Medizinische Notfälle können immer und überall eintreten: Anfang Dezember ereignete sich in einem Bus im Frankental ein solcher. Ein Mann erlitt einen Herzstillstand und benötigte dringend medizinische Hilfe.
Während einige beherzte Passagierinnen und Passagiere reagierten und eine Reanimation begannen, standen andere laut einer Leserin, die ebenfalls Erste Hilfe leistete, hilflos daneben und schauten zu.
Das warf bei einer Helferin Fragen auf – nicht nur zum Verhalten der Umstehenden, sondern auch zur Verfügbarkeit von Defibrillatoren in der näheren Umgebung.
Zentrales Verzeichnis der Defibrillatoren
Der «Höngger» ist der Frage nach Defibrillatoren nachgegangen und hat sowohl bei der VBZ als auch bei Schutz und Rettung Erkundigungen zum Vorfall eingeholt.
Wie die VBZ erklären, habe der Buschauffeur den Vorfall sofort bei der Leitstelle gemeldet, welche Polizei, Sanität und Troubleshooter aufgeboten habe. Alle drei Organisationen hätten Defibrillatoren in ihren Fahrzeugen.
Die Reanimation sei von Passanten unter Unterstützung des Buschauffeurs so lange durchgeführt worden, bis Sanität und Troubleshooter eingetroffen seien.
Schutz und Rettung gibt an, dass die Stadt generell eine grosse Dichte an Apotheken, Supermärkten und Bürogebäuden aufweise, welche in aller Regel ein solches Gerät besässen.
Das Verzeichnis
Um zu ermitteln, wo sich der nächste Defibrillator befindet, sei der Anruf bei der Sanitätsnotrufnummer 144 wichtig. Denn die dort anwesenden «Calltaker» arbeiteten mit dem öffentlich verfügbaren Verzeichnis an Defibrillatoren, der «Defikarte.ch», zusammen und könnten den Anrufenden mitteilen, wo sich der nächste öffentliche Defibrillator befindet.
Schweizweit seien hier über 15’000 Standorte erfasst. Um das Verzeichnis aktuell zu halten, sei es aber wichtig, dass Standorte gemeldet und erfasst würden.
Für die Gegend rund um das Frankental sind auf dieser Karte allerdings (noch) keine Geräte verzeichnet. Im Notfall ist das nächstgelegene Gerät auf der Riedhofstrasse zu finden.
Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ) hat an 47 Standorten in der Stadt Zürich die Luftqualität überwacht. Eine Medienmitteilung der Stadt berichtet, dass die neuen Messdaten eine Verbesserung zeigen: Feinstaub (PM10 und PM2.5) lag 2024 an allen Messorten unter den gesetzlichen Grenzwerten. Ein grosser Teil des Feinstaubs stammt weiterhin aus dem Umland und kann lokal nur begrenzt beeinflusst werden. Auch die Russpartikel gingen weiter zurück.
Stickstoffdioxid an verkehrsreichen Strassen weiterhin erhöht
Die Stickstoffdioxid-Belastung ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Dennoch wird der Grenzwert entlang stark befahrener Strassen weiterhin überschritten. Dies betrifft etwa Teile der Innenstadt oder Strassen mit vielen Beschleunigungs- und Bremsvorgängen. Der motorisierte Verkehr bleibt die wichtigste lokale Quelle für Stickoxid-Emissionen. Studien zeigen, dass bereits Belastungen unterhalb der Grenzwerte zu Atemwegsreizungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen können.
Ozonbelastung stark von Sommerwetter abhängig
Ozon wird nicht direkt ausgestossen, sondern entsteht durch chemische Reaktionen aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen. Es reagiert stark auf Hitze und Sonneneinstrahlung. Deshalb kommt es an heissen Sommertagen weiterhin zu erhöhten Belastungen. Trotz sinkender Emissionen der Ausgangsstoffe verbessert sich die Ozonbelastung gemäss Medienmitteilung langfristig nur langsam. Die Werte unterscheiden sich stark zwischen Strassenabschnitten und städtischen Randgebieten.
Stickoxid an der Rosengartenstrasse weiterhin über Grenzwert
Im Kreis 10 wurden die Messungen an der Rosengartenstrasse, beim Schulhaus Nordstrasse sowie beim Schulhaus Vogtsrain durchgeführt. Im Gegensatz zu den anderen beiden Standorten weist die Rosengartenstrasse Belastungen über dem Grenzwert auf. Diese sind jedoch gegenüber dem Jahr 2020 deutlich gesunken. Gemessen wurde hier auch die Entwicklung des Verkehrsaufkommens. Da dieses in den vergangenen neun Jahren praktisch stabil geblieben ist, muss, so die Erkenntnis der Stadt, «der Rückgang der Stickoxidemissionen auf die verringerten Emissionen» zurückzuführen sein.
WHO-Richtlinien setzen höhere Massstäbe
Alle vier Jahre werden erweiterte Messungen durchgeführt. Sie liefern zusätzliche Erkenntnisse zu Metallen, Staubniederschlägen und Feinstaubzusammensetzung. «Zürich hat bei der Luftqualität viel erreicht. Unsere Massnahmen wirken und schützen die Gesundheit. Damit die Luft noch sauberer wird, müssen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen. Dies kann mit einem attraktiven öffentlichen Verkehr, energieeffizienten Gebäuden und modernen Heizsystemen erreicht werden», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements laut Medienmitteilung.
Im Vergleich zu den geltenden Grenzwerten der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich strengere Richtwerte (2021). Diese machen sichtbar, dass auch niedrige Schadstoffkonzentrationen gesundheitliche Auswirkungen haben können und der Handlungsbedarf weiter besteht. Saubere Luft senkt das Risiko für Erkrankungen und verbessert die Lebensqualität.
Der aktuelle Bericht präsentiert die Ergebnisse der breit angelegten Messkampagne 2024 – und bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle Belastung.
Gemäss einer Medienmitteilung der Stadt Zürich erteilte der Regierungsrat des Kantons Zürich bereits im Jahr 2022 die Leistungsaufträge für die stationären Rehabilitationsangebote am Stadtspital Waid und am Stadtspital Triemli. Der Aufbau der Zentren wurde jedoch durch eine Beschwerde des Kantons Thurgau verzögert. Wie die Stadt nun mitteilt, hat das Bundesverwaltungsgericht diese Beschwerde abgewiesen, so dass die Rehabilitationskliniken jetzt aufgebaut werden können.
Dabei wird die Klinik im Stadtspital Waid in Wipkingen gemäss den Informationen der Stadt in Zusammenarbeit mit ZURZACH Care innerhalb der bestehenden Räumlichkeiten des Stadtspitals aufgebaut. Geplant sind rund 40 Betten, die dafür notwendigen räumlichen Umstrukturierungen hat das Stadtspital in den vergangenen zwei Jahren bereits vorangetrieben.
Partnerschaft mit Valens
Im Triemli wird die Rehaklinik dahingegen in einem Neubau entstehen, welcher durch die Klinikgruppe Valens in enger Partnerschaft mit dem Stadtspital gebaut und betrieben werden soll. Bereits heute besteht innerhalb der bestehenden Spitalinfrastruktur eine ambulante Rehabilitation, welche durch die Klinikgruppe betrieben wird.
In der neuen stationären Klinik soll der Medienmitteilung zufolge Platz für 140 Patient*innen entstehen. Geplant ist ein Angebot in den Bereichen muskuloskelettale, neurologische, kardiologische, pulmonale und internistisch-onkologische Rehabilitation. Die Eröffnung ist für 2028 vorgesehen.
Lungen-Check auf der Rathausbrücke: Während drei Tagen im November steht der Luftibus im Herzen von Zürich und bietet Lungen-Checks. Am Public-Health-Stand gibt es zudem Tipps für eine gesunde Lunge. Eine Medienmitteilung der Stadt Zürich informiert über diese kostenlose Präventionsaktion von Lunge Zürich und den Städtischen Gesundheitsdiensten.
Wie auf der Website von Lunge Zürich nachzulesen ist, leistet der Verein seit über 30 Jahren mit dem LuftiBus einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung und Früherkennung von Lungenkrankheiten: «In diesem Zeitraum haben wir bereits mehr als 190’000 Personen bezüglich Ihrer Lungenfunktion getestet.»
Einfach und unkompliziert: Lungen-Check im LuftiBus
Lungenfunktionstests helfen, Erkrankungen wie COPD oder Asthma frühzeitig zu erkennen. Im LuftiBus wird die kleine Lungenfunktionsmessung, auch Spirometrie genannt, durchgeführt. Dieser Test ist einfach, unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Das LuftiBus-Team erklärt Ihnen nach dem Test die Ergebnisse. Das Team stellt dabei keine Diagnosen; bei auffälligen Ergebnissen wird eine vertiefte Abklärung bei einer Lungenfachperson empfohlen.
Laut Medienmitteilung wird besonders für Risikogruppen empfohlen, regelmässig einen Lungenfunktionstest zu machen. Zu diesen Risikogruppen gehören Personen, die häufig husten, rauchen und über 45 Jahre alt sind, bei raschem Gehen Atemnot bekommen oder bereits wegen einer Lungenkrankheit in Behandlung sind.
Ein erhöhtes Cholesterin ist für eine Vielzahl von Herz-Kreislauf-Problemen mitverantwortlich. Dabei kommt es zu Gefässablagerungen und Verengungen, welche die Blutversorgung beeinträchtigen. Das ist sowohl am Herzen möglich als auch bei jedem anderen Gefäss wie beispielsweise in den Beinen oder den Schlagadern fürs Gehirn. Es gibt familiär bedingte Cholesterinerhöhungen, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten.
Was genau ist Cholesterin?
Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff, der für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im Körper verwendet wird. So stellt es beispielsweise die Grundlage für manche Hormone dar, ist jedoch auch wichtig als Baustoff für die Zellen. Etwa 85 Prozent des im Blut zirkulierenden Cholesterins werden vom Menschen selbst hergestellt (von der Leber), zirka 15 Prozent werden mit der Nahrung aufgenommen. Wie hoch die Cholesterinwerte sind, hängt dabei zum grossen Teil auch von einer genetischen Veranlagung ab.
Was ist «gutes» und «schlechtes» Cholesterin?
Damit Cholesterin im Blut transportiert werden kann, braucht es Transportmoleküle. Dabei unterscheiden wir diese Transportmoleküle nach ihrer Grösse und Dichte. Das «schlechte» LDL-Cholesterin (low density Lipoprotein) besteht mehr aus Cholesterin als aus Eiweiss und hat die Neigung, sich in den Gefässen abzulagern, während das sogenannte «gute» Cholesterin (HDL, high density Lipoprotein) dabei hilft, Cholesterin aus den Gefässen abzutransportieren und zur Leber zurückzuführen. Eine Erhöhung des LDL-Cholesterins wird häufig durch eine ungesunde Ernährung oder durch Übergewicht begünstigt und kann im Langzeitverlauf das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfall deutlich erhöhen.
Was genau passiert in den Gefässen?
Haben wir erhöhte Cholesterinwerte (LDL-Cholesterin), lagert sich das Cholesterin in der Gefässwand ab. Dann entstehen Entzündungsprozesse, die im weiteren Verlauf zu einer Verkalkung des Gefässes und damit unter Umständen zu einer relevanten Verengung des Gefässes führen. Passiert dies am Herzen, ist eine koronare Herzkrankheit die Folge, reisst eine solche Verengung akut ein (Plaqueruptur genannt) liegt ein Herzinfarkt vor. Ist ein solcher Schaden eingetreten, ist eine möglichst strenge Einstellung und optimale Senkung des Cholesterins empfohlen, um ein Fortschreiten dieser Ablagerungen zu vermeiden. Studien zeigen klar: Je niedriger der LDL-Wert, desto geringer das Risiko für weitere Herzprobleme.
Was kann ich tun und welche Rolle spielt eine Diät?
Wichtig ist, zu erkennen, ob man erhöhte Cholesterinwerte hat. Die Cholesterinwerte kann man problemlos beim Hausarzt oder auch in der Apotheke bestimmen lassen. Wie hoch das Cholesterin ist, ist noch nicht allein aussagekräftig, es ist auch immer eine Beurteilung des individuellen Risikos notwendig. Ein Patient, etwa mit Bluthochdruck und Diabetes, hat automatisch eine strengere Zielvorgabe und sollte ein niedrigeres Cholesterin anstreben, als wenn diese Risikofaktoren nicht vorliegen. Manchmal gibt es genetisch bedingte Cholesterinwerterhöhungen, dann empfehlen wir schon auch in jungen Jahren frühzeitig die Cholesterinwerte zu senken. Die Ernährung spielt insofern eine Rolle, als dass eine Gewichtsnormalisierung empfohlen ist sowie auch eine Anpassung des Lebensstils mit möglichst gesunden und wenig cholesterinreichen Lebensmitteln.
Meiden sollte man rotes Fleisch, Butter, fettreiche Milchprodukte. Gleichzeitig sollte man mehr ungesättigte Fettsäuren essen (z.B. Olivenöl, Nüsse, Omega-3-Fettsäure-reiche Seefische). Fett ist nicht grundsätzlich ungesund, es müssen aber die richtigen Fette sein. Bei den Milchprodukten sollte man die fettärmeren Varianten wählen. Dabei sollte man jedoch auch auf den Konsum der Kohlenhydrate achten, langkettige Stärke wie etwa in Hülsenfrüchten (Kichererbsen, Bohnen, Linsen) sind sehr gesund, meiden sollte man zuckerhaltige Lebensmittel und auch weniger Obst konsumieren.
Welche Rolle spielen Statine?
Unter Statinen verstehen wir Medikamente, die helfen den Cholesterinspiegel zu senken. Meist sind diese effektiv und auch bei den allermeisten Menschen gut verträglich. Da 85 Prozent des Cholesterins von der Leber produziert werden, sind Diäten oft nicht ausreichend.
Die allermeisten Menschen vertragen Statine sehr gut, manchmal treten jedoch Nebenwirkungen auf, dabei in erster Linie Muskelschmerzen. Zwischenzeitlich gibt es jedoch auch noch andere Medikamente, die man einsetzen kann, die weniger Nebenwirkungen verursachen.
Fazit
Die Bestimmung des Cholesterins ist wichtig für Ihre Gefässgesundheit. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Werte – oft lässt sich mit einfachen Massnahmen viel erreichen.
Ein Beitrag von Herzpraxis Zürich-Höngg
Dr. med. Cornelia Joha, Kardiologin
Limmattalstrasse 177, 8049 Zürich
In der Schweiz führen die Grippe und Komplikationen davon jährlich zu etwa 200 000 Arztkonsultationen, Tausenden Hospitalisationen und mehreren Hundert Todesfällen. Eine Grippeerkrankung wird durch Influenzaviren ausgelöst, welche die bekannten Krankheitssymptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Glieder- oder Halsschmerzen verursachen. Kritisch wird eine Grippe dann, wenn sich daraus schwerwiegende Komplikationen entwickeln wie Bronchitis, Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung.
So funktioniert die Impfung
«Die Impfung besteht aus inaktiven Virusbestandteilen, die das Immunsystem auf die Viren vorbereitet, sodass der Körper Antikörper bildet, die bei einer späteren Ansteckung helfen, eine Erkrankung rasch abzuwehren», so der Apotheker Moritz Jüttner. Für Patienten ab 65 Jahren stehen spezielle Impfstoffe zur Verfügung, die eine erhöhte Menge an Virusbestandteilen enthalten. Dies ist nötig, da das Immunsystem im Alter nicht mehr so gut auf eine Impfung reagiert wie bei jüngeren Menschen.
Da sich Grippeviren stetig verändern, wird der Impfstoff mit vier verschiedenen Virusstämmen jährlich angepasst. Der Impfschutz hält mindestens vier bis sechs Monate, weshalb der optimale Zeitpunkt für die Impfung zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember liegt.
Empfehlung des BAG
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt die Impfung besonders Menschen ab 65 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern bis zwei Jahre sowie Personen, die regelmässig engen Kontakt zur Risikogruppe haben. Studien aus Australien haben gezeigt, dass fast 90 Prozent der Patientinnen und Patienten, die im Sommer 2025 mit einer Grippe im Spital behandelt werden mussten, nicht geimpft waren. Darum ist die Grippeimpfung jetzt besonders wichtig.
Viele Männer wissen wenig über Prostatakrebs oder sprechen nicht darüber. Das Tabu ist gross, obwohl die Erkrankung weit verbreitet ist. Laut einer Medienmitteilung der Krebsliga macht Prostatakrebs mit jährlich rund 7800 Neuerkrankungen fast einen Drittel aller Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr aus. Die Hälfte der Betroffenen erkrankt nach dem 70. Lebensjahr. Jedes Jahr sterben hierzulande 1400 Männer an Prostatakrebs.
Früherkennung bleibt ein individueller Entscheid
Trotz der hohen Fallzahlen gibt es in der Schweiz keine Früherkennungsprogramme zu Prostatakrebs. Derzeit laufen allerdings mehrere Pilotprojekte, die dazu beitragen sollen, mehr wissenschaftliche Evidenz für die Einführung solcher Programme zu finden. Männer mit einem erhöhten Risiko (z.B. bei familiärer Vorbelastung) sollten das Gespräch mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt suchen, um abzuwägen, ob eine Früherkennungsuntersuchung angebracht ist.
Tabus brechen und der Einsamkeit entgehen
Nebenwirkungen von Therapien wie Inkontinenz oder Impotenz können das Leben der Betroffenen massiv verändern. Auch Gefühle von Scham, Angst oder der Rückzug aus Partnerschaften sind keine Seltenheit. «Nicht über Krebs und die Folgen zu sprechen, das macht einsam», sagt Marcus, der kurz vor seiner Pensionierung die Diagnose erhielt. Er spricht über Krebs, Inkontinenz und Impotenz wie andere über das Wetter. Und er wünschte sich, andere Betroffene wären offener.
Kostenlose Information und Beratung
Auch Hilfe annehmen fällt vielen Betroffenen schwer, wie die Medienmitteilung erklärt. Die Krebsliga bietet in den regionalen Krebsligen niederschwellige und kostenlose Beratung für Betroffene und ihre Angehörigen. Wer lieber schreibt statt redet, kann sich schriftlich und anonym via E-Mail oder Chat an die Fachpersonen von KrebsInfo wenden. Und auf der Peerplattform können sich Betroffene in einem sicheren Rahmen mit Gleichgesinnten austauschen.
Aktivitäten im November
Die Krebsliga will im November das Tabu zu Prostatakrebs brechen und Wissen zugänglich machen. Sie ruft alle Männer dazu auf, sich über Prostatakrebs, Risiken und Symptome zu informieren. Patienten und Angehörige sollen nicht zögern, Unterstützung anzunehmen – niemand muss diese Krankheit allein bewältigen. Im Rahmen des Prostatakrebsmonats organisieren die regionalen und kantonalen Krebsligen verschiedene Veranstaltungen und Aktionen: www.krebsliga.ch/agenda.
Frauen werden in der Medizin bis heute übersehen, falsch behandelt oder zu spät diagnostiziert – mit teils lebensgefährlichen Folgen. Wie einer Medienmitteilung der Frauenzentrale Zürich zu entnehmen ist, lanciert die Frauenzentrale deshalb die landesweite Sensibilisierungskampagne «FeMedizid», um auf den strukturellen Sexismus in Forschung und Gesundheitsversorgung aufmerksam zu machen.
Unter dem Claim «Sexismus ist überall. In der Medizin ist er tödlic», fordert die Kampagne mehr Wissen, Forschung und Sichtbarkeit für Frauengesundheit und Frauenforschung in der Schweiz. Die Kampagne, die am 20. Oktober 2025 lanciert wurde, fördert das Bewusstsein für den gefährlichen Gender Data Gap in der Medizin.
Ein blinder Fleck mit fatalen Folgen
Bis heute basiert ein Grossteil der medizinischen Forschung auf männlichen Körpern, wie in der Medienmitteilung erklärt wird: Das Risiko, einen Herzinfarkt falsch zu diagnostizieren, ist bei Frauen um 50 Prozent höher als bei Männern. Der Frauenanteil in Studien zur Lungenkrebsforschung beträgt lediglich 39 Prozent. In frühen klinischen Studien sind Frauen deutlich unterrepräsentiert.
Diese systematische Vernachlässigung wird in der Fachwelt als Gender Data Gap bezeichnet – ein Mangel an medizinischem Wissen über weibliche Körper, der weltweit zu Fehldiagnosen, Übermedikation oder lebensbedrohlichen Behandlungsfehlern führt.
Mit der Kampagne ruft die Frauenzentrale Zürich Politik, Forschung und Gesellschaft dazu auf, Frauengesundheit als zentrales Zukunftsthema zu begreifen. «Wenn medizinisches Wissen über Frauen fehlt, hat das Konsequenzen. Sexismus ist überall und in der Medizin ist er tödlich. Wir wollen das sichtbar machen, Wissen vermitteln und Frauen stärken», sagt Olivia Frei, Geschäftsleiterin der Frauenzentrale Zürich.
Kampagnenstart mit Kurzfilm
Herzstück der Kampagne ist der Kurzfilm «Das Wartezimmer», der symbolisch zeigt, wie Frauen in der Medizin ausgeschlossen werden. Ein Arzt ruft in einer scheinbar normalen Praxis nach und nach alle Studienteilnehmenden hinaus – bis am Ende nur noch Männer im Wartezimmer sitzen. Die eindringliche Szene macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: Eine Medizin, die vorgibt, für alle zu gelten, aber zu oft nur für einen Teil der Bevölkerung funktioniert.
Die Kampagne wird die Frauenzentrale Zürich gemäss Medienmitteilung über mehrere Jahre hinweg begleiten. Neben dem Film sind monatliche Blogartikel, Expertinneninterviews, Social Media Beiträge mit Fakten und Zahlen sowie eine informative Landingpage mit Quellen und Hintergrundwissen geplant.
Auf der Website werden konkrete Massnahmen aufgelistet, die aufgeklärte Patientinnen ergreifen können, um ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Neben dem Erfahrungsaustausch untereinander ist es wichtig, Fragen zu stellen, wenn Symptome abgetan werden oder Diagnosen unklar bleiben. Besonders bei komplexen oder langwierigen Beschwerden wird empfohlen, Zweitmeinungen einzuholen. Die Dokumentation von Symptomen kann helfen, Muster sichtbar zu machen. Nicht zuletzt lohnt es sich, Frauenspezifische Expertise zu suchen und Ärzt:innen oder Fachstellen zu wählen, die Gendermedizin bewusst einbeziehen.
Quelle: Medienmitteilung Frauenzentrale Zürich
Über die Frauenzentrale Zürich
Die Frauenzentrale Zürich setzt sich seit über 100 Jahren für die Rechte, die Sichtbarkeit und die Selbstbestimmung von Frauen ein. Sie vernetzt, informiert und engagiert sich politisch für Gleichstellung – mit Projekten in den Bereichen Arbeit, Familie, Finanzen, Gewaltprävention und Gesundheit.
Emilija Mihajlovic ist 24 Jahre alt und wurde wegen einer Blinddarmentzündung im Stadtspital Zürich Waid behandelt. Der 64-jährige Alessandro Schlumpf suchte aufgrund von Atemnot Hilfe im Wipkinger Spital. Und der 84-jährige Benedikt Herger wurde nach einem Oberschenkelhalsbruch als Notfall eingeliefert.
Alle drei Personen schildern in Videos des Stadtspitals Zürich ihre Erfahrungen im Waid. Sie alle wurden am selben Ort umfassend medizinisch versorgt. Es sind Szenen, die zeigen, wie im Stadtspital Zürich Waid die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit funktioniert.
Medizin für jedes Alter
Am Standort Waid hat die Altersmedizin eine lange Tradition. Seit über 40 Jahren verfügt das Waid über eine Klinik für Altersmedizin, die in der Zwischenzeit universitär ist, das heisst mit einem integrierten Lehrstuhl der Universität Zürich. Neben der Altersmedizin bietet das Stadtspital Zürich Waid aber auch ein breites Angebot in der stationären und ambulanten Grundversorgung. Dazu gehören eine rund um die Uhr verfügbare Grund- und Notfallversorgung, aber auch spezialisierte Fachbereiche wie Innere Medizin und Chirurgie.
Vor drei Jahren wurde das Programm Waid gestartet. Eines der Ziele ist, die Altersmedizin auf dem Campus Waid mit einer Geriatrischen Rehabilitation (GerReha) zu erweitern. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachbereichen wurde ausgebaut und vertieft.
So kann die geriatrische Akutrehabilitation heute bereits im Zentrum für Alterstraumatologie beginnen. Die Patientinnen profitieren damit vom ersten Aufenthaltstag an und am gleichen Standort von einem umfassenden Therapieangebot.
Parallel dazu wurde die Altersmedizin ausgebaut: Die Zahl der Betten stieg von 48 auf 59, der Patientenfluss zwischen dem Triemli und dem Waid wurde optimiert, und die Präsenz der Ärzteschaft für Altersmedizin in der Notfallstation wurde verstärkt.
Weitere Massnahmen
Das Programm hat auch Veränderungen bei der Infrastruktur verlangt: Büros und Untersuchungszimmer wurden verdichtet, um Platz für die geplante geriatrische Rehabilitation auf dem Campus Waid zu schaffen. Diese entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen der universitären Klinik für Altersmedizin, dem Lehrstuhl für Geriatrie und Altersforschung und den Gesundheitszentren für das Alter (GFA).
Weiter wurden für die Onkologie neue Räumlichkeiten eingerichtet und die Untersuchungszimmer des Departements Innere Medizin wurden saniert. In Planung sind noch der Ausbau der Notfallstation mit vier zusätzlichen Kojen für ältere Patientinnen und die Sanierung der Patientenzimmer in der Altersmedizin.
Von diesen Veränderungen profitieren nicht nur die Patientinnen, auch die Mitarbeitenden können Nutzen daraus ziehen. «Wir haben aktuell weniger Probleme, neues Pflegepersonal zu finden», sagt Gabriela Stocker, die das «Programm Waid» leitet. Dem Waid haftete lange das Etikett der Altersmedizin an, sagt sie. Heute hingegen sei in Fachkreisen bekannt, dass es im Waid neben der universitären Altersmedizin auch verschiedene andere Disziplinen mit attraktiven Arbeitsangeboten gibt. «Wir bieten eine Medizin für jedes Alter», betont sie.
Zu erwähnen ist auch, dass das «Programm Stärkung Pflege» des Stadtspitals wesentlich zur Verbesserung der Personalrekrutierungen beigetragen hat. Auf dem Campus Waid gibt es weiter eine integrierte Versorgungskette, die es landesweit nur an wenigen Orten gibt.
Neben der universitären Klinik für Altersmedizin besteht eine spezielle Spital- und Klinikstruktur mit einer engen Verzahnung zur Austritts- und Übergangspflege mit dem nahen Gesundheitszentrum für das Alter Käferberg.
In den sozialen Medien
In den Sozialen Medien Ein wichtiger Schritt ist die Kommunikation. Die drei eingangs erwähnten Personen wurden gezielt angefragt, ob sie ihre Erlebnisse im Stadtspital Zürich Waid öffentlich weitergeben möchten. «Es sind ehemalige Patientinnen, die wir für die Aufnahmen gewinnen konnten, und sie sagten mit Begeisterung zu», so Kathrin Bolliger, Projektleiterin Marketing und Kommunikation im Stadtspital.
Die Videos bilden den Kern der laufenden Kampagne in den sozialen Medien. «Wir wollen vermitteln, wie Menschen unterschiedlichen Alters am gleichen Ort die bestmögliche interdisziplinäre Betreuung erhalten.»
Die kurzen Filme sind auf Facebook, Instagram, LinkedIn, YouTube und TikTok zu sehen. Sie machen deutlich, wie eng die Fachbereiche untereinander zusammenarbeiten, und sie vermitteln die Botschaft wohl authentischer als jede Broschüre. «Wichtig ist, dass dabei immer klar bleibt: Alle Massnahmen rund um das Programm Waid dienen nur einem Ziel – dem Wohl der Patient*innen», sagt Bolliger.
Das Stadtspital Zürich richtet seine Führungsstruktur neu aus, wie es in einer Medienmitteilung heisst: Die Spitalleitung wird ab 1. Januar 2026 aus 12 statt bisher 13 Mitgliedern bestehen. «Mit der neuen Führungsstruktur schaffen wir noch klarere Verantwortlichkeiten und stärken die bereichsübergreifende Zusammenarbeit – ein zentraler Erfolgsfaktor für die Gesundheitsversorgung der Zukunft», sagt Spitaldirektor Marc Widmer.
Auch Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements, zeigt sich erfreut über die klare Ausrichtung: «Mit der neuen Führungsstruktur stellen wir sicher, dass das Stadtspital Zürich auch in Zukunft eine erstklassige medizinische und pflegerische Versorgung für die Menschen in Zürich und in der ganzen Region bietet.»
Zwei kleinere Departemente werden aufgelöst
Im Zuge der Neuorganisation werden zwei bisher eigenständige, kleinere medizinische Departemente aufgelöst. Ihre Kliniken, Institute und Abteilungen werden in die drei bestehenden medizinischen Departemente Innere Medizin, Chirurgie und Medizinische Plattformen integriert. Darüber hinaus wird das Integrale Kapazitätsmanagement (IKM) neu als eigene Stabsfunktion in der Spitalleitung verankert.
Kontinuität sowie neue Impulse
Das Departement Innere Medizin wird nach dem Weggang von Prof. Dr. med. Lars C. Huber interimistisch von KD Dr. med. Elisabeth Weber und Céline Hollfelder in Co-Leitung geführt. Die Leitung des Departements Chirurgie übernimmt der bisherige Leiter, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Markus Weber, neu gemeinsam mit Anna Scrowther.
Die neu geschaffene Stabsfunktion Integrales Kapazitätsmanagement (IKM) wird von Maximilian Bäge übernommen. Er wird die spitalweiten Prozesse zur Planung, Steuerung und Optimierung von Kapazitäten künftig direkt in der Spitalleitung vertreten – ein wichtiger Schritt für eine zukunftsgerichtete Ressourcensteuerung.
Moderne Führungsmodelle fördern Zusammenarbeit
Die Umstrukturierung betrifft die Organisation auf der obersten Führungsebene. Sie erfolgt unter Berücksichtigung bevorstehender Pensionierungen innerhalb der derzeitigen Spitalleitung. Die strukturelle Verschlankung ist somit ein vorausschauender Schritt in der Personal- und Nachfolgeplanung.
Mit der Einführung von Co-Leitungen wird die fachliche und strategische Verantwortung bewusst geteilt – medizinische und betriebswirtschaftliche Perspektiven ergänzen sich auf Augenhöhe. Dies ermöglicht eine geteilte Führungsverantwortung und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Patient*innen können sich weiterhin auf eine umfassende, qualitativ erstklassige Versorgung und Betreuung verlassen. Auch das bewährte Leistungsangebot der Kliniken steht wie gewohnt in vollem Umfang zur Verfügung. Mit der neuen Struktur werden die medizinischen Departemente künftig noch klarer nach fachlicher Ausrichtung gebündelt.
Damit schafft das Stadtspital Zürich beste Voraussetzungen, um Synergien gezielt zu nutzen, Verantwortlichkeiten transparenter zu gestalten und interdisziplinäre Entscheidungsprozesse zu stärken.