Eingereicht wurde das Postulat Ende November von Martina Zürcher-Böni (FDP), Andreas Egli (FDP) und Johann Widmer (SVP). Hintergrund ist die laufende Weisung 2025/276, mit der der Stadtrat das ehemalige Postgebäude von der Post AG erwerben will.
Das Gebäude steht ausserhalb der Baulinien und darf nur für postalische Zwecke genutzt werden. Für eine anderweitige Nutzung ist es daher nicht geeignet.
Es könnten noch mehrere Jahre vergehen
Parallel dazu hat die Stadt bereits ein partizipatives Verfahren gestartet, um eine langfristige Quartierslösung für das Areal zu entwickeln. Bis ein definitives Projekt steht, dürften laut dem Postulat jedoch mehrere Jahre vergehen.
Aus Sicht der genannten Gemeinderäte wäre ein rascher Abriss mit einem temporären Pop-up-Park die beste Übergangslösung. Zudem fordern sie, dass ein provisorischer Zugang zum dahinterliegenden Kirchgemeindehaus geschaffen wird.
Angeboten wird neue Markenkleidung für Damen und Herren, teilweise mit kleinen Mängeln. Der Preis beträgt CHF 10.– pro Stück, Wintermäntel, -jacken sowie einzelne Paare Stiefel oder Stiefeletten werden für CHF 49.– angeboten.
Die Aktion beginnt am Freitag, 14. November, und dauert bis am Freitag, 19. Dezember. Verkauft werden die Kleider jeweils Freitagnachmittag von 13 bis 17 Uhr, und samstags von 13 bis 16 Uhr.
Veranstalter sind neben dem Kirchenkreis zehn und dem WipWest Huus auch Tatjana Chynko (Humanitäre Hilfe Ukraine) sowie Yvonne Meitner (Pfarrerin).
«Himbeermilch» ist das erste Gemeinschaftsprojekt zwischen der Autorin Alba Polo und dem Fotografen Marco Vannotti: Sie verbinden Text und Bild künstlerisch miteinander, wobei der Text stets als Ausgangspunkt für die Visualisierung dient.
In der Ausstellung in der Galerie 111 werden fünf Kurzgeschichten von Alba Polo fotografisch illustriert, sodass Geschichten und Bilder in einen Dialog treten. Entstanden ist eine Inszenierung für Auge, Ohr und Gemüt.
«Uns hat die Idee gereizt, Literatur nicht nur lesbar, sondern sichtbar zu machen und der Sprache somit eine zusätzliche Dimension zu verleihen», sagt Marco Vannotti.
Die Autorin Alba Polo ergänzt: «Meine Mikroerzählungen sind sehr dicht. Die fotografische Umsetzung macht den Leserinnen und Lesern auf spielerische Weise einen Vorschlag, wie sie die Erzählungen betrachten können.»
Das Gemeinschaftszentrum in Wipkingen steht mit seinem breiten soziokulturellen Angebot allen Quartierbewohnenden zur Verfügung. Dabei ist es nicht nur ein beliebter Begegnungsraum und Treffpunkt, sondern auch ein Ort, an dem sich die unterschiedlichsten Menschen engagieren. Hauptamtlich sind das die Mitarbeitenden des GZ, doch daneben ist noch eine Vielzahl an Freiwilligen aktiv. Aber wer sind die Menschen, die sich hier ehrenamtlich engagieren und was motiviert sie, sich unentgeltlich für die Gemeinschaft einzusetzen? Der «Wipkinger» hat drei von ihnen getroffen, die sich in ganz verschiedenen Bereichen einsetzen.
Das eigene Bedürfnis umsetzen
Da ist zum Beispiel Willi Fillinger. Der 77-Jährige wohnt bereits seit ungefähr dreissig Jahren in Wipkingen und betreibt hier eine philosophische Praxis. Seit einiger Zeit macht er sich vermehrt Gedanken über die Herausforderungen des Alterns und auch über die Endlichkeit des Lebens: «Noch bis vor wenigen Jahren hat mich das Älterwerden nicht besonders beschäftigt. Aber mittlerweile gibt es viele Dinge, über die ich mich gerne mit Gleichaltrigen austauschen möchte.»
Obwohl er in einer Beziehung lebe, einen intakten Freundeskreis besitze und noch sehr aktiv in seiner eigenen Praxis sei, fühle er sich manchmal einsam. Es müsste doch, so dachte er, eine Gruppe von Leuten geben, denen man sich mitteilen kann und mit denen man die Sorgen und Probleme, aber auch die speziellen Freuden und Hoffnungen dieses Lebensabschnitts teilen kann. Er machte sich auf die Suche nach einem derartigen Angebot, wurde aber nirgends fündig. Also wurde er selber aktiv.
Via Inserat im «Höngger Wipkinger» suchte er nach Menschen im Quartier, die sich in einem ähnlichen Alter befinden und an einem regelmässigen Austausch interessiert sind. Daraus ist eine Gruppe von acht bis zehn älteren Menschen entstanden, die sich nun seit einigen Monaten im GZ Wipkingen treffen. Die Themen bestimmen die Teilnehmenden jeweils gemeinsam, bei der Sitzungsleitung wechseln sie sich ab.
Auf seine Motivation für das Engagement angesprochen, winkt er eher ab: «Ich weiss gar nicht, ob ich das überhaupt als Freiwilligenarbeit bezeichnen würde», erklärt er bescheiden. Im Grunde genommen bin ich nur meinem eigenen Bedürfnis gefolgt und hatte das Glück, dass das GZ mich unterstützt und die Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung stellt.»
Gina Menegola (Foto: zvg)
«Mir liegt das Netzwerken»
Auch Gina Menegola lebt seit etlichen Jahren in Wipkingen. Im GZ ist sie schon lange aktiv, wie lange genau, das weiss sie schon gar nicht mehr. Sie ist Mitglied beim Netzwerk «Tauschen am Fluss» und bietet hier verschiedene Dienstleistungen wie einfache Gartenarbeiten, Pflanzengiessen oder auch Kinderhüten an. Ausserdem leitet sie im «Netzwerk 8037» die sogenannte Spieleria, organisiert also regelmässig stattfindende Spieltreffen. Für sie ist es der Kontakt zu anderen Menschen, der sie motiviert, sich gemeinschaftlich zu engagieren: «Ich liebe das Vernetzen», sagt sie, «und die Kommunikation mit Menschen.» Deshalb nutze sie eigentlich jede Gelegenheit, die sich ihr biete, um sich mit anderen austauschen zu können.
Eine solche gute Gelegenheit bietet ihr das Netzwerk «Tauschen am Fluss». «Die Tauschanlässe empfinde ich als sehr wertvoll», erklärt Gina. «Denn hier kann man Dienste anbieten und von anderen in Anspruch nehmen, ohne dass es um Geld gehen muss.» Eine wichtige Qualität haben für sie auch Anlässe wie die Spieleria: «Einmal monatlich organisieren wir einen Spieleabend, sorgen für Getränke und Sandwiches, man trifft sich, quatscht und spielt miteinander.» Ein einfaches Konzept, aber für Gina ein überaus kostbares: «Die Gespräche, das Lachen mit anderen, das macht mir nicht nur Spass, sondern bringt mir persönlich enorm viel. Diese schönen Begegnungen öffnen das Herz.»
Ehrenamtlich aktiv war Gina schon früher, neben ihrer Tätigkeit als Hortleiterin. Und das GZ ist bei Weitem nicht der einzige Ort, an dem sie ihre Leidenschaft für menschliche Begegnungen ausübt. Daneben hat sie noch zahlreiche weitere Passionen: Tanzen beispielsweise, etwa in der Tanzart «Ecstatic». Oder Fitness. Wichtig sind ihr vor allem auch die spirituellen Seminare, die sie besucht. Ihr Ziel dabei ist es nicht nur, ihr eigenes Bewusstsein zu erweitern, sondern auch, anderen etwas davon weitergeben zu können.
Tamara Vandewall (Foto: zvg)
«Helfen passt zu mir»
Tamara Vandewall ist mit ihren 14 Jahren eine der jüngsten Freiwilligen im GZ. Das Gemeinschaftszentrum ist wie ihre zweite Heimat. Hier bewegt sie sich schon seit ihrer jüngsten Kindheit. Als Kleinkind besuchte sie mit ihren Eltern die Mal-Oase, wo die Jüngsten auf Leinwänden frei malen können, später war sie regelmässig am Mittwochnachmittag im Atelier anzutreffen. Selbst als die Familie vor einigen Jahren aus Wipkingen wegzog und sich zuerst im Zürcher Oberland und dann in Winterthur niederliess, ist Tamara dem GZ treu geblieben und hat schon sehr früh begonnen, den weiten Weg mit dem öV alleine in Angriff zu nehmen.
Seit einigen Jahren ist sie nun im Atelier keine Teilnehmerin mehr, sondern freiwillige Helferin. Denn irgendwann mal, als sie aus dem Alter der Krea-Kids herauswuchs, wurde sie von Rita, der Leiterin des Ateliers, gefragt, ob sie nicht aushelfen wolle. Da hat sie nicht lange gezögert. Sie engagiert sich freiwillig, weil, wie sie erklärt, «mich die Möglichkeit, anderen beim Ausführen ihrer Projekte behilflich zu sein, total motiviert. Ich helfe einfach sehr gerne.» Dafür nimmt sie auch in Kauf, dass sie an den Ateliernachmittagen meist nun gar nicht mehr dazukommt, selber kreativ tätig zu werden: «Helfen passt einfach zu mir», sagt Tamara.
Das haben auch schon andere entdeckt: Nicht nur im GZ, sondern auch in der Kletterhalle, in der sie oft und gerne zu finden ist, wurde sie vor Kurzem gefragt, ob sie nicht Jüngeren behilflich sein wolle, Klettern zu lernen. Dafür wird sie in naher Zukunft sogar eine kleine Coach-Ausbildung absolvieren.
Und warum sucht sie sich nicht in ihrer näheren Wohnumgebung eine Möglichkeit, aktiv zu werden? Erstens, so Tamara, mache ihr das Reisen mit dem öV Spass. Und zweitens «hat es etwas mit den Leuten zu tun. Wenn ich irgendwo coole Leute kennenlerne, dann bleibe ich auch sehr gerne dabei.» Nur schade, dass sich das wahrscheinlich nächstes Jahr ändern wird: Dann will Tamara eine Lehre beginnen und wird keine Zeit mehr für die Krea-Kids haben.
Für mich und andere: Freiwilligenarbeit als gesellschaftliches Engagement
«Wofür stehen wir ein? Für alle Menschen in Zürich. Wir schaffen Räume und Gelegenheiten für alle Menschen in Zürich. Egal, ob sie einfach sein und verweilen wollen oder sich aktiv betätigen, Ideen verwirklichen und Neues ausprobieren möchten.»
(aus dem Leitbild der Zürcher Gemeinschaftszentren)
Kinderkultur organisieren, Tiere am Sonntagmorgen füttern, Spielabende durchführen, eine Gesprächsgruppe für das Altern leiten, ein kreatives Begegnungsatelier oder Kurse für Asylbewerbende anbieten, beim Kerzen- giessen und Binden von Adventskränzen mithelfen, im «Offenen Stall» die Kasse führen – es gibt unzählige Möglichkeiten, sich zu engagieren. Dafür musst du keine Spezialistin sein.
Was es braucht: unentgeltlich Zeit zur Verfügung stellen, Lust und Interesse, mit anderen etwas zu teilen, die Bereitschaft, eigenes Können und Gelerntes einzubringen und vielleicht Neues zu lernen, sich allenfalls in neuen Rollen zu erfahren. Reich wirst du an Erfahrungen, Erlebnissen, Begegnungen und durch das Verschenken. Und vielleicht profitierst du auch von anderen Angeboten, die auf diese Weise entstehen.
Als GZ-Betrieb sehen wir uns als Werkzeug und Geburtshilfe, damit dieses Engagement geschehen kann. Der Support von freiwilligem Einsatz ist ein wesentlicher Teil unserer DNA. Es ist vielleicht das, was die GZ einmalig macht: alle die verschiedenen Möglichkeiten, tätig zu werden, für sich und andere. Und für ein lebenswertes Quartier.
2024 wurden in den beiden GZ-Wipkingen-Standorten rund 5220 Stunden in Freiwilligenarbeit erbracht, das sind mehr als 100 Stunden jede Woche. Sie bilden das Fundament vieler Angebote. Das GZ ist ein ausgeprägter Mitwirkungsort. Es ist darum klar, dass wir den 5. Dezember besonders ins Visier nehmen, es ist der Internationale Tag der Freiwilligen.
Interessiert mitzuwirken? Nimm doch mit dem GZ-Sekretariat Kontakt auf. Alle Angaben auf der Website: gz-zh.ch/gz-wipkingen
Wir treffen Daniel Konrad Jung im «Nordbrüggli» und wir duzen uns auf Anhieb. «Ich hätte früher nie einen Fuss in dieses Lokal gesetzt», sagt er. Warum, wird er im Laufe des Gesprächs verraten. In diesem geht es um seine Masterarbeit – und Daniel ist immerhin schon über 60 Jahre alt. Nach dem Studium in Betriebswirtschaft war er einige Jahre in der Unternehmensberatung tätig, dann 30 Jahre in Verbänden und 25 Jahre davon bei GastroSuisse, dort zum Schluss als stellvertretender Direktor.
Ihm gefiel die Arbeit, doch er wollte nochmal etwas ganz anderes machen. Daniel entschied sich, den Master of Advanced Studies in «Applied History» zu absolvieren: «Angewandte Geschichte führt in die Gegenwart – das fand ich spannend.» Im Jahr 2021 begann das Studium, im Frühjahr 2025 war seine Masterarbeit vollbracht. Das Thema: Wipkingen.
Als gebürtiger Wipkinger erlebte er den Wandel vom – laut eigener Aussage – heruntergekommenen Viertel zum angesagten Quartier. «Meine Eltern hatten keine Freude, wenn wir Kinder damals ins GZ Wipkingen gingen. Da war der erste Robinsonspielplatz. Dort wollte man die Kinder vor dem Autoverkehr schützen und ihnen einen Raum geben, wo sie sich ausleben konnten. Diese Gedanken waren sehr progressiv», erzählt Daniel.
Daniel Jung schrieb eine Masterarbeit über Wipkingen. (Foto: Jina Vracko)
Von der vierten bis zur sechsten Klasse besuchte er die Schule Waidhalde: «Man begann dort die Kinder mehr zu aktivieren und in den Dialog mit ihnen zu treten. Zuvor war der Schulunterricht fast militärisch.»
Die Masterarbeit beschreibt die Geschichte von Wipkingen bis in die Gegenwart. Das Quartier sei ein Brennpunkt der Spannungsfelder im öffentlichen Raum. «Wipkingen ist das Labor vom Stadtrat», meint Daniel. «Hier beim Bahnhof liegt die sogenannte Begegnungszone, nur 300 Meter weiter die Westtangente. Dieser Kontrast, das ist Wipkingen.»
Eine von zahlreichen Entdeckungen, die Daniel in seiner Arbeit festhält, ist die Geschichte der Siedlung Lettenhof, einer Wohngenossenschaft für alleinstehende, berufstätige Frauen: «Diese Überbauung wurde im Jahr 1927 von Lux Guyer erstellt», sagt er. Innovative Innenausstattung, Südorientierung mit Balkonen, Waschküche und Telefonanschluss – die Siedlung war einzigartig. «Das ganze Raumkonzept hat sie neu gedacht, alles aus der Sicht einer Frau. Das bedeutete viel – damals war es sicher nicht einfach, als alleinstehende Frau zu leben.»
«Wipkingen ist immer ein Spiegel»
Anhand der Geschichte von Wipkingen analysierte Daniel die urbane Entwicklung im Allgemeinen. Im Vorwort schreibt er: «Auf die Landflucht folgte eine Stadtflucht und schliesslich wieder in entgegengesetzter Richtung.» In den 1990er-Jahren nahm Daniel den Einwohnerverlust in seinem Quartier stark wahr, die Statistik bestätige das: «30 Prozent ist massiv. Erst 2010 kam der Wendepunkt und die Bevölkerungszahl in Wipkingen stieg wieder an.»
In der Arbeit ist ebenfalls beschrieben, welch verheerende Auswirkungen die Schliessung der Drogenszene auf dem Platzspitz für Wipkingen hatte: Die Szene verlagerte sich zum oberen Letten. Erst als 1994 die Drogenabgabe für Schwerstsüchtige eingeführt wurde, entspannte sich die Situation und das Gebiet konnte neugestaltet werden
Daniel und seine Frau, inzwischen in Höngg wohnhaft, erhielten im Jahr 1998 einen Tipp über ein Restaurant beim Lettenareal. «An einem Abend schlichen wir im Dunkeln dort hin. Plötzlich sahen wir die Lichter: Das war die erste Version vom ‹Primitivo› – es war ein kleines Paradies.» Dies war der Anfang der Entwicklung des oberen Letten zum «Sommer-Hotspot schlechthin», wie Stefan Tamò, der das «Primitivo» damals konzipierte und betrieb, in der Arbeit von Daniel zitiert wird.
Er hatte zuvor das «Josef» übernommen und es inmitten der Drogenszene zur beliebten Beiz transformiert. Solche jungen, innovativen Unternehmer waren wichtig für die Entwicklung des Quartiers, betont Daniel: «Das Nordbrüggli betrat man nicht, es gingen seltsame Gestalten ein und aus. Dann brachte ein Unternehmer das Lokal moderat auf Vordermann und bewahrte dabei dessen Charme. Es ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.»
Das Rezept für Wipkingen
Wird die Stadt attraktiver, so wird das Wohnungsangebot aufgewertet, was oft eine Verdrängung von wirtschaftlich Schwächeren aus der Innenstadt bedeutet, schreibt Daniel in seiner Arbeit. Dieser Vorgang, die «Gentrifizierung», sei in Wipkingen eher moderat vonstatten gegangen.
Nicht nur weil es wenig Landreserven gab, auf denen Neubauten erstellt werden konnten, wie er erklärt: «Wipkingen ist ein Opfer der Verkehrs- und Drogenpolitik. Eventuell sind aus diesem Grund keine grossen Investoren gekommen, so wurde eher sanft renoviert.» Dies hat langanhaltende Auswirkungen auf den Wohnraum: «In Wipkingen war 2023 annähernd jede dritte Wohnung Eigentum einer Genossenschaft oder der öffentlichen Hand», sagt er.
Zu den drei Faktoren «neue Mittelklasse», «moderate Gentrifizierung» und «unternehmerische Persönlichkeiten», kommt der Gemeinschaftsgeist in Wipkingen, so Daniel: «Die Stadt steht für Anonymität, aber in Wipkingen kennt man einander, man ist schnell per du.»
So war das auch mit Beni Weder, Präsident des Quartiervereins Wipkingen, mit dem er sich für die Arbeit austauschte. Die Publikationen von Martin Bürlimann und Kurt Gammeter dienten Daniel als wertvolle Basis – Bürlimann übernahm zudem das Lektorat der Masterarbeit.
Schliesslich möchten wir wissen, was sich Daniel für die Zukunft des Quartiers wünscht. Sein Anliegen ist der Verkehr: «Man muss das Problem nicht mit Verboten, sondern mit Technologie lösen. Es gibt Situationen, wo es das Auto braucht, auch das Gewerbe ist darauf angewiesen. Ich finde die dogmatische Politik der Stadt nicht gut – es braucht ein Miteinander, nicht ein Ausschliessen vom Autoverkehr – auch in den Verkehrsmitteln braucht es Diversität.»