigerin, Dichterin, Trauerbegleiterin und vieles mehr: Anne-Marie Müller wurde in zehn Jahren zur Vertrauensperson für viele Menschen. Nun wendet sie sich einem neuen Kapitel zu. In einem Interview mit ihrem Kollegen Beat Gossauer, nachzulesen in der März-Ausgabe des «reformiert.lokal», blickt die Pfarrerin zurück.

    Müller sagt darin, dass die Seelsorge von Anfang an – schon während des Studiums und später in den 36 Jahren im Pfarramt – ihr zentrales Thema gewesen sei. «So viele Anliegen, Probleme, Trauer, Interesse, Not, auch von Heranwachsenden, auch von mir, würden Seelsorge benötigen. Schade, dass viele Menschen gar nicht auf die Idee kommen, dass Seelsorge helfen kann.»

    «Du bist nicht allein, du bist gehalten»

    Laut dem Interview arbeitete die Bernerin unter anderem vor ihrem Amtsantritt in Höngg in einem Pflegezentrum in Dielsdorf. Dort begleitete sie fast täglich Sterbende – und tat dies, wie sie sagt, sehr gerne. «Du bist nicht allein, du bist gehalten», lautete ihre Botschaft an jene Menschen. Schliesslich sei für sie aber die Zeit gekommen, in einer «quirligen Gemeinde» in der Stadt zu arbeiten – und sie fand diese in Höngg.

    In ihrem Wirken hier habe sie vieles erlebt: Lebensgeschichten, Hochs und Tiefs, Trauer und Freude, Erinnerungen und ungelöste Konflikte – aber auch den Blick nach vorn. Auch ihr Gespür für Symbole kam zum Tragen: «In sehr vielen Gesprächen und Diskussionen ist ein Symbol, eine Bewegung, eine Farbe, eine Schachfigur weiterführend, anschaubar. Mehr als lange Erklärungen.»

    Offene Worte und Sätze

    Nun sagt Müller Adieu zu ihrer Gemeinde – ein Moment, der ihr nicht leichtfällt, wie sie im Interview mit Beat Gossauer einräumt. Doch das Loslassen sei eine der Aufgaben, die ihr gegeben sei. Wie sie der «Höngger»-Redaktion auf Nachfrage mitteilt, kehrt sie in ihre Heimat nach Wabern zurück.

    Als Dichterin will sie weiterhin tätig sein – eine Aufgabe, für die sie ebenfalls geschätzt wird. «Gedichte sind offene Worte und Sätze, die Halt geben. Dies habe ich immer gebraucht. Gedichte bieten Raum zur eigenen Interpretation.»

    Zudem suche sie weiterhin nach dem Sinn des Lebens – und finde ihn manchmal auch. Zum Abschiedsgottesdienst, geleitet von Yvonne Meitner, war die reformierte Kirche Höngg sehr gut besucht. Damit schliesst sich für Müller ein Kapitel und ein neues beginnt. (dad)

    Quelle: «reformiert.lokal», Interview von Beat Gossauer

  • Ostern – Fest der Hoffnung

    Ostern – Fest der Hoffnung

    Ein Beitrag von Pfarrerin Yvonne Meitner, Kirchenkreis 10

    Glauben Sie an die Auferstehung? Dass Jesus Christus gestorben ist, ist historisch erwiesen resp. durch ausserchristliche Quellen belegt. Seine Auferstehung kann nur geglaubt werden, denn dass jemand nach dem Tod wieder am Leben ist, widerspricht jeglicher Vernunft.

    Kein Wunder waren die Frauen am Grab zuerst starr vor Schrecken, als sie in der Grabeshöhle keinen Leichnam mehr antrafen: Ostern ist deshalb für all diejenige, die an ihre Grenzen gekommen sind. Die alles versucht und gehofft – und alles verloren haben. Ostern ist für alle Trauernden, deren Leben von einem auf den anderen Tag ganz anders ist.

    Ihnen allen spricht Jesus als Auferstandener zu: «In der Welt habt ihr Angst. Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.» Und dieses Überwinden kommt nicht sogleich: In der Nacht ist der Tag noch nicht da, und mitten im Winter ist der Frühling noch fern.

    Aber wir können es wie die Jünger:innen machen: Vielleicht mit Schmerz(en) lassen wir die fruchtlosen Fragen nach dem Wozu hinter uns und machen uns auf den Weg Richtung Ostern, bis zu unserer persönlichen Oster-/Auferstehungserfahrung.

  • Die Osterkerze in Guthirt – ein handgemachtes Unikat

    Die Osterkerze in Guthirt – ein handgemachtes Unikat

    Ein Beitrag der Pfarrei Guthirt, Wipkingen

    Derzeit kann man das Motiv der Osterkerze kaum mehr erkennen, so weit ist sie schon heruntergebrannt, wie die Pfarrei Guthirt berichtet. In der Osternachtfeier am 4. April wird sie feierlich durch eine neue ersetzt.

    In Guthirt verbinden sich damit gleich zwei schöne Traditionen: Zum einen kommt sie nicht aus dem Kerzenkatalog, sondern wird von einer Gruppe kreativer Frauen selbst gestaltet. Letztes Jahr war es ein Schiff, das auf lebhaften Wellen, mit dem Kreuz auf dem Segel unterwegs ist. Das Sujet der Osterkerze 2026 wird hier noch nicht verraten, in der Gruppe der Gestalterinnen ist die Vorfreude aber schon gross.

    Austausch der Kerzen

    Die zweite schöne Tradition, die sich mit der Osterkerze verbindet, ist die Tatsache, dass die Gruppe nebst der Kerze für die Kirche Guthirt (und einer für das Gesundheitszentrum für da Alter Käferberg) auch eine mit demselben Sujet für die reformierte Kirche Letten gestaltet.

    Im Gegenzug erhält Guthirt von dort eine ebenfalls handgemachte Kerze für die Krypta. So tragen beide nebst der Osterbotschaft von der Auferstehung Christi und ihren besonderen Sujets auch eine gelebte ökumenische Verbundenheit in die Welt.


    Die Osterkerzen der Kirche Letten. (Foto: zvg)
  • Passionsmusik an Gründonnerstag und Karfreitag in Höngg

    Passionsmusik an Gründonnerstag und Karfreitag in Höngg

    Das Oratorium von Heinrich von Herzogenberg besticht durch seine besondere Anlage: Die Gemeinde wird aktiv in das musikalische Geschehen einbezogen. Im Zentrum stehen die Chor- und Gemeindeteile, welche die entscheidenden Stationen der letzten Stunden Jesu Christi nachzeichnen.

    Die beiden Solisten sowie Chor und Ensemble gestalten dabei eindrucksvolle musikalische Momente – vom letzten Abendmahl über die Fusswaschung bis hin zur Kreuzigung und zum Tod Jesu Christi.

    Eine bedeutende Persönlichkeit

    Der österreichische Komponist von Herzogenberg wirkte im späten 19. Jahrhundert in Deutschland und hinterliess eine Vielzahl an Kirchenmusikstücken. Auch wenn sein Name heute weniger bekannt ist, war er in der deutschen klassischen Musik seiner Zeit eine bedeutende Persönlichkeit und lehrte unter anderem Komposition in Leipzig und Berlin.

    Kantor Igor Marinkovic, der diese Feier erstmals musikalisch leitet, führt den reformierten Kirchenchor Höngg gemeinsam mit dem Ad-hoc-Ensemble und den beiden Solisten Salvador Zuzuárregui (Tenor) und Thomas Hughes (Bass) durch ausgewählte Teile aus diesem Spätwerk.

    Gründonnerstag & Karfreitag

    Reformierte Kirche Höngg
    Gründonnerstag, 2. April, 20 Uhr: «Musik und Wort» mit Pfarrer Max Schäfer
    Karfreitag, 3. April, 10 Uhr: Gottesdienst mit Abendmahl (Wein und Traubensaft), mit Pfarrer Beat Gossauer sowie Teilwiederholung der Musik

  • Die Passionszeit beginnt: Licht unter der Linde

    Die Passionszeit beginnt: Licht unter der Linde

    Tag für Tag erreichen uns Nachrichten aus aller Welt – aber auch aus nächster Nähe. Ereignisse wie jene in Crans-Montana zu Beginn des Jahres haben uns schmerzlich vor Augen geführt, wie nah Leid und Verlust sein können. Über die Medien dringen News in unsere Wohnzimmer und Köpfe und erzählen vom Schicksal unzähliger Menschen, die von Gewalt, Ungerechtigkeit und Schmerz betroffen sind.

    Und doch bleibt eine besondere Zeit des Innehaltens oft unbemerkt: die Passionszeit. Jedes Jahr beginnt sie am Aschermittwoch und dauert bis zum Karsamstag. In diesen Wochen erinnern sich Christinnen und Christen an das Leiden Jesu und bereiten sich auf Ostern vor.

    In diesem Jahr möchte der Kirchenkreis zehn die Passionszeit bewusst nutzen: Als Zeit des Gedenkens an das Leid in unserer Welt und als Einladung, Solidarität, Empathie und Anteilnahme zu stärken. Die Linde vor der Kirche soll uns dabei begleiten: Jeden Donnerstagabend wird sie zum Leidensbaum – und so zu einem stillen Ort des Erinnerns.

    Raum für Anteilnahme

    Das gemeinsame Gedenken kann uns helfen, dem Leid gegenüber nicht ohnmächtig oder gleichgültig zu bleiben – und eröffnet Raum für Anteilnahme. Ausserdem ist das Licht unter der Linde ein kleines Zeichen der Hoffnung, die wir in diesen Zeiten besonders gut gebrauchen können. Alle sind herzlich eingeladen, an dieser Gedenkzeit teilzunehmen.

    Im Zentrum steht ein schlichtes Ritual mit Kerzenlicht. Um gegen Regen oder Kälte gewappnet zu sein, wird warme Kleidung, Regenschutz und je nach Lichtverhältnissen eine Taschenlampe empfohlen. Pfarrer Beat Gossauer und Sozialdiakonin Anna Schwaller freuen sich auf viele Begegnungen.

    Licht unter der Linde

    Unter der Linde vor der refor­mierten Kirche Höngg,
    donnerstags, 19./26. Februar und 5./12./19./26. März,
    zwischen 18.30 und 19.15 Uhr (freies Kommen und Gehen)

  • Der erste Aktivia-Vortrag des Jahres: «War früher alles besser?»

    Der erste Aktivia-Vortrag des Jahres: «War früher alles besser?»

    Der Spruch «Früher war alles besser» ist vor allem bei der älteren Generation oft zu hören und schnell zur Hand, wenn schlechte Nachrichten verkündet werden. Dass diese Aussage keineswegs pauschal zutrifft, zeigt die Referentin Deborah Kistler anhand von Zahlen und Fakten auf.

    Positive Veränderungen

    Die Welt hat sich in vielen Bereichen deutlich zum Besseren entwickelt: So sind beispielsweise Fortschritte bei der Bekämpfung der Kindersterblichkeit oder in der Bildung zu verzeichnen, auch wenn solche positiven Veränderungen häufig nicht im öffentlichen Fokus stehen. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem globalen Fortschritt leistet zudem die weltweite Forschung.

    Deborah Kistler ist Geschäftsführerin des «Center for Economic Development» an der Universität Zürich und steht im Anschluss gerne für Fragen zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich zu diesem spannenden Referat eingeladen. (e)

    Das Aktivia-Referat

    Donnerstag, 15. Januar, 14.30 Uhr
    Pfarreizentrum Heilig Geist
    Limmattalstrasse 146

    Weitere Informationen: Aktivia-Website