Kategorie: Aus der Wipkinger Zeitung

  • WipWest Talk mit der Ting Community: Revolution mit Geld

    WipWest Talk mit der Ting Community: Revolution mit Geld

    Unbürokratisch, direkt und mit so wenig Bedingungen wie nötig unterstützt die 2020 gegründete Schweizer Ting Community aktive Menschen dabei, sinnhafte Ziele zu verfolgen.

    Und wie funktioniert das?

    Ting verteilt Geld um. Ting nutzt monatliche Beiträge, um ein gemeinsames Vermögen aufzubauen. Das Geld aus diesem Pot wird als grundlegende finanzielle Sicherheit in einem direkten Umlageverfahren (ähnlich der AHV) an andere Mitglieder ausgezahlt. Dies schafft die notwendige Zeit für Projekte, Bildung, Selbstwirksamkeit, Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit und stärkt das Vertrauen in die Gesellschaft. Die Community-Plattform bildet die Grundlage dafür.

    Positive Zukunftsprojekte

    Seit 2020 hat die Ting Community bisher 1,7 Millionen Franken an intrinsisch motivierte Menschen ausbezahlt, diese haben ihre zukunftsgerichteten Projekte erfolgreich und mit viel Freude umgesetzt. Was hinter der Idee von Ting steckt, und was die Ting-Gründer mit ihrer Community in der Gesellschaft bewirken möchten, erfahren Sie im WipWest Talk mit Silvan Groher und Nina Müller am 19. Mai.

    Eingesandt von Nina Müller

    Zeit: 18.30 Uhr: Apéro
    19 Uhr: Beginn Talk Nina Müller & Silvan Groher
    Ort: WipWestHuus grosser Gruppenraum
    Eintritt gratis, mit Anmeldung, da Platzzahl begrenzt: nina.mueller@reformiert-zuerich.ch

    Geld teilen als neues Wirtschaftssystem. – Interview mit Silvan Groher | Mach-dis-Ding.ch

  • Illegale Party: Angriffe gegen die Polizei in Wipkingen

    Illegale Party: Angriffe gegen die Polizei in Wipkingen

    Nach einer Meldung über eine illegale Party rückte die Stadtpolizei Zürich um 23.20 Uhr zur Kreuzung Nordstrasse/Rosengartenstrasse aus. In der Passantenunterführung hatte sich eine Gruppe von mehreren hundert Personen zu einer illegalen Party versammelt und versuchte, die Durchgänge zu blockieren.

    Die Einsatzkräfte lösten die Veranstaltung auf und stellten dabei eine Musikanlage, einen Generator sowie Getränke sicher. Im Zuge der Auflösung wurden sie aus der Menge heraus mit Flaschen und Steinen beworfen. Es musste Reizstoff und Gummischrot eingesetzt werden.

    Weiter zum Röschibachplatz

    Die Gruppe zog anschliessend Richtung Wipkingerplatz und Röschibachplatz weiter. Am Röschibachplatz wurde die Polizei erneut mit Flaschen beworfen, woraufhin erneut Reizstoff und Gummischrot eingesetzt werden mussten.

    Gegen 00.30 Uhr beruhigte sich die Lage, und die Einsatzkräfte konnten sich zurückziehen. Ein mutmasslicher Flaschenwerfer wurde festgenommen. Zwei Patrouillenfahrzeuge wurden durch Flaschenwürfe und andere Gegenstände beschädigt.

    Ausserdem wurden mindestens zwei private Personenwagen, die in der Umgebung parkiert waren, durch die Gruppierung beschädigt. Die weiteren Ermittlungen führt die Stadtpolizei Zürich durch.

    Container auf der Rosengartenstrasse

    Wie «20 Minuten» berichtet, war laut einem Augenzeugen besonders auffällig, dass zahlreiche Müllcontainer auf die Fahrbahn gezogen und teils umgeworfen wurden, sodass sie über die ganze Strasse verteilt lagen. Der Verkehr sei dadurch blockiert gewesen.

    Der Augenzeuge schilderte weiter, es sei wie eine Art Demonstration gewesen. Weiter habe er laut «20 Minuten» versucht, die Polizei zu erreichen, doch der Anruf blieb unbeantwortet.

    Quelle: Medienmitteilung Stadtpolizei Zürich

  • «Faszination Playmobil»: Von Wipkingen nach Luzern

    «Faszination Playmobil»: Von Wipkingen nach Luzern

    Zwei Container voll – so gross ist die Leidenschaft. Als Jens Mackensen dem «Höngger» im vergangenen Jahr von der Playmobil-Sammlung seiner Frau Helen erzählte, klang das faszinierend. Tatsächlich verbirgt sich dahinter eine beeindruckende Welt aus Ritterburgen, Zirkusarenen, Eisenbahnen und dem legendären Piratenschiff.

    Was in Wipkingen begann und im Wartsaal erste Besucher begeisterte, wächst nun weiter: An der Luga in Luzern erschafft das Paar auf 300 Quadratmetern ganze Erlebnislandschaften. Die Luga bietet dafür die perfekte Bühne. Als grösste Frühlingsmesse der Zentralschweiz vereint sie rund 450 Aussteller, Sonderschauen und bewährte Publikumsmagnete.

    Viel Abwechslung

    «Wir verbinden Bewährtes mit neuen Ideen», sagt Messeleiterin Linda Gabriel laut einer Medienmitteilung. «Genau dieser Mix macht die Luga Jahr für Jahr zu einem besonderen Erlebnis und Treffpunkt für die Zentralschweiz.»

    Luga – Raum für persönliche Begegnungen

    Auch sonst ist für Abwechslung gesorgt: von der virtuellen Gondelfahrt auf die Melchsee-Frutt über den Bikeparcours für Kinder bis zur gemütlichen Büsli-Bar. Die Sonderschau «Friedensförderung der Schweizer Armee» gewährt zudem eindrückliche Einblicke in internationale Einsätze.


    Beim Wartsaal in Wipkingen wird schon kräftig für die Ausstellung an der Luga geworben. (Foto: pen)

    Mitten in diesem bunten Treiben setzen Helen und Jens Mackensen einen verspielten Akzent und bauen ihre Leidenschaft weiter aus: Mit dem Verein «Helens Playmobil Traum» gründeten sie eine Plattform für alle, die ihre Begeisterung für Playmobil teilen.

    Die Luga

    24. April – 3. Mai 2026
    Messe Luzern
    Weitere Informationen:
    luga.ch

  • Eine «stehende Welle» in der Limmat?

    Eine «stehende Welle» in der Limmat?

    Surfen und Kajakfahren – und das mitten in Zürich in der Limmat. Das schwebt den Gemeinderäten Marco Denoth, Matthias Renggli (beide SP) sowie Christian Traber (Die Mitte) vor. Und zwar im Limmatkanal unterhalb des Laufwasserkraftwerks Letten. Funktionieren könne das mit einer sogenannten stehenden Welle.

    Das geht aus einer Motion hervor, die von den drei Politikern am 1. April eingereicht wurde. Der Stadtrat würde demnach beauftragt, dem Gemeinderat eine kreditschaffende Weisung vorzulegen, um eine solche Welle zu erschaffen.

    Geeignete hydrologische Voraussetzungen

    Die drei Gemeinderäte begründen ihre Motion damit, dass sich Surfen und Kajakfahren in verschiedenen Städten als «attraktive, öffentlich zugängliche Freizeitangebote» etabliert hätten, und verweisen dabei auf den Eisbach in München. Und weiter: Stehende Wellen würden sportliche Aktivitäten im urbanen Raum mit Bewegung, Erholung und Stadtraum auf innovative Weise verbinden.

    Der Vorschlag wäre aus Sicht der drei Politiker ideal, da beim Laufwasserkraftwerk Letten das Wasser durch die Turbine und danach «relativ schnell und mit angenehmer Tiefe in Richtung und durch das Flussbad Unterer Letten» laufe. Das seien geeignete hydrologische Voraussetzungen für die Erzeugung einer stehenden Welle. Eine Umsetzung müsste selbstverständlich mit dem laufenden Kraftwerksbetrieb sowie dem «sensiblen und urbanen Flussraum» vereinbar sein.

    Konstruktionen aus einer stabilen Gummihülle

    Die drei Politiker denken dabei an «bewährte wasserbauliche Lösungen» wie feste Rampen, Schwellen oder regulierbare Elemente, die an unterschiedliche Abflussmengen angepasst werden können. Prüfenswert könnten auch «Konstruktionen aus einer stabilen Gummihülle» sein, die an veränderte Abflussmengen angepasst werden könnten.

    Ob die Motion an den Stadtrat überwiesen wird, entscheidet der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen.

  • Swissmill: Hier mahlen die Mühlen

    Swissmill: Hier mahlen die Mühlen

    Über Hochhäuser wird in Zürich oft und gerne diskutiert – meist im Zusammenhang damit, ob sie ein legitimes Mittel zur Verdichtung von Wohnraum in der Stadt darstellen. Doch dieses Hochhaus, nach dem Prime Tower das zweithöchste der Stadt, beherbergt weder Wohnungen noch Büros: Es handelt sich um das Kornhaus Zürich der Swissmill am Sihlquai, einen 118 Meter hohen Betonbau. Fenster finden sich nur in der obersten Etage.


    Die atemberaubende Aussicht von ganz oben. (Foto: Dagmar Schräder)

    Fertiggestellt wurde «das höchste Getreidesilo der Welt» – den Titel verleiht ihm zumindest Google – im Jahr 2016. An Kritik am Bauwerk wurde bereits vor und während der Errichtung nicht gespart. Insbesondere wegen der Optik und des Schattenwurfs auf die benachbarte Badi. Und nach wie vor gibt es immer wieder Reklamationen, nicht zuletzt aus der Anwohnerschaft in Wipkingen.

    Ein Betrieb mit Geschichte

    Antoine Bolay, Leiter Produktion und Technik von Swissmill, gewährt einen Einblick in die Produktionsanlage am Sihlquai. Diese umfasst weit mehr als nur das Silo. Denn es dient als Kornhaus; dort wird das angelieferte Getreide gelagert. Das Herzstück der Industrieanlage sind jedoch die Mühlen, die sich im Gebäude nebenan befinden und das Getreide zu Mehl verarbeiten. Das tun sie bereits seit geraumer Zeit: Das Mühlgebäude wurde im Jahr 1848 in Betrieb genommen, das erste Silo stammt aus dem Jahr 1924, dasjenige unter dem Kornhaus wurde 1957 errichtet.


    Das Herzstück der Industrieanlage: die Mühlen. (Foto: Dagmar Schräder)

    Anfang der 2000er-Jahre wurden die Lagerkapazitäten knapp, daher entschied der Betrieb, die Lagerstätte direkt nach Zürich zu verlagern. Begründet wurde dies mit ökologischen und ökonomischen Argumenten. Und statt in die Fläche wurde beschlossen, in die Höhe zu bauen – dem alten Silo sozusagen mit einem Mantel einen zweiten Speicher aufzusetzen. Der Plan wurde konkretisiert: 2010 genehmigten Stadt- und Gemeinderat den Gestaltungsplan, 2011 das Stimmvolk. Der Baubeginn war 2013.

    Heute ist Swissmill, die dem Mutterkonzern Coop gehört, die grösste Mühle der Schweiz. Rund 100 Mitarbeitende sind hier beschäftigt, davon über 40 gelernte Müllerinnen und Müller und sechs Lernende, die innerhalb von 24 Stunden über 1000 Tonnen Getreide verarbeiten, rund 200 000 Tonnen pro Jahr. Verarbeitet werden Brotgetreide wie Weichweizen, Roggen und Dinkel, Hartweizen für Teigwaren, Hafer für Haferflocken und andere Haferprodukte – um nur die wichtigsten zu nennen. Etwa 100 verschiedene Produkte entstehen hier, darunter auch Nebenprodukte für Tiernahrung. Das meiste Getreide stammt aus dem Inland, insbesondere beim Hafer und Hartweizen wird jedoch auch importiert.

    Anlieferung per Bahn

    Die Anlieferung des Getreides erfolgt fast ausschliesslich per Bahn, mit dem Güterzug, der mehrmals täglich über das eigene Gleis vorfährt und das Getreide über die Gosse und die Annahmereinigung in eines der Getreidesilos ablädt. Das Kornhaus besteht aus 44 einzelnen Zellen mit je 600 Tonnen Fassungsvermögen, wo die unterschiedlichen Getreide nach Sorten, Qualitäten und Labels getrennt gelagert werden können.

    Anschliessend wird das Getreide zunächst aufbereitet und gereinigt, bevor es nach der Vermahlung über ein Rohrsystem via Passerelle in die Mehlsilos transportiert wird. Aus den Getreidesilos können die Angestellten in einem hoch differenzierten Vorgehen das richtige Mischungsverhältnis der Getreidesorten vornehmen, bevor das Naturprodukt in ein mehrstu- figes Mahlverfahren gelangt. Sechs verschiedene Mühlen sind hier in Betrieb, so gibt es für Weich- weizen, Hartweizen und Hafer eigene Mühlen, aber auch für die Biomehle.

    Während der mehrstufigen Mahlung wird das Getreide immer wieder zerkleinert und ausgesiebt. Die fertigen Mehle werden dann entweder direkt in Lastwagen verladen oder noch vor Ort abgepackt. Produziert wird nicht nur für die Coop-eigenen Bäckereien und Filialen sowie eine Vielzahl weiterer Betriebe: Rund 40 Prozent der im Lande konsumierten Getreide-Mahlerzeugnisse werden hier hergestellt.

    Wie aber sieht es mit den strittigen Punkten aus? Der berühmte Schattenwurf war vor allem in der Anfangsphase ein Thema, mittlerweile, so Bolay, seien die kritischen Stimmen leiser geworden. Generell betont er, der Betrieb sei sehr offen für Kritik und Anregungen aus dem Quartier. «Wir sind sogar dankbar dafür, Anregungen aus der Nachbarschaft zu erhalten.» Denn oft seien gerade durch die Kritik auch Veränderungen möglich, die nicht nur dem Quartier, sondern auch dem Betrieb zugutekommen. So etwa in Bezug auf den Lärm.


    Der berühmte Schattenwurf über der Badi. (Foto: Dagmar Schräder)

    Es gebe ständig Optimierungspotenzial, man sei im stetigen Austausch mit der Anwohnerschaft – etwa beim Löwenbräuareal, das Wand an Wand mit der Mühle liegt. Aus Wipkingen seien Stimmen zu hören, die sich über die Lärmemissionen beschwerten, die durch die Produktion bei offenen Fenstern entstehe – insbesondere, da in der Mühle rund um die Uhr produziert wird. Dafür zeigt Bolay Verständnis: «Für die Funktion der Mühle sind allerdings eine gute Durchlüftung und ein hohes Luftvolumen zentrale Punkte.» Im alten Gebäude sei dies aufgrund der steigenden Produktion teilweise nur durch das Öffnen von Fenstern zu erreichen.

    Besserung sei jedoch in Sicht: Die Errichtung einer Lüftungsanlage auf dem Dach sei in Planung. Gleichzeitig wird der neue, sich momentan noch im Umbau befindliche Produktionsteil, der die Ausweitung der Hafermühle und die Diversifizierung auf glutenfreie Produkte anstrebt, mit einem internen Lüftungssystem ausgestattet. «Eine interne Lüftung, die uns eine konstante Temperatur und Luftqualität gewährleistet, ist in unserem eigenen Interesse. Deshalb sind wir sehr froh drum, wenn wir im neuen Teil der Mühle keine Fenster mehr öffnen müssen.»

    Zu guter Letzt: der Geruch. Hier erhält Bolay ebenfalls Rückmeldungen. Diese seien aber vorwiegend positiver Natur: Es riecht angenehm, wenn die Mühlen ihre Arbeit tun. Insbesondere der Hafer hat einen angenehmen, nussig-röstigen Geruch.

  • Das Stadtspital Zürich ist für den Viktor Award nominiert

    Das Stadtspital Zürich ist für den Viktor Award nominiert

    «Der Oscar des Gesundheitswesens»: So bezeichnet das Stadtspital Zürich den Viktor Award in einem Facebook-Post. Der Preis zeichnet seit fünf Jahren herausragende Leistungen im Schweizer Gesundheitswesen aus.

    In diesem Jahr werden Auszeichnungen in fünf Kategorien vergeben, darunter die «Medizinische Meisterleistung» und die «Pionierleistung im Schweizer Gesundheitssystem». Das Stadtspital Zürich – zu dem auch das Stadtspital Waid in Wipkingen gehört – ist in der Kategorie «Notfallstation: gut aufgehoben – gut betreut» nominiert.

    In dieser Sparte entscheidet ausschliesslich das Publikum über die Gewinner. Bewertet werden demnach Freundlichkeit, Sichtbarkeit und die Qualität der Betreuung. Das Stadtspital Zürich Waid tritt dabei gegen Institutionen wie das Lindenhofspital Bern oder die Hirslanden Klinik Linde in Biel an.

    Von grosser Bedeutung

    Die Nominierung bedeute dem Stadtspital Zürich viel, heisst es auf Facebook. Sie stehe für das tägliche Engagement der Teams, Patientinnen und Patienten professionell zu betreuen.

    Das Online-Publikums-Voting läuft ab sofort und dauert bis zum 2. März 2026. Die Preisverleihung findet am 12. März 2026 an einer Gala im Kursaal Bern statt.

    Viktor Award

    Der Viktor Award ist eine Auszeichnung für besondere Leistungen im Schweizer Gesundheitswesen. Er würdigt Personen, Organisationen und Initiativen, die sich durch Innovation, Verantwortung oder ausserordentliches Engagement auszeichnen. Der Award wurde von den Gesundheitsmedien Medinside und Santemedia lanciert und wird jährlich vergeben. Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury unter der Leitung eines Präsidiums, unterstützt durch ein kombiniertes Jury- und Publikumsvoting.

    Quelle: viktor-award.ch  

  • Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Für Erweiterung des Wohnraums: Rochade im Lettenquartier

    Wie die Stadt in einer Medienmitteilung heute erklärt, plant die Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP) im historisch wertvollen Lettenquartier zwischen der Imfeld-, Rousseau- und Lettenstrasse ihre bereits bestehenden Siedlungen zu erweitern. Gleichzeitig soll innerhalb des Areals eine neue städtische Schulanlage entstehen. Ein weiteres Ziel ist die Erhaltung der Lettenwiese als zentralen Grünraum innerhalb der Parzelle.  

    Landtausch zwischen Stadt und Genossenschaft  

    Zu diesem Zweck, so die Stadt, solle die Bauzonenordnung revidiert und ein Landabtausch zwischen der Baugenossenschaft und der Stadt durchgeführt werden. Denn aktuell, so die Medienmitteilung, «befindet sich das Grundstück der Stadt Zürich in der Mitte des Lettenplateaus, umrandet von den Wohnbauten der BEP». 

    Durch den Landtausch komme die neue Schule nun an den Rand des Perimeters zu liegen, dort, wo heute die BEP-Siedlung 6 steht. Damit könne die Genossenschaft ihre Wohnsiedlung innerhalb der Parzelle erweitern. Neuer Wohnraum soll gleichzeitig anstelle der Siedlung Letten 7 entstehen, welche vom Stadtrat im Sommer 2025 aus dem Inventar der schützenswerten Bauten entlassen wurde.

    Auflage bis April

    Erarbeitet wurde die vorliegende Variante durch eine zweijährige kooperative Testplanung zwischen der BEP, IMMO Stadt Zürich sowie der SBB, inklusive Mitwirkungsverfahren der Quartierbevölkerung. Die Pläne liegen ab heute bis und mit 7. April zur Einsicht auf.

    Direkt im Anschluss an den Vollzug der Revision der Bauzonenordnung, der voraussichtlich gegen Ende 2027 vonstatten geht, plant die BEP einen Architekturwettbewerb zur Planung der Überbauung.

    Quelle: Medienmitteilung der Stadt Zürich

  • Rosengartenstrasse: Ist der Dialogprozess am Ende?

    Rosengartenstrasse: Ist der Dialogprozess am Ende?

    «Ist ein Dialog noch möglich?», titelte diese Zeitung vergangene Woche und bezog sich dabei auf den vom Tiefbauamt der Stadt initiierten Dialogprozess, mit dem, so die Stadt, «ergebnisoffen» mit allen relevanten Stakeholdern über die Zukunft der Rosengartenstrasse diskutiert werden sollte.

    In diesem Jahr fanden dazu die ersten Treffen einer Spurgruppe statt. Diese hatten jedoch von Beginn an einen schweren Stand: Sowohl der Kanton, als auch die Automobilverbände ACS und TCS verweigerten die Mitarbeit, ebenso wie der Hauseigentümerverband.

    Im Verlauf des Jahres und nach der Teilnahme an den ersten Sitzungen kündigten kürzlich nun auch die Vertreter*innen der IG Westtangente plus sowie des Quartiervereins Wipkingen an, auf eine weitere Mitarbeit im Gremium zu verzichten.

    Ein Dialog sei ohne die Teilnahme wichtiger Akteure nicht möglich, der Handlungsspielraum der Stadt infolge des schwelenden Rechtskonflikts mit dem Kanton bezüglich Tempo 30 sowie der Annahme der Mobilitätsinitiative ohnehin begrenzt.

    Gelder für Dialog gestrichen

    Nun hat der Gemeinderat, wie der «Tages Anzeiger» berichtet, am 10. Dezember im Rahmen der Budgetdebatte beschlossen, den Betrag von 150’000 Franken für den Dialogprozess zu streichen.

    Mit 67 zu 56 Stimmen, so die Tageszeitung, hiess der Gemeinderat die von FDP, SVP, GLP, Mitte/EVP und AL beantragte Streichung des Betrags gut.

    Ob, und wenn ja, wann der Dialogprozess nun fortgeführt werden wird, ist damit völlig unklar. Gegenüber dem «Tages Anzeiger» erklärte Tiefbauvorsteherin Simone Brander, die Streichung der 150’000 Franken bedeute «keinen vollständigen Halt» des Prozesses. Das Departement müsse nun schauen, wie es weiter vorgehen wolle.

    Die Direktorin nimmt Stellung

    Die Direktorin des Tiefbauamts der Stadt Zürich, Simone Rangosch, informierte gemäss Angaben des Quartiervereins Wipkingen die Teilnehmenden offiziell über das Ende der Dialogveranstaltungen.

    Beim Tiefbauamt nehme man mit Bedauern zur Kenntnis, dass eine Mehrheit des Gemeinderats im Rahmen der Budgetdebatte der vergangenen Woche die finanziellen Mittel für den Dialogprozess gekürzt habe. Der «umfassende Meinungsbildungsprozess» sei damit in der mit den Beteiligten diskutierten Form nicht mehr möglich. Die Dialogveranstaltungen würden daher nicht wie geplant stattfinden.

    Rangosch betonte, dass man weiterhin das Ziel verfolge, eine tragfähige Lösung für die Rosengartenachse zu finden. In welcher Form dies geschehen werde, sei derzeit offen. Das Tiefbauamt werde zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informieren.

  • Rosengartenstrasse: Ist ein Dialog noch möglich?

    Rosengartenstrasse: Ist ein Dialog noch möglich?

    Man kann das Thema fast nicht mehr hören: Was soll mit der Rosengartenstrasse geschehen? Und wie wird man der Lärm- und Schadstoffemissionen Herr? Seit Jahrzehnten wird darüber gestritten. Doch einer einvernehmlichen Lösung ist man bisher kaum nähergekommen.

    Hier die jüngsten Ereignisse im Schnelldurchlauf: Im Jahr 2020 wurde die vom Kanton geplante Tram- und Tunnellösung vom Stimmvolk deutlich abgelehnt. Als Massnahme gegen die Lärmbelastung entschied der Stadtrat daraufhin 2021, auf der Rosengartenstrasse Tempo 30 einzuführen. Die Kantonspolizei verweigerte jedoch die Zustimmung, wogegen die Stadt ihrerseits rekurrierte.

    Der Rechtsstreit zwischen Stadt und Kanton liegt mittlerweile beim Verwaltungsgericht. Die Annahme der kantonalen Mobilitätsinitiative Ende November befeuert diese Auseinandersetzung weiter, da der Kanton damit über Tempolimiten in den Städten zu entscheiden vermag.

    Unabhängig davon soll vonseiten der Stadt im kommenden Jahr zumindest eine kleinere Massnahme umgesetzt werden: Im November genehmigte der Gemeinderat den Baukredit für zwei Fussgängerübergänge über die Rosengartenstrasse.
    Parallel dazu erarbeitet das Tiefbauamt aktuell einen Dialogprozess.

    Dieser ist Bestandteil einer Motion des Gemeinderats aus dem Jahr 2021, welche die «Entlastung und stadtverträgliche Umgestaltung der Rosengartenachse» fordert. Der Mitwirkungsprozess mit verschiedenen relevanten Interessensvertreter*innen soll «ergebnisoffen zu einer tragfähigen Entwicklungsstrategie» führen.

    Holpriger Start

    Im Verlauf dieses Jahres haben dafür zwei Vorbereitungstreffen einer Spurgruppe stattgefunden. Doch die Zusammenarbeit gestaltet sich als äusserst harzig. Denn von den 21 eingeladenen Interessensvertreter*innen sind bei Weitem nicht alle zu einem Dialog bereit.

    So ist zum Beispiel der Vertreter des kantonalen Amts für Mobilität der Spurgruppe ferngeblieben. Auf eine Anfrage dieser Zeitung hat das Amt bisher nicht reagiert. Wie jedoch Sabina Mächler, beim Tiefbauamt der Stadt für die Kommunikation zuständig, auf Anfrage erklärt, habe der Kanton eine «aktive Rolle bei der Planung im Dialogprozess abgelehnt und die Teilnahme an den Spurgruppensitzungen abgesagt».

    Ebenso wenig teilgenommen haben die beiden Verkehrsverbände ACS und TCS. Für den ACS, so Ruth Enzler, die Präsidentin der Zürcher Sektion, sprächen mehrere Punkte gegen eine Teilnahme: So sei etwa die Auswahl der Teilnehmenden mehrheitlich mobilitätsfeindlich und der Prozess kaum ergebnisoffen, sondern diene eher der politischen Legitimation angedachter Pläne.

    «Kommt hinzu, dass es sich bei der Rosengartenstrasse um eine der wichtigsten drei Einfallachsen in die Stadt handelt und diese in die Kompetenz des Kantons fällt. Seit dem deutlichen Abstimmungsresultat vom 30. November zum Strassengesetz gibt es für uns erst recht keinen Sinn, dass wir an einer rein städtischen Echogruppe zu diesem Thema teilnehmen.»

    Der Gewerbe- sowie der Hauseigentümerverband Zürich verzichten ebenfalls auf eine Mitarbeit. Wie Albert Leiser, Direktor des Hauseigentümerverbands Zürich (HEV) erklärt, stellt auch der HEV die Ergebnisoffenheit des Prozesses infrage: «Wir partizipieren gerne an Veranstaltungen, wo man sich einbringen kann. Aber hier sind die Meinungen bereits gemacht, neue Erkenntnisse sind nicht vorhanden.»

    Gemischte Gefühle

    An beiden Sitzungen teilgenommen hat dagegen der Verein Klimastadt Zürich. Man beteilige sich, so der Geschäftsleiter Martin Busekros, «auch wenn der Dialog ohne die Gegenseite nicht so effektiv ist.» Es habe sich tatsächlich schon die Frage gestellt, ob der Prozess noch sinnvoll sei. Die Meinung, dass die Konsensfindung dennoch konstruktiv sei, überwiege aber.

    Die IG Westtangente Plus dagegen hat sich nach den ersten Sitzungen für einen Rückzug aus dem Dialogverfahren entschieden. Die Nichtteilnahme von ACS und TCS sowie des Kantons verunmögliche den Dialog, ein Spielraum für konsensuale Entscheidungsfindung sei zudem aufgrund der unvereinbaren Positionen nicht gegeben.

    Der Dialogprozess sei damit nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern führe sogar dazu, dass kapazitätsbegrenzende Bauprojekte verzögert würden, so die IG in einem Schreiben an das Tiefbauamt.

    Kritik übt auch der Wipkinger Quartierverein (QV). Eine Spurgruppe ohne die wichtigsten Akteure sei sinnlos, ein Dialog zwischen Stadt und Kanton während des Rechtsstreits nicht möglich. Die Spurgruppenarbeit verkomme zur Alibi-Übung, wofür die Zeit der freiwillig Engagierten schlicht zu schade sei, erklärt Präsident Beni Weder.

    In einem offenen Brief an alle Beteiligten plädiert der QV dafür, sich für das zukünftige Verfahren ein Beispiel an der kürzlich fertiggestellten Autobahneinhausung in Schwamendingen zu nehmen. Hier sei eine «städtebauliche Wunde geheilt worden», während an der Rosengartenstrasse eine für die Anwohnerschaft annehmbare Lösung politisch seit Jahrzehnten blockiert sei.

    Es gehe nun darum, sich zurückzubesinnen auf das Kernproblem: die «unzumutbare Belastung der Anwohnerschaft durch Lärm und Schadstoffe».

    Und die Stadt?

    Wie die Rosengartenstrasse macht also auch das geplante Dialogverfahren offenbar niemanden wirklich glücklich. Die Stadt bedauere die Absagen der Interessensvertreter*innen, erklärt die Vertreterin des Tiefbauamts, Sabina Mächler. Sie betont, dass ein Einstieg beziehungsweise Wiedereinstieg in die Arbeit jedoch jederzeit möglich sei.

    Man bemühe sich um eine «möglichst ausgewogene Vertretung der Stakeholder im Dialogprozess». Wie gross die Beteiligung hier sein wird, wird sich nach den gemachten Erfahrungen allerdings erst noch weisen müssen.

  • Goldene «Sonne» aus Wipkingen strahlt in Neapel

    Goldene «Sonne» aus Wipkingen strahlt in Neapel

    Vergangene Woche fand in Neapel die zwölfte Ausgabe des internationalen Schönheitswettbewerbs «Miss Europe Continental» statt. Die Französin Raquel Toledano holte sich im Teatro Mediterraneo die Krone. Auf den zweiten Platz schaffte es die Moldawierin Anisia Gatcan. Diese bezauberte die Jury mit einem Kleid, das in Wipkingen geschneidert wurde.

    Die Designerin dahinter ist Dallel Idri-Maamri, die am Röschibachplatz im Atelier Idri nicht nur lokale Kundschaft bedient, sondern auch internationale Aufträge erhält. Idri-Maamri zeigt sich überglücklich über die grosse Aufmerksamkeit, die ihre Kreation erhalten hat. «Ich fühle mich so geehrt», sagt sie.



    Wer wird das Kleid tragen?

    «Die Organisatoren der Miss-Wahl haben mich im Vorfeld kontaktiert und gefragt, ob ich zwei Kleider für den Wettbewerb kreieren und ausleihen kann», erzählt die Schneiderin. Welche Kandidatin schliesslich eine ihrer Roben tragen würde, erfuhr Idri-Maamri erst am Abend des Anlasses.

    «Man überreichte uns Designerinnen und Designern eine Box mit dem Namen der Frau und dem Land. Meines war Moldawien und Slowenien», berichtet sie. So kam es, dass Anisia Gatcan und Sylvia Valentine die Kleider von Idri-Maamri auf dem roten Teppich trugen. Dass Gatcan am Ende Zweite wurde, verstärkt die Aufmerksamkeit für die Wipkingerin zusätzlich.

    Sonne und Adonis

    Idri-Maamri blieb bei ihren beiden Kleidern ihrem Credo treu: «Mein Thema ist Nachhaltigkeit und damit Recycling. Der Stoff stammt aus einem Brockenhaus», so die Wipkingerin. Zur Verzierung verwendete sie Messing – ebenfalls Secondhand. Neu seien einzig die Strasssteine gewesen: «Schliesslich sollte es ein glamouröses Kleid werden.»

    Die Inspiration fand Idri-Maamri in der griechischen Mythologie. Das goldene Kleid trägt den Namen «Sonne», das zweite nennt sie «Adonis». «Am Anlass gab es nur noch einen weiteren Designer, der auf Nachhaltigkeit setzte», sagt sie. Ein Wettbewerbsschwerpunkt sei dies nicht gewesen.


    Sylvia Valentine aus Slowenien trägt das «Adonis»-Kleid. (Foto: zvg)

    «In diesem Stil zu arbeiten, ist immer eine Herausforderung. Darum macht mich die Anerkennung auch so glücklich», sagt sie der «Wipkinger Zeitung». Gerade bei Miss-Wahlen würden die Kleider von den Organisatoren ausgesucht – nicht wie sonst in der Modewelt üblich von den Designerinnen selbst.

    Schliesslich schritt das moldawische Model in der «Sonne» sowie Sylvia Valentine mit «Adonis» vor ein Heer von Fotografen. Und auch Idri-Maamri stand im Blitzlichtgewitter: Die Wipkingerin war selbst auf dem roten Teppich zugegen. Stolz präsentiert sie Fotos und Videos auf ihrem Instagram-Profil – und vielleicht bald auch in ihrem Atelier beim «Röschi».


    Dallel Idri-Maamri auf dem roten Teppich. (Foto: zvg)

    Verwandter Artikel

    Im Visier der Einbrecher

    Das Modeatelier Idri am Röschibachplatz macht Wünsche aus Stoff wahr und musste jüngst einen Einbruch verzeichnen. Es ist nicht das einzige Fachgeschäft in Wipkingen mit dieser Erfahrung.