Damit die Gäste die Sonne am Frühlingsfest des Wohnzentrums Frankental entspannt geniessen konnten, wurden auf dem Festgelände zahlreiche Pavillons aufgestellt. Darunter liess es sich wunderbar verweilen, plaudern und das abwechslungsreiche Programm erleben.
Bereits beim Betreten des Festgeländes tauchten die Besucherinnen und Besucher in eine kleine afrikanische Erlebniswelt ein. Eine liebevoll gestaltete Safari-Dekoration, Ballone sowie Darstellungen verschiedener afrikanischer Länder sorgten für eine besondere Atmosphäre.
Ein echter Blickfang waren die Länderflaggen sämtlicher afrikanischer Staaten. Auf ihnen stand «En Guete» beziehungsweise «Guten Appetit» in den jeweiligen Landessprachen und auf Suaheli. Eine kreative und zugleich lehrreiche Idee.
Musikalischer Höhepunkt
Für den musikalischen Höhepunkt sorgte die afrikanische Live-Band Claudia Masika Trio. Mit ihren mitreissenden Rhythmen und stimmungsvollen Klängen brachte sie das Publikum zum Mitschwingen und Mitklatschen.
Passend zum Motto wartete auch ein Wettbewerb auf die Gäste. Dabei galt es, verschiedene Instrumente zu erkennen. Und dann kam die grosse Schätzfrage: Wüssten Sie, wie viele Menschen auf dem Kontinent Afrika leben? Die Antworten reichten von vorsichtig geschätzt bis mutig geraten – und sorgten für manche angeregte Diskussion.
Auch kulinarisch liess das Fest keine Wünsche offen. Zum Apéro wurden unter anderem Satayspiessli, Crevettenspiessli, Cevapcici, Antipasti, Tomaten-Mozzarella-Spiessli, Knoblibrot, Melonen, Minisandwiches, Bruschetta, Blätterteiggebäck und Chicoréeschiffli serviert. Dazu durfte natürlich ein sommerlicher Pina Colada – wahlweise mit oder ohne Alkohol – nicht fehlen.
Ein solcher Anlass entsteht nicht von selbst
Am Abend lockte der Grill mit feinen Würsten, Poulet, Steak und vegetarischen Köstlichkeiten. Ergänzt wurde das Angebot durch einen leckeren Couscous-Salat sowie weitere frische Salate. Wer danach noch Platz hatte, wurde mit einem Glacéwagen belohnt, der für die passende süsse Erfrischung sorgte.
Ein solcher Anlass entsteht nicht von selbst. Organisiert wurde das Frühlingsfest von der Wohngruppe EG 414, die mit viel Herzblut und Engagement ein unvergessliches Fest auf die Beine stellte. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie von den Mitarbeitenden der Hotellerie, Hauswirtschaft, Küche und des Technischen Dienstes. Ihnen allen gebührt ein grosses Dankeschön.
Das Frühlingsfest 2026 zeigte einmal mehr, wie bereichernd Begegnungen zwischen Menschen, Kulturen und Generationen sein können. Oder anders gesagt: Wenn Musik erklingt, feines Essen duftet und ein Glacéwagen vorfährt, spricht man eben eine Sprache, die alle verstehen.
Rita Durschei hat die Stiftung ESPAS in unterschiedlichen Rollen, zuletzt als Geschäftsführerin, massgeblich geprägt. Per 1. Juni trat sie nun in den vorzeitigen Ruhestand – und übergab die Verantwortung ihrem Stellvertreter Michael Frei. Seit 13 Jahren ist er bei ESPAS tätig.
Angefangen hat er in der Zweigstelle Richterswil als Zweigstellenleiter, im Jahr 2014 wurde er Teil der Geschäftsleitung und war zunächst Bereichsleiter der Zweigstellen Richterswil und Winterthur. Der stellvertretende Geschäftsführer des Gesamtbetriebs ist er seit zwei Jahren. Anfangs Juni zieht er sein Büro nun nach Höngg um – und berichtet dem «Höngger», was ihm bei seinem Job wichtig ist und welche Ziele er erreichen möchte.
Michael Frei, die ESPAS ist mit 500 Beschäftigten ein grösserer Betrieb, aber in Höngg nicht sehr bekannt. Was macht Ihre Organisation genau? Michael Frei: Unser Betrieb ist eine Sozialunternehmung, die sich zwei Kernaufgaben widmet: einerseits der Integration von Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen in den ersten Arbeitsmarkt, andererseits dem Angebot von angepassten Arbeitsplätzen für Menschen mit IV-Rente. Wir bieten berufliche Eingliederungsmassnahmen und Integrationsprogramme für rund 100 Personen an, können an unseren drei Standorten in Zürich, Richterswil und Winterthur rund 60 Lernende ausbilden und haben rund 260 Mitarbeitende in angepassten Arbeitsplätzen.
Welche Dienstleistungen bieten Sie darüber hinaus an? Michael Frei: Wir sind auch ein professioneller Dienstleistungspartner und bieten mit unseren Beschäftigten eine breite Palette an verschiedenen Dienstleistungen für externe Kundschaft an: Wir haben in Höngg unter anderem eine Wäscherei, bieten einen professionellen Telefonservice, übernehmen Sekretariatsdienste für Vereine und die Lagerung und gesamte Bestellabwicklung für Webshops. Auch Versand und Konfektionierungsaufträge sind immer willkommen, wir übernehmen im Rahmen von Projekt Restwert den Verkauf gebrauchter Haushaltsgegenstände via Ricardo und führen ein firmeninternes Restaurant, das auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
Ursprünglich waren Sie im Bankwesen tätig. Was hat sie bewogen, in den sozialen Bereich zu wechseln? Michael Frei: Richtig, ich war über 20 Jahren im Bankwesen, habe am Paradeplatz in Führungsfunktion bei einer Grossbank gearbeitet. Doch mit rund 40 Jahren hatte ich das Bedürfnis, etwas anderes zu machen – einen Job auszuüben, der mir mehr Sinnhaftigkeit gibt. Gleichzeitig reizte es mich weiterhin, in einer Führungsposition zu bleiben. Deswegen habe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als Zweigstellenleiter bei ESPAS beworben.
Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt? Michael Frei: Ja definitiv, ich schätze an meiner Tätigkeit sehr, etwas bewegen zu können und zu sehen, wie die eigene Arbeit Wirkung zeigt. Das hilft auch in anspruchsvollen Situationen. Und ich denke, der Slogan «Nah am Mensch, nah am Markt» passt sehr gut auf den Betrieb. Meine Tätigkeit hat nach wie vor sehr viele betriebswirtschaftliche Komponenten, doch jetzt steht der Mensch im Vordergrund.
Eine neue Geschäftsleitung bringt oft neue Ideen mit. Haben Sie bereits konkrete Pläne? Michael Frei: Das sind jetzt nicht die ganz neuen Pläne, es ist jedoch klar, dass sich die ESPAS weiter wird entwickeln müssen. Das Umfeld verändert sich ständig. Wir sind als Betrieb auf Dienstleistungsaufträge von aussen angewiesen, und gerade in diesem Bereich ist, insbesondere mit dem Aufkommen von KI, alles im Fluss. Deshalb müssen wir unser Angebot stetig den neuen Bedürfnissen anpassen. Früher haben wir zum Beispiel öfter Versandarbeiten gemacht oder die Erfassung von Fragebögen für Umfragen. Diese Angebote sind eingebrochen.
Was ist der Grund dafür? Michael Frei: Viele der klassischen Routinetätigkeiten sind mittlerweile weniger gefragt, werden automatisiert. In anderen Bereichen wächst dafür die Nachfrage – wie etwa bei den Webshops. Diese benötigen einerseits Lagerflächen für die Produkte, andererseits ein professionelles Management und Lagerlogistik. Da entstehen bei uns neue Herausforderungen und Aufgabenprofile.
Rita Durschei, was hat sie bewogen, den Stab weiterzugeben? Rita Durschei: Ich habe sehr viele Jahre bei ESPAS gearbeitet, und irgendwann hatte ich das klare Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in den frühzeitigen Ruhestand zu treten. Für mich war es entscheidend, das Unternehmen in einer stabilen finanziellen Situation und mit einer engagierten, motivierten Belegschaft übergeben zu können. Dieses gute Gesamtbild hat mir den Abschied erleichtert.
Wohin wird Ihr Weg Sie in Zukunft führen? Rita Durschei: Mein Weg führt mich in den Fluss der Entwicklung. Ich engagiere mich bewusst in Vereinen, in denen Bewegung, Veränderung und Weiterentwicklung gefragt ist. Es bereitet mir Freude, Neues zu entdecken und jeden Tag dazuzulernen. Dabei ist mir wichtig, dass auch die Kultur ihren festen Platz hat – sie inspiriert, verbindet und bereichert meinen Weg.
Rita Durschei hat die Stiftung ESPAS in unterschiedlichen Rollen, zuletzt als Geschäftsführerin, massgeblich geprägt. Per 1. Juni trat sie nun in den vorzeitigen Ruhestand – und übergab die Verantwortung ihrem Stellvertreter Michael Frei. Seit 13 Jahren ist er bei ESPAS tätig.
Angefangen hat er in der Zweigstelle Richterswil als Zweigstellenleiter, im Jahr 2014 wurde er Teil der Geschäftsleitung und war zunächst Bereichsleiter der Zweigstellen Richterswil und Winterthur. Der stellvertretende Geschäftsführer des Gesamtbetriebs ist er seit zwei Jahren. Anfangs Juni zieht er sein Büro nun nach Höngg um – und berichtet dem «Höngger», was ihm bei seinem Job wichtig ist und welche Ziele er erreichen möchte.
Michael Frei, die ESPAS ist mit 500 Beschäftigten ein grösserer Betrieb, aber in Höngg nicht sehr bekannt. Was macht Ihre Organisation genau? Michael Frei: Unser Betrieb ist eine Sozialunternehmung, die sich zwei Kernaufgaben widmet: einerseits der Integration von Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen in den ersten Arbeitsmarkt, andererseits dem Angebot von angepassten Arbeitsplätzen für Menschen mit IV-Rente. Wir bieten berufliche Eingliederungsmassnahmen und Integrationsprogramme für rund 100 Personen an, können an unseren drei Standorten in Zürich, Richterswil und Winterthur rund 60 Lernende ausbilden und haben rund 260 Mitarbeitende in angepassten Arbeitsplätzen.
Welche Dienstleistungen bieten Sie darüber hinaus an? Michael Frei: Wir sind auch ein professioneller Dienstleistungspartner und bieten mit unseren Beschäftigten eine breite Palette an verschiedenen Dienstleistungen für externe Kundschaft an: Wir haben in Höngg unter anderem eine Wäscherei, bieten einen professionellen Telefonservice, übernehmen Sekretariatsdienste für Vereine und die Lagerung und gesamte Bestellabwicklung für Webshops. Auch Versand und Konfektionierungsaufträge sind immer willkommen, wir übernehmen im Rahmen von Projekt Restwert den Verkauf gebrauchter Haushaltsgegenstände via Ricardo und führen ein firmeninternes Restaurant, das auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
Ursprünglich waren Sie im Bankwesen tätig. Was hat sie bewogen, in den sozialen Bereich zu wechseln? Michael Frei: Richtig, ich war über 20 Jahren im Bankwesen, habe am Paradeplatz in Führungsfunktion bei einer Grossbank gearbeitet. Doch mit rund 40 Jahren hatte ich das Bedürfnis, etwas anderes zu machen – einen Job auszuüben, der mir mehr Sinnhaftigkeit gibt. Gleichzeitig reizte es mich weiterhin, in einer Führungsposition zu bleiben. Deswegen habe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle als Zweigstellenleiter bei ESPAS beworben.
Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt? Michael Frei: Ja definitiv, ich schätze an meiner Tätigkeit sehr, etwas bewegen zu können und zu sehen, wie die eigene Arbeit Wirkung zeigt. Das hilft auch in anspruchsvollen Situationen. Und ich denke, der Slogan «Nah am Mensch, nah am Markt» passt sehr gut auf den Betrieb. Meine Tätigkeit hat nach wie vor sehr viele betriebswirtschaftliche Komponenten, doch jetzt steht der Mensch im Vordergrund.
Eine neue Geschäftsleitung bringt oft neue Ideen mit. Haben Sie bereits konkrete Pläne? Michael Frei: Das sind jetzt nicht die ganz neuen Pläne, es ist jedoch klar, dass sich die ESPAS weiter wird entwickeln müssen. Das Umfeld verändert sich ständig. Wir sind als Betrieb auf Dienstleistungsaufträge von aussen angewiesen, und gerade in diesem Bereich ist, insbesondere mit dem Aufkommen von KI, alles im Fluss. Deshalb müssen wir unser Angebot stetig den neuen Bedürfnissen anpassen. Früher haben wir zum Beispiel öfter Versandarbeiten gemacht oder die Erfassung von Fragebögen für Umfragen. Diese Angebote sind eingebrochen.
Was ist der Grund dafür? Michael Frei: Viele der klassischen Routinetätigkeiten sind mittlerweile weniger gefragt, werden automatisiert. In anderen Bereichen wächst dafür die Nachfrage – wie etwa bei den Webshops. Diese benötigen einerseits Lagerflächen für die Produkte, andererseits ein professionelles Management und Lagerlogistik. Da entstehen bei uns neue Herausforderungen und Aufgabenprofile.
Rita Durschei, was hat sie bewogen, den Stab weiterzugeben? Rita Durschei: Ich habe sehr viele Jahre bei ESPAS gearbeitet, und irgendwann hatte ich das klare Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in den frühzeitigen Ruhestand zu treten. Für mich war es entscheidend, das Unternehmen in einer stabilen finanziellen Situation und mit einer engagierten, motivierten Belegschaft übergeben zu können. Dieses gute Gesamtbild hat mir den Abschied erleichtert.
Wohin wird Ihr Weg Sie in Zukunft führen? Rita Durschei: Mein Weg führt mich in den Fluss der Entwicklung. Ich engagiere mich bewusst in Vereinen, in denen Bewegung, Veränderung und Weiterentwicklung gefragt ist. Es bereitet mir Freude, Neues zu entdecken und jeden Tag dazuzulernen. Dabei ist mir wichtig, dass auch die Kultur ihren festen Platz hat – sie inspiriert, verbindet und bereichert meinen Weg.
Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt. Hunger leiden muss hier hoffentlich niemand. Doch dass Armut auch hierzulande verbreitet ist, das geht oft vergessen: Rund 16 Prozent der Bevölkerung sind entweder direkt von Armut betroffen oder armutsgefährdet – Tendenz steigend.
Allein im Kanton Zürich sind über 200 000 Menschen bedürftig. Als arm gilt dabei eine Person, deren verfügbares Einkommen unterhalb der definierten Armutsgrenze von 2388 Franken monatlich liegt, oder eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren, die weniger als 4159 Franken pro Monat verdient.
Diese Zahlen stammen von Caritas Zürich. Und seit nunmehr genau hundert Jahren hat sich der gemeinnützige Verein dem Kampf gegen die Armut verschrieben.
Damals, so berichten die beiden Vorstandsmitglieder Marie-Christine Schindler und Daniel Otth aus Höngg, war die Armut in der Stadt allgegenwärtig. Die Industrialisierung forderte ihren Tribut, man befand sich in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Katholiken kamen als Arbeitskräfte aus anderen Kantonen ins reformierte Zürich, das Elend innerhalb der Minderheit war gross.
Dies war der Auslöser, der den damaligen Generalvikar der katholischen Kirche, Alfred Teobaldi, dazu bewog, aktiv zu werden: Er gründete den Caritasverband Zürich. Heute gehört Caritas Zürich zu einem grossen nationalen und internationalen Netzwerk: Innerhalb der Schweiz existieren 16 eigenständige regionale Caritasorganisationen, weltweit sind es über 160 nationale Organisationen, die sich für Armutsbetroffene engagieren.
Für alle Bedürftigen da
Das Engagement hat sich seither ausgeweitet. Längst beschränken sich die Angebote nicht mehr nur auf die katholische Gemeinde, sondern generell auf von Armut betroffene Menschen. Doch die Bindung an die katholische Kirche ist nach wie vor vorhanden.
Einerseits durch die Vorstandsarbeit: Vier der acht Vorstandsmitglieder sind kirchliche Delegierte. Und andererseits durch die Finanzierung, wie Otth erklärt: «Rund ein Viertel der Gelder, der unserer Non-Profit-Organisation zur Verfügung steht, stammt von der Kirche.
Die restlichen drei Viertel stammen aus anderen Quellen – zur Hauptsache aus Leistungsaufträgen des Kantons oder anderer Institutionen, aus Donationen, Spenden und Legaten sowie aus Einnahmen aus den Secondhand-Läden und Caritas-Märkten.»
Und auch die Arbeit der Organisation hat sich verändert. Ging es damals oft um das blanke Überleben, steht heute der Begriff der Teilhabe im Vordergrund – etwa am sozialen und kulturellen Leben oder am Arbeitsmarkt. Diese Teilhabe, so erklären Schindler und Otth, versuche der Verein zu ermöglichen, und zwar weniger durch finanzielle Unterstützung, sondern vielmehr durch Empowerment.
«Dafür haben wir die verschiedensten Kanäle, wie zum Beispiel die Schuldenberatung, die Unterstützung bei der Job- und Wohnungssuche, die Bildungsangebote oder die Vermittlung zur digitalen Teilhabe», so Schindler. Auch die KulturLegi gehört dazu, die nicht nur den Einkauf in den Caritas-Märkten ermöglicht, sondern auch einen vergünstigten Zugang zu Kulturveranstaltungen und Sportangeboten bietet.
Freiwilliges Engagement
Ein Grossteil dieser Arbeit erfolgt durch freiwilliges Engagement: Allein im Kanton Zürich engagieren sich rund 600 Freiwillige bei den verschiedenen Angeboten, unterstützt durch 80 Festangestellte. Auch die Tätigkeit der beiden Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich.
Schindler hat ursprünglich als Mentorin beim Programm «incluso» begonnen: «Mich hat das Profil von Caritas Zürich und der klare Auftrag, den ich hier hatte, überzeugt», berichtet sie. Bei «incluso» habe sie Jugendliche mittels Coaching dabei unterstützt, eine Lehrstelle zu finden: «Wir haben uns wöchentlich getroffen, Bewerbungsunterlagen vorbereitet und Schnupperlehren organisiert.»
Aus zeitlichen Gründen musste sie zwar nach einigen Jahren mit dem Coaching aufhören, die Vorstandsarbeit übt sie jedoch weiterhin aus. Otth seinerseits ist einer der kirchlichen Delegierten des Vorstands: «Ich bin sozusagen von Amtes wegen im Vorstand. Innerhalb der Kirche bin ich Synodalrat der katholischen Körperschaft im Kanton Zürich und zuständig für die Ressorts Soziales und Ökologie. Da gehört Caritas zu meinen Aufgabengebieten.»
Betreuungslücken schliessen
Ein grosses Jubiläum ist auch ein Grund, zurückzublicken und zu analysieren. Was gehört aus Sicht der Höngger Vorstandsmitglieder zu den grössten Erfolgen von Caritas Zürich? «Wir denken, dass es uns gelungen ist, den Wandel mitzumachen», erklären sie. «Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen 100 Jahren enorm verändert, doch der Verein hat es geschafft, immer relevant zu bleiben und sein Angebot anzupassen.»
Seine Relevanz zeige sich insbesondere auch darin, dass er im Vergleich zu staatlichen Institutionen viel schneller und fokussierter auf Situationen reagieren könne – vor allem bei Krisen, gesellschaftlichen Verschiebungen oder Betreuungslücken.
So zum Beispiel während der Corona-Pandemie oder gleich nach dem Ausbruch des Ukrainekriegs: Hier konnte Caritas schnell und unbürokratisch Beratungs- und Unterstützungsangebote für Bedürftige auf die Beine stellen.
Wird das Jubiläum in diesem Jahr denn auch noch festlich begangen? Ja, bestätigen die beiden, wenn auch eher bescheiden: «Wir haben uns entschieden, kein grosses Fest zu veranstalten, sondern das Jubiläum eher niederschwellig zu begehen – im Rahmen der Angebote, die wir haben» so Schindler.
Zudem findet sich auf der Website eine fotografische Dokumentation der vergangenen Jahre, die wöchentlich durch ein neues Kapitel ergänzt wird. Und schliesslich hat der Verein einen Jubiläumsfilm produziert, der die Geschichte Revue passieren lässt.
«Der Oscar des Gesundheitswesens»: So bezeichnet das Stadtspital Zürich den Viktor Award in einem Facebook-Post. Der Preis zeichnet seit fünf Jahren herausragende Leistungen im Schweizer Gesundheitswesen aus.
In diesem Jahr werden Auszeichnungen in fünf Kategorien vergeben, darunter die «Medizinische Meisterleistung» und die «Pionierleistung im Schweizer Gesundheitssystem». Das Stadtspital Zürich – zu dem auch das Stadtspital Waid in Wipkingen gehört – ist in der Kategorie «Notfallstation: gut aufgehoben – gut betreut» nominiert.
In dieser Sparte entscheidet ausschliesslich das Publikum über die Gewinner. Bewertet werden demnach Freundlichkeit, Sichtbarkeit und die Qualität der Betreuung. Das Stadtspital Zürich Waid tritt dabei gegen Institutionen wie das Lindenhofspital Bern oder die Hirslanden Klinik Linde in Biel an.
Die Nominierung bedeute dem Stadtspital Zürich viel, heisst es auf Facebook. Sie stehe für das tägliche Engagement der Teams, Patientinnen und Patienten professionell zu betreuen.
Der Viktor Award ist eine Auszeichnung für besondere Leistungen im Schweizer Gesundheitswesen. Er würdigt Personen, Organisationen und Initiativen, die sich durch Innovation, Verantwortung oder ausserordentliches Engagement auszeichnen. Der Award wurde von den Gesundheitsmedien Medinside und Santemedia lanciert und wird jährlich vergeben. Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury unter der Leitung eines Präsidiums, unterstützt durch ein kombiniertes Jury- und Publikumsvoting.
autismus schweiz mit Sitz in Höngg weist in einer Medienmitteilung darauf hin, dass das Wissen über Autismus in der Gesellschaft nach wie vor unzureichend ist. Dies betrifft neben dem Alltag insbesondere zentrale Bereiche wie Bildung, Gesundheitswesen, Betreuung, Arbeit und Wohnen. Fehlendes Wissen über Autismus kann konkrete Folgen haben: Verhalten wird falsch eingeschätzt, Unterstützungsangebote greifen zu spät oder gar nicht, und der Zugang zu Bildung, Arbeit und medizinischer Versorgung ist erschwert. Dies führt zu hoher Belastung für Betroffene und Angehörige und kann Krisen begünstigen, die mit mehr Fachwissen vermeidbar wären.
Massives Versorgungsproblem
«Es gibt ein massives Versorgungsproblem für alle Kinder und Jugendlichen mit psychischen Belastungen – das ist eine inakzeptable Situation, die in keinem anderen medizinischen Bereich akzeptiert würde», sagt Ronnie Gundelfinger. Der ehemalige leitende Arzt an der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) ergänzt: «Für Familien mit einem Kind im Autismus-Spektrum ist die Situation besonders gravierend, weil es an qualifizierten Abklärungsstellen und an adäquaten Therapieangeboten fehlt.»
Die Schweiz hat im Jahr 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Zudem hat der Bundesrat im Jahr 2018 in seinem Bericht zu Autismus-Spektrum-Störungen festgehalten, dass Menschen im Autismus-Spektrum in der Schweiz weiterhin mit erheblichen Nachteilen konfrontiert sind. Der Bericht zeigt auf, dass es an Koordination, Fachwissen und bedarfsgerechten Angeboten fehlt und dass Bund und Kantone ihre Verantwortung für eine wirksame Unterstützung stärker wahrnehmen müssen. Dazu gehören angemessene Vorkehrungen, barrierefreie Angebote sowie eine fachlich fundierte Begleitung in allen Lebensbereichen.
Fachwissen ist entscheidend
Aus Sicht von autismus schweiz besteht bei der Umsetzung dieser Verpflichtungen aus der UNO-Behindertenrechtskonvention und dem Bericht des Bundesrates weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Notwendig ist insbesondere eine bessere Sensibilisierung der Gesellschaft für Autismus. „Autistische Menschen und ihre Angehörigen haben im Alltag oft besondere Herausforderungen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Gesellschaft sie versteht, gut informiert ist und passende Strukturen bereitstellt.“ sagte Bundesrätin Elisabeth Baume‑Schneider im November 2025 anlässlich eines Autismus-Kongresses in Interlaken.
autismus schweiz erlebt täglich, dass der Zugang zu autismusgerechten medizinischen Massnahmen sowie zu Bildung und Arbeit für viele Betroffene nicht gesichert ist. Deshalb fordert die Organisation von Bund und Kantonen verbindliche und praxisnahe Aus- und Weiterbildungen zu Autismus für Fachpersonen in der Bildung, dem Gesundheitswesen und im Sozialbereich. Autismus-Kompetenz darf kein freiwilliges Zusatzwissen sein, sondern muss fester Bestandteil der Grundausbildung in sozialen und betreuenden Berufen werden. Gleichzeitig braucht es ausreichend spezialisierte und langfristig finanzierte Unterstützungsangebote in der Schule, beim Übergang ins Erwachsenenleben und in der Arbeitswelt. Auch medizinische Massnahmen und die Krisenbegleitung müssen sich konsequent an den individuellen Bedürfnissen von Menschen im Autismus-Spektrum orientieren.
Es ist der Albtraum aller Katzen- und Hundebesitzer: der Stubentiger kehrt nach einem Freigang nicht nach Hause zurück, Bello rennt in die falsche Richtung und findet sein Herrchen nicht mehr. Verzweifelt wird nach den Lieblingen gesucht, doch sie bleiben verschwunden.
Für solche Fälle gibt es die STMZ, die Schweizer Tiermeldezentrale. Diese schweizweit operierende Meldezentrale wurde 2001 vom Schweizerischen Tierschutz, der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte und der Organisation ANIS gegründet.
Ein Helfer-Netzwerk
Dort können gratis sowohl Fund-, als auch Vermisstmeldungen erfasst werden – und zwar nicht nur von Katzen und Hunden, sondern auch von Nagetieren und Reptilien. Die Meldungen auf der Webseite können als Plakate ausgedruckt und im Quartier verteilt werden.
Zudem findet sich hier ein Helfer-Netzwerk, dessen Mitglieder benachrichtigt werden, wenn in ihrer Region Tiere vermisst oder gefunden werden und sich so bei der Suche beteiligen können. Es ist hier auch möglich, sich freiwillig registrieren zu lassen und Hilfe bei Transporten zum Tierarzt oder bei vorübergehenden Unterbringungen von Fundtieren anzubieten.
Schliesslich bietet die Meldezentrale auch eine Telefonhotline an, welche praktisch rund um die Uhr mit Rat und Unterstützung zur Seite steht.
Infos über vermisste Tiere direkt aufs Handy
Neu bietet die Tiermeldezentrale nun alle diese Dienstleistungen nicht mehr nur via Webseite, sondern auch auf einer eigenen App an. Diese kann kostenlos auf dem Mobiltelefon installiert werden.
So können vermisste und gefundene Tiere direkt per Smartphone gemeldet werden. Auch Benachrichtigungen über verlorengegangene Tiere in der näheren Umgebung werden via App direkt zugestellt.
Vor der Hauserstiftung Höngg an der Hohenklingenstrasse parkt an diesem frühen Winterabend ein grosser Reisecar: Rund zwanzig Bewohnende haben es sich darin gemütlich gemacht. Doch es geht nicht auf Ferienreise, sondern auf «Lichterfahrt»: Mit diesem Ausflug sollen auch diejenigen Bewohnenden, die nicht mehr mobil sind, die Gelegenheit erhalten, etwas vom Weihnachtszauber zu erhaschen.
Deswegen handelt es sich beim Car auch um einen besonderen, der auch Platz für Rollstühle bietet. Punkt 18 Uhr begrüsst Institutionsleiter Romano Consoli die Anwesenden, dann geht die Fahrt los. Quer durch Höngg, über den Bucheggplatz und an der Universität vorbei,Ziel: Innenstadt.
«Stop and Go»
Zugegeben, der Car ist nicht der einzige Verkehrsteilnehmer, der an diesem Abend in der Stadt unterwegs ist. Etwas «Stop and Go» muss wohl immer sein, wenn man sich ins Herzen von Zürich begibt. Das stört aber niemanden. Aus den Lautsprechern ertönen sanfte Weihnachtsklänge, das Fahrzeug ist angenehm beheizt und der Chauffeur weist seine Passagiere immer wieder auf auffällige und schöne Beleuchtungen hin.
Am Limmatquai können die Passagiere einen kurzen Blick auf den Weihnachtsmarkt auf dem Münsterhof werfen, dann geht’s weiter Richtung Bellevue und Weihnachtsdorf. Und von dort via Bürkliplatz und Baur au Lac zur Bahnhofstrases und schliesslich zur Löwenstrasse.
Lucy und ihre LED-Lampen
Der Fahrer weiss zu jeder Attraktion einige Details zu berichten. Etwa, wie hoch der Baum vor dem Baur au Lac ist – stolze 22 Meter –, aus wie vielen LED-Lampen Lucy besteht (23’000 Stück) oder wie gross die Anzahl Sterne ist, die an der Löwenstrasse aus ausgedienten Pet-Flaschen gebastelt wurden (900 Stück).
Derart mit Informationen und sinnlichen Adventseindrücken versorgt, vergeht die etwas mehr als einstündige Fahrt äusserst schnell und bald schon ist die Reisegruppe zurück in Höngg, wo sie vom Pflegepersonal liebevoll in Empfang genommen wird.
Sie habe zeitweise vergessen, dass sie in einem Spital war, schrieb die Patientin des Stadtspitals Zürich Waid in den Fragebogen, den sie nach ihrem Austritt erhielt. Für Tudor Stanescu, Leiter der Patienten-Hotellerie, ist das ein besonders schönes Kompliment. Zugleich ist es ein Hinweis darauf, was das Angebot «Stadtspital Premium» leisten kann. Dieses richtet sich nicht nur an privat versicherte Personen der Stadt Zürich: Es steht auch Patientinnen und Patienten der allgemeinen oder halbprivaten Abteilung offen, die ihren Aufenthalt mit einem Upgrade um zusätzliche Zimmer- und Serviceleistungen ergänzen möchten. «Stadtspital Premium» umfasst mehrere Leistungsstufen, in die in den vergangenen drei Jahren erheblich investiert wurde, wie Stanescu erklärt.
Das Stadtspital Zürich habe den klaren Auftrag, allen Versicherten – ungeachtet ihrer finanziellen Möglichkeiten – die bestmögliche Betreuung zu ermöglichen. Mit der Vereinheitlichung der Angebote in den beiden Häusern Triemli und Waid sei diesem Auftrag Rechnung getragen worden. «Wir bieten allen Patientinnen und Patienten eine Top-Medizin. Gleichzeitig müssen wir auch den höchsten Ansprüchen von Zusatzversicherten gerecht werden», betont Stanescu.
Was «Stadtspital Premium» ausmacht
Ist man als Privat- oder Halbprivat-patientin oder -patient im Stadtspital Zürich – oder gelangt man mittels Upgrade in diese Kategorie –, entsprechen die Leistungen jenen von Spezial- und Privatkliniken. Neben der medizinischen Betreuung, die in der Regel persönlich vom Chefarzt-Team geführt wird (während in der allgemeinen Abteilung das Fach- und Assistenzarzt-Team zuständig ist), spielt insbesondere der Komfort eine zentrale Rolle. So erinnert die Zimmerausstattung mit Parkett, Designermöbeln, einem grossen Flachbildfernseher und einer beeindruckenden Aussicht eher an ein Hotel. Es gehe dabei, so Stanescu, um das «Erlebnis im Spital», zu dem auch eine gehobene Gastronomie gehört.
Auch im Spitalalltag zeigt sich der Unterschied: Während in der allgemeinen Abteilung fixe Besuchszeiten gelten, sind diese in der halbprivaten Stufe erweitert und auf der privaten flexibel. Die beiden höheren Stufen beinhalten zudem Leistungen wie À-la-carte-Menüs, Verpflegung für Angehörige, Parkkarten während des Aufenthalts und erlesene Körperpflegeartikel.
Ein zentrales Element ist der sogenannte Guest Relation Service. Sechs Personen sind mittlerweile an den Standorten Triemli und Waid in dieser Funktion engagiert und fungieren als direkte Ansprechpersonen für halbprivate und private Patientinnen und Patienten. Sie kommen aus der Hotellerie, kennen Fünf-Sterne-Standards und bringen dieses Fachwissen in «Stadtspital Premium» ein. Ihr Auftrag: Für einen reibungslosen Ablauf sorgen und gleichzeitig für die Patientinnen und Patienten als diskrete und kompetente Gesprächspartner bei allen nicht-medizinischen Anliegen da sein.
Aus medizinischer Sicht
Der zusätzliche Komfort bedeute keineswegs, dass die medizinische Behandlung in der allgemeinen Abteilung eine andere Qualität habe, betont PD Dr. med. Michael Dietrich, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Hand- und Unfallchirurgie. Die Unterschiede lägen vielmehr in der bereits erwähnten Rolle der zuständigen Ärzteschaft. Gleichzeitig, so Dietrich, hätten Patientinnen und Patienten mit «Stadtspital Premium» häufig höhere Erwartungen an den gesamten Aufenthalt. Besonders attraktiv wird das Angebot durch die interdisziplinäre Abdeckung des Stadtspitals Zürich. «Der grosse Vorteil gegenüber einer Spezialklinik ist, dass bei uns viele Kliniken unter einem Dach vereint sind», erklärt Dietrich.
Während spezialisierte Häuser nur einen bestimmten Fokus abdecken, bietet das Stadtspital auch bei zusätzlichen Beschwerden – etwa, wenn während eines Aufenthalts eine Lungenentzündung oder eine weitere Erkrankung auftritt – eine umfassende Versorgung nach höchsten Standards am gleichen Ort. Rund um die Uhr sind Fachärztinnen und -ärzte aus allen Fachdisziplinen im Stadtspital Zürich einsatzbereit. «Die Patientinnen und Patienten müssen das Spital nicht wechseln; wir decken das gesamte medizinische Spektrum ab.» Diese breite Expertise gilt selbstverständlich für alle Versicherungsstufen.
Hinzu komme, dass sich manche ältere Menschen aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr halbprivat versichern lassen können, trotz ausreichender finanzieller Mittel. «Für sie ist ein Upgrade im Spital eine gute Möglichkeit, bei Bedarf dennoch erweiterte Leistungen zu beziehen.»
Die Kosten
Die Kosten für das Upgrade sind klar definiert: 550 Franken pro Nacht für die halbprivate Komfortstufe, 1100 Franken pro Nacht für die private. Abgedeckt werden Hotellerie- und Serviceleistungen. Für die Reservation fällt ein Depot an, das sich nach der geplanten Aufenthaltsdauer richtet. Es stellt sich die Frage, ob es den Patientinnen und Patienten dank «Stadtspital Premium» besser gehe. Dietrich weiss: «Ein positiver Gesamteindruck wirkt sich immer auf das Erleben der Behandlung aus. Wenn der Aufenthalt erleichtert wird, scheinen die Menschen insgesamt zufriedener.»
Mein Name ist Anastasia Imfeld, ich bin 17 Jahre alt und arbeite im Projekt «Restwert» Zürich. Als ich die Möglichkeit bekam, einen Artikel darüber zu schreiben, freute ich mich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen und die Chance, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Das Projekt «Restwert» in Zürich-Höngg wurde durch das Grundlagenwerk ins Leben gerufen und ist Teil eines stetig wachsenden Netzwerks. Dieses umfasst inzwischen 28 Standorte in der ganzen Schweiz und bietet rund 380 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen.
Doch was machen wir eigentlich im Projekt «Restwert»? Wir übernehmen den kompletten Verkauf von ausrangierten Dingen über die Online-Plattform Ricardo: vom Erfassen und Testen von Produkten, über das Fotografieren bis hin zum Verfassen von Inseraten sowie von Rechnungen, dem Verpacken und dem Versenden. So holen wir den bestmöglichen Restwert aus jedem Produkt heraus, seien es Haushaltsgegenstände, Elektronikgeräte oder auch Weihnachtsschmuck. Allein im letzten Jahr verkaufte unser Team fast 1000 Artikel an durchweg zufriedene Kunden und Kundinnen.
Das Miteinander zählt
Im Projekt «Restwert» zählt das Miteinander. Wir tauschen uns viel aus, was das Verständnis füreinander stärkt. Alle sind freundlich und hilfsbereit – und es wird oft gelacht. Die klar strukturierten Prozesse und die Vielfalt der Produkte sorgen für Abwechslung und geben der Arbeit Sinn. Für jeden Menschen ist es wichtig, eine Perspektive zu haben.
Als ich im Projekt «Restwert» anfing, fehlten mir Struktur und Zukunftsaussichten. Ich begann mit nur zwei Stunden Arbeit pro Tag und steigerte mich langsam. Diese kleinen Schritte halfen mir, Vertrauen aufzubauen und eine Routine zu entwickeln. Ich überarbeitete mein Bewerbungsportfolio und begann, mich aktiv zu bewerben. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht zugetraut. Und hier stehe ich nun und schreibe meinen eigenen Zeitungsartikel. Ja, ich bin stolz auf mich. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, sich auch für kleine Erfolge selbst zu loben. Jeder Mensch ist anders, aber wir alle verdienen eine Chance.