Kategorie: Höngger Fauna

  • Entdecke die Höngger Mauersegler mit dem Natur- und Vogelschutzverein

    Entdecke die Höngger Mauersegler mit dem Natur- und Vogelschutzverein

    Der Mauersegler verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft – sogar im Schlaf. Das und andere erstaunliche Fakten über die rasanten Flieger, kleine Spiele sowie Rätsel und Tipps präsentiert der Natur- und Vogelschutzverein Höngg (NVV) an seinem Naturspaziergang für Kinder. Auf dieser Exkursion wird die Welt dieser faszinierenden Flugkünstler erforscht. Die spannende Beobachtungstour im Quartier wird von Margret Müller geleitet.

    Die Platzzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten. Der NVV empfiehlt, wettergerechte Kleidung anzuziehen sowie eine Trinkflasche und eventuell einen Feldstecher einzupacken. Bei Regen oder starkem Wind findet der Naturspaziergang nicht statt.

    Der Naturspaziergang

    Freitag, 12. Juni,
    17–19 Uhr
    Anmeldung bis 9. Juni:
    margret.mueller@hispeed.ch
    Treffpunkt:
    Meierhofplatz

  • Ein Besuch beim Vogelkonzert im Höngger Wald

    Ein Besuch beim Vogelkonzert im Höngger Wald

    Der Gesang der Vögel ist im Frühjahr besonders ausgeprägt zu hören. Er ist für die Vögel ein wichtiger Teil bei der Balz. Die Vogelmännchen versuchen durch lauten, auffallenden oder abwechslungsreichen Gesang die Weibchen zu beeindrucken. Der beste Sänger hat die besten Chancen auf dem «Heiratsmarkt».

    Eine wichtige Funktion

    Der Gesang hat eine weitere wichtige Funktion, er dient auch der Reviermarkierung. Früh im Jahr sind vor allem die Standvögel zu hören, später beteiligen sich auch die Vögel, die aus ihren Winterquartieren zurückkehren. Das Vogelkonzert wird täglich intensiver und vielfältiger.

    Die Leitung des Naturspaziergangs haben Claudia Reusch, Verena Steinmann, Claudia Rhiner und Irmgard Eisenring.

    Naturspaziergang

    Sonntag, 12. April, 7–9 Uhr
    Treffpunkt: Haltestelle ETH Hönggerberg, Bus Nr. 69, 80
    Offen für alle, ohne Voranmeldung
    Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt

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  • Ein Sonntagvormittag bei den Spechten

    Ein Sonntagvormittag bei den Spechten

    Spechte sind nicht nur wegen ihres Aussehens und ihres Verhaltens faszinierende Vögel. Sie haben auch eine besonders enge Beziehung zu Bäumen und gelten als wichtige Zeiger für den ökologischen Zustand eines Waldes. Je mehr Spechtarten in einem Wald vorkommen, desto grösser ist in der Regel auch die Vielfalt anderer Vogelarten und Lebewesen.

    Einblicke in die Lebensweise der Vögel

    Während eines gemeinsamen Spaziergangs mit dem hiesigen Natur- und Vogelschutzverein besuchen die Teilnehmenden verschiedene Bäume mit Spechthöhlen und erhalten Einblicke in die Lebensweise dieser Vögel. Dabei wird auch besprochen, welche körperlichen Anpassungen den Spechten das Leben an Baumstämmen und in der Vertikalen ermöglichen.

    Apéro am Waldrand

    Unterwegs wird besonders auf die Stimmen der Spechte geachtet. Die Tiere kommunizieren auf unterschiedliche Weise miteinander: Sie trommeln, klopfen und rufen; bei einigen Arten kommt sogar eine Art Gesang vor. Zum Abschluss der Spurensuche sind die Teilnehmenden zu einem kleinen Apéro am Waldrand eingeladen. Die Leitung übernehmen Claudia Reusch, Verena Steinmann, Claudia Imfeld und Christian Sigrist.

    Der Naturspaziergang

    Sonntag, 22. März, 9–11 Uhr.
    Treffpunkt: Ecke Michelstrasse/Kappenbühlstrasse, Haltestelle Friedhof Hönggerberg, Bus 38.
    Offen für alle – ohne Voranmeldung.
    Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
    Weitere Infos 

  • Frühlingserwachen im Stadtwald: So war der Waldputztag 2026

    Frühlingserwachen im Stadtwald: So war der Waldputztag 2026

    1710 Kinder aus 84 Klassen, über 200 Begleit- und Lehrpersonen, ein Ziel: den Wald von Müll befreien. Am vergangenen Mittwochmorgen war es soweit. Zwar lag über dem städtischen Frühlingswald ein grauer Schleier, doch die Kinder liessen sich davon nicht beirren.

    Mit Handschuhen und Abfallsäcken machten sie sich daran, den Wald von Abfall zu befreien. Auch am Käferberg und im Höngger Wald waren Gruppen unterwegs. Je voller die Säcke wurden, desto blauer wurde der Himmel.

    Was die Kinder zwischen Herbstlaub und Unterholz fanden, war wieder erstaunlich: ein altes Velo, ein Armband, ein Ring, ein Sack mit rostigen Bohrmaschinen, eine Sichel und eine Sammlung alter Bierdosen.

    1290 Kilogramm Abfall

    Neben Kuriositäten lag jedoch vor allem das «Übliche» im Wald: Metallteile, Plastikverpackungen, Flaschen, Dosen, Taschentücher und jede Menge mehr – insgesamt wurden 1290 Kilogramm Abfall gesammelt und fachgerecht entsorgt.

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    Skurrile Funde beim Waldputztag

    Auch die Natur liess sich entdecken und bestaunen: Die Schlüsselblumen und Buschwindröschen blühen schon an vielen Orten, der Bärlauch spriesst und das eine oder andere Waldtier liess sich blicken. Es wurde von Rehen und Eichhörnchen berichtet. Als besonderes Highlight wurden dieses Jahr zwei Feuersalamender in einem Bachtobel entdeckt.

    Quelle: Grün Stadt Zürich

  • Wenn Frösche wandern, ist Vorsicht geboten

    Wenn Frösche wandern, ist Vorsicht geboten

    Wie die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) in einer Medienmitteilung informiert, ist mit den ersten milden und feuchten Nächten die Wanderungszeit der Amphibien angebrochen. Kröten, Frösche und Molche machen sich nun auf den Weg zu den Laichgewässern. Dabei legen sie, so die Medienmitteilung, Strecken von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern zurück und überqueren notgedrungen auf ihrem Weg auch einige Strassen.

    Diese werden nicht selten zur tödlichen Falle für die Tiere: Sie werden überfahren oder durch den bei der Vorbeifahrt der Fahrzeuge entstehenden Unterdruck tödlich verletzt.

    Das Frosch-Taxi

    In diesem Zusammenhang sind, so die Medienmitteilung, nun täglich Tierschutzhelferinnen und -helfer abends und in den frühen Morgenstunden im Einsatz, um Amphibien entlang ihrer Wanderstrecken einzusammeln und sie über die Strasse zu tragen. Die SUST spricht von einem Frosch-Taxi.

    Autofahrenden rät die Stiftung, Hinweisschilder zu beachten und wenn möglich abends und nachts diejenigen Strassen zu meiden, die mit dem Frosch-Warndreieck gekennzeichnet sind. Eine aufmerksame Fahrweise und eine Reduktion des Tempos sind ebenfalls hilfreiche Massnahmen, um die Sicherheit der Tiere zu erhöhen.

    Falls Wanderrouten angetroffen würden, die noch ungeschützt sind oder viele überfahrene Tiere zu sehen sind, gebe es auch die Möglichkeit, bei der Gemeinde beziehungsweise der Stadt nach Schutzmassnahmen zu fragen.

    Höngger Frösche haben einen schweren Stand

    Wie aber ist die Situation in Höngg? Gibt es hier im Quartier bekannte Wanderrouten? Und was lässt sich hier unternehmen, um die quakenden Gesellen zu unterstützen? Wie Benjamin Kämpfen vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg auf Anfrage der Redaktion erklärt, sei in Höngg bei den meisten Strassen das Verkehrsaufkommen so gross, dass «sowieso keine grösseren Populationen überleben können.» Es sei jedoch dennoch sinnvoll, besonders in warmen, feuchten Frühlingsnächten Ausschau zu halten.

    Eine heikle Stelle sei etwa die Michelstrasse auf der Höhe des Friedhofs. Hier habe er, so Kämpfen, bereits überfahrene Erdkröten angetroffen, weswegen an dieser Strasse sicher besondere Vorsicht geboten sei. Generell sei es schwierig, in dieser Hinsicht aktiv zu werden, da die Zeiten der Wanderungen sehr variabel und nur kurzfristig vorhersehbar seien.

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    Frisches Essen aus dem Garten

  • Der Tierpark Waidberg steht vor der Fusion

    Der Tierpark Waidberg steht vor der Fusion

    In den vergangenen beiden Jahren war beim Tierpark Waidberg im Kreis 10 einiges in Bewegung: Die unsichere Finanzierung und eine fehlende Nachfolge bei der Tierpflege liessen noch 2024 die Schliessung des Tierparks befürchten.

    Das Unheil liess sich jedoch noch einmal abwenden: Letztes Jahr konnte der Vorstand an der Generalversammlung nicht nur einen Nachfolger für Tierpfleger Hans Nikles vorstellen, sondern auch über die bereits fortgeschrittenen Plänen einer möglichen Fusion mit dem Verschönerungsverein Zürich (VVZ) berichten.

    Wird die Fusion genehmigt?

    Nun ist wiederum ein Jahr vergangen und der Fusionsvertrag einer Kombinationsfusion zwischen den beiden Vereinen fertiggestellt. Fehlt nur noch die Genehmigung der Vereinsmitglieder: An der Generalversammlung vom 19. März können nun sowohl die Mitglieder des Fördervereins Tierpark Waidberg als auch die Mitglieder des Verschönerungsvereins Zürich der Fusion zustimmen und den Vertrag genehmigen.

    Direkt im Anschluss an die beiden Generalversammlungen ist dann die Gründungsversammlung des neuen Vereins: «Verein Naturerlebnis und Hirschpark Zürich» (VNHZ) geplant.

  • Moosvielfalt: Ein Naturspaziergang mit dem Natur- und Vogelschutzverein Höngg

    Moosvielfalt: Ein Naturspaziergang mit dem Natur- und Vogelschutzverein Höngg

    Moose sind omnipräsent und doch laufen wir meistens daran vorbei, schreibt der Natur- und Vogelschutzverein Höngg auf seiner Website. Auf dem kommenden Naturspaziergang im Advent kann man diese Moose genauer anschauen.

    Die Teilnehmenden nehmen die Moose im Wald unter die Lupe, schauen wie sie unterschiedlich ausschauen und entdecken eine unglaubliche Vielfalt und Schönheit dieser grünen Waldbewohner. Zudem erfährt man, was Moose von den Blütenpflanzen unterscheidet und was sie für unser Ökosystem so wertvoll macht.

    Wer hat, bringt eine Handlupe mit.

    Der Naturspaziergang

    Sonntag, 21. Dezember, 14 bis 16 Uhr
    Leitung: Sonja Hassold (Botanik Exkursionen)
    Treffpunkt: Haltestelle ETH Hönggerberg, Bus Nr. 69, 80
    Offen für alle – ohne Voranmeldung – die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt

    Weitere Informationen: nvvhoengg.ch 

  • Biene Maja im Konkurrenzkampf?

    Biene Maja im Konkurrenzkampf?

    Mitte September hat die Stadt Zürich bekannt gegeben, die Honigbienenhaltung auf städtischem Boden nicht mehr weiter zu fördern. Wer auf Stadtgebiet einen Honigbienenstand betreibt, darf diesen zwar auch in Zukunft noch weiterführen, solange der Pachtvertrag läuft. Doch wenn ein Vertrag ausläuft oder gekündigt wird, werden keine neuen Bienenstände mehr bewilligt. Grün Stadt Zürich empfiehlt daher, in Zukunft keine neuen Bienenstände auf städtischen Grundstücken zuzulassen. Bereits bestehende Bienenstände sollen in Gebieten, wo Wildbienen Vorrang haben, entfernt werden, wenn der Pachtvertrag beendet wird.

    Begründet wird der Entschluss mit dem Ziel der Stadt, die «Vielfalt im Siedlungsraum zu fördern und dem Insektensterben entgegenzuwirken». Denn genau dieses Ziel sieht die Stadt Zürich durch die Honigbienen gefährdet – genauer gesagt: die Biodiversität der Wildbienen. Dabei beruft sie sich auf eine kürzlich veröffentlichte Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL).

    Nicht genug Nahrung für alle?

    In der Schweiz leben rund 600 verschiedene Wildbienenarten, in Zürich sind rund 215 verschiedene Arten zu finden – über die Hälfte davon ist gefährdet. Wie ihre domestizierten Verwandten ernähren sich auch die Wildbienen von Pflanzennektar und sind als Bestäuberinnen für das Ökosystem von grosser Bedeutung. Anders als die Honigbienen leben sie jedoch meistens solitär und sind oft nur an wenigen Standorten und in sehr kleinen Populationen zu finden. Meistens sind die einzelnen Arten auf jeweils eine bestimmte Blütensorte spezialisiert.

    Gleichzeitig ist in den vergangenen Jahren die Zahl der Honigbienen stetig gewachsen: Allein in der Stadt Zürich wurden im Jahr 2024 rund 200 Bienenstände registriert, schweizweit wurde zwischen 2012 und 2018 fast eine Verdoppelung der Stände gezählt. Dieses Ungleichgewicht könnte zu einer Nahrungskonkurrenz zwischen Honig- und Wildbienen führen, so die Studie der WSL. Deswegen sei eine Regulierung unumgänglich.

    Ein Herz für Bienen – und Wildbienen

    Wie aber sehen diejenigen die Situation, die hier direkt angesprochen werden – die Imkerinnen? Dazu gehören etwa Carlos und Ruth Guillen. Sie haben bereits vor über 30 Jahren im Rütihof einen Bienenstand übernommen, einige Jahre später konnten sie auch das dazugehörige Land erwerben. Ihr Freund Klaus Müller ist ebenfalls Imker, und zwar mitten in der Stadt, im Kreis 4. Direkt betroffen von der Entscheidung sind die drei zwar vorerst nicht – die Guillens können über ihren Bienenstock frei verfügen, weil er sich auf Privatgrund befindet, bei Müller würde sich allenfalls etwas ändern, wenn er sein Bienenhäuschen weitergeben würde.

    Dennoch bedauern sie die Entscheidung der Stadt. «Die Äusserungen der Stadt haben bei uns schon für ein wenig Aufruhr gesorgt», erklären sie. Schliesslich lägen ihnen nicht nur die Zukunft der eigenen Bienenvölker, sondern auch die Biodiversität und die Wildbienen am Herzen. Nicht umsonst haben die Guillens deshalb bereits vor rund 20 Jahren vor ihrem Imkerhäuschen ein «Wildbienenhotel» aufgestellt. «Wir beobachten auf unserem Grundstück sicher sechs, sieben verschiedene Wildbienenarten», schwärmt Carlos Guillen.

    Gut gemeint, aber nicht gut gemacht

    Es sei zwar durchaus denkbar, dass die Honigbiene in bestimmten Situationen zur Konkurrenz für die Wildbiene werde, räumen alle ein. Schliesslich weise die Schweiz eine der höchsten Bienendichten der Welt auf. Dennoch seien die Massnahmen der Stadt in ihren Augen nicht wirklich nachhaltig. Denn erstens sei es gar nicht so einfach, die Entwicklung der Wildbienenpopulation zu untersuchen. Eine umfassende Studie über die Lebensräume und die Verteilung der Wildbienenpopulation auf Stadtgebiet fehle bisher. Die sei aber notwendig, um zu erkennen, wo Fördermassnahmen am meisten Sinn machten.

    Darüber hinaus hätten sie sich primär andere Massnahmen gewünscht. So sei es immens wichtig, das Nahrungsangebot für Insekten zu erhöhen – etwa, indem noch mehr Flächen mit Wildblumen bepflanzt werden. Dafür gäbe es in der Stadt noch grosses Potenzial. «Neben der Nahrung sind es vor allem aber auch die fehlenden Brutgelegenheiten, die den Wildbienen Probleme bereiten», so Ruth Guillen. Insbesondere die bodennistenden Arten hätten in der Stadt einen schweren Stand. Versiegelte Böden und Steingärten seien nicht gerade förderlich.

    Und in punkto Bestandsreduktion, so ein weiterer Gedanke, könnte die Stadt vielleicht auch dafür sorgen, dass auf städtischen Grundstücken nur Imkerinnen eine Bewilligung erhalten, die weniger als 20 Bienenvölker haben. «Für die Biodiversität wäre es zudem ein grosser Gewinn, wenn die städtischen Miet- und Pachtverträge sich auf die Haltung der ebenfalls vom Aussterben bedrohten einheimischen Honigbienenart beschränken würde.»

    Lieber Kooperation als Konfrontation

    Ein grösseres Problem als in der Stadt sehen die drei ohnehin auf dem Land. «In der Stadt herrscht eine künstliche Atmosphäre, hier ist es schwieriger, für den Erhalt von Wildtierarten aktiv zu werden. Auf dem Land aber, wo tatsächlich viel Potenzial wäre, werden kaum Massnahmen ergriffen», erklärt Müller. Man könne das Vorgehen der Stadt daher fast schon als Stellvertreterübung bezeichnen. Zu guter Letzt empfinden es die drei Bienenfreunde auch als verletzend, dass durch die Entscheidung und die Art der Kommunikation die Imker*innen zu einem «Feindbild» stilisiert worden seien. «Wir hätten es begrüsst, wenn die Stadt auf uns zugekommen wäre und versucht hätte, gemeinsam mit uns nach Lösungen zu suchen.»

  • Zeitumstellung: Vorsicht Wild!

    Zeitumstellung: Vorsicht Wild!

    Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere sind nicht darauf vorbereitet, dass sich unsere Rushhour plötzlich um eine Stunde verschiebt, schreibt die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) in einer Medienmitteilung. Doch am Sonntag, 26. Oktober, erfolgt die Umstellung auf die Winterzeit und die Uhr wird von 3 Uhr um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt.

    Insbesondere am Abend ist dann erhöhte Vorsicht geboten, wenn die Stosszeiten des Berufsverkehrs wieder plötzlich auf die Dämmerung fallen. Jene Zeit, in der sich laut SUST heimische Wildtiere aufgrund von den im Sommer abgegrasten Flächen neue Futterplätze suchen müssen und sich auf erweiterte Nahrungssuche begeben.

    Achtsam sein

    Auch bringt die Jahreszeit mit Nebel und Regenwetter zusätzlich erschwerende Sichtverhältnisse mit sich. Alles Gefahren, die jedes Jahr zu einem Anstieg an Wildunfällen führen, wie die SUST schreibt.

    «Seien Sie deshalb in der Nähe von Wäldern und Feldern äusserst achtsam und drosseln Sie die Geschwindigkeit», rät Tierschützerin Susy Utzinger. «Tauchen Tiere am Strassenrand auf: Stark abbremsen und das Fernlicht ausschalten. Und denken Sie daran: Wenn ein Tier die Strasse überquert, folgen meist noch weitere.» 

    Quelle: Medienmitteilung SUST

  • Die älteste Nutzpflanze wächst im Rütihof

    Die älteste Nutzpflanze wächst im Rütihof

    Wenn Roger Urs Bottlang von Hanf zu sprechen beginnt, gerät er ins Schwärmen. Der «Höngger» trifft ihn im Rütihof auf einem Feld – einem Hanffeld notabene. Hier baut Grün Stadt Zürich in Kooperation mit der Firma Harmonius GmbH in diesem Sommer Nutzhanf an. Eine ideale Gelegenheit, um sich über die Vorzüge dieser Pflanze auszutauschen. Und da hat Bottlang so einiges zu erzählen. Denn Hanf, so wird schnell klar, ist ein Multitalent.


    Das Hanffeld beim Rütihof. (Foto: das)

    Zunächst mal ist die Pflanze sehr vielseitig verwendbar – als Nahrungsmittel, als Faser für die Produktion von Textilien – und sogar Mercedes und Porsche profitieren davon. Sie verarbeiten Fasern und Hanfschäben zu Türverkleidungen und Armaturenisolationen. Sogar wer mit seinem Körpergewicht unzufrieden ist, kann zu Hanf greifen: Mit dem regelmässigen Konsum von einigen Esslöffeln Hanfsamen vor jeder Mahlzeit, so Bottlang, könne man einfacher sein Traumgewicht erreichen. Selbst Tiere profitieren vom Hanfkonsum – zum Beispiel in Form einer Wurmkur.

    Die Menschen erkannten den Nutzen dieser Pflanze bereits sehr früh: «Hanf oder Sativa, wie er auf Lateinisch heisst, ist die älteste Kulturpflanze der Welt», erklärt Bottlang. «Schon vor 12 000 Jahren dienten Hanfsamen den Menschen als Nahrungsmittel. Und mit den Fasern wurden Seile und Kleider gefertigt.» Auch in Pyramidengräbern wurden bereits kleine Beutel mit Hanfsamen gefunden, die sogar noch keimfähig waren. Und Cleopatra badete in Hanföl für eine schöne und junge Haut.

    Lange Zeit verboten

    Heute ist Hanf ein absolutes Nischenprodukt. Nach Angaben des Bundesamts für Landwirtschaft wurden 2023 schweizweit 112 Hektaren Hanf angebaut. Eine verschwindend geringe Menge, vergleicht man sie etwa mit Weizen: Hiervon werden pro Jahr zwischen 70- und 80 000 Hektaren in der Schweiz produziert.

    Das liege unter anderem daran, so Bottlang, dass der Anbau der Pflanze lange Zeit verboten war. Ab den 1920er-Jahren begann zuerst in den USA die Politik, Hanfanbau zu verbieten. Und das primär nicht etwa wegen der berauschenden Wirkung des Marihuanas, so erzählt Bottlang, sondern eher wegen der Konkurrenz zu synthetischen Fasern. Hanf als Droge habe lediglich als Vorwand gedient, um den Anbau zu stoppen.

    Auch in der Schweiz wurde der Anbau von Hanf verboten. Erst gegen die Jahrtausendwende wurden die Gesetze wieder gelockert und die Produktion von Hanf wurde wieder erleichtert – sofern sich der THC-Gehalt in einem Wert von unter einem Prozent bewegt.

    Hanfsamen als Nahrungsmittel

    Nun wächst in diesem Sommer also auch im Rütihof Hanf. Angebaut wird der Hanf hier für die menschliche Ernährung. Vier Hektar gross ist das Feld, Ende Mai wurde der Hanf angepflanzt, bald ist er reif, dann werden die Samen geerntet. Der Ertrag liege in der Regel bei 300 bis 1000 Kilogramm Samen pro Hektar, erklärt Bottlang. Pflanzung, Pflege und Ernte erfolgen durch Grün Stadt Zürich, die Samen gehen dann zu Bottlang. Geerntet wird mit einem Drescher. Danach geht es schnell zum Trocknen und Reinigen, sonst verschimmeln sie in kürzester Zeit. Dann werden sie gelagert und bei Bedarf geschält.

    Ein tofu-ähnliches Medaillon, das etwa für eine Bolognese oder ein Zürcher Geschnetzeltes verwendet werden kann, ist das jüngste Produkt, das aus dem hiesigen Hanf entsteht. Bottlang verkauft zudem auch rohe Hanfsamen, kaltgepresstes Hanfnussöl, hochwertiges Protein und zahlreiche weitere Produkte. Seine Mission ist es, die Pflanze wieder bekannter zu machen – als nachhaltiges und regionales, vielseitig verwendbares landwirtschaftliches Produkt.

    Hanf – drei Nutzungen

    Ernährung: enthält praktisch kein THC, reich an Eiweiss, Omega-Fettsäuren und Mineralstoffen. Grundlage für Samen, Öl und pflanzliche Proteine.

    Medizin: spezielle Sorten mit höheren Gehalten an THC (psychoaktiv) oder CBD (nicht berauschend, therapeutisch wirksam).

    Industrie: liefert Fasern und Holz für über 1000 Anwendungen – von Textilien und Baustoffen bis zu Papier und Bioplastik.