Kategorie: Quartierverein Wipkingen

  • Mehrzweckstreifen: Anwaltsbüro prüft Rechtmässigkeit

    Mehrzweckstreifen: Anwaltsbüro prüft Rechtmässigkeit

    Eine Fussgängerin wurde im vergangenen Jahr auf dem Mehrzweckstreifen in Wipkingen von einem Fahrradfahrer angefahren und zu Boden geschleudert. Zum Unfallhergang ist bekannt, dass die Frau zuvor mit einem Autolenker Augenkontakt aufnahm, worauf dieser sie zur Querung aufforderte.

    In der Zwischenzeit überholte ein Fahrradfahrer mit hohem Tempo das Auto und kollidierte mit der Fussgängerin. Diese und der ebenfalls gestürzte Fahrradfahrer kamen mit leichten Blessuren davon.

    Der Unfall zeige deutlich, wie gefährlich das Kreuzen ohne Fussgängerstreifen und Fussgängerschutzinsel ist, teilt der Quartierverein Wipkingen mit. Bereits im November 2023 hat er auf die Gefahren des Mehrzweckstreifens hingewiesen und forderte vom Stadtrat mittels Petition die Fussgängerstreifen auf der Nordstrasse zurück (der «Wipkinger» berichtete).

    Umstrittener Mehrzweckstreifen

    Stadträtin Karin Rykart versprach eine rasche Antwort und lieferte sie im Mai 2024. Es habe in der Stadtverwaltung «noch kein Konsens über das weitere Vorgehen gefunden werden können» und «dass alle Varianten zurzeit nochmals geprüft werden».

    Mittlerweile hat sich der Quartierverein Wipkingen für rechtliche Abklärungen an das Bezirksstatthalteramt gewandt. Geklärt wurde, wie die Behörde zum Handeln veranlasst werden kann. Eigentlich hätte der Testversuch des umstrittenen Mehrzweckstreifens bereits vor bald zwei Jahren – im Frühling 2023 – beendet werden sollen.

    Anwaltsbüro beauftragt

    Das Bezirksstatthalteramt wies den Quartierverein Wipkingen an, die rechtlichen Abklärungen mit einem Rechtsanwalt zu klären. Eine Anwaltskanzlei wurde deshalb damit beauftragt, herauszufinden, ob im Zusammenhang mit dem Mehrzweckstreifen an der Nordstrasse die Signalisation überhaupt rechtens ist.

    Laut dem Quartierverein Wipkingen stelle sich auch die Frage, ob es eine Rechtsgrundlage für versuchsweise Signalisationen gibt und ob es nicht eine ordentliche Ausschreibung nach Strassengesetz braucht. Ziel sei es, die Sicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger möglichst hoch zu halten. Eine gut gemeinte Alternative ersetzt den Fussgängerstreifen nicht.

    Quelle: Medienmitteilung Quartierverein Wipkingen

  • Neugestaltung Wipkingerplatz

    Neugestaltung Wipkingerplatz

    Es tut sich gerade eine grossartige und einmalige Chance für die heutige und die künftigen Generationen auf. Die alte, grusige, jahrelang vernachlässigte und marode Betonpost am Wipkingerplatz wird nicht mehr gebraucht. Die Stadt verhandelt gerade ernsthaft mit der Post AG über die Rückgabe des 1974 fertig gestellten Gebäudes. Es steht ausserhalb der Baulinie und darf da nicht mehr stehen, wenn es nicht mehr als Post gebraucht wird. Und das wird es seit 2004 nicht mehr.

    Der Zeitpunkt ist so günstig wie noch nie

    Viel zu lange konnte am Wipkingerplatz nichts verändert werden, weil er als Platzreserve für ein Tunnelportal herhalten musste. Dass dieses nicht realisiert wird, ist klar. Die Stimmberechtigten haben diese Pläne mehrfach versenkt.

    Abriss, Neugestaltung, Renovation

    Die Absicht der Stadt ist es, das Gebäude abzureissen und so Platz für eine grosszügige Neugestaltung des Wipkingerplatzes zu schaffen. Auch der Abgang vom Platz zur Limmat kann geöffnet werden.

    Mitwirkungsverfahren für alle

    Auf Anregung des Quartiervereins Wipkingen lanciert die Stadt Zürich im ersten Quartal 2025 ein Mitwirkungsverfahren, an dem alle Interessierten mitarbeiten können. Der Wipkingerplatz soll unser zweites Quartierzentrum werden. Zusammensitzen, palavern, schlendern, sich treffen, verweilen und dann über die Wiese in den Wipkingerpark gehen und ein Bad in der kühlen Limmat nehmen – alles ist denkbar.

    Kirchgemeindehaus wird Haus der Diakonie

    Zudem hat die reformierte Kirchgemeinde Zürich im September darüber abgestimmt und beschlossen, rund 50 Millionen Franken in die Renovation des Kirchgemeindegebäudes zu investieren und es zu einem Haus der Diakonie aufzuwerten, das allen offensteht.

    Bahnhofstrasse von Wipkingen

    Ist der Samen erst einmal gesät, dann sprudelt das Leben im Quartier und es siedeln sich Läden entlang der Achse Wipkingerplatz bis Röschibachplatz an. Und wer weiss, vielleicht wird die Röschibachstrasse in der Zukunft zur Bahnhofstrasse von Wipkingen. So wie es vor 1972 schon einmal war!

    Eingesandt von Beni Weder, Quartierverein Wipkingen

  • Sicherheit auf dem Trottoir der Röschibachstrasse

    Sicherheit auf dem Trottoir der Röschibachstrasse

    Ein Artikel von Oliver Fini, Quartierverein Wipkingen

    Es sind verschiedene Meldungen zu gefährlichen Verkehrssituationen auf der Röschibachstrasse die Hardbrücke entlang bis zur Wipkingerbrücke, vor dem Coop Wipkingerplatz und an der Ecke zur Überführung über die Rosengartenstrasse eingegangen.

    Die Gefährdung entsteht durch das Nebeneinander verschiedenster Verkehrsteilnehmenden auf dem Trottoir Richtung Wipkingerplatz. Auf dieser Strecke verkehren auf engem Raum Fussgänger*innen, Kinder, Velofahrende sowie Elektroroller.
    Durch die Abwärtsneigung sind vor allem Zweiräder teilweise sehr schnell unterwegs.

    Gefahr besteht durch eine Mischung der genannten Gruppen: Die Geschwindigkeitsunterschiede sind beträchtlich. Da keine Markierungen bestehen, bewegt sich der Verkehr unkontrolliert auf der genannten Strecke.

    DAV wurde involviert

    Ein sicherer Umgang mit der Situation und Freiheiten erfordert ein hohes Mass an Eigenverantwortung. Dies ist leider nicht immer gegeben. Deshalb wurde diesbezüglich die Dienstabteilung Verkehr (DAV) zwecks Evaluierung und Problemlösung involviert. Im Rahmen einer Begehung konnten die Gefahrenstellen beobachtet werden.

    Die Gefährlichkeit der Situation wurde von der DAV bestätigt. Der anschliessende Austausch war äusserst konstruktiv: Es besteht eine hohe Bereitschaft, die komplexe Problematik anzugehen und zeitnah aber auch in pragmatischen Schritten Abhilfe zu schaffen.

    So, dass man allen Verkehrsteilnehmenden gerecht wird. Wir bedanken uns im Voraus herzlich bei der DAV!

  • Röschi-Comeback mit neuem Kino-Team

    Röschi-Comeback mit neuem Kino-Team

    Ein Artikel von Roman Wasik

    Zu sehen gab es in den vergangenen vier Jahren allerlei auf dem Röschibachplatz. Nur ein Grossbildschirm mit Filmen fehlte. Das zur Tradition gewordene Open-Air-Kino musste zwangspausieren. Erst wegen des Coronavirus, dann wegen der Baustelle. Nun soll es wieder stattfinden, wie gewohnt am ersten Wochenende nach den Schulferien im August. Und zwar mit bewährtem Konzept, aber mit neuem Team.

    Dazu gehört auch Eva Günther. Die Wipkingerin hat in der letzten Ausgabe dieser Zeitung gelesen, dass der Verein «Röschi-Kino Wipkingen» dringend Freiwillige sucht. Erfreulicherweise meldeten sich mit ihr gleich noch fünf weitere Interessierte. Praktisch alle aus dem Quartier. «Wir wollen der lokalen Bevölkerung weiterhin gute Filme für Jung bis Alt präsentieren», sagt die Neuinitiantin und freut sich besonders «auf die tolle Kino-Atmosphäre auf dem Röschibachplatz».

    Zurück zur Wipkinger Kino-Kultur

    Begonnen hat das Röschi-Kino im Jahr 1998 mit einer Initiative des Quartiervereins Wipkingen. Dieser lancierte einen Wettbewerb, um den Röschibachplatz mit kreativen Ideen zu beleben. Den Zuspruch bekam die Idee für ein Open-Air-Kino. Ein Kino fehlte nämlich nach der Schliessung des Kinos Nordstern an der Rö-schibachstrasse 71. Es war seinerzeit nur unweit des Röschibachplatzes untergebracht. Dort, wo heute im Floating-Bad entspannt wird und nicht, wie früher, im Kinosessel.

    Ein Grüppchen von Wipkinger Cinephilen war es also, das die Kino-Kultur im Quartier wieder belebte. Jahr für Jahr, bei jeder Witterung, ehrenamtlich und gratis für die Bevölkerung. An der verregneten Premiere 1998 schauten rund 50 Leute vorbei. Später zählten die Veranstalter*innen an den besten Abenden über 300 Anwesende. Und genau das strebt der Verein wieder an.

    Gezeigt werden weiterhin Filme abseits des Mainstreams. Diese richten sich mitunter an Familien, sollen packend sein und auch mal polarisierend. Die Vorführungen sind in Originalsprache mit Untertiteln. Die Filme für das Kino-Comeback auf dem Röschi sind mittlerweile ausgewählt und auch kulinarisch steht das Programm fest. An beiden Tagen gibt es ab 19 Uhr Essen und Getränke, angeboten durch das Team vom «Belmondo».

    Das Programm

    Freitag, 23. August
    20.30 Uhr: Vorfilm/Maturarbeit
    «Im Park – Biz bewiise muesch dich» von Rubie Sturm 
    21 Uhr: der argentinische Spielfilm «El robo del Siglo» (Sp./Dt.).

    Samstag, 24. August
    21 Uhr: die britische Filmkomödie «Angels’ Share» (En./Dt.).
    Das Kino findet bei jeder Witterung statt.