Kategorie: Du bist super

  • «Wir brauchen mehr Wertschätzung»

    «Wir brauchen mehr Wertschätzung»

    Er ist bereits seit einigen Wochen Thema im «Höngger»: der Tag der «random acts of kindness» am 17. Februar. Doch was bedeutet eigentlich der Begriff «Freundlichkeit»? Höchste Zeit für eine etwas theoretischere Auseinandersetzung mit dem Thema.
    Die ehemalige Primarlehrerin, Theologin sowie Dozentin für Religion, Kultur & Ethik an der pädagogischen Hochschule, die mit ihrer Reaktion auf den «Höngger»-Leitartikel zum Jahreswechsel («Mehr Äpfel für Höngg») die Auseinandersetzung mit dem Thema überhaupt erst ins Rollen brachte, hat sich mit dem «Höngger» zu einer leicht philosophischen Gesprächsrunde getroffen.

    Frau Bauer, was bedeutet «Freundlichkeit»?

    Ich beschäftige mich gerne mit der Etymologie der Wörter, um zu verstehen, was sie genau bedeuten. Das Wort «freundlich» ist interessanterweise mit dem Wort «frei» verwandt. Freiheit hat etwas mit der Beziehung zu den Nahestehenden zu tun und beinhaltet die Begriffe «schützen und schonen». Frei zu sein bedeutet unter anderem, im «Schutzbereich» derer zu stehen, die einem nahestehen, von diesen geschont und geliebt zu werden. Daraus leitet sich ab, dass auch Freundlichkeit gewissermassen denjenigen zusteht, die einem nahestehen.

    Nett ist man also nur zu denjenigen, die zur eigenen Gemeinschaft gehören?

    Ja, das kann man so ableiten. Und genau hier knüpft mein Anliegen an: eine Kultur der Freundlichkeit zu schaffen, die sich nicht nur auf die eigene Gruppe bezieht, sondern generell gültig ist. Ich würde mir wünschen, dass wir freundlich sein können, ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten

    Also vermissen Sie Freundlichkeit hierzulande?

    Ja, ich denke, es mangelt schon ein wenig an Wertschätzung – gegenüber den Mitmenschen ebenso wie gegenüber der Natur. Da könnte sich noch einiges verändern. Gerade zu Beginn der Pandemie hatte ich den Eindruck, es passiere etwas, es gebe eine positive Änderung. Die Leute achteten mehr aufeinander, halfen sich gegenseitig – doch mittlerweile hat sich das eher wieder ins Gegenteil verkehrt.

    Woher kommt dieser Mangel an Wertschätzung?

    Das ist eine grosse Frage. Eigentlich lässt sich das bis zur Renaissance zurückführen. Das «Ich» hat in unserer westlichen Kultur eine sehr grosse Bedeutung. Renaissance und Aufklärung haben das Individuum gestärkt, was für uns sehr viele Vorteile hat – doch das Gemeinwohl ist mit der Zeit ein wenig vergessen gegangen. Dagegen gibt es andere Kulturen und Sprachgemeinschaften, in denen es gar kein Wort für «Ich» gibt.

    Sie sind Theologin. Hat Freundlichkeit etwas mit «Nächstenliebe» zu tun? Oder anders gefragt: brauchen wir mehr Religiosität, um wieder netter zueinander zu sein?

    Für mich ist Freundlichkeit tatsächlich ein Ausdruck von Religiosität. Sprich: wer daran glaubt, dass die Menschen das Abbild Gottes sind, kann eigentlich kein Menschenfeind sein und sollte auch der Schöpfung Achtung entgegenbringen.
    Umgekehrt ist es aber überhaupt keine Bedingung, einer Religion anzugehören, um den Mitmenschen Wertschätzung entgegenbringen zu können. Auch ein Atheist kann natürlich freundlich zu anderen sein.

    Wie schaffen wir es denn konkret, das Gemeinwohl wieder zu stärken?

    Ganz salopp ausgedrückt würde es unserer Gesellschaft meiner Meinung nach helfen, wenn wir etwas ärmer wären. Das würde dafür sorgen, etwas weniger egoistisch zu sein. Nur schon am Beispiel Nahrungsmittel sieht man das: heute können wir uns einen extrem verschwenderischen Umgang mit dem Essen leisten – und schätzen überhaupt nicht, wo es herkommt und was es alles braucht, um die Nahrungsmittel zu produzieren. Unser Umgang mit den Ressourcen ist äusserst egoistisch.

    Was unternehmen Sie persönlich?

    In Bezug auf den Umgang mit unseren Ressourcen versuche ich, möglichst nachhaltig zu leben. Ich bemühe mich darum, möglichst keine Lebensmittel zu verschwenden, sondern alles zu verwenden, was ich im Haus habe. Auch ab und zu mal draussen den Müll aufnehmen, der so rumliegt, ist eine gute Massnahme, um dafür zu sorgen, dass es in der näheren Umgebung etwas schöner ist.
    Gegenüber den Menschen bemühe ich mich um eine zugewandte Haltung – selbst gegenüber denjenigen, die zu mir unfreundlich sind. Auch der Faktor Zeit ist wichtig: sich Zeit nehmen für kleine Begegnungen, Anteil nehmen am Leben der Anderen. Das sind oft ganz kleine Momente, die aber dafür sorgen, dass man sich mit den Mitmenschen viel mehr verbunden fühlt. Das Grossartige an den «acts of kindness» ist, dass sie viral sind. Wenn ich etwas Positives erlebe, bin ich viel mehr bereit, selbst etwas Nettes weiterzugeben. So vermehrt sich die Freundlichkeit. Früher hat man sich mit guten Taten den Einzug in den Himmel verdient. Heute würde ich sagen: mit guten Taten lässt sich zum Himmel auf Erden beitragen.
    Und noch was: mir ist ein bewusster Umgang mit der Sprache sehr wichtig. Mit Worten kann man so viel ausrichten – verletzen oder heilen. Ich habe es in meiner Tätigkeit als Seelsorgerin des Öfteren erlebt, welch positiven Auswirkungen das richtige Wort zur richtigen Zeit haben kann. Gleichzeitig kann man aber auch mit herablassenden, beleidigenden Äusserungen ganz viel zerstören.

    Können Sie uns zum Abschluss noch ein kleines Beispiel für einen «act of kindness» geben? Etwas, das sie besonders beeindruckt hat?

    Vor kurzem habe ich etwas Schönes erlebt. Eine meiner Nachbarinnen, eine ältere Dame, hatte gesundheitliche Probleme und musste ins Krankenhaus. Ich habe sie vor ihrem Haus getroffen, wo sie offensichtlich etwas aufgeregt und verwirrt war und nicht wusste, wie sie dorthin kommt. Ich war leider gerade sehr im Stress und habe mir überlegt, wie ich es zeitlich schaffe, sie ins Spital zu begleiten. Da kamen ein paar Männer vom ERZ vorbei, die gerade auf Entsorgungstour waren. Sie boten dieser für sie wildfremden Frau an, sie mit ihrem Wagen ins Spital zu bringen. Auch wenn sich die Dame schlussendlich doch lieber selbst auf den Weg machen wollte, hat mich diese Geste sehr beeindruckt. Ein selbstloser Akt von Hilfsbereitschaft.

  • Ausmal-Wettbewerb

    Ausmal-Wettbewerb

    Malen tut gut und erfreut sich gerade wieder grosser Beliebtheit. Nicht nur Kinder lieben die Beschäftigung, auch Erwachsene greifen immer öfter zum Farbstift. Dank vorgezeichneten Ausmalbildern hält sich der Frust in Grenzen. Einfach losmalen, abschalten, glücklich sein. Dies ist ein weiterer Teil der Aktion «Mehr Freundlichkeit für Höngg» vom «Höngger».

    Alle dürfen mitmachen

    Einfach Vorlage unten runterladen, ausdrucken und losmalen. Kunstwerk bis zum 17. Februar an Quartierzeitung Höngg, Meierhofplatz 2, 8049 Zürich einsenden. Zu gewinnen gibt es fünf Gutscheine im Wert von je 20 Franken, die in der Buchhandlung Kapitel 10, Limmattalstrasse 197, für ein Buch oder auch für eine Konsumation einzulösen sind.

  • Gesammelte Freundlichkeiten

    Gesammelte Freundlichkeiten

    «Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab», sagte mein Jahreskalender den ganzen Monat Dezember zu mir. Wie wahr, dachte ich oft. Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit, mit Pandemie und sonstigem Stress rundherum, verliert man sich so leicht in negativen Gedanken. Irgendwas läuft schief – und das tut es ja eigentlich immer – und schnell ist alles ganz doof, traurig, schlecht. Murphy’s Law. Alles hat sich gegen mich verschworen. Mein Selbstmitleid ist das einzige, das noch bedingungslos zu mir hält. Wie langweilig.

    Aufs Positive konzentrieren

    Warum nicht also mal gegensteuern? Irgendwas läuft ja auch immer gut, jeden Tag. Jeden Tag begegne ich netten Menschen, erlebe positive Dinge. «Random acts of kindness», «zufällige Freundlichkeitstaten»,  passieren ständig, man muss sie nur sehen. Deswegen also hier ein Protokoll der gesammelten Freundlichkeiten, die mir so im Alltag begegnen – um die Beschaffenheit der Gedanken mal umzupolen.

    Tiere tun gut

    Frühmorgens aus dem Bett schälen. Etwas schwierig im Dunkeln und dann ist es noch so kalt. Egal, da muss ich durch. Die Kinder machen sich für Schule und Job bereit, ich muss erst einmal die Tiere versorgen. Die Reaktion der Tiere auf meinen Besuch ist selbst eigentlich schon ein «act of kindness». Wie sich die beiden Katzen darüber freuen, von mir gefüttert und gestreichelt zu werden, wie fröhlich die Gänse den neuen Tag begrüssen – wer will da Trübsal blasen? Eine erste Spaziergängerin schlendert vorbei, die Katzen eilen zu ihr, um sie zu begrüssen und um ihre Beine zu streichen. Sie freut sich – und äussert die erste positive Bemerkung des Tages: «Es tut mir immer so gut, hier vorbeizukommen und die Tiere zu sehen.»

    Kleine Gesten zählen

    Jetzt aber schnell zurück zu den Kindern. Auf dem Heimweg fährt bei der Bushaltestelle gerade der 46er Richtung Bahnhof ab. Verzweifelt versucht eine ältere Dame, den Bus noch zu erreichen, sprintet und winkt, doch es ist zu spät. Der Bus ist abgefahren. Sie will sich schon ärgern, da hält der Chauffeur in der Kehrschlaufe an und fordert sie auf, einzusteigen. Kleine Geste, grosse Wirkung. Etwas später am Vormittag der Einkauf. In der Schlange ganz vorne an der Kasse ein Kind, das offensichtlich sein Taschengeld in Süssigkeiten investiert. Lauter 10-Rappen-Münzen auf dem Förderband der Kasse, die Kassiererin zählt. Es fehlen 20 Rappen, um die sauren Zungen zu bezahlen. Die Frau hinter dem Kind greift ohne zu zögern in ihr Portemonnaie und bezahlt die fehlenden 20 Rappen aus der eigenen Tasche. Ist ja nix dabei. Doch das Kind strahlt. Überhaupt, das Personal hier im Denner am Meierhofplatz. Das gehört auch zu den positiven Meldungen. Wie freundlich sie ihre Kund*innen bedienen. Da fühlt man sich gleich sehr willkommen. Und genauso freundlich wird man auch von der «Taxi»-Verkäuferin begrüsst, die vor dem grossen Coop ihre Zeitschrift verkauft. Schlechtes Wetter und gestresste Passant*innen scheinen ihr nichts auszumachen – ihre gute Laune ist jedenfalls ansteckend.

    Hilfsbereitschaft im ÖV

    Im Bus das nächste positive Erlebnis:  Eine Frau betritt den Bus, sie hält sich den Schal vor das Gesicht, hat offensichtlich keine Maske und es ist ihr unangenehm. Ein Mitreisender nimmt eine eingepackte Einwegmaske aus dem Rucksack und bietet sie ihr an. Erleichtert nimmt sie sie an, kann aber im Stress die Verpackung nicht aufreissen. Verzweifelt reisst sie am Plastik. Ihre Nachbarin nimmt ihr die Maske aus der Hand und befreit sie aus der Verpackung.

    Beeindruckende Grosszügigkeit

    Abends steht ein Essen mit einer guten Freundin in einem thailändischen Restaurant in der Umgebung auf dem Programm. Gut gespiesen und sogar für die Kinder noch etwas im Take-away mitgenommen. Beim Bezahlen zähle ich auf, was ich alles konsumiert habe. Der Wirt unterbricht und sagt: «Also, dieses Getränk kann ich hier beim besten Willen auf der Rechnung nirgends finden. Das ist wohl vergessen gegangen», ergänzt er augenzwinkernd, verrechnet den geringeren Betrag und weigert sich zudem noch, die Höhe meines Trinkgelds zu akzeptieren.

    Nettigkeit ist ansteckend

    Auch wenn die oben geschilderten Beispiele zugegebenermassen nicht wirklich alle am selben Tag passiert sind, sondern der Dramaturgie willen etwas zusammengerafft erzählt wurden – sie sind alle wahr. Und sicher könnte ich noch unzählige weitere solcher kleinen netten Geschichten erzählen, wenn ich sie nicht vergessen hätte, weil ich zuweilen zu sehr damit beschäftigt war, mich auf das Negative zu konzentrieren. Dabei wäre es doch so einfach. Ich nehme das Erlebte als Anstoss. Werde mich gleich morgen mit einer kleinen Geste revanchieren – völlig egal, bei wem. Hauptsache nett sein. Kostet nix, tut gut und wirkt ansteckend.

  • Komplimente-Zentrale

    Komplimente-Zentrale

    Sie möchten jemandem schon lange ein Kompliment machen? Oder sich bedanken? Der «Höngger» bietet Ihnen die Gelegenheit. Einfach das kurze Formular weiter unten ausfüllen und abschicken.

    Wir drucken die Komplimente in den nächsten Ausgaben des Höngger und veröffentlichen sie hier auf der Webseite.

  • Gesammelte Komplimente und Dank

    Gesammelte Komplimente und Dank

    Sie möchten sich und jemand anderem eine Freude machen? Nichts einfacher als das. Hier geht es zur Komplimente-Zentrale. Hinterlassen Sie Ihr Kompliment oder Ihren Dank, wir rufen es für Sie in die Welt. Nur Mut, es tut gut!

  • Mehr Freundlichkeit für Höngg

    Mehr Freundlichkeit für Höngg

    Gleich zum Jahresbeginn erhielt die Redaktion eine schöne Nachricht einer Leserin. Sie bedankte sich für den Frontartikel «Mehr Äpfel für Höngg». Äpfel seien tatsächlich gut für das Wohlbefinden, was für die Gesundheit der Gesellschaft jedoch noch wirkungsvoller wäre, ist Freundlichkeit zu verschenken: «Die Journalistin Meike Winnemuth schreibt, dass kleine Akte der Freundlichkeit, für die man keine Gegenleistung erwartet, viral – das heisst ansteckend – wirken!», schreibt sie. Auch der Kolumnist Harald Martenstein thematisiert im «Zeit Magazin» die Freundlichkeit, und schreibt davon, dass manche Menschen oder gar Berufsgattungen von einer neuen Unfreundlichkeit erfasst würden. «Ein <Bitte>, ein <Danke> und ein nicht ganz so schnarrender Ton wären aber mit den Regeln ohne Weiteres vereinbar, sie stimulieren das Virus bestimmt nicht», sagt er. Und: Dass ein neues Zeitalter des Verzichts ausgerechnet mit dem Verzicht aufs Nettsein eingeleitet wird, ist allerdings eine böse Überraschung». Beiden Autor*innen kann der «Höngger» nur beipflichten.

    Die Idee an sich ist nicht neu, es existiert sogar ein «Tag der spontanen Nettigkeit», oder eben «Random Acts of Kindness», der 2005 von Neuseeländer*innen Josh de Jong, Marshall Gray, Megan Singleton und Reuben Gwyn ins Leben gerufen wurde. Dieses Jahr findet er am Donnerstag, 17. Februar, statt. Mittlerweile rufen weltweit verschiedene Bewegungen zu mehr Freundlichkeit im Umgang miteinander auf. Dabei berufen sie sich auf psychologische Studien, die belegen, dass das Äussern von Komplimenten und freundlichen Worte nicht nur einen positiven Effekt auf die Empfänger*innen, sondern auch auf die Sender*innen hat. Es kann sogar eine Kettenreaktion auslösen. Mehr Gründe braucht der «Höngger» nicht, um eine Aktion zu starten.

    Komplimente: Der einfachste Weg, jemandem eine Freude zu machen

    Wer sich einige Zeit im englischen Sprachraum aufhält und in die Schweiz zurückkehrt, muss feststellen: Irgendwie tun sich die Schweizer*innen – oder sind es nur die Zürcher*innen? – etwas schwer damit, grundsätzlich freundlich zu sein. Nicht, dass sie rüpelhaft oder aggressiv wären. Die Grundstimmung ist eher, sagen wir, zurückhaltend bis argwöhnisch. Mit Komplimenten ist man geizig. Einen netten Gedanken auszusprechen, kostet viel Überwindung. Ein freundlicher, spontaner Austausch mit einer fremden Person ist schwierig, vielleicht weil man befürchtet, damit bereits irgendeinen verbindlichen Vertrag mit ihr einzugehen. Manchmal erhält man auch den Eindruck, die Eidgenoss*innen würden anderen das Glück neiden, was auch dazu führt, dass man die eigene Freude nicht an die grosse Glocke hängt. Das ist natürlich etwas grob über einen Kamm geschert. Doch ganz abstreiten lässt es sich wohl nicht. Dabei figuriert «Freundlichkeit» in der westlichen Gesellschaft unter den meistgeschätzten Charaktereigenschaften, die Menschen haben können. Es könnte so einfach sein, anderen – und sich selbst – eine Freude zu machen. Man müsste sich einfach etwas locker machen. Und eine Gelegenheit wahrnehmen. Zum Beispiel das nächste Mal, wenn man denkt: «Diese Frau ist schon unglaublich clever», diesen Gedanken auch aussprechen, ganz sec, ohne grosses Aufheben. Oder den Nachbarn mit den schönsten Blumen im Quartier für seinen grünen Daumen loben. Oder dem freundlichen Verkäufer an der Kasse «Grüezi» und «Danke» sagen und ihm einen schönen Tag wünschen. Oder der Chefin mal sagen, dass sie einen super Job macht. Oder, oder, oder. Kleiner Aufwand, grosse Wirkung.

    Weitere Gesten der Freundlichkeit

    Es gibt im Internet ganze Bibliotheken mit Tipps, wie man anderen eine spontane Freude bereiten könnte. Aus Italien kommt zum Beispiel die Tradition des «Caffé sospeso», eines «aufgehobenen Kaffees». Bereits seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert soll dieser Brauch bestehen, bei dem ausser dem eigenen Kaffee noch ein weiterer bezahlt wird, der an Bedürftige ausgeschenkt wird. Dieser spendierte Kaffee könnte aber auch einfach an die nächste Person gehen, die das Café betritt. Wer noch auf der Suche nach Ideen ist, könnte zum Beispiel der Nachbarin die Einkäufe in den dritten Stock tragen, dem Nachbarn die Türe aufhalten, jemanden in der Schlange den Vortritt lassen – alles Kleinigkeiten, die aber aus einem negativen einen positiven Tag machen können. Auch das Nachzahlen einer abgelaufenen Parkuhr oder das Liegenlassen des Rückgeldes im Bilettautomaten können freundliche Gesten sein. Die Möglichkeiten sind unzählig, man muss sie nur ergreifen. Der «Höngger» möchte Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, im Rahmen der Zeitung eine solche Möglichkeit bieten. Wem möchten Sie schon lange ein Kompliment machen? Oder einfach einmal Danke sagen und wofür? In den kommenden zwei Ausgaben werden wir Ihre Komplimente und Dankeschöns im «Höngger» publizieren. Ausserdem werden wir uns weitere Möglichkeiten überlegen, wie wir gerade in dieser Zeit etwas mehr Freundlichkeit ins Quartier bringen können. Haben Sie Ideen? Melden Sie sich, siehe Infobox. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

    Komplimente-Zentrale

    Wem wollten Sie schon lange ein Kompliment machen? Schreiben Sie es uns auf redaktion@hoengger.ch, via facebook oder auf eine Postkarte an die Adresse Quartierzeitung Höngg, Meierhofplatz 2, 8049 Zürich.