Kategorie: Vereine

  • Die Zunft Höngg ist stark auf das Quartier bezogen

    Die Zunft Höngg ist stark auf das Quartier bezogen

    Hat die Zunft Höngg verschiedene Abteilungen, wenn ja, welche?

    Ja, das «Bott», unsere Bezeichnung für die Mitgliederversammlung, die Vorsteherschaft, unsere Bezeichnung für den Vorstand, sowie den Rechnungsprüfer, die Revision. Die Vorsteherschaft besteht aus sieben bis neun Mitgliedern und ihren Ämtern: Zunftmeister, Statthalter, Zunftschreiber, Säckelmeister, Stubenmeister, Zeugwart, Protokollführer und ein bis zwei Beisitzer. Nebst den drei genannten Organen unterhält die Zunft Höngg folgende Gruppen, Chargen und Kommissionen: Archivar, Berichterstatter, Chronist, Gesellenobmann, Kostümbetreuung, Kulturkommission, Rebbaugruppe, Reitergruppe, Seniorengruppe, Stammvater, Wappenkommission, Webmaster und Zugführer.

    Wie lange gibt es die Zunft Höngg schon, wie ist ihre Geschichte?

    Die Geschichte der Zunft Höngg ist mit der Geschichte des Zürcher Zunftwesens verbunden. Diese Zunftgeschichte begann im 14. Jahrhundert. Angeführt von Rudolf Brun stürmte die Bevölkerung am 7. Juni 1336 das Zürcher Rathaus. Mit dem Erlass der ersten Zunftverfassung entstand eine völlig neue Gesellschaftsordnung. Die Gründung der Zunft Höngg erfolgte am 22. Januar 1934; im gleichen Jahr wie die Eingemeindung der Gemeinde Höngg in die Stadt Zürich. Die Aufnahme in den Kreis der Zürcher Zünfte, kurz ZZZ, erfolgte am 1. März 1934. Am 16. April 1934 war die Zunft Höngg erstmals am Sechseläuten dabei.

    Wie viele Mitglieder hat die Zunft Höngg?

    Aktuell zählt die Zunft Höngg folgende Mitglieder: 121 Zünfter, 15 Zunftgesellen und zwei Küfergesellen.

    Was ist der Sinn und Zweck des Vereins?

    Gemäss Zweckumschreibung in den Satzungen, also den Statuten, hält sich die Zunft Höngg einem liberal-demokratischen Bürgersinn verpflichtet, wozu auch die Pflege zürcherischer Tradition und Kultur gehört. Nach aussen steht dabei die Beteiligung am Zürcher Sechseläuten und anderen «interzöiftigen» Anlässen im Vordergrund.
    Einen ganz besonderen Sinn und Zweck sieht die Zunft Höngg aber in ihrem Verhältnis zum Quartier Höngg. Diese Quartierbezogenheit zeigt sich sehr vielfältig: Die Mehrzahl der Zünfter wohnt oder arbeitet in Höngg. Viele Zünfter sind aktive Mitglieder in anderen Höngger Vereinen und Institutionen. Jeder Zünfter ist zahlendes Passiv-Mitglied im Musikverein Höngg. Die Zunft Höngg ist Teil des Wümmetfäschts und des Umzugs. Sie pflegt in Höngg eigene Reben mit eigenem Zunftwein. Die Zunft Höngg lädt traditionsgemäss Vertreter von Höngger Vereinen und Institutionen als Ehrengäste an ihr Rechenmahl ein; es gibt regelmässige Berichterstattungen über Zunftanlässe im «Höngger».

    Was ist der Beweggrund, mitzumachen, was bietet Ihr Verein den Mitgliedern und der Gesellschaft in Höngg?

    Nebst familiären oder verwandtschaftlichen Beweggründen schätzen wohl alle Zünfter den freundschaftlich-geselligen Austausch und die Pflege bürgerlich-kultureller Werte und Traditionen. Dank des ausgeprägten Quartiercharakters der Zunft Höngg nimmt jeder Zünfter auch ganz selbstverständlich und unmittelbar am Quartierleben teil.

    Wie werden neue Mitglieder geworben, wen will man ansprechen?

    Gemäss den Satzungen können Söhne und Schwiegersöhne von Zünftern aufgenommen werden. Es geht aber auch ohne familiären Hintergrund: Die Zunft Höngg ist offen für männliche Höngger, die in Höngg wohnen und sich mit ihrem Engagement für das Quartier besonders verdient gemacht haben. Kriterien für die Zunftaufnahme sind Lebensjahre in Höngg und Engagement für das Quartier. Die Mitgliedschaft eignet sich für Bürger mit Interesse an zünftigen Werten und einer aktiven Verbundenheit zum Quartier Höngg.

    Gibt es Nachwuchsprobleme?

    Nein. Einerseits kommen laufend neue Zunft- und Küfergesellen dazu, andererseits werden regelmässig mit Höngg verbundene Interessenten in unseren Aufnahmeprozess aufgenommen. Die Mitgliederzahl ist allerdings beschränkt, was insbesondere mit der Grösse unseres Zunftsaales «Mülihalde» zusammenhängt.

    Wie hoch sind die Kosten für Mitglieder?

    Beim Eintritt in die Zunft Höngg zahlt der Zünfter ein Eintrittsgeld, dann regelmässige Jahresbeiträge sowie Kosten für die Teilnahme an den Zunftanlässen. Für Zunft- und Küfergesellen gelten deutlich reduzierte Ansätze.

    Weitere Angaben, die Ihnen in Bezug auf Ihren Verein wichtig sind?

    Unter allen Quartierzünften der Stadt Zürich weist die Zunft Höngg den mit Abstand grössten Quartiercharakter auf. Das ist kein Zufall, sondern Programm. Die Zunft Höngg lebt mit, im und für das Quartier Höngg. Das war seit ihrer Gründung im Jahre 1934 so und so bleibt es auch in Zukunft.

    Kontaktangaben für Interessierte:
    Zunftmeister Daniel Fontolliet,
    Imbisbühlstrasse 16, 8049 Zürich,
    E-Mail: zunftmeister@zunfthoengg.ch.
    Zunftschreiber Bruno Dohner, Im Maas 16a, 8049 Zürich, E-Mail: zunftschreiber@zunfthoengg.ch.
    Website: www.zunfthoengg.ch.

  • Seit mehr als 120 Jahren «das Volkstheater» in Höngg

    Seit mehr als 120 Jahren «das Volkstheater» in Höngg

    Wie lange gibt es Ihren Verein schon?
    Gegründet wurde er 1893. Von 1893 bis 1937 hiess er «Dramatischer Verein Höngg», von 1937 bis 1938 «Dramatischer Verein Höngg-Wipkingen», von 1938 bis 1987 «Dramatischer Verein Waidberg» und seit 1987 Zürcher Freizeit-Bühne.

    Wie viele Mitglieder hat die Zürcher Freizeit-Bühne?
    Momentan haben wir 155 Mitglieder, davon 19 Aktiv- und 136 Passivmitglieder.

    Was ist der Sinn und Zweck Ihres Vereins?
    Die Pflege und Förderung des Mundart-Volkstheaters. Eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit durch gemeinschaftliches Erarbeiten guter Theaterstücke.

    Was ist der Beweggrund, mitzumachen?
    Die erarbeiteten Theaterstücke vor einem breiten Publikum aufzuführen. Kameradschaftliches Vereinsleben unter Gleichgesinnten zu verbringen. Durch das Auswendiglernen werden zudem die Gehirnzellen trainiert. Handwerkliches Mithelfen beim Bau neuer Kulissen und Ähnlichem. Flyer und Plakate kreieren und Werbekampagnen durchführen sind ebenfalls Beweggründe, um bei uns mitzumachen.

    Was bietet Ihr Verein den Mitgliedern?
    Ein aktives Vereinsleben mit viel Abwechslung, nicht nur auf und hinter der Bühne. Aktivitäten wie Ausflüge, Besichtigungen und anderes sowie das Organisieren verschiedener Events. Ausserdem gibt es Weiterbildungen rund um Theater und Maskenbildnerei.

    Was bietet die Zürcher Freizeit-Bühne der Gesellschaft in Höngg?
    Kulturelle, unterhaltsame Theaterabende und -nachmittage innerhalb des Quartiers zu angemessenen Eintrittspreisen. Öffentliche Gratis-Aufführungen in Alterszentren in und um Höngg. Alle zwei Jahre ein Quartierfest mit tollem, abwechslungsreichem Programm für die ganze Familie unter freiem Himmel: das Inselfäscht auf der Werdinsel.

    Wie werden neue Mitglieder gewonnen, wen will man ansprechen?
    Gelegentliche Inserate in Zeitungen, auf unserer topaktuellen Website sowie Mund-Propaganda sind unsere Methoden. Ansprechen wollen wir zuverlässige und kameradschaftliche Idealisten jeden Alters, welche Schweizerdeutsch sprechen und Zeit haben für einen aktiven Verein.

    Gibt es Nachwuchsprobleme?
    In gewissem Sinne Ja. Mitglieder, welche einmal den Verein weiterführen und die langjährige Tradition aufrechterhalten wollen, fehlen. Es wäre toll, wenn sich mehr Männer melden und unser Hobby teilen würden.

    Wie hoch sind die Kosten für Mitglieder?
    Aktivmitglieder der Zürcher Freizeit-Bühne bezahlen 30 Franken im Jahr, Passivmitglieder 25 Franken. Gönner unseres Vereinslokals auf der Werdinsel bezahlen 20 Franken pro Monat, und dürfen dieses dafür nutzen. Vorstands-, Frei- und Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.

    Für wen eignet sich eine Mitgliedschaft?
    Für Aktive: Für alle, die genügend Zeit haben, sich für ihren Verein zu engagieren, und welche sich in eine Gruppe mit verschiedenen Charakteren und diversen Altersgruppen eingliedern können.
    Für Passive: Für diejenigen, welche unser kulturelles Engagement finanziell mit einem jährlichen Beitrag und auch als treue Zuschauer unterstützen möchten.
    Für Gönner: Für diejenigen, welche unser Vereinslokal mit einem monatlichen Beitrag mitfinanzieren und das Lokal dafür hin und wieder für private Zwecke wie ein Fest, Basteln und Werken oder Sitzungen und anderes benützen dürfen.

    Hat Ihr Verein ein Kurslokal, welches Externe mieten können?
    Wir haben ein eigenes Vereinslokal auf der Werdinsel, wo wir proben und werken sowie Sitzungen abhalten. Da durch unsere Aktivitäten ein grosser Teil des Raumes oft mit Möbeln und Kulissen verstellt ist, ist eine Vermietung an Externe nicht jederzeit und nur auf frühzeitige Anfrage möglich. Für eine Sitzung oder ein kleineres Fest ist es für etwa 20 Personen geeignet. Der Preis wird je nach Anlass abgemacht und variiert je nachdem, ob die Küchenbenützung gewünscht ist oder nicht.

    Gibt es Weiteres, was Ihnen in Bezug auf Ihren Verein wichtig ist?
    Wir wollen als Amateurtheater laufend an uns arbeiten, um auch weiterhin ein breites Spektrum an guten, anspruchsvollen Stücken verschiedener Sparten aufführen zu können. Freude, Spass und Fröhlichkeit im Verein sollen an erster Stelle stehen. Ein gesunder und kameradschaftlicher Konkurrenzkampf zwischen dem gesamten Ensemble spornt uns zudem immer zu guten Leistungen an. Ein sehr gros­ses Anliegen sind uns Leute, welche einmal ein Amt übernehmen, das Mundart-Volkstheater weiter pflegen und dadurch unsere Zukunft sichern, damit die Zürcher Freizeit-Bühne noch lange erfolgreich existiert.

    Vereinsadresse: Zürcher Freizeit-Bühne, Werdinsel-Höngg 4, 8049 Zürich, Tel. 044 482 83 63, E-Mail: zfb@bluewin.ch, www.zfb-hoengg.ch

  • Jazz Circle feiert 10-Jahre-Jubiläum

    Jazz Circle feiert 10-Jahre-Jubiläum

    Ein besonderes Experiment ist gelungen: Dank der treibenden Kraft von Miroslav Steiner, einem Architekten, Volleyballer und begabten Posaunisten, und vier eingefleischten Jazzmusikern, die alle in Höngg wohnten, wurde 2003 ein Verein gegründet. Statuten wurden geschrieben und Mitglieder und Sponsoren gesucht. Nach guten Musikern, die gerne auftreten, musste man nicht suchen. Hingegen stand und fi el alles mit einem geeigneten Lokal. Getreu dem Motto «Sieh, das Gute liegt so nah» versuchten es die Höngger Jazzer im Restaurant Jägerhaus – und das klappte auf Anhieb. Wegen eines Umbaus zügelte der Jazz Circle Höngg dann nach sechs Jahren in die Gartenschüür des Restaurants Grünwald, wo er sich inzwischen sehr gut eingelebt hat.

    Stammgruppe, viele befreundete Musiker

    Von Beginn an gelang es, mit lückenlosen Jazz-Happenings jeweils am ersten Donnerstagabend des Monats und mit einigen zusätzlichen Konzerten an anderen Orten in Höngg ein eingeschworenes Stammpublikum zu gewinnen. Dieses wird immer wieder mit populärem Old Time Jazz «neu begeistert». Eine Stammgruppe mit Miro Steiner (Posaune), Ivan Kubias (Trompete), Jörg Bohny (Saxophon), Ivan Hrdina (Schlagzeug) und Jirka Hoppe (Bass) wird regelmässig von weiteren befreundeten Musikern unterstützt. Dank der vielfältigen Beziehungen gelingen immer wieder musikalisch hervorragende Jamsessions mit Spitzenmusikern und Sängerinnen aus der nahen und fernen Umgebung. Im Quartier Höngg ist der Jazz Circle immer häufiger an offiziellen und privaten Anlässen gefragt und engagiert; am Umzug am Wümmetfäscht würde die Jazz & Dixie Marching Band wirklich fehlen. Alle Anlässe und Konzerte des Jazz Circle Höngg sind in der Regel mit freiem Eintritt und ohne Reservation zugänglich. Die Kosten werden mittels Kollekten, Mitgliederbeiträgen und Zuwendungen von Sponsoren gedeckt, denen der Jazz Circle an dieser Stelle herzlich danken möchte.

    Jubiläumskonzert am 20. September

    Mit einem grossen Jubiläumskonzert am 20. September an der ETH Hönggerberg feiert der Jazz Circle Höngg sein zehnjähriges Bestehen. Dabei treten folgende Bands auf: die Jazz Circle Höngg Band, die vendredi soir swing, Jimmy & The Rackets mit Special Guest Miriam Dee sowie das Casa Loma Jazz Orchestra. Sie versprechen eine tolle, stimmungsvolle Jazz Night. Der Eintritt ist frei, Beginn ist um 18 Uhr. Das Programm und weitere Informationen sind auf der Homepage des Jazz Circle Höngg ersichtlich: www.jazzinhoengg.ch

  • Das Frauenvereins-Glöcklein ist in neuen Händen

    Das Frauenvereins-Glöcklein ist in neuen Händen

    Ein Verein, der das 125-Jahre Jubiläum feiern darf, kann stolz auf sich sein: Nur wenn eine Nachfrage besteht, überleben Vereine so lange. Edith Erni, bisherige Präsidentin des Frauenvereins Höngg, leitete die Generalversammlung und erzählte von den vielen Aktivitäten, die der Verein den Bewohnern Hönggs anbietet. So betreibt er seit einigen Jahren einen Mittagstisch für Kinder. Im Jahr 2011 fanden 199 Mittagstische statt, an denen 2525 Kinder bewirtet wurden. Dies entspricht rund 13 Kindern pro Mittagstisch. Ein Wermutstropfen ist dennoch zu vermelden: Das Schul- und Sportdepartement streicht den fleissigen Frauen 8055 Franken an Subventionsgeldern, welche der Verein jetzt aus der eigenen Tasche bezahlt. «Wir hoffen natürlich, dass wir Spenden erhalten, damit wir dieses Defizit möglichst klein halten können», so Silvia Schaich vom Ressort Mittagstisch.

    Babysitter gesucht

    Ein anderes Angebot ist der Babysitter-Vermittlungsdienst: Eltern, die einen Babysitter für ihren Nachwuchs suchen, können sich beim Frauenverein Höngg melden. Angebot und Nachfrage halten sich nicht die Waage: 62 Anfragen registrierte Tosca Lattmann, welche dieses Ressort leitet, eingetragen sind aber bloss 40 Babysitter. Sie erklärte, dass sich laufend viele neue Familien in Höngg niederliessen – vor allem aus Deutschland, England, Nordeuropa und natürlich aus der Schweiz. «Wer gerne Kinder hütet, der darf sich bei uns melden», sagte sie. Melden können sich auch Frauen und gar Männer, die Mitglied beim Frauenverein Höngg werden möchten. Für den bescheidenen Betrag von 30 Franken im Jahr erlebt man Geselligkeit, kann etwas zum Wohle der Hönggerinnen und Höngger beitragen und an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen.

    Kochtreff eingestellt

    Im September letzten Jahres gründeten die Mitglieder des Frauenvereins einen monatlichen Kochtreff für Erwachsene im Café Sonnegg. Dort sollte man in gemütlicher Atmosphäre etwas Feines zusammen kochen. Der Andrang war jedoch spärlich: Ende März wurde das Projekt eingestellt. «Eine Wiederaufnahme nach dem ‹Sonnegg›-Umbau schliessen wir aber nicht aus», so Edith Erni. Ein Erfolg sind die Veranstaltungen, die Vreni Noli seit zwanzig Jahren organisiert. Sechsmal im Jahr lädt sie die Mitglieder zu Rundgängen und Besichtigungen verschiedenster Art ein, so zum Beispiel zum Besuch der Urania-Polizeihauptwache, da dort die bekannte «Blüemli-Decke» von Maler Alberto Giacometti zu bewundern ist.

    Neue Präsidentin Tosca Lattmann-Gosteli

    Dass ehrenamtliches Engagement zeitaufwendig ist, ist bekannt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, das Amt abzugeben, weil die Energie nicht mehr für alles zusammen reicht. Bei Edith Erni war es nach fünf Jahren so weit: «Es war eine interessante und lehrreiche, aber auch hektische Zeit. Ich möchte es in Zukunft etwas ruhiger angehen und gebe darum das Präsidium ab. Ich bleibe aber natürlich weiterhin Vereinsmitglied», erklärte sie. Der Vorstand schlug als Nachfolgerin Tosca Lattmann-Gosteli vor, welche seit 2009 Mitglied des Frauenverein Höngg ist. Sie wurde einstimmig gewählt. Feierlich überreichte ihr Edith Erni das «FrauenvereinsGlöcklein». Es wird von Präsidentin zu Präsidentin weitergegeben und sorgt dafür, dass bei Versammlungen und Veranstaltungen Stille einkehrt, sobald es geläutet wird. Anschliessend an die Generalversammlung wurde von Bravo Ravioli Catering ein feines Nachtessen, selbstverständlich mit Ravioli, serviert. Zwischen den Gängen trat das «Ensemble Züri Lieder» auf. Daniel Fueter am Klavier und Samuel Zünd als Sänger begeisterten die Mitglieder des Frauenvereins mit «Züri Liedern», unter anderem auch von Paul Burkhard, und zauberten den Frauen und dem einen anwesenden Mann des Vereins ein Lächeln ins Gesicht.

  • Volles Haus zum doppelten Geburtstag

    Volles Haus zum doppelten Geburtstag

    Im Rahmen des letztjährigen Wümmetfäschts machten die Trachtengruppe Höngg und Luise Beerli mit einem Flyer erstmals auf ihr gemeinsames Geburtstagsfest vom 4. Februar aufmerksam. Eine Anmeldung war erforderlich, da man genau planen wollte. «Bis am 9. Januar waren die 390 Plätze im reformierten Kirchgemeindehaus restlos ausverkauft. Leider mussten wir über 30 weiteren Personen absagen», so Gaby Heidelberger, welche seit 13 Jahren Präsidentin der Trachtengruppe Höngg ist. Der Saal sowie die Tische waren liebevoll dekoriert und luden zum Verweilen ein, während ein währschafter «Buurehamme» mit Beilagen in kulinarischer Hinsicht zu den Klängen des Innerschweizer Akkordeonduos Urs Meier/Remo Gwerder mit Schöff Rösli und Carlo Gwerder für einen gelungenen Auftakt sorgte. Mit dem Einmarsch der Trachtenpaare fiel der Startschuss zum Abendprogramm. «Wir freuen uns sehr, mit Ihnen und Luise Beerli unser 80-Jahr-Jubiläum feiern zu dürfen. Es ist in der heutigen Zeit schön, dass es einen Verein mit Tradition und schweizerischer Kultur so lange gibt. Unsere drei Gruppen bestehen aktuell aus 64 Mitgliedern», so Heidelberger bei ihrer Begrüssung. Die Tanzgruppe entführte die Gäste zum Auftakt mit ihren Darbietungen auf die Sattelegg und ins Örgelihaus, bevor Luise Beerli in der Höngger Sonntagstracht ihr Lied «In Höngg isch öppis los» vortrug. Drei Wochen vor ihrem 70. Geburtstag verstand es Beerli, die Gäste mit viel Humor durch das Programm zu führen. Dank ihren guten persönlichen Beziehungen in der Musikwelt ist es der Solojodlerin zu verdanken, dass ein solch unterhaltsames Programm möglich war. Marcel Knörr als ehemaliger und langjähriger Präsident des Quartiervereins Höngg und Paul Zweifel als Präsident des Verschönerungsvereins blickten in ihren Festreden auf die Geschichte von Höngg sowie auf die legendären Ausfahrten von Luise Beerli mit dem Hürlimann-Traktor zurück (siehe «Höngger» vom 15. Oktober 2009). Das Schülerjodelchörli Rägäbogä aus dem Baselbieter Frenkendorf reiste mit 16 Kindern in Tracht und Blumenkränzen im Haar an. Mit antiken Utensilien wie Gepsli, Holzrechen und Nidlehafe traten sie auf die Bühne und überzeugten mit Jodel und Volksmusik. «Zweimal wöchentlich proben wir für unsere Auftritte, wobei wir auf viele engagierte Eltern zählen dürfen», betonte Susanna Borer als Leiterin der Kinder.

    Jüngste Volksmusikstars

    Als die «kleinsten Volksmusikstars der Schweiz» reisten Florian und Seppli aus dem Luzerner Seetal nach Höngg. Die beiden Buben im Alter von 13 und 15 Jahren vermochten das Publikum zu begeistern. Dabei durfte mit dem «Familienjodel» auch der Stadlstern-Siegertitel des «Musikantenstadls» aus der aktuellen CD nicht fehlen und eine Zugabe der Jungmusiker war gewiss. Für einen krönenden Abschluss sorgten die «Dorfspatzen» aus Oberägeri. Die erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Blaskapelle präsentierte unter der musikalischen Leitung von Markus Steimen mit ihren 15 Bläserinnen und Bläsern sowie einem Schlagzeuger ein breites Repertoire an Unterhaltungsmusik von Marsch, Polka, Walzer bis hin zu Pop und Rock, gepaart mit einem amüsanten Showprogramm. «Wir dürfen auf ein gelungenes Fest von insgesamt 150 Jahren zurückblicken», zeigte sich Heidelberger beim Ausgang zufrieden. Dies durfte sie auch sein, kamen die Anwesenden doch in den Genuss von einem über dreistündigen, abwechslungsreichen und unvergesslichen Festprogramm.

    Geschichte der Trachtengruppe Höngg
    1932 haben sich 18 junge Frauen, vor allem Bauersfrauen, entschieden, eine eigene Tracht zu nähen und die Trachtengruppe Höngg zu gründen. Auf den Latz wurde damals ein Traubenmotiv aufgestickt. Dies ist auch heute noch so, wenn auch laut Gaby Heidelberger «etwas exklusiver». Musste man früher noch Hönggerin sein, um mitjodeln zu können, so sind die Mitglieder heute auch aus der Umgebung. Ziel der Trachtengruppe Höngg ist die Pflege des schweizerischen Brauchtums mit Volksliedern und -tänzen. «Unsere Trachtengruppe verkörpert ein Stück Heimat und gehört einfach zu Höngg», stellt Präsidentin Gaby Heidelberger klar, deren Mutter Lina Hafner damals zu den Mitbegründerinnen der Trachtengruppe gehörte.