Kategorie: ETH Hönggerberg

  • Neues Physikgebäude wird teurer

    Neues Physikgebäude wird teurer

    Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) zieht in ihrem aktuellen Bericht die Schlussfolgerung, dass die ETH Zürich beim Bau ihres neuen Forschungslabors auf dem Hönggerberg nicht sparsam vorgehe. Konkret betrifft die Kritik das neue Physikgebäude HPQ. Das berichten diverse Medien.

    Ursprünglich waren für den Bau 311 Millionen Franken vorgesehen. Bald wurde jedoch klar, dass diese Summe nicht ausreichen würde und der Bundesrat genehmigte daraufhin 339 Millionen Franken. Inzwischen liegt das Projekt bei 387 Millionen Franken, wie es heisst.

    Die EFK kritisiert insbesondere die Projektwahl: Das Siegerprojekt des Zürcher Architekturbüros Ilg Santer Architekten überzeuge primär durch seine architektonischen und städtebaulichen Qualitäten. Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Funktionalität seien jedoch zu wenig berücksichtigt worden.

    Die ETH Zürich zeigt Verständnis für die Kritik und erklärt in den Medien auf Anfrage, dass die unzureichende Gewichtung der Wirtschaftlichkeit aus heutiger Sicht nachvollziehbar sei. Dennoch sei das gewählte Projekt für ein spezialisiertes Forschungsgebäude geeignet und erfülle höchste technische Anforderungen.

    Auch die Empfehlungen der Finanzkontrolle hinsichtlich möglicher weiterer Kostensteigerungen werde man teilen und weiterverfolgen. Die ETH betont jedoch, dass keine Verfahrensfehler oder Verstösse gegen interne Richtlinien festgestellt wurden.

    Laut der ETH werden die Mehrkosten über das reguläre Budget gedeckt. Die Hochschule führt die Kostensteigerung vor allem auf die ausserordentliche Teuerung der letzten Jahre zurück.

  • Neugestaltung der Wolfgang-Pauli-Strasse

    Neugestaltung der Wolfgang-Pauli-Strasse

    Als verbindende Achse zwischen Höngg und Affoltern führt die Wolfgang-Pauli-Strasse quer über den Campus Hönggerberg. Die nach dem Physik-Nobelpreisträger und ehemaligen ETH-Professor benannte Strasse ist ein zentraler Bestandteil der Campus-Infrastruktur.

    Wie die ETH Zürich mitteilt, soll nach der Sanierung diese Verbindungsstrasse – die Planauflage dauerte vom 15. Januar bis 15. Februar – für alle Verkehrsteilnehmenden noch sicherer werden und sie soll künftig grüner, biodiverser und zukunftstauglicher in Bezug auf die Klimaveränderungen und Mobilität sein.

    So sind sogenannte Schwammstadt-Elemente, die das Regenwasser sammeln, geplant für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser, und die Bepflanzung ist im Rahmen eines Partizipationsverfahrens mit Vertretenden aus der Nachbarschaft festgelegt worden.

    Die Barrierefreiheit – also die Gestaltung der Hochschule, die allen Personen einen möglichst uneingeschränkten Zugang zu Gebäuden und Dienstleistungen ermöglicht – ist ein weiteres wichtiges Ziel für die ETH Zürich.

    Der Baustart für die Sanierung der Wolfgang-Pauli-Strasse ist für März 2026 geplant, mit einer Fertigstellung bis Ende 2027. Die ETH-Zürich informiert regelmässig über verschiedene Kanäle über das Bauprojekt.

    Quelle: ETH Zürich

  • Cyborgs, Eiweissklumpen und Stressvererbung

    Cyborgs, Eiweissklumpen und Stressvererbung

    «Treffpunkt Science City» ist das kostenlose, öffentliche Bildungsangebot der ETH Zürich für alle Generationen. Die Vorträge an den Erlebnissonntagen richten sich an Erwachsene. Parallel dazu gibt es für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren das «Jugendlab», und die ETH-Kinderuniversität bietet diverse Angebote für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren.

    Das Frühlingsprogramm im Jahr 2025 hat das Motto «Am Puls der Gesundheit». Die Vorträge an den Erlebnissonntagen behandeln unterschiedlichste Aspekte der menschlichen Gesundheit:

    Das Tattoo misst den Blutzucker

    Am 16. März geht es los. An diesem ersten Erlebnissonntag dreht sich alles um Technik in der Medizin. Es ist die Rede von Mikrorobotern, die als Helfer im Körper eingesetzt werden oder von wertvollen Maschinen wie Roboter-Prothesen, die aber auch Fragen aufwerfen, was mit künstlicher Intelligenz und Robotik alles möglich wird.

    Noé Brasier, Mediziner und ETH-Dozent für Translationale Medizin, erzählt von neuen, tragbaren Sensoren, die es ermöglichen sollen, Körperflüssigkeiten wie Schweiss, Atem, Speichel oder Tränen zu analysieren. Die nächste Generation von den sogenannten «Wearables» kann Messungen auf molekularer Ebene durchführen, ähnlich einer Blutanalyse.

    Das erfolgt nicht invasiv und stetig. Die Vielfalt der möglichen Geräte reicht von Schnullern, die messen, ob Kleinkinder dehydriert sind, bis zu Tattoos, die den Zuckerspiegel anzeigen.

    Jeder Mensch ist einzigartig

    Eine Woche später findet der zweite Erlebnissonntag statt, diesmal mit dem Thema «Volkskrankheiten». Krebs, Diabetes, Stress – viele sind betroffen. Von der Vererbung von Stress über den Umgang mit Angst, bis hin zu Metastasen und Mammografien: Diese Vorträge bieten tiefere Einblicke.

    Bei Diagnose und Behandlung spielt auch das Geschlecht eine Rolle. Diesem Thema geht der Vortrag «Eine Frage des Geschlechts» nach. Lange Zeit galt der Mann in der Medizin als Prototyp, doch Frauen sind keine «kleinen Männer». Herzinfarkte äussern sich bei ihnen oft anders, Depressionen und Migräne werden häufiger diagnostiziert.

    Diesen und weiteren Unterschieden widmet sich die Gendermedizin. Beatrice Beck Schimmer, Professorin für Anästhesiologie an der Universität Zürich und Direktorin Universitäre Medizin Zürich, erläutert, was das für Patient*innen im Hinblick auf Diagnosen und Behandlungen bedeutet.

    2500 eingefrorene Stuhlproben

    Am 6. April wird Übersicht geschaffen, wie wir möglichst lange gesund und aktiv bleiben, sowohl im Körper wie im Geist. Schlaf, Bewegung und Ernährung sind entscheidend. So widmet sich einer der Vorträge dem «bedrohten Ökosystem im Darm». Je grösser die Vielfalt an Mikroorganismen im Darm, desto besser für den Menschen. Doch Stress, verarbeitete Lebensmittel und Antibiotika bedrohen sie.

    Besonders wertvoll ist darum das Mikrobiom von Menschen, die fernab der industrialisierten Welt leben. Sie haben weniger von jenen Bakterien, die oft zu Krankheiten führen. Das macht sie für die Forschung interessant. So entstand der Tresor für Stuhlproben (Microbiota Vault).

    Adrian Egli, Professor für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Zürich, ist Teil dieses Pilotteams. Rund 2500 Stuhlproben aus aller Welt sind bereits in Zürich eingefroren, um die Diversität menschlicher Bakterien zu bewahren. Können sie helfen, neuartige Therapien gegen Krebs, Adipositas oder Diabetes zu entwickeln?

    Es bedarf keiner Anmeldung, um die Vorträge zu besuchen. Auf der Website der ETH Zürich ist das vollständige Programm aufgelistet.

    Quelle: ethz.ch

    Erlebnissonntage im Frühling

    16. März: Medizin und Technik Hand in Hand

    23. März: Volkskrankheiten

    6. April: Rundum gesund

     

    Gesamtes Programm: ethz.ch

  • Treffpunkt Science City im 2025

    Treffpunkt Science City im 2025

    Der Treffpunkt Science City war auch in diesem Jahr ein grosser Erfolg. Laut der Website der ETH Zürich konnten alleine im Herbst bei den «Wunderstoffen» rund 10’000 Gäste gezählt werden. Nun wurden die nächsten Erlebnissonntage angekündigt. Die Schwerpunkte sind Medizin und Gesundheit.

    Gesundheit sei das wertvollstes Gut, schreiben die Verantwortlichen von ETH Treffpunkt Science City im Newsletter. Das merke man besonders dann, wenn sie beeinträchtigt sei. Daher wolle man die neusten Entwicklungen rund um Gesundheit, Prävention und Spitzenmedizin thematisieren.

    Die Erlebnissonntage am 16. März, 23. März und 6. April drehen sich laut Newsletter um Fragen wie: Gibt es die perfekte Diät für ein langes Leben? Sind Stress und Traumata in die Wiege gelegt? Tragbare Sensoren analysieren Schweiss, Atem oder Tränenflüssigkeit – welche Hinweise liefern sie über unsere Gesundheit? Ausserdem: Neues aus der Krebs- und Alzheimerforschung.

    Das Programm mit Vorträgen, Demos, Führungen und dem Kinder- und Jugendangebot wird Mitte Februar auf veröffentlicht.  

    Quelle: ETH Treffpunkt Science City

  • In der Grube auf dem Hönggerberg

    In der Grube auf dem Hönggerberg

    Um Physiklabore vor Umwelteinflüssen wie Erschütterungen, Temperaturschwankungen oder Magnetfeldern abzuschirmen, ist ihre Erstellung tief in der Erde sinnvoll. Dort können hochsensible Experimente stattfinden. Die ETH Zürich baut seit rund zwei Jahren auf dem Hönggerberg ein solches Physikgebäude mit dem Kürzel HPQ (die «Höngger Zeitung» berichtete). Es sei, wie die ETH damals mitteilte, das baulich komplexeste Projekt, das sie je realisiert habe. Das Gebäude wird nach den Plänen der Ilg Santer Architekten in Zürich erstellt.

    In den Fels hinein

    An der Wolfgang-Pauli-Strasse, dort, wo einst die Huber-Pavillons standen, klafft nun eine gigantische viereckige Grube. Die Baustelle ist aus Sicherheitsgründen gut abgeschirmt und bei der Vorbeifahrt schwer zu sehen. Ein Eindruck des Ausmasses entsteht, wenn die Grube von oben betrachtet wird, etwa vom benachbarten HIT-Gebäude – oder von ganz unten in der Baugrube. Daniel Baum, Gesamtprojektleiter HPQ bei der Abteilung Immobilien der ETH Zürich, und die Fachstelle Campus Community Relations luden die «Höngger Zeitung» auf eine Führung ein. Seit knapp sieben Jahren ist Baum in das Projekt involviert.

    Die Bauarbeiten gehen voran. Wenn auch leicht verzögert: «Der Baugrund war massiver und daher musste der Terminalplan nach hinten verschoben werden», erklärt Baum. Planmässig wäre die finale Tiefe bereits Mitte des Jahres erreicht gewesen. Das sei nun im nächsten Frühling der Fall, so Baum. Die Grube hat aktuell, von der Wolfgang-Pauli-Strasse aus gerechnet, eine Tiefe von 20 Metern, 8 weitere Meter folgen. «Wir graben in den Fels hinein.» Das habe aber auch einen entscheidenden Vorteil: «Die Bodenplatten des Gebäudes werden im Fels verankert.» Auf ihnen werden künftig die Labore für sensible Experimente gebaut.

    Um Vibrationen minimieren zu können, werden diese Laborbereiche schwingungsarm auf gefederten Sockeln gelagert. Die Anforderungen an die Vibrationsarmut sind bei diesen Laboren sehr hoch. Zum Vergleich: Stellt man sich vor, welche Vibrationen ein Mensch noch spüren kann, so dürfen in den speziellen Laboren 130-mal weniger Vibrationen gemessen werden, um die gewünschten Resultate bei den Experimenten nicht zu gefährden. Grosse Störfaktoren sind beispielsweise die am zukünftigen Gebäude vorbeifahrenden Busse.

    Ein Pool im Berg

    Auffallend an der Grube sind die massiven Rohre, die an den Ecken befestigt sind. Es handelt sich um sogenannte Baugrubenspriessungen, die den Druck stabilisieren. «Wir haben hier sehr hohes Grundwasser», erklärt Baum. Dieses wird fortlaufend abgepumpt: «Stellen Sie sich einen Pool vor, bei dem das Wasser aussen ist, aber von innen abgepumpt wird.» Man baue das Gebäude quasi in den besagten Pool hinein, so Baum. Die Baugrubenspriessungen werden mit dem künftigen Bau des Gebäudes nach und nach abgebaut.

    Doch nicht nur die Labore sind der Grund für das tiefe Graben, sondern auch das gesamte Volumen des Gebäudes. So gehören überirdisch angelegte Labor- und Bürogeschosse, ein öffentliches doppelgeschossiges Erdgeschoss und ein Dachgeschoss mit Haustechnikaufbauten dazu. In Zahlen: 15 294 Quadratmeter Arbeitsfläche werden auf 13 Geschossen untergebracht. Hinter dem Gebäude entsteht zudem der neue Teil des Flora-Ruchat-Roncati-Gartens mit einem Teich, der auch als Rückhaltebecken bei Starkniederschlägen dient.

    Eine Gemeinschaft

    In sechs Jahren soll das neue Physikgebäude, das nach den Energiestandards Minergie ECO sowie SGNI-Gold erschaffen wird und mit 311 Millionen Franken budgetiert ist, eröffnet werden. Nicht nur eine lange Zeit für Baum, sondern auch für die Angestellten, die in diversen Funktionen bei dem Bau engagiert sind. Aktuell seien es, so Baum, rund 30 Bauarbeiter vor Ort und insgesamt über 100 Personen aus Planungsteams, Spezialisten und ETH-internen Teams, die am Projekt beteiligt sind. Wenn der eigentliche Bau des Gebäudes beginnt, steige auch die Anzahl der auf dem Bau arbeitenden Personen. Die Dauer des Projekts sei für alle eine Herausforderung, aber das Engagement sei gross und es entstehe eine Gemeinschaft.

  • Von der Plastikflasche bis zum Bio-Implantat

    Von der Plastikflasche bis zum Bio-Implantat

    Seit Urzeiten verwendet der Mensch Materialen, Werkzeuge und Hilfsmittel, um sich in der Umwelt zu behaupten. Waren es zu Beginn natürliche Materialien, welche verwendet wurden, sind es heute auch künstlich hergestellte Materialien, die zu Innovationen verhelfen. An insgesamt sechs Veranstaltungen widmet sich die ETH in diesem Herbst im Rahmen ihrer beliebten öffentlichen Veranstaltungsreihe «Treffpunkt Science City» dem Thema.

    Die Erlebnissonntage

    Der erste Erlebnissonntag am 27. Oktober steht unter dem Titel «Vom Neandertaler zum Homo plasticus». Dabei geht es in sechs Vorträgen etwa um Materialien, die die Welt verändern, den Rohstoff Holz, die Wiederverwertung von Abfällen, die Problematik von Chemikalien wie PFAS, den Siegeszug des Plastiks und die Selbstheilungskräfte bestimmter Materialien.

    Im Jugendlab werden Biokunststoffe genauer unter die Lupe genommen und die jüngsten Besucher*innen können in verschiedenen Werkstätten mit Materialien experimentieren. Demonstrationen und Führungen runden die Informationsveranstaltung ab.

    Weitere Erlebnissonntage finden am 3. (Ultraleicht, ultrafest und ultraschnell), 17. (Giftige Stoffe, gesunde Lösungen) und 24. November (Alles schön im Kreislauf halten) statt.

    Treffpunkt Science City

    Herbstprogramm 2024 «Wunderstoffe»: Neue Materialien sollen die Probleme der Menschheit lösen. Wie werden wir schädliche Substanzen los, die Mensch und Umwelt belasten? Gibt es bald Bio-Batterien, gezüchtetes Fleisch oder Implantate aus Magnesium? Entdecken Sie, wie intelligente Materialien sich selbst reparieren oder die Erderwärmung stoppen. (Quelle: ETH Zürich)

    Zur Website

  • ETH Hönggerberg: Schwermetalle im Trinkwasser

    ETH Hönggerberg: Schwermetalle im Trinkwasser

    Die ETH Zürich hat im September das Trinkwasser in allen Gebäuden mit Jahrgang 1980 und älter flächendeckend auf gesundheitsgefährdende Schwermetalle hin geprüft, wie sie auf ihrer Website schreibt.

    In den allermeisten Gebäuden sei die Wasserqualität demnach einwandfrei. Nicht auf dem Campus Hönggerberg: Bei den Gebäude HPF, HPM, HPP und HPT wurden bei vereinzelten Proben die gesetzlich vorgegebenen Höchstwerte für die Schwermetalle Blei und Nickel «teilweise deutlich überschritten».

    Für Erwachsene, die das Wasser regelmässig konsumiert haben, bestehe «kein relevantes gesundheitliches Risiko», so der ETH-Arbeitsmediziner Dr. Leonhard Sigel im entsprechenden Artikel. Aber für Schwangere, Stillende und Kleinkinder unter sechs Jahren empfiehlt er eine individuelle Risikobeurteilung im Rahmen einer betriebsärztlichen Beratung.  

    Vorsichtsmassnahmen

    Die ETH schreibt, man solle das Wasser in den betroffenen Gebäuden nicht mehr trinken. Man werde die Ursache der erhöhten Schwermetallwerte eruieren und Lösungsmassnahmen umsetzen. Die Wasserhähne in den Pausenräumen wurden bis auf Weiteres geschlossen, Aushänge weisen Mitarbeitende auf die Situation hin.

    Zum Händewaschen sei das Wasser unbedenklich, weshalb die Wasserhähne auf den Toiletten geöffnet bleiben. Als Sicherheitsmassnahme sollten Schwangere, Stillende und Kinder unter 6 Jahren das Wasser aber nicht zur Körperpflege wie beispielsweise Zahnreinigung verwenden.

    Als Sofortmassnahmen wurden sowohl vor den Toiletten als auch in den Pausenräumen Wasserspender aufgestellt.

    Quelle: ETH Zürich

  • «Höngg» erobert Bronze in Brandenburg

    «Höngg» erobert Bronze in Brandenburg

    Als vor einigen Wochen der Betonkanu-Verein auf dem Hönggerberg die Taufe der neuen Kanus feierte, gaben sich die Mitglieder ambitioniert und voller Vorfreude: Die Kanus sollten bei der 19. Deutschen Betonkanu-Regatta in Brandenburg mit einer ETH-Delegation ins Rennen gehen (die «Höngger Zeitung» berichtete).

    Die Vereinsmitglieder haben nicht zu viel versprochen: «Wir sind heil zurück aus Brandenburg an der Havel und das sogar sehr erfolgreich», sagt Tiziano Verasani, Leiter und Marketing des Betonkanu-Vereins. In der Tat: Das Team bringt die Bronzemedaille in der Kategorie «Konstruktion» auf den Hönggerberg.

    Die Konkurrenz war gross: 133 Mannschaften aus 43 Institutionen nahmen an der Regatta teil. Es sei nicht selbstverständlich, dass die kreativen und einzigartigen Kanus die Regatta heil überstanden haben, sagt Verasani.

    «Andere Teams mussten das schmerzlich erfahren. Beide unserer Kanus haben den 200 Meter langen Slalom aber mit Bravour gemeistert. Wir waren zwar nicht die schnellsten, jedoch konnten wir die Fachjury mit dem Kanu «Vera VErTHo» von unserer Innovationskraft überzeugen.»

    Die Regatta bot verschiedene Kategorien an: Neben den sportlichen Wettkämpfen konnten sich die Teams beispielsweise auch in der Nachhaltigkeit oder in der Gestaltung messen. Selbst ein «Pechpreis» wurde vergeben (dieser ging an TUI Berlin und die zwei im Vorfeld zerbrochenen Kanus). In der Kategorie «Konstruktion» siegte schliesslich die RWTH Aachen, Silber ging an die Bauhaus Universität in Weimar.

    Neben der Bronze-Medaille ist es laut Verasani das Wochenende selbst, das in Erinnerung bleibt: «Wir alle hatten einen Heidenspass und sprudeln vor neuen Ideen für die nächste Regatta!»

  • Frisches Essen aus dem Garten

    Frisches Essen aus dem Garten

    Von Laura Hohler

    Mitte Mai organisierte der ETH-Verein «SeedCity» an einem Sonntagnachmittag ein gemeinschaftliches Mahl. Ziel war es, mit Gemüse aus dem eigenen Garten auf dem Hönggerberg ein köstliches Menü herzustellen. Die Erfahrung ist da: Seit 14 Jahren gibt es auf dem ETH-Campus den Gemeinschaftsgarten, der von «SeedCity» betrieben wird. Auf dem Areal wachsen diverse Gemüsesorten, Pilze, Beeren und weitere Pflanzen. Bereits zuvor hatte man die Fläche als Garten genutzt.

    Zum gemeinsamen Essen brachten die Mitglieder allerdings einige Zutaten von zu Hause mit. «Die Ernte im Mai ist noch bescheiden», sagt Vereinsmitglied Robi Martos. Zurzeit könne aber schon Folgendes geerntet werden: Winterkefen, Spargeln, Schnittlauch, Zwiebeln, Brennnesseln, Rucola, Giersch, Rhabarber, Kohlarten, Asiasalat oder Gartenmelde.

    Förderung der Biodiversität

    Doch es ist nicht nur das Säen und Ernten, das dem Verein wichtig ist. Themen wie Nachhaltigkeit und Förderung der Biodiversität sind zentrale Anliegen. Auch für allerlei Insekten und andere Kleintiere ist die biodiverse Grünanlage ein wahrer Segen.

    So leben im Teich beispielsweise Molche, Frösche und Libellen neben verschiedenen dort wachsenden Wildpflanzen, Weiden und Stachelbeerbüschen. Auch ein Hummelhaus, ein Vogelhäuschen sowie ein Wildbienenhäuschen sind Teil des lebendigen Gemeinschaftsgartens.

    Bereits im Jahr 2011 wurde in einem Permakultur-Workshop mit Markus Pölz von den Mitgliedern und von externen Gästen ein Trockensteinbiotop errichtet, wie der Website von «SeedCity» zu entnehmen ist.

    Alle können mitmachen

    «Unser Verein hat aktuell 50 Mitglieder. Mitmachen geht zu Beginn aber auch ohne Mitgliedschaft», weiss Robi Martos, der auch ETH-Mitarbeiter ist. «Alle können so oft in den Garten kommen, wie sie möchten. Wir treffen uns spontan oder organisieren uns über unseren Chat. ETH-Mitglied müsse man auch nicht sein, um Teil des Vereins zu werden. Manche Mitglieder hätten einen Bezug zur ETH und andere würden in der Nähe wohnen, sagt Martos weiter.

    Er selbst habe durch einen Zeitungsbericht vom Verein erfahren. Dies sei für ihn eine Motivation gewesen, selbst aktiv zu werden und mitzumachen. «Wir gärtnern im Einklang mit der Natur, indem wir Kreisläufe wie Regenwasser und Kompost nutzen. Die Vielfalt an Pflanzen und unsere Biotope erfreuen Insekten wie die blaue Holzbiene oder verschiedene Libellenarten», so Martos.

    Und manchmal trifft man sich, wie eingangs erwähnt, um gemeinsam die Ernte in ein köstliches Mahl zu verwandeln. Neben einer Obstpresse gibt es zusätzlich einen Pizzaofen aus Lehm, der regelmässig für Events genutzt wird. Aber nicht an diesem Tag: Auf der Menükarte stand Gemüseeintopf mit Brot.

    Eingesandt von Laura Hohler

  • Treffpunkt Science City: Lebensräume

    Treffpunkt Science City: Lebensräume

    Rund 10 000 Gäste haben beim Herbstprogramm von «Treffpunkt Science City» zum Thema «Der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz» für volle Hörsäle  und Workshops gesorgt.

    Das Frühlingsprogramm wird diesen Hunger nach Wissen erneut stillen: Im März dreht sich alles um «Lebensräume». Erneut stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm, viele davon auf dem Hönggerberg.

    Im Zentrum sind die drei Erlebnissonntage mit den Titeln «Helvetia: Unruhe im Paradies» (3. März), «Von der Tiefsee bis ins Weltall» (10. März) und «Verschollene Arten, tückische Viren» (24. März).

    Die Podiumsdiskussion am 14. März widmet sich dem Thema «Wohn-Albtraum ohne Ende?», ebenso sind das Jugendlab und die Science City Kids wieder am Start. Die Führung der Science City findet am 21. März im Gebäude NEST in Dübendorf statt.

    Treffpunkt Science City:

    Lebensräume
    Erlebnissonntage: 3., 10. & 24. März
    Programm: www.ethz.ch