Kategorie: Gesundheit

  • Etwas im Ohr? Lassen Sie Ihr Ohr checken!

    Etwas im Ohr? Lassen Sie Ihr Ohr checken!

    Das Ohr ist ein delikates Sinnesorgan, das nach Wasserkontakt sowie durch Atemwegsinfekte und wechselnde Temperaturen rasch zur Überreizung neigt. Dadurch können Symptome im Ohr wie Schmerzen, Druckgefühl oder Hörveränderungen entstehen.

    Mit einem Ohr-Check kann in der Apotheke der äussere Gehörgang mit einem Otoskop untersucht werden. Auf Wunsch können Sie den Vorgang live auf dem Bildschirm mitverfolgen. Es kann beispielsweise eine Gehörgangsentzündung vorliegen, die sich oft nach dem Baden oder Verwenden von Ohrenstäbchen entwickeln kann. Typische Symptome sind Schmerzen, eine mögliche Hörverminderung oder ein Gefühl von Wasser im Ohr.

    Andererseits kann auch eine Mittelohrenentzündung zu starken Ohrenschmerzen führen, die oft mit einer Hörverminderung, einem Druckgefühl im Ohr und Fieber verbunden sein kann. Bei der Otoskopie zeigt sich dann eine intensive Rötung des Trommelfells sowie eine mögliche Eiteransammlung im Mittelohr. Das Trommelfell ist bei starker Ausprägung vorgewölbt.

    Schmerzen und Druckgefühl

    Abgesehen davon kann es durch eine Erkältung zu einer Belüftungsstörung der Tube kommen. In diesem Fall ist das Trommelfell durch einen Unterdruck nach innen gewölbt. Oft ist eine Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell ersichtlich und typischerweise ist der Druckausgleich nicht mehr möglich oder sehr schmerzhaft. Die Betroffenen klagen über Schmerzen oder Druckgefühl im Ohr und hören teilweise ein Knacken oder Rauschen im Ohr.

    Häufig ist der Gehörgang auch nur mit Ohrenschmalz verstopft, was zu einem Fremdkörpergefühl sowie einer Hörverminderung führen kann. Eine Ohrspülung verschafft dabei eine rasche Linderung.

    In der Apotheke ist der Ohr-Check für Kinder ab 7 Jahren und eine Ohrspülung ab 16 Jahren ideal. Wir beraten Sie jedoch gerne, falls Ihr Kleinkind Ohrenschmerzen hat. Je nach Erkrankung und Schweregrad können wir entweder Therapien zur Symptomlinderung anbieten oder an einen Arzt weiterverwiesen.

    Gesundheitsratgeber

    Von Sonja Gloor, Wartau Apotheke, Limmattalstrasse 242.
    044 341 76 46, info@wartauapotheke.ch, wartauapotheke.ch

  • Herz aus dem Takt?

    Herz aus dem Takt?

    In der Schweiz ist rund ein Prozent der Bevölkerung von Herzbeschwerden betroffen; mit einem deutlichen Anstieg mit zunehmendem Lebensalter. Bei ab 75-Jährigen liegt der Anteil bei 10 Prozent. Das Vorhofflimmern ist die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen. Dabei schlägt das Herz unregelmässig und meist zu schnell. Oft spürt man ein inneres Unruhegefühl oder Herzrasen, manchmal auch Schwindel oder Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Da Vorhofflimmern aber auch gerne in der Nacht auftritt, haben manche Menschen zunächst keine Symptome.

    Was steckt dahinter?

    In der Regel bestimmt der Sinusknoten im rechten Vorhof, wie schnell das Herz schlägt – langsam, wenn wir uns ausruhen, und schneller, wenn wir beispielsweise Treppen steigen. Dabei entsendet der Sinusknoten regelmässige Stromimpulse, nach denen sich die Vorkammern zusammenziehen. Beim Vorhofflimmern ist dieser Rhythmus gestört und es liegen keine geordneten Stromimpulse vor, sondern ein Durcheinander an Impulsen – die Vorhöfe flimmern und schlagen dabei unkoordiniert und vermindert.

    Wie entsteht Vorhofflimmern?

    Es gibt viele Ursachen: Häufig tritt Vorhofflimmern bei Menschen mit Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzklappenerkrankungen auf. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion, Alkoholkonsum, Übergewicht oder Schlafapnoe können Auslöser sein. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko deutlich. Vorhofflimmern kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, da sich in den Vorkammern Blutgerinnsel bilden können.

    Gelangen diese mit dem Blutfluss ins Gehirn verstopfen sie die Blutgefässe – ein Schlaganfall entsteht, da das Gehirn nicht mehr mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt wird. Vorhofflimmern kann auch zu einer Herzschwäche führen, wenn das Herz anhaltend schnell schlägt. Durch das Vorhofflimmern selbst kommt es zu Umbauprozessen am Herzen, die das Vorhofflimmern weiter begünstigen – die Vorhöfe werden immer grösser und sind dadurch anfälliger für ein Flimmern.

    Was ist ein Vorhofflattern?

    Ein Vorhofflattern ist hingegen eine mit dem Vorhofflimmern verwandte Erkrankung, entsteht klassischerweise aber in der rechten Vorkammer und ist etwas geordneter als ein Flimmern. Meist ist der Puls schnell und regelmässig zwischen 120 bis 150 pro Minute. Tritt ein Vorhofflattern auf, ist ein Vorhofflimmern meist nicht weit. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Wird Vorhofflimmern neu entdeckt ist das Ziel zumeist eine Wiederherstellung des normalen Rhythmus (Sinusrhythmus), insbesondere wenn Vorhofflimmern Beschwerden verursacht (Rhythmuskontrolle). Wenn es nicht gelingt den Rhythmus wieder herzustellen, wird versucht das Herz langsamer schlagen zu lassen (Frequenzkontrolle). Je nach Ursache und Dauer des Vorhofflimmerns kommen Medikamente, eine Kardioversion (elektrischer Stromstoss) oder ein Eingriff am Herzen wie die Katheterablation (Pulmonalvenenisolation) infrage.

    Was ist eine Blutverdünnung und warum braucht es sie?

    Da Vorhoflimmern das Risiko für Blutgerinnsel im Herzen erhöht, ist, abhängig vom individuellen Risiko des Patienten, oft eine Blutverdünnung nötig. Faktoren wie Alter, Diabetes, Gefässprobleme oder Herzschwäche spielen bei der Risikobewertung eine Rolle. Die heutigen Medikamente zur Blutverdünnung sind sehr gut verträglich und schützen vor einem Schlaganfall.

    Fazit

    Vorhofflimmern ist behandelbar. Eine gute Therapie kann die Lebensqualität deutlich verbessern und das Risiko für Schlaganfälle senken.

    Ein Beitrag von

    Herzpraxis Zürich-Höngg, Dr. med. Cornelia Joha, Kardiologin
    Limmattalstrasse 177, 044 525 09 09, info@herzpraxishoengg.ch

     

  • Eine neue Kampagne gibt Demenz ein Gesicht

    Eine neue Kampagne gibt Demenz ein Gesicht

    In der Stadt Zürich leben schätzungsweise 8000 Menschen mit Demenz – Tendenz steigend. Rund 60 Prozent von ihnen leben zu Hause, betreut und gepflegt von Angehörigen, wie die Stadt in einer Medienmitteilung schreibt. Menschen aus dem direkten Umfeld sind damit unmittelbar von der Krankheit mitbetroffen.

    Stärker als andere Erkrankungen ist Demenz mit Tabus behaftet. Aus Unsicherheit und falschen Vorstellungen über die Krankheit entstehen Berührungsängste, die den Kontakt erschweren können.

    Persönliche Geschichten

    Mit der Kampagne «Demenz heisst nicht vergessen…» will die Stadt Zürich Demenz im Alltag sichtbarer machen. Im Zentrum stehen persönliche Geschichten von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen. Die Kampagne setzt bewusst einen Gegenakzent zu gängigen Bildern von Verlust und Defizit.

    Sie lenkt den Blick auf das, was trotz einer Erkrankung bleibt: Persönlichkeit, Beziehungen und Würde. Sie lädt dazu ein, genauer hinzuschauen und mehr Verständnis zu entwickeln.

    Demenzfreundlichkeit

    «Eine demenzfreundliche Stadt bietet gut zugängliche Beratungs- und Entlastungsangebote und eine starke medizinische Versorgung. Demenzfreundlichkeit entsteht aber auch in der Art, wie wir Menschen mit Demenz begegnen – nämlich so, dass sie sich in der Gesellschaft aufgehoben fühlen. Dafür braucht es Wissen, Offenheit und Verständnis im Alltag», sagt Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements.

    Die Kampagne wurde unter Einbezug zahlreicher Fachorganisationen in der Stadt Zürich entwickelt. Die Sensibilisierungskampagne gehört zu den acht Massnahmen des «Pilotprojekts Demenz», das die Versorgung der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen verbessern und das öffentliche Bewusstsein für das Thema schärfen will.

    Eine ebenfalls aus dem Pilotprojekt entstandene neue städtische Webseite zum Thema Demenz bündelt Informationen und Angebote für Betroffene, Fachpersonen und die Bevölkerung.

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Stadtspital Zürich: Alles für den Rücken im neuen Wirbelsäulenzentrum

    Stadtspital Zürich: Alles für den Rücken im neuen Wirbelsäulenzentrum

    «Ich habe Rücken»: Mit diesem Satz brachte der deutsche Komiker Hape Kerkeling einst ein sogenanntes Volksleiden auf den Punkt. Was sich auf der Bühne amüsant anhört, ist im realen Leben ein ernstes Thema: Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt.

    Dahinter können ganz unterschiedliche Ursachen stecken – von Abnutzungserscheinungen über Bandscheibenvorfälle und Reizungen des Ischiasnervs bis hin zu Tumoren oder Verletzungen der Wirbelsäule.

    Das Stadtspital Zürich trägt diesem breiten Spektrum Rechnung, bündelt seine vorhandenen Kompetenzen und hat neu ein Wirbelsäulenzentrum geschaffen. Leiter des Zentrums ist PD Dr. med. Daniel Coluccia, Chefarzt Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie. Die wirbelsäulenspezifischen Fachdisziplinen wie Chirurgie, Rheumatologie, Neurologie, Physiotherapie, Radiologie sowie Schmerzklinik sind bereits etabliert im Stadtspital, erklärt er.

    «Im Wirbelsäulenzentrum haben wir diese Fachdisziplinen gebündelt und die interprofessionelle Zusammenarbeit, die wir im Alltag leben, auch organisatorisch in den Statuten festgelegt.» Dadurch werde die interdisziplinäre Arbeit, die im Stadtspital Zürich grossgeschrieben wird, nach aussen noch sichtbarer.

    «Im Stadtspital wird ein Problem mit dem Rücken stets von mehreren Fachpersonen behandelt», sagt Coluccia. Der Austausch zwischen den Spezialistinnen und Spezialisten sei im Alltag fest verankert und erleichtere die Behandlung erheblich. Im Falle des Wirbelsäulenzentrums bedeutet das: Unter einem Dach sind sämtliche Fachrichtungen beheimatet, die für die Behandlung von Rückenleiden relevant sind.

    Von Abnutzung bis Tumorerkrankung

    Im neuen Zentrum kann also das gesamte Spektrum an Erkrankungen der Wirbelsäule behandelt werden – von der Halswirbelsäule bis zum Becken. «Ich bin ein Verfechter davon, früh eine klare Diagnose zu stellen und bei länger dauernden Beschwerden eine radiologische Bildgebung wie beispielsweise ein MRI zu machen, und danach einen Behandlungsplan aufzustellen», sagt Coluccia.

    Entscheidend sei zudem, ob mit Rückenschmerzen der Alltag noch funktioniere. Wenn die Schmerzen jedoch so stark sind, dass man nur mit viel Mühe laufen oder arbeiten kann, sollte man sich rasch untersuchen lassen. Auch dann, wenn Nervenschmerzen auftreten, Schmerzen in Arme oder Beine ausstrahlen oder neurologische Auffälligkeiten wie Gefühlsstörungen oder Kraftverlust bestehen.

    Operieren oder nicht?

    Oft könne man Betroffene nach der Diagnose zunächst beruhigen, so der Chefarzt. In vielen Fällen sei eine Operation gar nicht nötig. Stattdessen werde zunächst eine konservative Behandlung angestrebt, etwa mit Schmerzmedikamenten, Infiltrationen oder Rückenübungen.

    Sollte es doch zu einer Operation kommen, verfügt das Zentrum über viel Erfahrung. Im Jahr 2025 wurden laut Coluccia am Standort Triemli rund 600 operative Eingriffe an der Wirbelsäule durchgeführt. Doch der Chefarzt betont, dass zunächst immer überprüft werde, ob konservative Therapien ausreichen.

    Hinzu komme: Moderne Wirbelsäulenchirurgie sei jedoch heute deutlich schonender als früher. Häufig arbeiteten die Chirurginnen und Chirurgen mit dem Operationsmikroskop und minimalinvasiven Zugängen. «Der Eingriff kann dank moderner Operationstechnik maximal schonend durchgeführt werden», so Coluccia. Bei einer Bandscheibenoperation etwa bleiben Patientinnen und Patienten meist nur zwei Tage im Spital.

    Manchmal sei es jedoch auch riskanter, eine notwendige Operation zu lange hinauszuzögern – etwa bei mechanischen Problemen wie einer Spinalkanalstenose, bei der Nerven eingeengt werden. «Solche Probleme lassen sich nicht einfach mit Tabletten oder Training beheben», erklärt Coluccia.

    Vorbeugen ist möglich – aber nicht immer

    Ob sich Rückenleiden vollständig verhindern lassen, wird immer wieder diskutiert. Ein Patentrezept gebe es jedoch nicht, sagt Coluccia. Gewisse Risikofaktoren seien bekannt: Rauchen und starkes Übergewicht zum Beispiel erhöhten die Wahrscheinlichkeit für Verschleisserscheinungen. Regelmässige Bewegung und gezieltes Krafttraining können helfen, die Wirbelsäule zu stabilisieren.

    Dennoch könne auch jemand, der alles richtig mache, beispielsweise einen Bandscheibenvorfall erleiden, schliesslich können im Alltag oder beim Sport Fehlbelastungen und folglich Schäden am Rücken nicht immer vermieden werden. Umso wichtiger ist es deshalb, bei anhaltenden Beschwerden frühzeitig eine fundierte Abklärung vorzunehmen und den passenden Behandlungsweg zu finden.

  • Neues Preissystem der Alterszentren: Die Stadt rudert zurück

    Neues Preissystem der Alterszentren: Die Stadt rudert zurück

    Mitte Januar berichtete der «Höngger», beruhend auf Informationen aus der Tagespresse und vom K-Tipp, dass im vergangenen Sommer ein neues System der Pflegeeinstufung eingeführt wurde. Schweizweit soll das neue System, «Rai», das alte, «Besa» ablösen.

    Das Problem daran: Anders als das alte System kennt das neue keine Pflegestufe «0». Deshalb fallen alle Bewohnenden der Institutionen, die keine Pflege benötigten und sich bis anhin in der Pflegestufe 0 befanden, neu in die Pflegestufe 1, was Kosten von 17.20 Franken täglich verursacht. Den Anteil der Krankenkassen, 9.60 pro Tag, begann die Stadt daraufhin im vergangenen Sommer zu berechnen.

    Rückzahlungen

    Doch dagegen regte sich Widerstand – von Betroffenen, aber auch vonseiten der Krankenkassen. Dieser scheint nun, wie NZZ und Tages Anzeiger vor wenigen Tagen berichteten, von Erfolg gekrönt zu werden: Die Alterszentren müssen demnach die Umstufungen zurücknehmen und bereits bezogene Zahlungen zurückzahlen. Dies gehe aus einer Weisung an die Nutzenden des neuen Ermittlungssystems hervor, die der NZZ vorliege.

    Für die Zukunft müssten die Verbände nun gemeinsam mit dem Systementwickler eine Lösung finden, das neue System trotz der fehlenden Pflegestufe 0 nutzen zu können. Denn bis 2028 müsse das neue System bundesweit eingeführt werden.

  • «Tag der Kranken» sensibilisiert auf Selbstbestimmung und Eingebundenheit

    «Tag der Kranken» sensibilisiert auf Selbstbestimmung und Eingebundenheit

    Laut Bundesamt für Statistik handle es sich derzeit um rund 2,3 Millionen Betroffene in der Schweiz. Am 1. März 2026 stehen am «Tag der Kranken» Menschen mit chronischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen im Fokus und die Bevölkerung sensibilisiert werden. Die Präsidentin des «Tag der Kranken», Doris Fischer-Taeschler, erklärt in einer Medienmitteilung: «Wir zeigen, dass Kommunizieren und Hilfe annehmen grosse Relevanz haben und dass es bei den Bedürfnissen von jungen und alten Menschen Unterschiede, aber auch überraschende Gemeinsamkeiten gibt, speziell beim Thema Einsamkeit. Zudem wollen wir auf die wichtige Rolle der Angehörigen aufmerksam machen. Ihnen gilt es ebenfalls gerecht zu werden und Gehör zu geben.»

    «Selbstbestimmt und eingebunden»

    Das Motto des diesjährigen «Tag der Kranken» ist «selbstbestimmt und eingebunden». In der Medienmitteilung des «Tag der Kranken» geht hervor, dass alle ihre Gesprächspartnerinnen und -partner mit Krankheitserfahrungen als Betroffene oder Angehörige betonten, wie wichtig die richtigen Informationen für die Selbstbestimmung und das Mitentscheiden bei Behandlungen sind.

    Eine gute Möglichkeit, diese einzuholen oder Informationen zu validieren, ist der Austausch mit anderen Betroffenen – sei es, indem ein Peerangebot in Anspruch genommen wird oder beim Besuch einer Selbsthilfegruppe. Generell lasse sich festhalten, dass Selbstbestimmung heute einen viel höheren Stellenwert hat als in der Vergangenheit – bei jungen, aber auch bei älteren Menschen. Mit einer chronischen Erkrankung reduziere sich der Anteil der Selbstbestimmungsmöglichkeiten drastisch.

    Um bis zum Schluss selbstbestimmt zu leben, sei es zentral, Verantwortung zu übernehmen und sich Gedanken zu machen, was einem wichtig ist. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke und ermöglicht es, das Steuer selber in der Hand zu behalten bei der Alltagsbewältigung.

    Unterschiedlichen Bedürfnissen der Altersgruppen gerecht werden

    Kranke Menschen benötigen ein stabiles soziales Netz und Menschen, die sie begleiten. Dies kann sehr herausfordernd sein, unter anderem auch deshalb, weil sich Emotionen oft bei den Angehörigen entladen. Als Angehörige selbstbestimmt zu sein, heisst deshalb auch, Grenzen zu setzen und zu sehen, wie viel man geben kann und wo es zu limitierend und fremdbestimmend wird.

    Ältere Menschen sollen selbstbestimmt entscheiden könnten, was sie brauchen, was ihnen nützt und in welcher Form sie die Hilfe benötigen. Damit sie sich gut respektive besser eingebunden fühlten, brauche es niederschwellige Angebote, die man sich finanziell auch leisten könne.

    Andauernde Einsamkeit ist mit einem erhöhten Risiko für körperliche und psychische Krankheiten verbunden. Auch mit der Entstehung einer Demenz scheinen Verbindungen zu bestehen. Neben Menschen im hohen Alter sind insbesondere auch Jugendliche und junge Erwachsene stark von Einsamkeit betroffen. Menschen, die in jungen Jahren von einer chronischen Erkrankung oder einem Ereignis, das die Gesundheit einschränkt, betroffen sind, haben zusätzliche Hürden zu meistern, um sich eine berufliche Zukunft und ein soziales Netz aufzubauen.

    Wir alle sind gefordert

    Es lohnt sich, in gesunden Zeiten in das soziale Netzwerk zu investieren, eingebunden zu sein und den Fokus nicht nur auf die Arbeit zu legen. Dazu gehört auch, in gesunden Zeiten andere Menschen zu unterstützen. Dies erhöht die Chance, wenn es einem nicht mehr gut geht, auf dieses Netzwerk zurückgreifen zu können. Betreuung ist nicht nur Familiensache. Wir alle sind als Gesellschaft gefordert, uns zu überlegen, wie wir für kranke, beeinträchtigte und betagte Menschen oder für solche am Lebensende da sein wollen.

    Zahlreiche Aktionen prägen den Tag der Kranken

    Der «Tag der Kranken» hat seinen festen Platz im Jahresgeschehen der Schweiz. Tausende beteiligen sich daran: mit Konzerten, mit Besuchs- und Geschenkaktionen in Spitälern und Heimen sowie mit Predigten und Solidaritätsveranstaltungen. Hinter dem Tag der Kranken steht der gleichnamige Trägerverein, der die Bevölkerung seit 1939 einmal pro Jahr zu einem Thema aus dem Bereich «Gesundheit und Krankheit» sensibilisiert. Auch der Bundespräsident 2026, Guy Parmelin, wird zur Bevölkerung sprechen.

    Quelle: Medienmitteilung Tag der Kranken

  • Kollagen – mehr als nur ein Schönheitsbegriff

    Kollagen – mehr als nur ein Schönheitsbegriff

    Kollagen ist ein lebenswichtiges Eiweiss und kommt überall dort vor, wo unser Körper Stabilität und Elastizität braucht: in der Haut, in Knochen und Gelenken, in Sehnen, Bändern und im Bindegewebe. Auch Blutgefässe und Zähne sind auf Kollagen angewiesen.

    Im Laufe der Jahre lässt die körpereigene Kollagenbildung allmählich nach. Dieser natürliche Prozess beginnt bereits im jungen Erwachsenenalter und setzt sich langsam fort. Viele Menschen bemerken dies durch eine nachlassende Spannkraft der Haut, steifere Gelenke oder eine geringere Belastbarkeit des Bewegungsapparates.

    Veränderte Ernährungsgewohnheiten

    Der Körper ist grundsätzlich in der Lage, Kollagen selbst zu bilden. Dafür benötigt er jedoch geeignete Nährstoffe, insbesondere Eiweiss, Vitamin C sowie Spurenelemente wie Zink. Traditionelle Speisen wie Knochenbrühen oder lange gekochte Fleischgerichte lieferten diese Bausteine früher regelmässig. Heute stehen sie deutlich seltener auf dem Speiseplan. Immer mehr Menschen überlegen daher, ihre Ernährung gezielt zu ergänzen.

    Transparenz ist wichtig

    Kollagenpräparate können dabei unterstützen – sofern sie qualitativ hochwertig sind. Der Markt ist gross, die Unterschiede zwischen den Produkten jedoch erheblich. Entscheidend ist, dass das Kollagen gut aufgespalten ist, damit es vom Körper verwertet werden kann, und dass Herkunft und Verarbeitung transparent sind.

    Hohe Preise allein sind leider kein Qualitätsmerkmal. Gerade bei Nahrungsergänzungsmitteln ist eine fachkundige Begleitung sinnvoll. Apotheken bieten geprüfte Produkte und persönliche Beratung, die helfen, unrealistische Versprechen einzuordnen und eine passende, sichere Wahl zu treffen.

    Eingesandt von der Apotheke am Meierhofplatz, Limmattalstrasse 177, 8049 Zürich
    Website: https://www.apotheke-zum-meierhof.ch/

  • Fehlendes Wissen über Autismus hat Folgen

    Fehlendes Wissen über Autismus hat Folgen

    autismus schweiz mit Sitz in Höngg weist in einer Medienmitteilung darauf hin, dass das Wissen über Autismus in der Gesellschaft nach wie vor unzureichend ist. Dies betrifft neben dem Alltag insbesondere zentrale Bereiche wie Bildung, Gesundheitswesen, Betreuung, Arbeit und Wohnen. Fehlendes Wissen über Autismus kann konkrete Folgen haben: Verhalten wird falsch eingeschätzt, Unterstützungsangebote greifen zu spät oder gar nicht, und der Zugang zu Bildung, Arbeit und medizinischer Versorgung ist erschwert. Dies führt zu hoher Belastung für Betroffene und Angehörige und kann Krisen begünstigen, die mit mehr Fachwissen vermeidbar wären.

    Massives Versorgungsproblem

    «Es gibt ein massives Versorgungsproblem für alle Kinder und Jugendlichen mit psychischen Belastungen – das ist eine inakzeptable Situation, die in keinem anderen medizinischen Bereich akzeptiert würde», sagt Ronnie Gundelfinger. Der ehemalige leitende Arzt an der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) ergänzt: «Für Familien mit einem Kind im Autismus-Spektrum ist die Situation besonders gravierend, weil es an qualifizierten Abklärungsstellen und an adäquaten Therapieangeboten fehlt.»

    Die Schweiz hat im Jahr 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Zudem hat der Bundesrat im Jahr 2018 in seinem Bericht zu Autismus-Spektrum-Störungen festgehalten, dass Menschen im Autismus-Spektrum in der Schweiz weiterhin mit erheblichen Nachteilen konfrontiert sind. Der Bericht zeigt auf, dass es an Koordination, Fachwissen und bedarfsgerechten Angeboten fehlt und dass Bund und Kantone ihre Verantwortung für eine wirksame Unterstützung stärker wahrnehmen müssen. Dazu gehören angemessene Vorkehrungen, barrierefreie Angebote sowie eine fachlich fundierte Begleitung in allen Lebensbereichen.

    Fachwissen ist entscheidend

    Aus Sicht von autismus schweiz besteht bei der Umsetzung dieser Verpflichtungen aus der UNO-Behindertenrechts­konvention und dem Bericht des Bundesrates weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Notwendig ist insbesondere eine bessere Sensibilisierung der Gesellschaft für Autismus. „Autistische Menschen und ihre Angehörigen haben im Alltag oft besondere Herausforderungen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Gesellschaft sie versteht, gut informiert ist und passende Strukturen bereitstellt.“ sagte Bundesrätin Elisabeth Baume‑Schneider im November 2025 anlässlich eines Autismus-Kongresses in Interlaken.

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    Autismus wird sichtbarer

    autismus schweiz erlebt täglich, dass der Zugang zu autismusgerechten medizinischen Massnahmen sowie zu Bildung und Arbeit für viele Betroffene nicht gesichert ist. Deshalb fordert die Organisation von Bund und Kantonen verbindliche und praxisnahe Aus- und Weiterbildungen zu Autismus für Fachpersonen in der Bildung, dem Gesundheitswesen und im Sozialbereich. Autismus-Kompetenz darf kein freiwilliges Zusatzwissen sein, sondern muss fester Bestandteil der Grundausbildung in sozialen und betreuenden Berufen werden. Gleichzeitig braucht es ausreichend spezialisierte und langfristig finanzierte Unterstützungsangebote in der Schule, beim Übergang ins Erwachsenenleben und in der Arbeitswelt. Auch medizinische Massnahmen und die Krisenbegleitung müssen sich konsequent an den individuellen Bedürfnissen von Menschen im Autismus-Spektrum orientieren.

    Quelle: Medienmitteilung autismus schweiz

  • Aus der Nachbarschaft: Das ist Siegerprojekt für das Gesundheitszentrum Grünau

    Aus der Nachbarschaft: Das ist Siegerprojekt für das Gesundheitszentrum Grünau

    Gebäude zu erhalten, heisst nicht nur sie zu bewahren, sondern auch sie für die Zukunft weiterzuentwickeln, wie die Stadt Zürich schreibt: Das modernisierte Gesundheitszentrum für das Alter (GFA) wird neu 120 Plätze für Menschen mit einem mittleren bis hohen Betreuungs- und Pflegebedarf in spezialisierter Pflege sowie mehrere Wohnbereiche für an Demenz erkrankte Menschen anbieten können. Hinzu kommen sorgfältig gestaltete Aussenräume.

    Mit öffentlichen Nutzungen soll das Gesundheitszentrum Grünau auch künftig eine Brücke zum Quartier schlagen und so zur Umsetzung der städtischen Altersstrategie 2035 beitragen. Diese setzt auf Offenheit der städtischen Altersinstitutionen gegenüber den Quartierbewohner*innen.

    Weiterbauen für die Zukunft

    Die Stadt Zürich hat einen Architekturwettbewerb durchgeführt, den das Team von Franziska Sebastian Müller Architekten GmbH mit GMS Partner und BÖE studio (Landschaftsarchitektur) aus Zürich gewonnen hat. Das Siegerprojekt ergänzt das Bestandsgebäude mit einem sechsgeschossigen Ersatzneubau und schafft damit ein überzeugendes neues Ensemble, das Alt und Neu zusammenfügt und die Geschichte dieses Ortes weiterschreibt.

    Die Anordnung der Räume ermöglicht einen effizienten Betrieb und eine gute Orientierung innerhalb des Gesundheitszentrums. Der neue Haupteingang befindet sich an der Bändlistrasse direkt bei der Tramhaltestelle. In einem gemeinsamen Sockel, der über zwei Lichthöfe mit Tageslicht versorgt wird, sind die Verwaltungsräume und die öffentlichen Bereiche gut zugänglich vom Quartierplatz her angeordnet: Coiffeur und Podologie, ein Mehrzwecksaal sowie ein grosszügiges Restaurant mit Terrasse.

    Naturnahe gestaltete Demenzgärten

    Auf dem Dach dieses Sockels befinden sich, geschützt vor Einblicken, zwei naturnah gestaltete Demenzgärten. Von den Zimmern in den oberen Geschossen bietet sich ein Ausblick zum Stadt- oder Parkraum, der eine Teilhabe am Geschehen in der Umgebung erlaubt. Der Therapiegarten auf der Höhe des Quartiersplatzes ist öffentlich zugänglich. Nebst einem Beitrag zur Biodiversität werden zugleich ein Erlebnisraum und Begegnungsort geschaffen.

    Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade soll die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien sicherstellen. Durch die Kombination eines Teilersatzneubaus in Holz-Beton-Hybridbauweise mit einer Instandsetzung lassen sich die Treibhausgasemissionen in der Erstellung gegenüber einem vollständigen Ersatzneubau um rund 15 Prozent reduzieren.

    Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung des städtischen Immobilienstandards für umweltgerechtes und energieeffizientes Bauen geleistet. Mit dem vorliegenden Siegerprojekt wird es nun möglich, das Bauprojekt in den nächsten Phasen detailliert auszuarbeiten. Die Zustimmung der politischen Instanzen zum Ausführungskredit vorausgesetzt, können die Bauarbeiten voraussichtlich im Jahr 2029 beginnen. 

    Quelle: Medienmitteilung Stadt Zürich

  • Reguläres Angebot ab 2027: Gratis STI-Tests

    Reguläres Angebot ab 2027: Gratis STI-Tests

    Der Verein Sexuelle Gesundheit Zürich SeGZ hat mit den beiden Testzentren Checkpoint Zürich und TEST-IN ab Juni 2023 das Pilotprojekt «Gratistests für sexuell übertragbare Infektionen für Menschen aus der Stadt Zürich bis 25 Jahre oder mit einer KulturLegi» der Stadt Zürich, umgesetzt.

    Wie einer Medienmitteilung von SeGZ zu entnehmen ist, geht diese kostenlose Beratung und Testung in ein reguläres Angebot über. Ab Juni 2027 können sich Menschen aus Zürich neu bis 30 Jahre oder mit einer KulturLegi kostenlos auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.

    Ziel des Projekts war es, die Zugangsbarrieren für diese wichtige Prävention zu minimieren, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und Hürden beim Zugang zu Beratung und Tests abzubauen. Durch das Projekt soll das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit gestärkt und die Testbereitschaft erhöht werden. Nach zwei Jahren wurde eine positive Zwischenbilanz des Pilotprojekts gezogen, über die Stadtrat Andreas Hauri an einer Medienkonferenz berichtete:

    Gratis Tests: Reguläres Angebot

    Der Gemeinderat der Stadt Zürich hat am 7. Januar 2026 beraten, dieses erfolgreiche Projekt als reguläres Angebot fortzuführen und die Zielgruppe zu erweitern. Gemäss Medienmitteilung sagt Marco Denoth, Präsident der SeGZ: «Die SeGZ hat das Pilotprojekt umgesetzt und durfte so einen wichtigen Beitrag zur Senkung von sexuell übertragbaren Infektionen leisten. Wir sind sehr froh, dass es nun als reguläres Angebot weitergeführt wird». Denoth hat vor fast 8 Jahren die Forderung nach Gratistests im Gemeinderat gestellt.

    Zudem freut sich die SeGZ über den Auftrag des Gemeinderates an den Stadtrat, ein weiterer Pilot für das kostenlose Test- und Beratungsangebot für Menschen ab 49 Jahren aus der Stadt Zürich auszudehnen. Sie unterstützt die Forderung, die Erstbehandlung der sexuell übertragbaren Infektionen kostenlos anzubieten und den Zugang der Impfung von Humanen Papillomaviren (HPV) zu vereinfachen.

    Francisca Boenders, Geschäftsführerin der SeGZ sagt dazu: «Ziel ist, den Zugang zu Beratung, Testung, Impfung und Behandlung, zu vereinfachen. Prävention ist nicht teuer, unterlassene Prävention wird teuer!» Die HPV-Impfung ist auch eine konsequente Investition in die Krebsprävention.

    Quelle: Medienmitteilung SeGZ