Kategorie: Gewerbe

  • Finger weg von unseren Quartierfesten

    Finger weg von unseren Quartierfesten

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    Zürich ist besser im Verbieten als im Festen. Die Stadt will internationale Strahlkraft – und schafft es nicht, ein eigenes Volksfest zu stemmen. Das Zürifäscht 2026 fällt aus, wegen der vielen Auflagen haben sich die bisherigen Organisatoren zurückgezogen.

    Die Stadt weiss alles besser

    Erst jetzt, über zwei Jahre nach der letzten Durchführung, beauftragt stattdessen die Stadt zwei Agenturen damit, ein Konzept für ein neues Stadtfest mit dezentralen Festplätzen aus dem Boden zu stampfen. Klingt partizipativ, die Stadt macht ja sonst für alles und jedes Echogruppen und Mitwirkungsverfahren. In Wahrheit wird hier aber von oben herab orchestriert, und das in Konkurrenz zu bestehenden Volksfesten wie der Schwamendinger Chilbi, die bestens funktionieren.

    Die Stadt torpediert Eigeninitiative

    Bleiben wir beispielhaft bei der Schwamendinger Chilbi: Seit über 50 Jahren organisieren lokale Parteien, Vereine, Firmen und Private dieses Volksfest sehr erfolgreich. Aktuell kämpft man dort mit einer Petition gegen neue städtische Auflagen und Gebühren, die Eigeninitiative ersticken. Muss die Stadt wirklich an Freiwilligenarbeit verdienen? Depot für Mehrweggeschirr ist das eine, aber Depot für Pet-Flaschen bei den Weltmeistern im Pet-Sammeln? Konkret standen Pet-Container überall auf dem Festgelände zum Entsorgen herum. Das ist Schikane und unnötiger Mehraufwand für die Veranstalter. Besonders wenn man bedenkt, wie viel Verpackung in der Stadt permanent nur schon bei der Verpflegung über Mittag im Freien anfällt – und von der Stadt im Rahmen ihres Auftrags entsorgt wird.

    Die Stadt hat die Wahl

    Während die Politik also Verbotskultur pflegt, bleibt die Frage: Warum klappt die Street Parade – eine der grössten Partys der Welt – jedes Jahr, während ein Zürifäscht angeblich an Sicherheitsbedenken scheitert? Offenbar liegt der Unterschied nicht im Können, sondern im Wollen.

    Fazit: Wer das Feiern den Agenturen überlässt, bekommt keine Feste, sondern Projekte. Wer Volksnähe will, muss den Leuten auch etwas zutrauen und sie nicht im Regulierungswahn ersticken. Zürich hat die Wahl.

    Nicole Barandun-Gross
    Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
    gewerbezuerich.ch

  • Der Holzwurm von Höngg

    Der Holzwurm von Höngg

    Claudio Bolliger ist gebürtiger Höngger, absolvierte seine Lehre bei der Jos. Berchtold AG und wagte vor 25 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit. Seither hat er sich mit viel Herzblut und Durchhaltewillen ein festes Standbein geschaffen. Zusammen mit seiner Frau Conny, die er an einer Berufsmesse kennengelernt hat, führt er die Schreinerei Holzwurm, die nun das 25-Jahr-Jubiläum feiert. Jetzt blickt er zurück auf ein Vierteljahrhundert, auf die Veränderungen im Handwerk und darauf, warum er trotz aller Anstrengungen nie bereut hat, sein «eigenes Ding» durchgezogen zu haben.

    Noch immer ein Einmannbetrieb

    Claudio Bolliger ist – was das Handwerk betrifft – auch nach 25 Jahren noch ein Einmannbetrieb. Wenn viel Arbeit ansteht, helfen Kollegen aus. Die Büroarbeit erledigt seit je seine Frau Conny. «Sie ist die ruhige Seele im Hintergrund», sagt er. Sein Alltag besteht vor allem aus Service- und Reparaturarbeiten für Verwaltungen und Privatkunden.

    Mit seinem roten Transporter ist er täglich unterwegs, die kleine Werkstatt in Oberhasli nutzt er nur für grössere Arbeiten. «Neuanfertigungen gibt es kaum noch, die Nachfrage liegt klar bei Reparaturen», erzählt er.

    Ganz ohne Herausforderungen geht es nicht: 2024 sei ein schwieriges Jahr gewesen, die Auftragslage sei deutlich eingebrochen. «Das haben viele Kollegen so erlebt, es wurde einfach weniger investiert.» Inzwischen laufe es wieder besser. In besonderer Erinnerung ist ihm die Zeit der Pandemie geblieben: «Die Leute waren viel zu Hause und hatten Zeit, Termine liessen sich viel einfacher koordinieren als heute.»

    Auch die Digitalisierung hält Einzug: Aufträge landen heute über QR-Codes und Portale direkt beim Handwerker. «Die Administration wird dadurch komplizierter, man verbringt schnell sieben, acht Minuten mehr pro Auftrag nur fürs Eintragen.»

    Sie sagen ihm Würmli

    Und wie kam der Name «Holzwurm 2000» zustande? «Mein Vater arbeitete damals in einer Werbeagentur. Ein Lehrling schlug vor, einen Holzwurm auf den Hobel zu setzen – das gefiel uns, und so entstand der Name. Früher nannte man mich schon Holzwurm, heute sagen mir gute Freunde einfach Würmli.»

    Privat freut sich Bolliger über zwei Enkelkinder. In acht Jahren möchte er in Pension gehen – «aber sicher nicht von einem Tag auf den anderen», betont er. Ein bisschen weiterarbeiten werde er bestimmt. Und das Highlight seiner Arbeit? «Das Schönste ist, wenn der Kunde zufrieden ist.»

    Holzwurm2000 Claudio Bolliger

    Schreinerservice
    8049 Zürich
    Tel.nr.: 044 341 90 48
    E-Mail: info@holzwurm2000.ch

    Website: holzwurm2000.ch 

  • Mittelweg statt Sackgasse

    Mittelweg statt Sackgasse

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    Der Sommer hält an, während die Schulferien zu Ende sind. Es war nass und kühl oder sonnig und heiss – wenig Mittelmass. Manche sagen, während der Sommerferien sei es in der Stadt am schönsten, weil viele Einheimische verreisen: mehr Platz, weniger Stress für Daheimgebliebene.

    Sommerferien ist, wenn der Verkehr fliesst

    Ferienstimmung auch auf den Strassen. Für flüssiges Fortkommen ohne Staus ist es nicht etwa nötig, das Verkehrsaufkommen um geschätzt die Hälfte zu reduzieren. Das kantonale Tiefbauamt hat gezählt: 15 Prozent weniger Fahrzeuge und der Verkehr läuft. Da ist es schon erstaunlich, welche Handstände die Stadt Zürich wegen des motorisierten Individualverkehrs vollführt und das nicht nur im Delirium der Sommerhitze.

    Aber eben, der soll ja ganz verschwinden. Etwas reduzieren, und es läuft: ein Park and Ride an einigen Ecken der Stadt? Ein Stadttunnel? Mehr Lebensqualität unter Beibehaltung der Mobilität würde auch etwas höhere Ausgaben rechtfertigen, oder? Solche Studien sind halt nicht im Trend …

    Gäste und Gäste in Zürich

    Während Einheimische verreisen, boomt Zürich bei Touristen. Im Niederdorf ist gerade abends viel los. Wie zwei Asiatinnen am Hirschenplatz ein Cordon bleu genossen, während sie mit der Gabel im Caquelon rührten, war wirklich härzig. Sie übernachten hier, essen hier, kaufen ein, bringen Wertschöpfung nach Zürich, kurbeln die Wirtschaft an.

    Anders sieht es aus, wenn Stadtzürcher sich in einer ihrer Badis erfrischen wollen. Wie in Walters Wimmelbuch sieht’s auf dem Floss im See aus, Tüechli an Tüechli an Land. Statt immer alles gratis für alle machen zu wollen, sollten sich Auswärtige angemessen an den Betriebskosten beteiligen. Das würde die Bevölkerungs- (und Verkehrs-!)ströme lenken und das Portemonnaie aller Zürcher Steuerzahlenden entlasten.

    Ich mag der Streetparade den Erfolg gönnen. So wie es in der Innenstadt aber danach aussieht und Tage später noch übel riecht, geht nicht. Dem Zürifäscht machte die Stadt mit immer neuen Auflagen den Garaus, und hier? Ein Mittelweg wäre gut. Aber mit Mittelwegen bzw. Kompromissen tut sich Zürich schwer.

    Nicole Barandun-Gross
    Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
    gewerbezuerich.ch

  • Haben Sie noch den Durchblick?

    Haben Sie noch den Durchblick?

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    Die langen Sommertage bringen so einiges ans Licht. In vielen Haushalten steht daher Putzen auf dem Programm und dazu gehört auch das Reinigen der Fenster. Eine Aufgabe, die viele nicht gerne machen. Eric Patzen hingegen schon, er ist im Bereich Gebäudereinigung seit über 15 Jahren auf das Reinigen von Fenstern spezialisiert.

    Patzen reinigt diese vor allem in Privathaushalten, aber auch im geschäftlichen Bereich. So ist er in Wipkingen und Höngg unterwegs und sorgt für einen glasklaren Durchblick. Seine Kundschaft schätzt, dass sie für das Thema Fensterreinigung einen zuverlässigen Ansprechpartner hat, der die Arbeiten persönlich ausführt.

    Jetzt Kontakt aufnehmen

    Fensterreinigung Eric Patzen
    Dorfstrasse 102, 8105 Regensdorf
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  • Der bunte Bioladen im Quartier

    Der bunte Bioladen im Quartier

    Gegründet wurde L’Ultimo Bacio im Jahr 2006 von Dominik Hungerbühler, der den Laden von seiner Vorgängerin übernahm. «Ich hatte damals keine Ahnung vom Detailhandel», erzählt er rückblickend, «ich habe vieles von der Kundschaft gelernt.» Heute führt er gemeinsam mit 17 Mitarbeitenden den Quartierladen.

    Das Sortiment umfasst rund 4000 sorgfältig ausgewählte Produkte: vom frischen Gemüse bis zu hausgemachtem Brot, vom Alpkäse bis zum selbst gerösteten Kaffee.

    Täglich kommen neue Lieferungen, vieles stammt direkt von kleinen Produzenten. «Der Umschlag ist so gross, weil wir kein Lager haben. Wir sind ständig am Räumen und Neubestücken», erklärt Hungerbühler. «Alle zehn Tage verkaufen wir im Schnitt den ganzen Laden leer.» So wird Food Waste aktiv vermieden: «Wir haben unter 0,5 Prozent.»

    Lokal verwurzelt

    Besonders beliebt ist das grosse Brotsortiment: Sieben Bio-Bäckereien liefern täglich, darunter fünf exklusive Rezepturen wie das «Ultimo Bacio Brot» aus Emmer-Getreide. Brot macht 20 Prozent des Umsatzes aus, zehnmal mehr als im Branchendurchschnitt. Ein weiteres Highlight ist die Käsetheke mit über 50 Sorten, die meist von Hand geschnitten werden: «Der extra lang gereifte Lumbreiner aus dem Val Lumnezia und der spanische Geisskäse mit Rosmarin und Honig sind besonders beliebt», sagt Hungerbühler.


    Das Team von L‘Ultimo Bacio hinter der Käsetheke. (Foto: pen)

    Auch das Weinangebot ist bemerkenswert: 100 Positionen, alle selbst degustiert, davon 30 bis 40 nur hier erhältlich. «Jeden Monat stellen wir einen neuen Wein vor, zum Beispiel von einem jungen Zürcher Winzer in Stäfa.» Neben saisonalen Spezialitäten wie Setzlingen aus dem Thurgau gibt es auch Eigenmarken: Kaffee von einer Frauenkooperative aus El Salvador oder das hauseigene Bier «Django» aus Einsiedeln. Und natürlich alles, was man zum Leben braucht bis hin zu Abfallsäcken.

    Ein Ort für alle

    Was den Laden ausmacht, ist auch das Team: Yogalehrerinnen, Musiker, Köche, Studierende. «Wir haben ein Kernteam für den Einkauf, aber alle bringen Ideen ein. Wenn ein Produkt nicht läuft, kommt es raus und etwas Neues kommt rein.» Auch das Publikum ist bunt, «viele kommen einfach, weil sie hier eine schönere Begegnung erleben als im Grossverteiler.»

  • Aus eins mach zwei oder drei oder …

    Aus eins mach zwei oder drei oder …

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    Als jüngstes Beispiel der Stadt Zürich für wundersame Subventionsvermehrung darf die erneute Vergabe einer einmaligen Unterstützung an zwei Kinobetreiber gefeiert werden. Was genau ist nicht verständlich an «einmalig»? Entweder wurden die damit verbundenen Unterstützungsziele erreicht – Mission erfüllt. Blieb die Massnahme aber erfolglos, schüttet man doch nicht einfach nach. Und: Nach wie vielen Wiederholungen wäre dann Schluss?

    Kultur ist wichtig

    Das Kulturangebot alleine macht noch keine lebendige Stadt. Dazu braucht’s ein funktionierendes wirtschaftliches Umfeld. Apéro, einkaufen, essen – auch rund ums Kino. Und nicht nur dort kämpfen Betriebe – ohne Subventionen, dafür gegen hohe Fixkosten, immer mehr Bürokratie und Vorschriften. Diesen engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern mal gut zuzuhören, würde sich lohnen. Gerade wenn sie zu Mitwirkungsverfahren eingeladen sind.

    Wenn der Ruf ungehört verhallt

    Was nutzt es, wenn Gewerbevertreter sich an Echoveranstaltungen beteiligen und sich vor Ort einer Wand von Leuten mit Partikularinteressen gegenübersehen, die statt Gewerbe und Grundversorgung lieber Wohnungen, Wiese, Spielplatz oder Räume zur Selbstverwirklichung haben wollen. Dass diese Bauten erst errichtet und dann instand gehalten werden müssen, wird tunlichst ausgeblendet. Und die Stadt orientiert sich natürlich an diesen orchestrierten Mehrheiten.

    Kreislaufwirtschaft: Das Gewerbe wäre nahe, wenn man es liesse

    Anstelle der Entsorgungscoupons werden mit Subventionen in Millionenhöhe «Josy – alles ausser neu», mietfrei und natürlich mit Beizli, und Reparaturförderung betrieben. Mit fairen Rahmenbedingungen würde das Gewerbe nicht in die Agglomeration verdrängt und stünde mancherorts noch in Gehdistanz für Reparaturen und Servicedienstleistungen zur Verfügung. Dass nicht alles zur Reparatur aufs Josefsareal getragen werden kann, sollte allen klar sein. Und dass genügend Umschlagplätze kein Teufelszeug sind, jetzt hoffentlich auch.

    Nicole Barandun-Gross
    Präsidentin Gewerbeverband der Stadt Zürich
    gewerbezuerich.ch

  • Schönheit als Handwerk

    Schönheit als Handwerk

    Obwohl das «Wellness- & Beautycenter» mit modernen Geräten ausgestattet ist und in drei Behandlungsräumen verschiedene kosmetische Behandlungen anbietet, bleibt für die Inhaberin Cornelia Höltschi das Handwerk das Herzstück der Arbeit: «Technik ist hilfreich, aber wir arbeiten mit den Händen. Deshalb ist es mir wichtig, dass meine Kundschaft auch die Kosmetikerin wählen kann, die zu ihr passt», erklärt sie. Ihr Team besteht neben ihr aus der diplomierten Kosmetikerin Serena Corina-Borelli und der Lernenden Rebecca De Zotti.

    Das Team bildet sich regelmässig weiter. Auch medizinische Aspekte wie die Früherkennung von Hauterkrankungen oder Hautkrebs spielen eine Rolle. «Wir sind gewissermassen die Vorstufe zum Dermatologen», erklärt Höltschi. Der erste Besuch beginnt mit einer Anamnese, bei der gemeinsam die Ziele und passenden Wirkstoffe definiert werden. «Anti-Aging beginnt heute schon mit 25, aber in kleinen Schritten. Denn wenn wir 90 sind, soll die Pflege immer noch zur Haut passen», so die Expertin.

    Auch eine altersgerechte Behandlung ist zentral. «Unser ältester Kunde war 104 Jahre alt», erinnert sich Höltschi. Doch nicht alle wollen jünger aussehen. Besonders berührend bleibt ihr eine Kundin in Erinnerung: «Nehmen Sie mir meine Fältchen nicht weg – die habe ich mir hart verdient.»

    Viele Männer als Kunden

    Der Kundenstamm reicht weit über Höngg hinaus und manche reisen sogar aus dem Ausland an. Überraschend: Rund die Hälfte der Kundschaft sind Männer. «Anfangs waren es weniger», erinnert sich Höltschi. «Aber da ich selbst Leistungsschwimmerin war, hatte ich viele männliche Kollegen, die sich enthaaren liessen.»

    Früher geschah das meist mit Wachs, heute ist die IPL-Technologie (Intense Pulsed Light) gefragt. «Diese Methode ist weniger schmerzhaft, was viele Männer bevorzugen», so Höltschi. Kosmetik ist für viele Männer inzwischen ein selbstverständlicher Teil der Körperpflege, sagt sie.

    Kinder als neue Zielgruppe

    Ein wachsender Trend sind Kinderbehandlungen. «Oft bringen Gotti ihre Patenkinder mit für Maniküre, Pediküre, Massage oder sanftes Schminken mit kindgerechten Produkten», erzählt Höltschi. In einer Zeit, in der soziale Medien den Druck, «perfekt» auszusehen, verstärken, kommt solchen Angeboten eine besondere Bedeutung zu. «Wir begleiten die Kinder altersgerecht und bringen ihnen den richtigen Umgang mit Kosmetik bei», erklärt Höltschi.

    Sie warnt jedoch vor der Verwendung von Produkten, die für Erwachsene gedacht sind: «Wenn eine Sechsjährige eine Anti-Aging-Creme verwendet, kann das die Haut stark reizen oder Allergien auslösen.»

    Ein typischer Frauenberuf?

    Höltschi beschreibt ihren Beruf als «typischen Frauenberuf», obwohl es mittlerweile circa 15 Prozent Kosmetiker gibt. Nicht wegen des Geschlechts, sondern wegen der Eigenschaften, die er erfordert: «Man braucht Idealismus, Empathie und ein feines Gespür für Menschen. Viele Kundinnen kommen gestresst, bei uns können sie loslassen.» Vertrauen spiele dabei eine grosse Rolle: «Beim Eintreten legt man auch ein Stück Schutz ab. Viele denken dann: Oh Gott, wie sehe ich nur aus?» Das schönste Kompliment sei es, wenn die Kunden entspannt und dankbar den Salon verlassen.

  • «Gezielter unsere Interessen vertreten»

    «Gezielter unsere Interessen vertreten»

    Ein Beitrag der FDP 10, von Caroline Hobi, Vorstandsmitglied FDP 10

    Andreas, was hat dich dazu gebracht, im Kreis 10 zu arbeiten?

    Andreas Kneubühler: Ich führe das Geschäft meines Vaters in zweiter Generation weiter. Mein Vater kam damals nach Höngg, weil das Quartier auch im Winter sonnig war und viele Eigentümer hier wohnten. Mein Vater war ein guter Geschäftsmann.

    Wie war dein Werdegang und bist du fest im Quartier verankert?

    Ich bin hier aufgewachsen und habe nach der KV-Lehre noch die Lehre als Malermeister absolviert. Früher war mein Bezug zu Höngg nicht so stark. Die wirkliche Verwurzelung kam erst mit den vielen Kontakten – beruflich und privat. Ich kenne viele Einwohner des Kreis 10. Wirklich angekommen bin ich aber mit dem Beitritt in die Zunft Höngg.

    Ist das ein Vorteil für das Business?

    Höngg ist die Basis, aber ich bin in der ganzen Stadt tätig. Aus meiner Sicht funktioniert das Netzwerk hier in Höngg bestens. Das wichtigste Instrument ist die Weiterempfehlung. Gerade wenn die Konkurrenz gross ist, macht das den Unterschied.

    Wo begegnest du den grössten Herausforderungen?

    Der Meierhofplatz ist verkehrstechnisch schlimm sowie die Parkplatzsituation in der ganzen Stadt. Als Unternehmer bin ich gezwungenermassen oft mit dem Auto unterwegs und habe nicht die Möglichkeit, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.

    Du hast für den Kreis 10 einen Wunsch offen. Wie lautet der?

    Ich wünschte mir, dass der Zusammenhalt im Kreis 10 stärker wäre. Aus diesem Grund engagiere ich mich auch im Gewerbeverein Chreis Zäh. Wir können so gegenüber der Stadt einheitlicher auftreten und haben wieder mehr Gewicht. So können wir gezielter unsere Interessen vertreten.

    Vielen Dank für das Gespräch!

  • Der neue Gewerbeverein Chreis Zäh lädt ein

    Der neue Gewerbeverein Chreis Zäh lädt ein

    Was am 7. März unter sechs Personen aus dem hiesigen Gewerbe in kleiner Runde als Gewerbeverein Chreis Zäh gegründet wurde, wird jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Vorstand wurde zwischenzeitlich um die Quästorin erweitert und umfasst nun sieben engagierte Persönlichkeiten.

    Der Gewerbeverein Chreis Zäh, der die beiden Zürcher Stadtteile Höngg und Wipkingen vereint, soll als Plattform für Gewerbetreibende und zum Austausch und Netzwerken dienen. Das Ziel ist die Förderung des lokalen Gewerbes sowie die Interessenvertretung von KMU und Gewerbe gegenüber Stadt und Kanton Zürich.

    Die Gründungsfeier

    Der neue Gewerbeverein lädt gewerbetreibende Personen und Detaillisten aus Wipkingen und Höngg zu einer öffentlichen Gründungsfeier ein. Sinn und Zweck dieses Festes ist die Bekanntmachung des Vereins, das gesellige Zusammensein sowie das ungezwungene Stelldichein mit freien Netzwerkmöglichkeiten.

    Ab Freitag ist die neue Website www.gvc10.ch online, die von der BN Graphics GmbH realisiert wurde. Dort sind auch die Informationen zur Mitgliedschaft enthalten.

    Gründungsfeier Chreis Zäh

    Mittwoch, 28. August, 18.30 Uhr 
    Fasskeller im Restaurant Weinbeiz, Zweifel 1898
    Um Anmeldung wird gebeten unter www.gvc10.ch,
    Anmeldeschluss: 10. August

  • Gründung des neuen Gewerbevereins «Chreis Zäh»

    Gründung des neuen Gewerbevereins «Chreis Zäh»

    Am 7. März war es soweit: In der Weinbeiz von Zweifel 1898 wurde der neue Gewerbeverein «Chreis Zäh» gegründet. Der sechsköpfige Vorstand, bestehend aus Manuel Angst, Beatrice Falke, Thomas Herter, Marcel Hirzel, John Huizing und Andreas Kneubühler, feierte diesen Anlass bei hervorragender Stimmung. Die knapp einjährige Vorarbeit zur Gründung hat sich bezahlt gemacht.

    Nach der Auflösung des Gewerbevereins Wipkingen im Sommer 2020 und der offiziellen Auflösung des Vereins Handel & Gewerbe Höngg (HGH, siehe Box unten) an der nächsten Generalversammlung im August dieses Jahres, haben sich die erwähnten sechs Unternehmer*innen aus Höngg und Wipkingen zusammengetan, um einen neuen Verein ins Leben zu rufen.

    «Wir freuen uns, dem Gewerbe im Kreis 10 ein neues Zuhause bieten zu können, damit hier wieder ein Miteinandergefühl entstehen kann», sagt Vorstandsmitglied Marcel Hirzel.

    Der Gewerbeverein «Chreis Zäh» umfasst die beiden Stadtteile Höngg und Wipkingen. Er soll als Plattform zum Austausch und Netzwerken von Gewerbetreibenden und für Gewerbetreibende dienen. Das kollegiale und ungezwungene Miteinander steht im Vordergrund. So sind Business-Lunches geplant, begleitet von spannenden Referaten und guten Gesprächen.

    Der Gewerbeverein «Chreis Zäh» verfolgt den Zweck, den Gewerbetreibenden in beiden Quartieren die Möglichkeit zu bieten, wieder in einem aktiven Verein Mitglied zu sein. Das Ziel ist die Förderung des lokalen Gewerbes sowie die Interessen von KMU und Gewerbe gegenüber Stadt und Kanton Zürich zu vertreten.

    Zur Zeit laufen der Aufbau der Website und die Vorbereitungsarbeiten für die Gründungsfeier. Weitere Informationen sollen am 27. Juni folgen, wenn die zweite Grossauflage der «Höngger»- und «Wipkinger»-Zeitung erscheint.

    Eingesandt von Marcel Hirzel

    Auflösung von Handel & Gewerbe Höngg

    Der im Jahr 1978 gegründete Verein Handel & Gewerbe Höngg, kurz HGH, wird sich dieses Jahr auflösen. Das wurde in der Einladung zur voraussichtlich letzten Generalversammlung, die am 22. August stattfinden wird, offiziell bekanntgegeben. Das Vereinsziel war es, die Interessen der Höngger KMU, d. h. der Handels- und Gewerbebetriebe im Quartier, zu wahren und zu fördern. In seiner Geschichte war der HGH eine prägende Institution für Höngg. So waren etwa die Gewerbeschauen am Wümmetfäscht erklärte Höhepunkte des Quartierfestes.

    Die «Höngger Zeitung» wird sich in einer späteren Ausgabe ausführlich der Vereinsgeschichte sowie der Auflösung widmen.