Der Wolfgrimbach ist der offen gelegte Bach beim Wolfgrimweg, der parallel zur Waidstrasse fliesst. Er entspringt dem Weiher im Käferbergwald und ist heute zusammen mit dem Oerisbach wieder sichtbar. Der Wolfgrimbach ist künstlich angelegt. Er entstand als Überlauf des Reservoirs der Brunnenversorgung von 1881; damals hatte er noch keinen Namen.
Das städtische Forstamt renaturierte 1988 den Waldweiher im Käferbergwald, den Wolfgrimbach und den Teich beim Reservoir hinter dem Jägerhaus in Höngg. Man wollte im Wald das Naturerlebnis wieder stärken.
Im Jahr 2000 befreite das Forstamt den Wolfgrimbach auch im unteren Teil aus seiner Röhre. An den Ufern pflanzte man einheimische Sträucher, die mit ihrem Wurzelwerk das Bachbett festigen. Der Bach plätschert munter zu Tale, und die Bänklein am Ufer laden zur Erholung.
Das Bächlein lädt ein zum Spaziergang vom Überlaufbecken an der Waidstrasse zur Limmat – nur findet sich nirgends ein Abfluss. Das letzte Stück beim Gemeinschaftszentrum ist baulich vorbereitet, bloss – wo ist der Bach?
Beim Bau des Wipkingerparks bereitete man den Abfluss für den Wolfgrimbach in die Limmat vor. Der Bach hätte dann unterirdisch bei den neuen Häusern zwischen Breitensteinstrasse und Im Sydefädeli der Baugenossenschaft Denzlerstrasse durchfliessen sollen. Es gab technische Schwierigkeiten bei der Bachführung und unerwartet hohe Kosten, weshalb die Genossenschaft und die Stadt auf das Bach-Projekt verzichteten. Das Wasser des Wolfgrimbaches wird nun unterirdisch gefasst und abgeleitet.
Bildergalerie: Wolfgrim und sein Bach




Der heu¬tige Wolfgrimbach ist nach dem mittelalterlichen Lehensherr benannt: «…dass wir auf Ansuchen einiger unserer Getreuen unserm Getreuen, Wolfgrim mit Namen, etliche Gegenstände unseres eigenen Rechtes und Besitzes geschenkt haben…». (Ausschnitt aus der Schenkungsurkunde von 881).

Der heu¬tige Wolfgrimbach ist nach dem mittelalterlichen Lehensherr benannt: «…dass wir auf Ansuchen einiger unserer Getreuen unserm Getreuen, Wolfgrim mit Namen, etliche Gegenstände unseres eigenen Rechtes und Besitzes geschenkt haben…». (Ausschnitt aus der Schenkungsurkunde von 881).



Das absurde Ende des Wolfgrimbachs passt durchaus zum Namensgeber, von dem nur der Anfang seiner Geschichte bekannt ist. Wolfgrim verschwand aus den Geschichtsbüchern, wie sein Bach.
Quellen: Diverse Geschichtsbücher
Martin Bürlimann, Kurt Gammeter: «Damals», Wibichinga Verlag, 2023.
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