Kategorie: Quartierverein Höngg

  • Das Treffen der Vereine: Höngg soll digitaler werden

    Das Treffen der Vereine: Höngg soll digitaler werden

    Bereits bei der Begrüssung zeigte sich Alexander Jäger, Präsident des Quartiervereins Höngg, hoch erfreut, dass die Stühle nicht ausreichten – mehr Gäste waren gekommen als ursprünglich angemeldet. Möglicherweise war das spannende Fokusthema des Abends «Höngg gemeinsam digital erlebbar machen» ein Grund für das unerwartet hohe Interesse. «Ich befürchte, der Wein könnte beim Apéro nicht ganz reichen», äusserte Jäger mit einem Augenzwinkern.

    Speeddating der Vereine

    Im Anschluss an die Eröffnung gab es beim «Speeddating» die Gelegenheit, einen anderen Verein näher kennenzulernen. Bei jeweils zweiminütigen Gesprächen stand der Austausch über die Höhepunkte des vergangenen Jahres im Mittelpunkt. Das Gegenüber der Schreiberin war Andreas Egli vom Quartierverein Höngg. Er freute sich über das neue Logo des Vereins: Der lange Vorbereitungsprozess und die schliesslich getroffene Entscheidung seien eine wertvolle Erfahrung gewesen, trotz anfänglicher Widerstände. «Auch die gestiegenen Mitgliederzahlen im Quartierverein sind sehr erfreulich», ergänzte Egli.

    Digital vernetzt im Quartier

    Der Hauptfokus des Abends lag auf der digitalen Vernetzung im Quartier, vorgestellt von Christian Mossner vom neu gegründeten Verein Connecta.TV. Dessen Ziel ist es, professionell produzierte Videos aus und für Höngg zu erstellen und zu verbreiten. Dafür wurde ein Studio mit professionellem Equipment in der «Mühlehalde» eingerichtet.

    «Mit einer kleinen Handykamera und einem guten Mikrofon ist es heutzutage möglich, professionelle Videos zu produzieren», erklärte Mossner. Der Verein will diese Möglichkeit nutzen, um Höngger Vereine kostenlos in der Medientechnik zu schulen und sie zu befähigen, selbstständig und professionell Inhalte zu erstellen – vom Filmen über das Schneiden des Rohmaterials bis hin zum Hinzufügen von Untertiteln.


    Christian Mossner referiert über Connecta.TV.

    Die Videos sollen über die Kanäle der «Höngger Zeitung» verbreitet werden, sprich auf YouTube, Facebook, Instagram und der Website hoengger.ch. Weiter sind Höngger Web-TV-Sendungen geplant, die beispielsweise in die hiesigen Altersheime gestreamt werden sollen, um auch weniger mobile Menschen am Dorfleben teilhaben zu lassen – etwa am Wümmetfäscht.

    Beim anschliessenden Apéro wurde schliesslich angeregt diskutiert, und es zeigte sich einmal mehr, wie sehr die Höngger Vereine diesen Anlass schätzen. 

    Freiwillige gesucht fürs Streaming-Abenteuer

    Der Höngger Verein Connecta.TV hat seit Kurzem mitten in Höngg in der «Mühlehalde» ein Studio eingerichtet. Zusammen mit Freiwilligen jeden Alters will der Verein das Quartier Höngg digital erlebbar machen. Gesucht sind neugierige Menschen, die das Video- und Streaming-Handwerk von Grund auf und kostenlos erlernen wollen.

    Der erste Workshop findet bereits am Donnerstag, 12. Februar, von 19 bis 21 Uhr im Studio Höngg statt. Erarbeitet wird ein Podcast, ein weiteres Ziel ist das Streamen des aktuellen Theaterstücks der Zürcher Freizeitbühne «Rekordverdächtig». Interessierte sollten an Terminen verfügbar sein (jeweils im reformierten Kirchgemeindehaus): Mittwoch, 11. März 2026, ab 18.00 Uhr für Test und Hauptprobe, Freitag, 13. März 2026, ab 19.00 Uhr, für die Live-Aufnahme sowie am Samstag, 14. März 2026, ab 19.00 Uhr für die zweite Live-Aufnahme.

    Anmeldung: redaktion@hoengger.ch mit Angabe von Adresse und Mobilenummer  

  • Ein neues Logo für den Quartierverein Höngg

    Ein neues Logo für den Quartierverein Höngg

    Über 100 Personen fanden sich am Montag, 3. Juni, im grossen Saal des Tertianums Im Brühl ein: Der Quartierverein Höngg lud zur 87. Generalversammlung und er kündigte ein volles Programm an. Zunächst sollte Stadtrat Michael Baumer über die umfangreichen Pläne der VBZ und deren Auswirkungen auf Höngg informieren. Auch die Jahresberichte und Ausblicke nahmen Platz ein, dazu standen Wahlen auf der Traktandenliste und schliesslich wurde eine bunte Überraschung beschert.

    Doch von vorne: Vereinspräsident Alexander Jäger begrüsste die Anwesenden und übergab sogleich das Mikrofon an Baumer, den Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, sowie an Johannes Eckert, Angebotsplaner bei den VBZ. Beide präsentierten die Netzentwicklungsstrategie für die Zukunft. Ein Vorhaben, das bereits im Januar von den VBZ vorgestellt wurde (die «Höngger Zeitung» berichtete).

    Es bestehe Handlungsbedarf, machte Baumer klar. «Zürich gilt weltweit als die Stadt mit dem höchsten ÖV-Anteil», sagte er. Dem wolle man Rechnung tragen und die sogenannte Polyzentrik stärken, also mehrere Knotenpunkte in der Stadt errichten sowie Kapazitätsengpässe und Störstellen beheben. Das Bevölkerungswachstum sei weiter eine grosse Herausforderung. Das Tram bleibe dabei im Fokus, daher der Plan der zwei Ringe.

    Es ist Zukunftsmusik: Während die zweite Etappe unter anderem mit dem inneren Ring einen Wipkinger-Tunnel oder ein Rosengartentram vorsieht, deren Realisierung ab 2040 Thema werden könnte, sieht die dritte Etappe mit dem äusseren Ring einen Hönggerberg-Tunnel vor, der Altstetten mit Oerlikon verbindet. Dieses Projekt wurde zeitlich auf «nach 2050» angesetzt. Die geschätzten Kosten für sämtliche Vorhaben, welche alle Projekte in der ganzen Stadt betreffen, belaufen sich, so Baumer, auf «um die zwei Milliarden Franken».

    Neues von den Linien 46 und 89

    Es waren aber die kurzfristigen Pläne, die deutlich mehr Beachtung fanden. Schon im Dezember diesen Jahres soll eine Taktverdichtung der Linie 46 umgesetzt werden: In der Hauptverkehrszeit am Morgen soll der Bus künftig alle vier Minuten die Haltestellen bedienen. In der Hauptverkehrszeit am Abend wird der 46er in Richtung Rütihof ab 16 Uhr im 5-Minuten-Takt angeboten.

    Ein Jahr später, im Dezember 2025, ist die Trolleybus-Umstellung der Linie 69 (ETH Hönggerberg bis Milchbuck) geplant, im Dezember 2026 jene der Linie 80. Die Linie 89 soll weiter durch die Linie 78 ersetzt werden, die künftig in Hauptverkehrszeiten alle 7,5 Minuten von Frankental nach Heizenholz fährt. Auch abends nach 21 Uhr soll der 78er künftig bis Heizenholz fahren.

    Eingestellt wird die Linie 304, sie wird von der Linie 89 ersetzt, die neu nach Untereng-stringen fährt. Zwei kleine Änderungen gibt es im Nachtnetz: Die Linie N4 wird bald in N46 umbenannt, weil diese auf der entsprechenden Strecke eingesetzt wird. Der Nachtbus der N13 wird in Zukunft nur noch bis Unterengstringen fahren.

    Ein neuer Auftritt

    Schliesslich begann die eigentliche Generalversammlung mit ihren üblichen Traktanden, auch eine Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder wurde eingelegt. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Wirken des Quartiervereins: Auf sein Konto gehen die Quartierausscheidung für den «Zürihegel», die 1.-August-Feier, der Neuzuzügerinnen-Anlass, der Räbeliechtliumzug, die Waldweihnacht und das Aufstellen der zwei grossen Weih­nachtsbäume sowie der Austausch der Vereine.

    Daneben waren Vorstands- wie Vereinsmitglieder auch an weiteren Events tätig, etwa bei der «Scientifica» der ETH. Auch die «Untergruppen», ebenfalls als Vereine organisiert – das OK Wümmetfäscht, die KulturBox und der Weinweg – informierten über ihre Tätigkeiten und Events, die in dieser Zeitung publiziert wurden.

    Das Interesse an einer Mitgliedschaft im Quartierverein halte sich hingegen in Grenzen, so Jäger. Immerhin wurden im letzten Vereinsjahr 34 neue Mitglieder verzeichnet, aber nach einer Bereinigung der Mitgliederliste zählt der Quartierverein noch 907 Mitglieder; einst waren es über 1200. Die oben genannte Anlässe würden in der Bevölkerung zwar geschätzt und rege besucht, tatsächlich sei aber oft unklar, welcher Verein dahinterstehe, so Vorstandsmitglied Tiziana Werlen Oberti.

    Dem werde man nun abhelfen und die Überraschung des Abends wurde präsentiert: Der Quartierverein Höngg leistete sich ein neues Logo. Dieses hat der Vorstand mit der Leanza Mediaproduktion entwickelt. Weg vom Höngger Wappen und hin zum gewinnenden Lächeln, das besonders junge Hönggerinnen ansprechen soll.

    Das an ein Smiley angelehnte Logo nutzt die Farben des Wappens auf spielerische Weise und setzt dabei gleich zweimal auf den Schriftzug «Quartierverein Höngg». Der Claim «Öis liit Höngg am Herze!» ist passé.

    So neu das Logo ist, so zweigeteilt waren im ersten Augenblick die Reaktionen. Vorstandsmitglied Andreas Egli wurde dabei nicht müde zu betonen, dass man das Höngger Wappen nicht abschaffen werde. Auf Antrag eines Mitglieds liess Jäger die Mitglieder konsultativ abstimmen. Das Resultat war ein klares Ja für das neue Logo.

    Zum Ende der Versammlung hin präsentierte Vorstandsmitglied Tanja Ramah noch die Jahresrechnung, die einen kleineren Verlust als budgetiert hervorbrachte (minus 3151 Franken statt 6975 Franken). Die Rechnung mit dem Bericht der Revisionsstelle sowie die Decharge wurden von den Mitgliedern ohne Fragen angenommen beziehungsweise erteilt. Ebenso wurden das Budget für das Vereinsjahr 2024/2025 sowie die Nachricht, dass der Mitgliederbeitrag von 20 Franken bestehen bleibe, akzeptiert.

    Bei den Wahlen wurden Wolfgang Minas und Alexander Jäger mit Applaus wiedergewählt, letzterer bleibt als Präsident für zwei weitere Jahre im Amt.

  • Bus 38: Die Finanzierung soll gesichert sein

    Bus 38: Die Finanzierung soll gesichert sein

    Als vor mehr als zwei Jahren bekannt wurde, dass das «Bergbüssli» von Höngg, die Linie 38, eingestellt werden soll, regte sich grosser Widerstand im Quartier. Der Höngger Miro Steiner hat mit der Unterstützung des Quartiervereins Höngg (QVH) damals eine Petition gegen die Einstellung der Buslinie lanciert (die «Höngger Zeitung» berichtete).

    Der Grund für die mögliche Einstellung der Linie 38 war in erster Linie die Umsetzung von Tempo 30 zwischen Rosengartenbrücke und Schwert. Das hätte auf den Linien 46 und 13 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) Mehrkosten in der Höhe von jährlich 900 000 Franken zur Folge. Da die Bus- und Tramlinien durch die Temporeduktion länger unterwegs seien, brauche es mehr Fahrzeuge und Personal, um den Takt aufrechtzuerhalten, so die VBZ damals. Die Linie 38 mit ihrer geringen Auslastung wäre aus Spargründen geopfert worden. Auch, weil die umliegenden Haltestellen der Linien 13, 46, 69 und 80 den Bereich vom «Bergbüssli» abdecken würden.

    Nun vermeldete der QVH in seinem Newsletter vom 12. Mai, dass der Weiterbetrieb der Linie 38 bis auf Weiteres gesichert sei. Nachzulesen ist, dass der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 8. Februar einstimmig einer gesetzlichen Grundlage zugestimmt hat, mit der die Mehrkosten des öffentlichen Verkehrs wegen der Einführung von Tempo 30 von bis zu 15 Millionen Franken pro Jahr durch die Stadt Zürich getragen werden soll. Laut dem QVH entfalle so der Druck durch den kantonalen Verkehrsverbund auf die Schliessung unrentabler Linien als Kompensation für die durch Tempo 30 verursachten Mehrkosten.  

    Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) stelle sich zudem auf den Standpunkt, dass er die durch Gemeinden beschlossene Temporeduktionen und die dadurch verursachten Taktverlangsamungen nicht mitfinanzieren wolle. Die Stadt Zürich trage solche Kosten nun selbst und wolle versuchen, das Geld doch noch vom ZVV eintreiben zu können, heisst es in dem Newsletter weiter. Unabhängig davon: Der QVH geht nun davon aus, dass die Linie 38 zumindest bis auf Weiteres in Betrieb sei.

  • Was meint Höngg zu «Ensemble»?

    Was meint Höngg zu «Ensemble»?

    Der Quartierverein Höngg hat es geschafft, am Dienstag, 17. Januar ein repräsentativ besetztes Podium aller am aktuellen Hardturmstadion-Projekt Beteiligten zu organisieren. In den Saal der Pfarrei Heilig Geist kamen rund 90 Interessierte, um sich aus erster Hand informieren zu lassen.
    Nach einer kurzen Begrüssung durch Vereinspräsident Alexander Jäger wurde zuerst die Vorgeschichte rekapituliert: Von dem Projekt «Pentagon», an dem sich die Stadt Zürich damals mit 48 Millionen Franken hätte beteiligen sollen, das 2003 in einer Volksabstimmung zuerst angenommen, später aber durch Rekurse der IG Hardturm verzögert und letztlich verhindert wurde, und weiter zur 2013 abgelehnten Vorlage eines städtischen Projekts und dem 2015 lancierten Architekturwettbewerb, aus dem dann 2016 das Projekt «Ensemble», von der Jury einstimmig gewählt, als Sieger hervorging. Realisiert wird das Bauvorhaben von der HRS Real Estate AG und der Credit Suisse.

    Mit «Ensemble» unterwegs zur Skyline?

    Mit «Ensemble», dem aus dem Französischen für «Gesamtheit» oder «Einheit» entlehnten Begriff, werden in der Architektur mehrere Bauwerke bezeichnet, die als Gruppe wahrgenommen werden. Einer der am Projekt beteiligten Architekten, Michael Schneider, erläuterte, warum das in drei Einheiten – Genossenschaftsbau, Fussballstadion und Hochhäuser – gegliederte Projekt städtebaulich betrachtet eben ein «Ensemble» sei: Das von drei Architekturbüros entwickelte Projekt lehne sich «stark an die industriellen Strukturen des Kreis 5 an». Doch der Hardturm sei für sie nicht nur das Ende gegen Westen, sondern ein «vermittelndes Element» Richtung Limmattal West – zu all den Hochhäusern oder zumindest mehrgeschossigen Bauten, die dort im Bau oder geplant sind. Von 15 solchen, wenn auch weniger hohen, wisse er in Altstetten, erwähnte Schneider. Was als Skyline-Foto von New York wohl auch in manchem Höngger Wohnzimmer an der Wand hängt, dürfte also über kurz oder lang, wenn auch etwas niedriger, gleich durch das Fenster zu betrachten sein.

    Wer baut was?

    Grundeigentümerin des 55’000 m2 grossen Bauareals ist die Stadt Zürich. Sie gibt das Baurecht an drei Baurechtsnehmerinnen ab, die ihr dafür jährlich über eine Million Baurechtszins entrichten werden. In der Genossenschaftssiedlung, die von der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ) finanziert und gebaut wird, werden 173 Wohnungen für 500 Menschen erstellt. Baurechtsnehmerin des Fussballstadions wird die Stadion Züri AG sein, hinter der die HRS Real Estate AG steht. Die HRS baut das Stadion, das für nationale Fussballspiele 18’500 und für internationale 16’000 Plätze anbieten wird und bleibt auch Besitzerin, gedenkt jedoch, wie man dies in St. Gallen getan hat, Volksaktien abzugeben.
    Die HRS vermietet dann das Stadion an die Stadion Betriebs AG, die zu je 50 Prozent im Besitz der beiden Vereine GC und FCZ sein wird. Sie wird sich über die Einnahmen der Spiele, die Vermietung der kommerziell nutzbaren Fläche und die Drittnutzung der Innenräume finanzieren. Und die beiden Vereine hoffen, von der Stadt die für sie wichtigen Vermarktungsrechte, zum Beispiel für die Namensgebung des Stadions, zu erhalten und gehen heute davon aus, dass Stadion profitabel führen zu können.
    Dritte Baurechtsnehmerin und verantwortlich für die beiden Hochhäuser mit 636 Wohnungen plus Geschäftsflächen ist die Credit Suisse Real Estate Investment Management AG.

    Zeitplan mit Fragezeichen

    Der an diesem Abend aufgezeigte Zeitplan sieht bereits kommenden Februar die Eingabe des Gestaltungsplanes vor. Danach sollen – abhängig von dem im Stadtrat und den gemeinderätlichen Kommissionen angeschlagenen Tempo – bereits im Juli 2017 die Baurechtsverträge beurkundet und ab Oktober im Stadt- und Gemeinderat behandelt werden, damit sie im November 2018 zur Volksabstimmung kommen könnten. Käme dies hin, so rechnet man mit einer Baubewilligung im April 2019 und dem Baubeginn kurz darauf. Im Juli 2021 sollte dann das Stadion bereitstehen und zwischen Mai und November 2022 auch die anderen Gebäude.

    Ausgewogene Fragerunde

    Martin Kull, Inhaber und CEO der HRS, mass dem Projektnamen «Ensemble» abschliessend eine Bedeutung weit über das Architektonische hinaus zu als er betonte, dass ABZ-Siedlung, Stadion und Hochhäuser nur als Einheit funktionieren und finanzierbar seien: «Es geht nur alles zusammen – oder nichts». Die drei Bauten seien von der Planung bis hin zur Finanzierung austariert, und da könne man nun nicht an einzelnen Bereichen etwas reduzieren, ohne alles aus dem Gleichgewicht zu bringen.
    Was da unterschwellig an «Drohung» zu hören war, fand in einigen der Fragen und Voten aus dem Publikum sein Echo. Als Erster kritisierte Marcel Knörr, Höngger Architekt und Alt-Quartiervereinspräsident, die Zwillingtürme, die seiner Ansicht nach weder der geltenden Bau- und Zonenordnung (BZO) entsprechen noch quartierverträglich seien. «Hochhäuser gehören wohl in die Stadt, aber am richtigen Ort – was man in den 1960-Jahren gebaut hat, war falsch». Genauso falsch wie die beiden Hochhäuser oberhalb der Riedhofstrasse in Höngg seien nun diese Zwillingstürme.
    Die geplanten Bauten sind mit 137 Metern die zweithöchsten der Schweiz und die Höchsten Zürichs. Knörr rechnete vor, dass sie, gemessen ab ihrem Standort, den Kirchturm Hönggs um 47 Meter und sogar den Friedhof Hönggerberg noch um 13 Meter überragen werden. Das heisst, dass man von allen Häusern Hönggs aus zu den Dächern der Zwillingstürme hochschauen würde. «Und das ist nicht der Prime-Tower», so Knörr, «der weiter weg steht, diese Häuser stehen nahe bei Höngg und versperren den Blick auf die Stadt». Es sei wichtig, so Knörr, sich jetzt zu wehren, wo man vielleicht noch Einfluss nehmen könne und nicht erst in der Abstimmung – und erntete dafür viel Applaus. Urs Spinner, Departementssekretär des Hochbauamtes, entgegnete ihm, dass der Hardturm als Hochhausgebiet klassifiziert sei und bereits in den Rahmenbedingungen des Wettbewerbs die maximale Höhe vorgegeben worden sei. Aus dem Publikum wurde Marcel Knörr in einem späteren Votum mangelnder Weitblick vorgeworfen: «Wenn er vom Blick auf die Stadt spricht und diesen Blick genau auf die beiden Hochhäuser richtet, dann sind das für mich, mit Weitblick, nichts als Streichhölzer, und an solchen kann man vorbeischauen – nach wie vor Richtung See und Berge, und nicht ins Limmattal», meinte ein Zuhörer. Ein weiterer meinte, man solle doch nicht weiter nach «Ausreden» suchen, um kein Stadion zu bauen. Wenn man diese Chance jetzt nicht packe, werde es am Sankt-Nimmerleinstag noch kein Stadium geben. Auch diese Voten erhielten viel Applaus.

    Wann darf das Volk mitreden?

    Auch der Wipkinger Quartiervereinspräsident, Beni Weder, meldete sich – nach negativen Erfahrungen mit dem Swissmill-Tower direkt vor Wipkingen – kritisch zu Wort und fragte, wo denn bei der Projektentwicklung die Bevölkerung miteinbezogen worden sei. «Meines Wissens nicht», gestand Urs Spinner offen ein, doch er glaube, dass Stadt- und Gemeinderat aus früheren Diskussionen und Abstimmungen zum Hardturmareal gelernt und sehr viele der Bevölkerungsanliegen in die Wettbewerbsvorgaben eingebracht hätten. Rebekka Hofmann aus dem Finanzdepartement betonte aber, dass man mit der IG Hardturm immer im Gespräch gewesen sei und Monika Spring, Vorständin der IG, auch Mitglied der Wettbewerbsjury gewesen sei und man dort sehr auf sie gehört habe. Und, so fügte Spinner an, spätestens bei öffentlicher Auflage des Gestaltungsplans könne man sich im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens einbringen.

    Der baurechtliche Schatten ist kurz

    Was natürlich immer wieder Fragen aufwirft, ist der Schattenwurf solcher Gebäude. Und da begehen Bauherren und Architekten regelmässig einen groben Kommunikationsfehler: Sie zeigen in Plänen nämlich nur, was ihnen das Baugesetz als sogenannt «baurechtlicher Schatten» vorgibt. Und das umfasst nur, was an einem Punkt auf einem benachbarten Grundstück länger als zwei Stunden im Schatten liegt. Und zwar an zwei gesetzlich festgelegten Daten und Zeiten im Frühjahr und Herbst.
    Dass der reale Schatten etwas komplett Anderes ist, gab Architekt Schneider offen zu, und Höngg werde wohl davon betroffen sein. Aber eben, das wird gegenüber der Öffentlichkeit nie in einer Simulation gezeigt, was heute bestimmt kein Problem wäre. Der Quartierverein Wipkingen jedenfalls hat dies auf seiner Homepage (siehe Infobox) getan, und das ist ebenso interessant anzusehen wie es eine Visualisierung der Hochhäuser aus Höngger Perspektive wäre. Was der zweite gängige Kommunikationsfehler ist: Man zeigt Projekte immer aus möglichst unverfänglichen Perspektiven. Zumindest das will man hier nun, so wurde zugesagt, anders machen und publizieren.

    Wie «fruchtbar» sind die Türme?

    Nicht überraschend war auch eine sichere Folge der vielen neuen Bewohner ein Thema: Wo gehen all ihre Kinder zur Schule? Das Schulhaus am Wasser platzt heute schon aus allen Nähten, und das Schulhaus Pfingstweid, über dessen Kredit am 12. Februar abgestimmt und das ab 2019 in Betrieb sein soll, sei auch bereits vollgeplant. Urs Spinner bekräftigte, dass man die Neubauten bei der Schulhausplanung berücksichtigt habe, weil dies bereits damals beim städtischen Stadion-Projekt durchgerechnet worden seien. Das Pfingstweid könne notfalls sogar aufgestockt werden, «je nach dem, wie fruchtbar die beiden Hochhäuser sind», wie er mit einem Schmunzeln anfügte, «Kinder dieser Neubauten werden nicht über die Limmat zur Schule gehen müssen». Dies bestätigte auch Ueli Stahel als Mitglied der Kreisschulpflege Waidberg.

    Über sieben Schatten musst du gehen…

    Die Stimmung an diesem Abend unter den rund 90 Anwesenden und die Voten Pro oder Kontra der Hochhäuser hielten sich die Waage. Man kann den Zwillingstürmen ablehnend oder positiv gegenüberstehen und sich dabei ebenso im Schatten wie im Licht wähnen. Bis das Projekt «Ensemble» gebaut werden kann, muss es zumindest eine städtische Abstimmung überstehen, und man wird da und dort auf allen Seiten noch über reale oder subjektive Schatten springen müssen – oder wird allenfalls darüber gestossen, wie dies die Stimmbürger mit den Wipkingern beim Swissmill-Tower gemacht haben. Bloss, dort gab es zum Schatten weder Wohnungen, geschweige denn ein Fussballstadion für die beiden Stadtclubs dazu.

    Weitere Informationen
    www.stadt-zuerich.ch, Auf der Seite des Finanzdepartementes, Medienmitteilungen.
    Auf der Homepage des Quartiervereins Wipkingen, www.wipkingen.net, sind Animationen zum Schattenwurf aufgeschaltet.

  • Wandel in der Koordinationssitzung des Quartiervereins

    Wandel in der Koordinationssitzung des Quartiervereins

    Am Dienstagabend, 26. Januar, pilgerten rund 35 Vertreterinnen und Vertreter von Höngger Vereinen zur Koordinationssitzung in der Residenz Tertianum, organisiert vom Quartierverein Höngg (QVH). Es war bislang immer das Treffen, an dem die vielen Höngger Anlässe terminlich aufeinander abgestimmt wurden. Früher mit Agenda, Papier und Bleistift, seit einigen Jahren über die Homepage des QVH, auf der die Anlässe vorgängig eingetragen werden. Musste früher noch über Datumskollisionen verhandelt werden, konnten seither die Tage und Monate nur noch im Schnelldurchlauf durchgeklickt werden, weil es, da man früh genug den eigenen Anlass terminlich auf die anderen hatte abstimmen können, kaum mehr Änderungen gab. Davon profitierte indes Vorstandsmitglied Andy Homs, der für die Website des QVH verantwortlich ist und via Google-Analytics tiefe Einblicke in die Nutzung «seines Babys» gab. Zugenommen hat im letzten Jahr die Verweildauer der täglich rund 150 Seitenbesucher. Die Spitze lag, wie jedes Jahr, am Tag des Räbeliechtliumzugs. Auch darüber, aus welcher Weltgegend, über welche anderen Websites oder Suchmaschinen und auf welchen Geräten die Besucher zum QVH gelangen, berichtete Homs – was allen mal wieder vor Augen führte, wie viele Spuren man als Nutzer im World Wide Web hinterlässt. Doch viel wichtiger war und ist es für alle Höngger Vereine zu wissen, dass die Homepage des QVH bestens funktioniert und die Veranstaltungen im Kalender gut beachtet werden.

    Kontakte von Verein zu Verein

    Und an dieser Stelle wären nun eben Woche für Woche die Termine gesichtet worden, doch ab diesem Jahr, so hatte Präsident Alexander Jäger einleitend gesagt, soll sich dieser Anlass mehr zu einem Treffen entwickeln, bei dem die Kontakte unter den Vereinen gepflegt und der Austausch gefördert werden soll. Wie dies genau geschieht, das ist – positiv verstanden – noch offen.
    So berichtete denn QVH-Vorstandsmitglied Tiziana Werlen zuerst über den ersten Höngger Adventszauber von letztem November. Beachtlich seien der Erfolg und die an gemeinnützige Organisationen gespendeten Beträge gewesen – was auch die teilnehmenden Vereine bestätigten – und bereits gelte es für alle wieder, sich Gedanken über den nächsten Adventszauber zu machen, denn man wolle den Anlass sicher wieder organisieren. Spontan verdankten alle Anwesenden Werlens Engagement für diesen neuen, kleinen, aber feinen Höngger Dorfanlass, der dieses Jahr am Donnerstag, 1. Dezember, stattfinden soll.
    Dann gab Jäger die Runde frei und tatsächlich wandten sich einzelne Vereinsvertretende an alle und fragten nach Erfahrungen, so zum Beispiel zum Thema, wie man die Vereinskasse etwas aufbessern könne – vielleicht dachten einige wehmütig an jene Zeiten zurück, als dies noch mit dem Sammeln von Altpapier möglich war oder die Sponsorengelder bei Firmen noch etwas lockerer sassen? Doch nach wenigen Fragen zog es alle von den Tischen weg und raus ins Foyer, wo ein Stehapéro zum Verweilen lockte – und dort, in kleinerer Runde, wurde noch so manche Frage besprochen, wurden Kontakte aufgefrischt und Wünsche und Anliegen deponiert. Wenn sich die Koordinationssitzung in diese Richtung weiter entwickelt, dürfte sie weiterhin ihren guten Zweck erfüllen und Höngg sich auch in Zukunft der zahlreichen, aktiven Vereine rühmen.

  • Quartierverein Höngg: Bericht aus der Vorstandssitzung vom 20. Oktober

    Einbezug der QVH-Mitglieder in die Entscheidungsfindung des Vorstands

    Andreas Egli informiert über mögliche Ansätze, wie die QVH-Mitglieder verstärkt in die Entscheidungsfindung des QVH-Vorstandes eingebunden werden können (Antrag der QVH-Mitglieder Liliane Forster und Fredy Haffner). In reger Diskussion wurden Möglichkeiten identifiziert, die nun weiter konkretisiert werden.

    Erster Höngger Adventszauber

    Tiziana Werlen berichtet über den aktuellen Planungsstand und präsentiert einen Rohentwurf des Programms inklusive Situationsplan. Zahlreiche Vereine, Firmen und auch Privatpersonen engagieren sich, und wir dürfen uns auf eine stimmungsvolle erste Auflage des Höngger Adventszaubers am 26. November freuen. Der «Höngger» unter Federführung von Fredy Haffner unterstützt in verdankenswerter und grosszügiger Weise die Veranstaltung als Medienpartner. Der «Höngger» wird in seiner Ausgabe vom 19. November detailliert berichten.

    Breitensteinstrasse/Am Wasser

    Das Polizeidepartement erstellt einen Bericht, in dem auch die Empfehlungen des Workshops «Verkehr Kreis 10» berücksichtigt werden. Geprüft wird unter anderem eine Lösung hinsichtlich der gelben Fussgängermarkierung an Stelle eines Trottoirs auf der Höhe der Strasse Am Wasser 108.

    Neue Vorstandsmitglieder

    Weiterhin sind nicht alle im Gemeinderat vertretenen Höngger Parteien auch im QVH-Vorstand vertreten. Alexander Jäger berichtet über seine Bemühungen, Persönlichkeiten von SP Zürich 10, Grünliberale Zürich Kreis 6 & 10 sowie SVP für ein QVH-Vorstandsamt zu gewinnen.

    Eingesandt von Alexander Jäger, Präsident Quartierverein Höngg

  • Klappe auf für Auftrittskompetenz

    Klappe auf für Auftrittskompetenz

    Liliane Forster, Inhaberin der Firma Text.Film.Stil möchte an ihrem Stand an der Gewerbeschau zwei ihrer Kernkompetenzen miteinander verbinden: Film und Stil – das Drehen von Videos im Zusammenhang mit der Vermittlung von Auftrittskompetenz. Anstatt aber aus ihrem reichhaltigen Archivmaterial zu schöpfen, wollte sie aktuellste Videos drehen, in denen zu sehen ist, worauf es ankommt, wenn man vor eine Kamera treten will – oder manchmal auch unverhofft muss.
    Kurzerhand fragte sie die Verwaltung der Räume an und erhielt die Erlaubnis, diese mit einem Pop-up-Filmstudio zu beleben. «Pop-up-Stores» ziehen vorübergehend in leerstehende Räume und ziehen spätestens wieder aus, sobald diese fest vermietet werden: Das bringt beiden Seiten etwas, dem «Pop-up-Store» einen günstigen Standort und dem leerstehenden Mietobjekt Aufmerksamkeit. Das zeigt sich auch hier: Kaum jemand geht vorbei, ohne neugierige Blicke ins Ladeninnere zu werfen.

    Nur sieben Prozent

    Doch kein Film entsteht ohne Protagonisten, die sich auch vor die Kamera wagen. Liliane Forsters Anfrage, wer Auftrittskompetenz vor der Kamera trainieren möchte, stiess auf reges Interesse, denn das Medium Film wird im Onlinezeitalter in der Kommunikation immer wichtiger. Nicht nur für Politiker und Firmen, sondern auch für Vereine, wie zum Beispiel den Quartierverein Höngg, für den am Tag des «Höngger»-Besuchs im temporären Studio Vizepräsidentin Karin Keller vor die Kamera tritt.
    «Ich mache das zum ersten Mal», sagt sie und eine leichte Aufregung ist ihr anzusehen. Nervös sei sie aber nicht und sie habe auch bewusst den erarbeiteten Text nicht gross einstudiert. Sie will so vor der Kamera erscheinen, wie sie auch im persönlichen Dialog ist: natürlich und unkompliziert. «Zehn», lacht sie auf die Frage, wie viele Aufnahmen sie wohl brauche, bis der Film im Kasten ist.
    Eine Minute Filmzeit soll es zum Schluss werden, in einem Take, also ohne Schnitt aufgenommen. Bevor es aber los geht, erklärt Liliane Forster, worauf es ankommt: «Es mag erstaunen, aber das gesprochene Wort macht nur sieben Prozent dessen aus, was beim Betrachter ankommt. Der ganze Rest wird nonverbal vermittelt: Wie stehe ich da? Wie rede ich, wie ist die Melodie der Stimme? Lebt meine Mimik? Stimmen Gestik und Kleidung mit der Botschaft überein?» Viele Dinge sind zu beachten, damit das erreicht wird, was so einfach aussieht, wenn man auf der anderen Seite der Kamera, vor dem Bildschirm, sitzt: Authentizität.

    Die freie Rede ist selten einfach

    Dann geht es los und als Erstes muss das Textblatt verschwinden, denn Ablesen geht gar nicht, der Blick muss dauernd auf die Kamera und damit auf den imaginären Zuschauer gerichtet sein. Bei Fernsehproduktionen projiziert der Teleprompter den Text auf einen Einwegspiegel vor der Kameralinse und wird dort zum Beispiel vom Nachrichtensprecher abgelesen – so wird der Eindruck der freien Rede erweckt. Hier muss es ohne gehen und prompt verheddert sich Karin Keller beim ersten Take in einer komplizierten Textschlaufe. Dass sie nun doch angespannt ist, zeigt auch ihre Körperhaltung. Nach jeder Aufnahme betrachten die beiden Frauen das Ergebnis am Computer. Selbstkritisch sieht die eine, was sie falsch gemacht hat, und die andere gibt Tipps und Regieanweisungen für den nächsten Versuch. Auch am Text wird noch gefeilt und gekürzt. Dann folgen Take zwei, drei, vier – jeder geht fliessender, die Aufregung schwindet und plötzlich ist es für die Protagonistin fast normal, sich in der Kameralinse lebendige Zuschauer vorzustellen und ihnen zu erzählen, wofür der Quartierverein Höngg alles steht und warum man doch Mitglied werden soll.
    Am Schluss werden es elf Aufnahmen, bis Karin Keller ihre Botschaft authentisch vermittelt hat. Nicht schlecht, für das erste Mal vor einer Kamera. Das Ergebnis wird an der Gewerbeschau am Wümmetfäscht zu sehen sein. Hier gelangen Sie direkt zu einem Video der Quartierzeitung «Höngger» und einem von He-Optik

     

    Text.Film.Stil
    Liliane Forster
    Riedhofstrasse 31, 8049 Zürich
    Telefon 044 341 24 17
    lf@lilianeforster.ch
    www.lilianeforster.ch

  • Polizei, Weihnachten und Schirme beim Quartierverein

    Polizei, Weihnachten und Schirme beim Quartierverein

    Meist lockt ein Apéro nach getaner Arbeit, doch an der Generalversammlung des QVH stärkte man sich davor. Munter wurde geplaudert, ernst diskutiert und der eine oder andere flüchtig Bekannte nochmals nach seinem Namen gefragt. Kein Wunder, weiss man bei knapp 100 Leuten, welche man nicht alle regelmässig sieht, auf Anhieb den Namen. «Tja, also ich weiss von einigen schon mehr als den Vor- und Nachnamen, zum Beispiel den Ehe-Jahrestag», schmunzelte ein Besucher. Des Rätsels Lösung: Er hat denselben Jahrestag.

    Keine Gnade auf der Werdinsel

    Derart gut gelaunt erwartete man mit Spannung das Referat von Roman Thür, FwmbA (Feldweibel mit besonderen Aufgaben) und Kreischef 10 der Quartierwache Höngg. Der 37-Jährige informierte, dass auf der Werdinsel neue Fahrrad-Signalisationen Rechtskraft hätten und nur noch ein Weg gesetzlich befahrbar sei – überall sonst könne gebüsst werden. Zum Spitz der Werdinsel, dem Nudisten-Bereich, sagt er: «Nacktsein und auch Sex in der Öffentlichkeit sind grundsätzlich nicht verboten. Wer sich aber davon gestört und belästigt fühlt, kann gegen den Verursacher Anzeige erstatten. Es geht uns aber stark um den ‚Sexspiel-Wald‘ im unteren Teil der Insel, dort führen wir oft Kontrollen durch, nehmen Personalien auf und haben dieses Jahr während proaktiven, sexuellen Handlungen bereits über 25 Personen ‚aus den Büschen‘ geholt und deshalb Wegweisungen gemäss dem Polizeigesetz ausgesprochen.» Diese Massnahme ist infolge der wiederkehrenden Beschwerden in der Vergangenheit notwendig.
    Speziell und erstmalig zur Sommersaison seien vermehrt Doppelpatrouillen der Quartierwache Höngg an Wochenenden an neuralgischen Punkten, speziell im Bereich der Werdinsel, unterwegs, um Präsenz zu markieren und bei Bedarf einzugreifen. «Wir sind neun Leute auf der Quartierwache, am Wochenende, wenn die Wache geschlossen ist, sind Streifenpolizisten mit ‚Limmat 10‘ unterwegs», erläuterte der sympathische Rheintaler, der seit 16 Jahren bei der Stadtpolizei Zürich arbeitet und unter anderem zehn Jahre im Kreis 4 Streife fuhr: «In Höngg ist es glücklicherweise verhältnismässig ruhig.»

    Polizeinummer 117 nicht nur für Notrufe

    Roman Thür betonte, dass die Rufnummer 117 nicht nur für Notfälle gedacht sei, sondern auch für andere Anliegen, bei denen die Polizei nötig ist – auch wenn man eine Beobachtung melden wolle oder eine dringende Frage habe. «Es sind entsprechend Mitarbeitende unter dieser Nummer vor Ort, Sie blockieren mit ihrem Anruf die Linie somit nicht», beruhigte er eine Dame im Publikum, die dachte, ihr dringliches Anliegen sei kein Fall für die Nummer 117 gewesen. Die Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich disponiert, setzt die Einsatzmittel ein und wahrt somit einen Überblick über sämtliche Vorkommnisse innerhalb der Stadt Zürich. Eine weitere Publikumsfrage handelte von Velofahrern auf den Trottoirs und Gehwegen Hönggs. «Natürlich ist das Velofahren an diesen Orten verboten, aber wir können nicht überall sein. Treffen wir jedoch einen solchen Fall an, wird gebüsst», stellte Roman Thür klar. Nach seinem Referat hatte man das sichere Gefühl, dass die Quartierwache Höngg jederzeit die richtige Anlaufstelle für Fragen ist und man sich dort um die Quartierbewohner kümmert. Dementsprechend gross war der Applaus, den Roman Thür erhielt.

    Änderungen im Vorstand und viele Abstimmungen

    Alexander Jäger, QVH-Präsident, führte durch die Generalversammlung und unterliess es nicht, Werbung für die neuen QVH-Schirme zu machen: «Wir haben neu die Farben rot und blau, und alles geht automatisch: Auf und zu, auf und zu, solange, bis es nicht mehr geht», pries er das neue Modell an und erntete damit herzliche Lacher.
    Neu in den Vorstand gewählt wurde Tiziana Werlen, vielen Stimmberechtigten bekannt vom Optikfachgeschäft He-Optik. Sie war entschuldigt und konnte ihre Wahl nicht persönlich annehmen. Verabschiedet wurde Heidi Mathys, sie trat nach fünf Jahren im Vorstand zurück.
    Liliane Forster und Fredy Haffner stellten den Antrag, dass der QVH-Vorstand «künftig prüft, wie er Mitglieder in die Entscheidungsfindung, welche die übergeordneten Interessen des Quartiers oder Teile davon betreffen, einbezieht und entsprechende Massnahmen zur Vernehmlassung unter den Mitgliedern umsetzt.». Auch dieser Antrag wurde angenommen, wollen die Vereinsmitglieder doch offensichtlich mehr in Entscheidungsfragen miteinbezogen werden – Demokratie in den eigenen Reihen sei gefragt, so Fredy Haffner, der den Antrag als Privatperson und nicht als «Höngger»-Vertreter stellte.

    Unterstützung ist gefragt

    Ueli Stahel vom OK Wümmetfäscht informierte, dass die Vorbereitungen in vollem Gange seien und der «Vereinsabend» stattfinden werde. «Ein letztes Mal geben wir auch bei den Abendunterhaltungen Gas – unterstützt das Publikum diese aber nicht, so gibt es diese Sparte in Zukunft nicht mehr», stellte er unmissverständlich klar.
    Jean Bollier, Präsident der «Interessengemeinschaft Pro Rütihof – contra Ringling», informierte zum Ringling und erhielt grossen Applaus (mehr zum Thema Ringling auf der Frontseite).
    Weihnachtlich zu und her ging es bei den Ausführungen von Karin Keller, die zusammen mit Tiziana Werlen den «Adventszauber Höngg» am Donnerstag, 26. November, von 17 bis 21 Uhr, organisiert: «Das wird kein Weihnachtsmarkt, sondern ein nicht kommerzieller Anlass, an dem man gemütlich im Dorfzentrum Glühwein trinken, etwas Feines essen und eine schöne Zeit geniessen kann.» So hat bereits der Männerchor ein Konzert zugesagt, und wer seine private Lokalität oder seinen Garten zur Verfügung stellen möchte, kann dies laut Karin Keller «sehr gerne tun – melden Sie sich bei mir oder Tiziana Werlen.» Zufrieden mit dem Ausgang der Generalversammlung machte man sich danach auf den Heimweg.

    Kontakt Adventszauber Höngg
    Karin Keller und Tiziana Werlen, E-Mail: adventszauber@zuerich-hoengg.ch, Telefon Tiziana Werlen: 044 341 22 75. Weitere Infos zum Quartierverein Höngg: www.zuerich-hoengg.ch.

     

     

  • Quartierverein Höngg: Bericht aus dem Vorstand

    Quartierverein Höngg: Bericht aus dem Vorstand

    Generalversammlung

    Die letzte Vorstandssitzung stand ganz im Zeichen der kommenden Generalversammlung. Roman Thür, FwmbA, Kreischef 10 der Stadtpolizei Zürich, ist der diesjährige Gastreferent an der Generalversammlung. Er stellt die Aufgaben der Quartierwache vor und geht in seinem sicherlich sehr spannenden Referat auf die aktuelle Situation auf der Werdinsel ein.

    Neue Höngger Schirme

    In Kürze werden die nachbestellten Höngger Knirpse geliefert. Erstmalig steht eine limitierte Anzahl roter Höngger Schirme zum Verkauf bereit. Wir sind auf die Reaktionen der Käuferinnen und Käufer gespannt.

    Quartierverein intern, Vorstand

    Mittlerweile wurden zwei Interessenten für ein Vorstandsamt gefunden. Beide werden für das gegenseitige Kennenlernen zur nächsten Vorstandssitzung eingeladen.

    Eingesandt von Alexander Jäger, Präsident Quartierverein Höngg

    Weitere Informationen unter: www.zuerich-hoengg.ch

  • Quartierverein Höngg: Bericht aus dem Vorstand, 3. März 2015

    Höngger Adventszauber

    Der Quartierverein Höngg (QVH) begrüsste Tiziana Werlen, die treibende Kraft hinter dem voraussichtlich dieses Jahr erstmals stattfindenden «Höngger Adventszauber», als Gast an der letzten Vorstandssitzung. Zusammen mit QVH-Vizepräsidentin und Mitorganisatorin Karin Keller informierte sie über den aktuellen Planungsstand, der sich folgendermassen umreissen lässt:
    Datum, Zeit: Donnerstag, 26. November, voraussichtlich von 18 bis 21 Uhr. Details: (Kurz-)Konzept, Anmeldeformulare, Teilnehmerlisten usw. werden auf www.zuerich-hoengg.ch publiziert und auf dem aktuellen Stand gehalten. QVH-Mitglieder dürfen anlässlich der Generalversammlung auf weiterführende Informationen gespannt sein. Organisation: Um die bereits an der parallel zum Wümmetfäscht stattfindenden Gewerbeschau stark engagierten HGH-Mitglieder zu entlasten, hat der QVH das Patronat für den «Höngger Adventszauber» übernommen. Bei Fragen sind Tiziana Werlen und Karin Keller unter der E-Mail-Adresse adventszauber@zuerich-hoengg.ch erreichbar. Presse: Der Vorstand des Quartiervereins nimmt mit Freude zur Kenntnis, dass der «Höngger» sich als Pressepartner für den «Höngger Adventszauber» zur Verfügung stellt.

    Vernetzungsanfrage des Quartiervereins Wipkingen

    Der Vorstand des QV Wipkingen (QVW) hat dem QVH eine «Vernetzungsanfrage» bezüglich der neuen Fahrpläne im ZVV gesandt. In der Anfrage ging es darum, dass die neuen Fahrpläne für die Jahre 2016/2017 aufgelegt werden und alle Interessierten bis zum 25. März 2015 Eingaben machen können. Der QVW beteiligt sich mit einer Eingabe und macht sich für den Viertelstundentakt ab Bahnhof Wipkingen stark. Der QVH-Vorstand hat das Anliegen diskutiert und einhellig die Unterstützung des QVW beschlossen.

    Quartierverein intern: Vorstand

    Heidi Mathys hat per Generalversammlung 2015 ihren Rücktritt aus dem QVH-Vorstand bekanntgegeben, woraufhin Alexander Jäger bezüglich eines an der aktiven Vorstandsarbeit interessierten SVP-Mitgliedes mit der Höngger Parteileitung Kontakt aufgenommen hat. Aus den Reihen von SP und GLP Höngg wurden bis dato noch keine Interessenten für ein QVH-Vorstandsamt nominiert.

    Eingesandt von Alexander Jäger, Präsident Quartierverein Höngg